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Unser Büchereiteam stellt sich vor: Karin Neugebauer

Liebe Leser,

ich bin in der Stadtbücherei Hilden der vorerst letzte Neuzugang. Ich heiße Karin Neugebauer und arbeite seit April 2014 als Diplom-Bibliothekarin hier. Ich möchte Euch heute ein wenig über mich und meinen bisherigen Werdegang erzählen.

Karin Neugebauer

Seit ich denken kann, habe ich Bücher aus der Bücherei ausgeliehen. In Kindertagen oft gemeinsam mit meiner Oma bei den Bücherhallen Hamburg. Ich bin nämlich eine waschechte Hamburger Deern. Ich hätte als Kind oder Jugendliche nie so viele tolle Bücher lesen können, ohne Büchereiausweis. Somit war nach der Schule für mich klar, dass nichts anderes beruflich in Frage kommt, als Menschen Zugang zu Büchern zu ermöglichen.

1987 begann ich meine Ausbildung bei den Bücherhallen Hamburg, bei denen ich insgesamt 20 Jahre sehr gern beschäftigt war. 2001 beschloss ich dann auch noch Bibliotheks- und Informationsmanagement an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg zu studieren um Diplom-Bibliothekarin zu werden. Zum Glück war dies in Hamburg auch ohne Abitur möglich. Ich musste an der Hochschule eine Eignungsprüfung ablegen, die ich erfolgreich meisterte. Während meines Studiums, in dem ich mich auf die Arbeit im Kinder- und Jugendbereich spezialisierte, verbrachte ich auch zwei Semester in Dänemark. Ich machte mein großes Praktikum in der Deutschen Zentralbücherei Apenrade und studierte dann ein Semester an der Königlichen Bibliotheksschule in Kopenhagen. Das war eine wundervolle Zeit. Aus Kopenhagen kehrte ich nicht mehr nach Hamburg zurück, sondern heiratete einen bergischen Jung und zog nach Hilden um mit ihm eine Familie zu gründen. Das Studium beendete ich natürlich trotzdem nach Plan.

Nach dem Studium begann ich während der Elternzeit als Honorarkraft für die Stadtbücherei Hilden zu arbeiten. In vielen Grundschulen führte ich in der OGATA den Lese-Lausch-Club durch. Eine AG in der es um Hören, Zuhören, Geschichten und Geräusche ging. Später kamen Bibliotheksführungen hier im Haus hinzu. Gern hätte ich auch eine richtige Stelle in der Stadtbücherei angenommen, aber die Zeit war noch nicht gekommen.

Nach meiner Elternzeit arbeitete ich zunächst vier Jahre lang am Karl-Schiller-Berufskolleg in Dortmund. Dort unterrichtete ich zukünftlige Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste in Fachkunde, brachte ihnen z.B. das Katalogisieren von Büchern bei. Obwohl mir das Unterrichten viel Spaß machte, sehnte ich mich doch wieder danach in einer Bibliothek zu arbeiten. So fand ich eine Stelle als Kinder- und Jugendbibliothekarin bei den Stadtbüchereien Düsseldorf. Anfang des Jahres, nach zwei Jahren Düsseldorf, entdeckte ich die Stellenausschreibung der Stadtbücherei Hilden.

Endlich. Ich bewarb mich, wurde eingestellt, und bin nun die neue Ansprechpartnerin für den Bereich Integration. Ich helfe Euch gern weiter an der Information im ersten und zweiten Stockwerk, plane und führe Veranstaltungen durch, z.B. die mehrsprachige Vorlesestunde, und poste dazwischen auf Facebook und twittere für die Bibliothek. Außerdem betreue ich die Lektorate Reise, Fremdsprachen und Heimatkunde, sowie fremdsprachige Medien für Kinder und Erwachsene.

Privat lebe ich inzwischen in Düsseldorf mit meinen zwei jüngsten Kindern. Eine Tochter ist bereits flügge und lebt seit letztem Sommer in Hamburg. In meiner Freizeit lese ich gern, gehe viel wandern, laufe, mache Ausflüge mit den Kindern, treffe mich mit Freunden, gehe tanzen, ins Konzert oder ins Theater. Eine besondere Leidenschaft ist das private organisieren und spielen von Krimi-Dinner-Spielen. Da kann ich meine Kreativität und Lust am Schauspielen optimal ausleben. Mehr darüber verrate ich sicher in einem meiner nächsten Blogbeiträge…

 

Beste Grüße

Karin Neugebauer

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Unser Team stellt sich vor: Jutta Benkowsky

Liebe Leserinnen und Leser,
heute darf ich mich bei Euch vorstellen. Mein Name ist Jutta Benkowsky und ich arbeite seit Februar 2014 in der Stadtbücherei Hilden.20140405_092350
Nach meinem Studium in Bibliothekwesen an der Fachhochschule Köln, das ich 2008 abgeschlossen habe, ist dies meine zweite Anstellung in einer öffentlichen Bibliothek. Zuvor war ich fast drei Jahre als Kinder-und Jugendbibliothekarin in der Stadtbibliothek Langenfeld beschäftigt. Dann begann die größte Herausforderung meines Lebens, ich wurde Mutter.
Meine kleine Tochter ist nun 2,5 Jahre alt und ich freue mich nach meiner Elternzeit hier in der Stadtbücherei Hilden einen Wiedereinstieg in das Berufsleben geschafft zu haben. Verantwortlich bin ich dort für den gesamten Jugendbereich, den ich von Nina Bätzgen übernommen habe, die in Elternzeit geht.
Unter anderem bin ich als Lektorin für die Jugendbücher, -hörbücher, -DVDs und –zeitschriften verantwortlich. Außerdem plane und organisiere ich die Klassenführungen ab der 5.Klasse und bin für die Organisation und Durchführung von Jugendveranstaltungen zuständig. Für dieses Jahr ist dort neben unseren regelmäßigen Wii – Spielenachmittagen auch ein FIFA Turnier im Juni geplant.
An jedem Freitag und Samstag bin ich an einem der zwei Infoplätze finden. Eine der Aufgaben die mich dazu gebracht hat den Beruf der Bibliothekarin zu wählen. Schon immer war mir der Kontakt zu ganz unterschiedlichen Menschen in meinem Beruf ein Bedürfnis.

So ist der Beruf der Bibliothekarin mein zweiter Beruf den ich gewählt habe. Mit zwanzig habe ich eine Ausbildung als Hotelfachfrau in einem Düsseldorfer Hotel absolviert. Nach dem Ende meiner Ausbildungszeit hatte ich großes Fernweh und so fuhr ich mehrere Jahre zur See. Ich war Stewardess auf einem Kreuzfahrtschiff, der MS Europa. Dort habe ich viele unterschiedliche Länder, Kulturen und deren Menschen kennengelernt. Ich würde nicht behaupten die Welt zu kennen, aber ich habe sicherlich viele Eindrücke und Erfahrungen gesammelt, die mich heute noch nachhaltig begleiten.
Nun bin ich in einem genauso aufregenden Beruf gelandet, der mir viel Raum für kreative Arbeit lässt und meinen Ordnungssinn befruchtet und in dem ich jeden Tag Kontakt mit Menschen habe.
Ich freue mich Euch beim nächsten Besuch in der Stadtbücherei Hilden kennenzulernen.

Beste Grüße

Jutta Benkowsky

Maschenwahnsinn

Hallo liebe Leser,
ist Stricken nur etwas für alte Menschen? Nein, das finde ich nicht. Ich selber bin nämlich auch „erst“ 32 Jahre und habe nun das Stricken für mich entdeckt. Angesteckt wurde ich durch Freundinnen, die während unserer Rollenspielrunde mit dem Stricken angefangen haben. Beide sind sogar erst Mitte 20. 🙂
Da ich im Teenageralter das letzte Mal gestrickt habe, habe ich mir Hilfe bei Youtube gesucht – da gibt es viele gute Videoanleitungen. Inzwischen habe ich mir auch ein paar Bücher bei uns ausgeliehen, die mir auch schon gute Ideen geliefert haben.

Wolle und Stricknadeln hatte ich noch zu Hause und schon kam die erste Frage auf: „Wie wird die erste Reihe gestrickt?“ Ich schaute mir das erste Video an und lernte, dass die Profis von „eine Reihe anschlagen“ sprechen.

Weitere Videos folgten, woraufhin der Anfang, die ersten Maschen und bereits ein paar Muster gestrickt waren. Dies ist mein erster Versuch mit verschiedenen Strickmustern: erste Musterversuche

Hier war ich richtig „mutig“ und habe ein schönes, aber auch schwieriges Muster mit Farbwechsel versucht. Für meinen ersten Versuch sah es gar nicht so schlecht aus:schwieriges, aber schönes Muster

Ein paar Tage später wollte ich nun nicht mehr „nur“ testen, sondern auch etwas stricken, was ich nicht wieder auftrenne. Also ging ich ins nächste Wollgeschäft, um mir dort schöne Wolle auszusuchen und einen Schal zu stricken. Dort erfuhr ich dann erst, dass man bei verschiedenen Wollstärken (Dicke der Wolle) auch verschiedene Nadeln braucht. Ich kann Euch nur empfehlen, für die Anfänge dickere Wolle zu nehmen und somit auch dickere Nadeln zu nehmen. Je dicker die Wolle und Nadeln, umso größer sind die Maschen. Auf der Banderole der Wolle findet man die Angabe, welche Nadeln man für die Wolle benötigt. Außerdem steht dort auch, ob die Wolle in die Waschmaschine darf oder nicht.
Ich entschied mich für eine rote Wolle, aus der ich einen Schal stricken wollte. Im Bus zum Betriebsausflug strickte ich dann schon fleißig und hatte direkt ein paar erfahrene helfende Hände, die meine verlorenen Maschen wieder aufgereiht haben. 🙂 Die Farbe des Schals gefiel meiner Kollegin Sonja Tewes so gut, dass sie scherzhaft sagte: „Das ist genau meine Farbe“. Also entschied ich, ihr den Schal zu schenken, wenn er fertig ist. Nach ein paar Tagen war er fertig und Sonja Tewes hat sich sehr darüber gefreut, auch wenn man im Sommer nicht unbedingt einen Schal braucht. 🙂

Schal

Mein nächstes Projekt soll ein Würfelbeutel werden. Mal sehen, wie er mir gelingt. Ich werde Euch auf dem Laufenden halten. 🙂
Wenn Ihr auch strickt, schickt uns doch ein Foto mit Euren Sachen an stadtbuecherei@hilden.de

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Stricken!

Beste Grüße,
Nora Heisterkamp

Unser Team stellt sich vor: Melanie Schulz

Liebe Leser,

Melanie Schulz

heute darf ich mich endlich vorstellen:

Mein Name ist Melanie Schulz und ich bin seit 2005 in der Stadtbücherei Hilden. Ein wenig wundere ich mich immer noch darüber, dass ich in einer Bücherei arbeite. Bis ich 12 Jahre alt war, konnte ich mit Büchern und Lesen nämlich so gar nichts anfangen. Lesen fand ich schlichtweg blöd. Das hat sich allerdings geändert als meine Mutter mir zu Weihnachten meinen ersten Sammelband von „Dolly“ schenkte. Dieses Buch habe ich verschlungen und meine arme Mutter kam gar nicht hinterher mir die anderen Bücher nachzukaufen. Seitdem bin ich eine absolute Leseratte.

Trotz meines neu entdeckten Hobbys war es eigentlich Zufall, dass ich meine Ausbildung zur FaMi gemacht habe. Nachdem ich mich 2 Jahre erfolglos beworben habe, habe ich mich irgendwann einfach auf alles beworben, was sich irgendwie interessant anhörte.

Und ich hatte Glück. Denn ich habe nicht nur meine Ausbildung zur FaMi in Hilden machen können, sondern ich habe auch ganz schnell gemerkt, dass es genau der richtige Beruf für mich ist. Und ich hatte noch mal Glück, denn als ich 2008 mit der Ausbildung fertig war, durfte ich in der Stadtbücherei Hilden bleiben und die Bearbeitung meiner Lieblingsmedien übernehmen. 3 Jahre habe ich mich unter anderem um die technische Bearbeitung der Kinderbücher und der Gesellschaftsspiele gekümmert.

2011 habe ich allerdings erst einmal Pause von der Bücherei gemacht und meine Tochter Robyn bekommen. Was diese so alles anstellt könnt Ihr in der Kategorie „Büchereikinder“ nachlesen 🙂

Jetzt ist meine Tochter schon fast 2 Jahre alt und genießt ihre zwei Mama-Frei-Tage mit den Omas und Opas. So kann ich jetzt jede Woche für 2 Tage arbeiten kommen.

Ich bin jetzt erst seit ein paar Tagen wieder arbeiten und ich muss sagen, dass sich sehr vieles verändert hat. In der 2. Etage finde ich mich gerade auch nur mit ein wenig Mühe zurecht. Obwohl ich sagen muss, dass die neue Art viel einfacher geworden ist, aber ich bin halt an die alte Variante gewöhnt. Auch haben wir auf einmal eine Xbox Kinect im Haus, die ich bestimmt mal ausprobieren werde. Und auch in der 1. Etage wurde vieles abgeändert und verschönert. Ich bin sehr froh, dass ich wenigstens das EG schon kenne 🙂

So sehr ich auch meine Elternzeit genossen habe, freue ich mich doch wieder hier zu sein. Die Arbeit und der Kundenkontakt haben mir sehr gefehlt. Um so glücklicher bin ich, dass ich auch jetzt wieder die Kinderbücher bearbeiten darf. Auch auf die neuen Aufgaben wie z. B. Web2.0 klingen interessant. Aber am meisten freue ich mich auf Euch, liebe Leser.

Beste Grüße

Melanie Schulz

100 Jahre Stadtbücherei Hilden – Teil 6

42 Jahre erlebte Büchereigeschichte

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„Haben Sie einen schönen Roman?”
Eine Frage, die Herta Hoppe oft in ihrem Leben gehört hat. Damals, als sie in der Stadtbücherei gearbeitet hat. Damals, als  es die Bücher an einer Theke gab – und die Leser sich von den Mitarbeitern der Bücherei haben beraten lassen.
„Ich hatte einen guten Instinkt dafür, was die Leute lesen wollten”, erinnert sich Herta Hoppe.
1920 ist sie geboren. 1938 fing sie in der Bücherei an.
„Der Krieg brach aus, und Heinrich Strangmeier, der Leiter der Bücherei, wurde in ein Kriegsamt versetzt”, erzählt sie. Strangmeier fragte, ob sie, die interessierte Leserin, es sich vorstellen könne zu helfen. Konnte sie. Sie kam. Und blieb. Bis 1980.

Herta Hoppe und der Hildener SchriftstellerMatthias Ludwig Schroeder bei einem Ausflug in der Elb.

Herta Hoppe und der Hildener Schriftsteller
Matthias Ludwig Schroeder bei einem Ausflug in der Elb.

„Ich war schnell. Ich war interessiert. Am Anfang musste ich alles alleine machen”, erzählt Herta Hoppe. Bei 9.000 Bänden, damals numerisch ausgewiesen, eine große Herausforderung für die junge Frau.
„Wir hatten ja keine Konkurrenz. Fernseher gab es kaum”, so Herta Hoppe. Im Krieg, so erinnert sie sich, fragten die meisten nach einem schönen Roman. Sie weiß noch, was in diesen Jahren gerne gelesen wurde: Gustav Freytag beispielsweise. Und Ludwig Ganghofer. Sie erinnert sich gut an diese Zeit. Auch an das alltägliche Leid. Da waren die zwei Frauen, zwei Nutzerinnen der Bücherei: Sie kamen und erzählten von ihren gefallenen Söhnen.
„Das war schlimm”, sagt Herta Hoppe. Und nach dem Krieg? Für aktuelle Bücher sei lange kein Geld da gewesen.
20 Heftchen in Zeitungsformat und in Pappe eingebunden war das, was an Neuigkeiten ausgeliehen wurde. Die schlechten Jahre vergingen. Mehr Personal kam. Und Herta Hoppe wuchs in den Beruf hinein. Hauptsächlich war sie mit dem Katalogisieren beschäftigt.
„Mühsam habe ich mir die Büchereihandschrift mit Hilfe eines Buches selbst beigebracht”, so Hoppe.

Mitte 1950er | Zum Katalogisieren wurde früher die Büchereihandschriftgenutzt. Herta Hoppe brachte sie sich selbst bei.

Mitte 1950er | Zum Katalogisieren wurde früher die Büchereihandschrift genutzt. Herta Hoppe brachte sie sich selbst bei.

 

Gerne erinnert sie sich an die zwei, drei Jahre, die sie in der Zweigestelle Süd beschäftigt war.
„Da bin ich gerne gewesen. Da war ich selbstständig”, sagt sie.
„Die Arbeit in der Bücherei hat mein Leben bereichert, die Bücherei hat mich geprägt”, sagt Herta Hoppe heute. Ihre Lieblingsbücher hat sie mehrmals gelesen: Theodor Fontanes Effie Briest und Thomas Manns Buddenbrocks.
„Später aber auch gerne mal einen Krimi von Henning Mankell”, sagt sie. Heute machen ihre Augen nicht mehr mit. Die Bücherei gehört trotzdem noch zu ihrem Leben. Kontakte zu ehemaligen Mitarbeiterinnen werden gepflegt.

Juni 2012 | Herta Hoppe mit Birgit Halfkann, seit 1982stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei.

Juni 2012 | Herta Hoppe mit Birgit Halfkann, seit 1982 stellvertretende Leiterin der Stadtbücherei.

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Die Broschüre wurde von Christina Görtz erstellt und ist seit März auch in der Stadtbücherei erhältlich.
Die Fotos wurden freundlicher Weise vom Stadtarchiv zur Verfügung gestellt.

100 Jahre Stadtbücherei Hilden – Teil 2

Mehr als belesene Köpfe: Die Büchereileiter

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Karl Adrian

Karl Adrian

Nebenamtlich in den ersten Jahren zuständig
Die Stadtbücherei Hilden hatte in den ersten
Jahren keinen hauptamtlichen Leiter. Laut alten
Dokumenten kümmerte sich Stadtsekretär Karl
Adrian im Nebenamt um die Belange der Bücherei.
Es ist anzunehmen, dass er nicht viel Zeit dafür
übrig hatte: Seine Tätigkeit in der Bücherei ist in
seiner noch vorhandenen Personalakte jedenfalls
nicht vermerkt.
Bei der Buchauswahl und -bearbeitung betreute
die staatliche Büchereiberatungsstelle Wuppertal
(später Düsseldorf ) bis 1939 die Bücherei Hilden.

Heinrich Strangmeier

Heinrich Strangmeier

Büchereileiter von 1930 bis 1945
Der Name Heinrich Strangmeier ist in Hilden heute
noch in vieler Munde, nicht zuletzt, weil ein Saal
nach ihm benannt ist. 1930 wurde er Hildens erster
hauptamtlicher Büchereileiter. Im Nebenamt hatte
er seit 1921 für einen systematischen Bestandsaufbau
und erweiterte Öffnungszeiten gesorgt. Er
blieb nach seiner Zeit als Büchereileiter der Stadt
treu, er wurde Dezernent für das Schul- und Kulturwesen.
Er setzte Zeichen, die nachwirken: Auf seine
Initiative erhielt die Stadt 1947 etwa ein Archiv.

Max Beier

Max Beier

Büchereileiter von 1946 bis 1971
Max Beier war 25 Jahre lang Leiter der Stadtbücherei
– und damit so lange wie kein anderer vor oder
nach ihm. Zu den Erfolgen des Diplom-Bibliothekars
gehören der Aufbau der Schülerbüchereien,
sein erfolgreicher Einsatz für die
Vergrößerung des Büchereiraumes mit Arbeitsplätzen
für Studierende, von denen reger Gebrauch
gemacht wurde, der Ausbau der Kataloge, die
Einrichtung der bewährt gebliebenen Freihandbüchereien
und die Entwicklung der Kinderbücherei.

Jutta Kötteritzsch

Jutta Kötteritzsch

Büchereileiterin von 1971 bis 1988
16.000 Bände standen in den Regalen der Stadtbücherei,
als die damals 28-jährige Jutta Kötteritzsch
im Mai 1955 in der Stadtbücherei anfing. Als sie
1971 Büchereileiterin wurde, war der Bestand auf
34.700 Bände angewachsen. 1988, als sie nach
über 30 Jahren Tätigkeit in der Stadtbücherei aufhörte,
lag der Bestand bei 76.400 Bänden.
Ohne meine zahlreichen Helferinnen hätte ich das alles
nicht geschafft“, ließ Jutta Kötteritzsch am Tag ihrer
Verabschiedung wissen.

Gabriele Belloff

Gabriele Belloff

Büchereileiterin von 1988 bis 2009
31 Jahre alt war Gabriele Köppen, später Belloff, als
sie im Juli 1988 Leiterin der Stadtbücherei wurde.
Als sie ihren Dienst antrat, sagte sie:
Für mich ist die Bücherei mehr als nur Bücher-Ausleihe, sie
spielt eine weitreichende Rolle im kulturellen
Leben einer Stadt.
Sie setzte anfangs ihr Hauptaugenmerk
auf Aktualität sowie auf Kooperationen
mit anderen kulturellen Institutionen. Ihr letzter
Arbeitstag in der Stadtbücherei war am 25. Februar
2009, ein Aschermittwoch.

Claudia Büchel

Claudia Büchel

Büchereileiterin seit 2009
Alle Angebote müssen sich an den Wünschen der
Kundinnen und Kunden orientieren“, sagt Claudia Büchel.
Ihr ist es wichtig, dass die Kunden bei der
Umstrukturierung des Medienbestands, Veranstaltungen
und Bestandsaufbau aktiv mit einbezogen
werden. Unter ihr haben die neuen Medien (Web
2.0-Aktivitäten) wie Facebook, Twitter und Blog
Einzug in die Bücherei gehalten. Sie setzt auf
die Ausweitung der Veranstaltungsangebote für
Kleinstkinder bis zur „Generation Plus“.

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Die Broschüre wurde von Christina Görtz erstellt und ist ab März 2013 auch in der Stadtbücherei erhältlich.
Die Fotos wurden freundlicher Weise vom Stadtarchiv zur Verfügung gestellt.

Unser Team stellt sich vor: Nadine Reinhold

Schon immer war ich „Leserin“ in der Bücherei meiner Heimatstadt und eine richtige Leseratte. Mein damaliger Deutschlehrer brachte mich auf die Idee, Bibliothekarin zu werden, als er mir in der Stadtbibliothek Aachen begegnete. Die Idee fand ich auf Anhieb richtig gut. Also habe ich Erkundigungen über den Studiengang „öffentliches Bibliothekswesen“ eingeholt und mich an den Fachhochschulen in Köln und Bonn beworben. Ich habe mich dann ganz bewusst entschieden, in Bonn an der „FHöBB“ zu studieren und nicht in Köln an der Fachhochschule. Eine Besonderheit der FHöBB war damals: nur alle 2 Jahre wurden 25 Studenten aufgenommen, es hatte alles einen recht schulischen Charakter. Diese FH war klein & privat, unter der Trägerschaft des Borromäusvereins. „Schwänzen“ ging also nicht 🙂

Mein Studiengang war der erste, der auf 8 Semester aufgestockt wurde, daher hatte ich auch ein Praxissemester in der Stadtbibliothek Aachen und während der Semesterferien kleinere Praktika in den unterschiedlichsten Büchereien, Universitätsbibliotheken und Bücherei-Fachstellen. Die FH gibt es nicht mehr, sie wurde 2003 leider geschlossen.

Nach Beendigung des Studiums 1999 war ich erst einmal ein paar Monate bei einem Verlag in Aachen beschäftigt. Sehr interessant! Als Lektorin zu arbeiten wäre sicherlich auch eine Option für mich. Im Januar 2000 fing dann meine eigentliche berufliche Laufbahn als Bibliothekarin an. Gearbeitet habe ich in den Stadtbüchereien Stolberg, Eschweiler und Wülfrath. In Wülfrath lernte ich auch Edda Nowak kennen, die dort ihre Ausbildung zur „FaMi“ machte.

2001 „landete“ ich (mit einer kleineren Pause dazwischen) in der Stadtbücherei Hilden. Mein Zuständigkeitsbereich war von nun an die Kinder- und Jugendabteilung.

Mein persönliches Highlight waren die Jahre 2003-2005, als die Vorbereitungen zum Jugendkulturjahr begannen. Im Jugendkulturjahr führte die Stadtbücherei eine Jugendbuchjury und einen Geschichtenwettbewerb sehr erfolgreich durch. In meiner Freizeit veranstaltete ich im Area 51 drei Konzerte für Jugendliche. Die Planungen dazu waren einfach toll, da ich viele Kolleginnen und Kollegen und deren Arbeit aus dem Jugendamt kennen- und schätzen lernte.

Sehr gerne erinnere ich mich an die erste „Nacht der Bibliotheken“ unter dem Motto „Halloween“. Einfach unglaublich toll, welche Resonanz wir da erhalten haben. Auch das Jubiläum zum „Zehnjährigen“ in den Räumlichkeiten am Nove-Mesto-Platz werde ich nie vergessen, da alle Schulen, die an dem Projekt „Medienpartner Bibliothek & Schule“ teilnehmen, mit einer Aktion vertreten waren.

Eine weitere Hauptaufgabe von mir in den vergangenen Jahren war die Zusammenarbeit mit den Kindergärten und Schulen, initiiert durch ein Projekt der Stiftung Bertelsmann.

Ganz wichtig ist mir, dass alle Multiplikatoren, die z.B. an Hildener Schulen unterrichten, wissen, dass es uns gibt und dass sie gerne mit uns zusammenarbeiten möchten – egal in welchem Bereich. Wir haben schon unzählige Aktionen mit den Hildener Kitas und Schulen durchgeführt und alle waren etwas Besonderes und haben uns in der Zusammenarbeit bestärkt.

Ende 2007 bin ich in Mutterschutz und anschließend Elternzeit gegangen. Seit meinem Wiedereinstieg im April 2009 bin ich nur noch halbtags in der Bücherei tätig und für die Kinderabteilung zuständig.

Nadine Reinhold

Ich führe Kita-Gruppen und Grundschulklassen durch die Bücherei, erkläre den Kindern, wozu eine Bücherei überhaupt da ist und wie man hier Medien findet. Wichtig ist mir, dass die Kinder Spaß haben, sich nach dem Besuch hier besser zurechtfinden und uns weiterhin gerne besuchen.

Besonderen Spaß machen mir die Planung und Durchführung von Veranstaltungen. Autorenlesungen zum Beispiel. Auch „Wir lesen vor“ – der große Vorlesetag im November jeden Jahres, den ich seit Jahren für Hilden plane, ist jedes Jahr ein sehr arbeitsintensives Highlight. Ich finde es toll, dass sich für ca. 1000 Menschen in Hilden an diesem einen Tag alles ums Vorlesen und Lesen dreht.

Sehr froh bin ich über die Unterstützung meiner Kolleginnen, besonders Stephanie Semm, die hauptsächlich auch in der Kinderabteilung arbeitet, ist mir immer eine große Hilfe. Wir bearbeiten zusammen die Hildener Schülerbüchereien und die Medienboxen. Sie bestellt die Kinderbücher, die ich für den Bestand auswähle und bearbeitet diese auch technisch.

Mein Arbeitsbereich ist sehr abwechslungsreich und bereitet mir meistens großen Spaß, auch wenn es manchmal recht stressig werden kann.

2012 ist auch in einer weiteren Hinsicht ein besonderes Jahr. Denn während ich diese Zeilen schreibe, sind die Handwerker hier sehr laut zugange. Viel Neues wird auch in der Kinderbücherei passieren, aber dazu an anderer Stelle, zu einem späteren Zeitpunkt mehr …

Privat stelle ich seit einigen Jahren sehr gerne selbst Schmuck her. Ich lese natürlich recht viel und würde sehr gerne sehr viel öfter ins Kino gehen. Das war eine große Leidenschaft von mir, bevor ich Mama wurde. 🙂

Für Fragen rund um die Kinderabteilung stehe ich per Email nadine.reinhold@hilden.de oder telefonisch unter 02103/72-345 gerne zur Verfügung.