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Jordis Lank

Liebe Leser,

wie Ihr wisst, hat Hilden einiges zu bieten, zum Beispiel eine Menge interessanter Personen. Eine davon möchte ich Euch heute vorstellen: Jordis Lank

Die Hildener Autorin Jordis Lank hat vor einigen Monaten, im März diesen Jahres, ihren ersten Roman veröffentlicht.

Jordis Lank (Bild von O. Staschik)

Jordis Lank (Bild von O. Staschik)

„Rauklands Sohn“ ist der Beginn einer Trilogie über den jungen Krieger Ronan, Sohn des Herrschers von Raukland. Um seinen Anspruch auf den Thron zu sichern, muss Ronan die Insel Lannoch erobern. Da er allein mit Waffengewalt jedoch nicht weiterkommt, muss er die Aufgabe bewältigen, die der Herrscher Lannochs ihm stellt. Doch dies kann nur gelingen, wenn Ronan lernt, wie man Freundschaften schließt.

Titel+Rauklands+Sohn

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Ich habe Jordis Lank per E-Mail einige Fragen gestellt, die sie freundlicherweise beantwortet hat.

1. Wie würden Sie Ihre Beziehung zur Stadt Hilden charakterisieren? Leben Sie hier und seit wann? Wie gefällt es Ihnen? 

Ich lebe seit 40 Jahren im Hildener Osten. Mir gefällt die Nähe zu den Naturschutzgebieten Ohligser Heide und dem Hildener Wald. Auch die um die Reformationskirche liegenden alten Fachwerkhäuser mag ich sehr und ich liebe es bei Fienchens (dem Friesencafé) zu frühstücken. Am Helmholtz-Gymnasium habe ich Abi gemacht, aus dieser Zeit habe ich noch zahlreiche Hildener Freunde. Ich denke, ich werde noch ziemlich lange in der Itterstadt wohnen, es sei denn, es zieht mich doch noch nach Island, aber davon in der nächsten Frage.

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2. Was hat Sie zu Ihrem Roman „Rauklands Sohn“ inspiriert? Woher kommen Ihre Ideen?

Woher meine Ideen kommen – das ist eine gute Frage. Manchmal genügt ein Wort, ein Geruch, ein Klang und etwas wird in mir ausgelöst. Dialoge und Szenen fallen dann ganz von selbst vom Himmel. Ich glaube, mein Unterbewusstsein ist pausenlos mit Geschichten beschäftigt und meldet sich in solchen Situationen zu Wort. Das ist ein tolles Gefühl und erfüllt mich immer wieder mit Staunen. Ich erinnere mich auch nicht daran, bei „Rauklands Sohn“ z.B. aktiv entschieden zu haben, dass es ein Fantasy-Roman sein soll. Es war einfach so, dass die Geschichte in einer fiktiven mittelalterlichen Welt spielte. Es hat mir viel Spaß gemacht, diese längst vergangene Zeit zu erforschen, in der eine andere Art von Mut notwendig war als in unserer vertrauten Welt, und in der Abenteuer erlebt werden konnten, die heutzutage kaum mehr möglich sind.

Was mich definitiv inspiriert hat, sind meine Reisen nach Island. Wer bereits einmal dort oben gewesen ist, der wird die raue Schönheit des hohen Nordens auch in „Rauklands Sohn“ wiederfinden. Ich liebe die dramatischen, lichtdurchfluteten Landschaften Islands, die Einsamkeit dort und die Stille. Im Sommer sind die Tage endlos und im Winter wehen die grünen Vorhänge der Nordlichter über den Nachthimmel. Ob ich einen isländischen Winter mit Schneestürmen und Dunkelheit tatsächlich durchhalten würde, weiß ich nicht, aber ich träume davon ein ganzes Jahr dort oben zu verbringen.

 3. Was bedeutet das Schreiben und Erzählen von Geschichten für Sie?

Einmal einen Roman zu schreiben war schon zu Schulzeiten mein Traum. Mit 12 kam ich von einem Ponyhof und schrieb die ersten zehn Seiten einer Geschichte von einem sprechenden Schimmel mit dem Titel „Lukas, ein Pferd erzählt“. Danach fiel mir dummerweise nichts mehr ein. Geschrieben habe ich in den folgenden Jahre immer, jedoch nie einen Roman. Inzwischen war ich berufstätig und redete mir erfolgreich ein, ich hätte gar keine Zeit, ein Buch zu schreiben. Der konkrete Auslöser für mein erstes Buch war dann ein Seminar meines Arbeitgebers. Die Seminarleiterin wollte uns dazu animieren eine Kurzgeschichte zu schreiben. Eine Stunde hatten wir Zeit, dann sollten wir das Ergebnis den Teilnehmer vorlesen. Eine Stunde? Ich hab nicht geglaubt, dass das möglich ist. Aber es ging tatsächlich – und da habe ich begriffen, dass ich nicht viel Zeit am Stück brauche, sondern auch kleine Zeiträume zum Schreiben nutzen kann. Das Einzige, was ich tun musste, um mir den Traum von einem eigenen Buch zu erfüllen, war das: Anfangen.

Seither hat sich mein Leben sehr verändert. Ich verbringe viel Zeit mit dem Schreiben und der Recherche und durfte viele wunderbare Menschen kennenlernen: Autoren, Verleger und allen voran meine großartigen Experten. Ich bin immer wieder überwältigt von der Welle der Hilfsbereitschaft, die durch den Satz „Ich recherchiere für einen Roman“ ausgelöst wird. Museen und Institutionen öffnen bereitwillig ihre Türen, und ich durfte mit dem Langschwert fechten sowie mit einem historischen Langbogen durch den Bregenzer Wald laufen und Pfeile in Baumstämme schießen (oder ins Unterholz daneben ;)).

Das Schreiben ist ein viel intensiveres Erlebnis als das Lesen. Manchmal, wenn alles passt, dann verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit und das Schreiben ist wie ein Rausch – ein großartiges Gefühl, das süchtig macht. Ich könnte niemals damit aufhören.

4. Womit verbringen Sie Ihre Zeit, wenn Sie nicht schreiben?

Ich arbeite im wissenschaftlich-technischen Bereich in der Softwareentwicklung. Hobbys habe ich jede Menge: Ich jongliere seit zwei Jahrzehnten, suche verborgene Schätze per GPS, spiele mich mit Freunden durch meinen Brettspielestapel, habe einen großen Garten und natürlich lese ich für mein Leben gern. Das Schreiben ist aber mein größtes und zeitintensivstes Hobby.

5. Wie gefällt Ihnen die Stadtbücherei Hilden?

Meinen ersten Büchereiausweis hatte ich zu Schulzeiten. Da bei uns zu Hause nicht gelesen wurde (abgesehen von mir), war die Bücherei etwas ganz Besonderes. Ich erinnere mich daran, dass wir ehrfürchtig flüsternd um die Regale schlichen, und große Angst davor hatten, einmal zu vergessen ein Buch rechtzeitig zurückzugeben 😉 Inzwischen ist die Bücherei mehr als nur ein Ort, an dem man Bücher ausleihen kann: Es gibt Internetzugang, elektronische Bücher, literarische Veranstaltungen und sogar einen GeoCache! Toll finde ich, dass das Team der Stadtbücherei via Facebook und Blog so aktiv ist. Am spannendsten finde ich dabei die Artikel, die einen Blick hinter die Kulissen gewähren: Bilder der Bürotassen der Mitarbeiter zu posten ist schon eine ziemlich ausgefallene Idee 🙂

Herzlichen Dank an Jordis Lank für die Idee zu diesem Beitrag und die freundliche Mitarbeit!

Weitere Infos über „Rauklands Sohn“ und die Nachfolgebände erhaltet Ihr auf der Homepage von Jordis Lank. Dort findet Ihr auch eine Leseprobe des ersten Teils. Wenn Ihr neugierig seid, leiht Euch das Buch doch bei uns aus!
Mehr Informationen über Jordis Lank gibt es außerdem bei Facebook, Twitter und Google +.

Beste Grüße,

Nathalie Funda

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100 Jahre Stadtbücherei Hilden – Teil 10

Was wurde wann wie viel gelesen?

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Die 1910er und 1920er

Unterhaltende Literatur ist in den Anfangsjahren der Stadtbücherei gefragt. Belehrende Schriften weniger. Die gebildeten Schichten haben ihre eigenen Lesezirkel.
Erst Heinrich Strangmeier schafft belehrende Bücher und Nachschlagewerke an. 1929 bringt er beispielsweise drei gut gegliederte Kataloge über Kunst und Literatur, Naturwissenschaften und Leibesübungen heraus, die – so Beier in seiner Rede zum 50-jährigen Bestehen der Bücherei – von Kennern als Musterbeispiele literarischen Schaffens bezeichnet werden.
1923: 2.039 Bände, 2486 Ausleihen
1928: 5.474 Bände, 20.836 Ausleihen

Teil 10 - Bestand 1913

 

Die 1930er und 1940er (1933 bis 1942)

Bei den belehrenden Schriften werden die erdkundlichen und geschichtlichen Werke am meisten gelesen, sie bilden im Jahr 1930 mit 309 Bänden mehr als die Hälfte der Ausleihe dieser Schriften. Es folgen Lebensbeschreibungen (67), Werke der Literaturwissenschaft und Kunst (44), der Natur- (28) und Sozialwissenschaften (23). In Abständen folgen die Themen Weltanschauung, Erziehungs- und Bildungswesen, Technik, Haus- und Landwirtschaft.
Das Bild ändert sich, denn „auch die Arbeit der Stadtbücherei litt unter dieser Ungunst der Zeitverhältnisse” heißt es in einem Rückblick auf die Jahre 1933 bis 1942.
Sach- und Fachschriftentum werden weniger ausgeliehen. Für den starken Rückgang werden zwei Gründe genannt – „die starke Inanspruchnahme weiterer Volksschichten durch das politische
Zeitgeschehen und das Verschwinden der Arbeitslosigkeit …”.
Besonders auffällig ist, dass weniger Männer kommen. Mit dem Aufbau der Jugendabteilung steigt die Zahl der Nutzer wieder an.
1933: 7.918 Bände, 19.879 Ausleihen

Teil 10 - 1945 Statistik

 

Die 1950er

Dass „Hildens größter Bücherschrank up to date” ist, findet am 18. Juli 1959 die Rheinische Post: Bücher wie „Der seidene Schuh” von Paul Claudel, der erste Band der Dürrenmattschen Komödie, die in dieser Zeit häufig im Fernsehen und Rundfunk gebracht wird, und der Bericht über die Südpol-Expedition von Fuchs/Hillary werden angeschafft. Unter den Neuerwerbungen in dieser Zeit sind auch die ersten Bände über die Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts von Golo Mann, die Autobiographie des von den Polen hingerichteten KZ-Kommandanten von Auschwitz, Rudolf Höß, und das Buch „Nürnberger Prozeß” von J. J. Heydecker und J. Leeb sowie Max Borns „Physik im Wandel meiner Zeit”.
1953: 14.803 Bände, 76.503 Ausleihen

Hildener Zeitung vom 1./2. August 1953:
„Mit einem Prozentsatz von 11,7 von Hundert als eingetragene Leser
steht die Stadtbücherei Hilden mit an der Spitze Westdeutschlands.”

Die 1960er

Die deutsche Geschichte interessiert die Hildener in der Mitte der 60er Jahre: Zwei Bände der „Großen Illustrierten Weltgeschichte” sowie weitere Geschichtswerke über die damals „jüngste Vergangenheit”, die deutsche Teilung, werden zum Beispiel angeschafft.
Auch Biographien großer oder auch umstrittener Deutscher wie General Beck, Hindenburg, Ossietzky, Generalfeldmarschall Paulus und Hermann Ehlers können in der Stadtbücherei ausgeliehen werden. Neu aufgenommen werden Romane und Erzählungen, die das Leben der Menschen in den Ostblockstaaten sowie das Schicksal der Juden erzählen. Im Jahr 1964 ragt hervor: „Mein Name sei Gantenbein” von Max Frisch.
1963: 26.892 Bände, 87.584 Ausleihen

Teil 10 - Büchereiausweis

Die 1970er

Bestsellerautoren wie Mary McCarthy („Ein Sohn der neuen Welt”), Frederick Forsyth („Der Schakal”) aber auch Hans Magnus Enzenberger („Der kurze Sommer der Anarchie”), Günter Grass („Aus dem Tagebuch einer Schnecke”) und Peter Handke („Ich bin ein Bewohner des Elfenbeinturms”) halten 1973 Einzug in die Regale der Stadtbücherei Hilden. Fremdsprachige Autoren wie Truman Capote, Chesterton, Orwell finden ebenso wie 20 polnische Autoren im Originaltext ihren Platz.
Politische Bücher wie Ceausescu („Rumänien auf dem Weg des Sozialismus”), Bondi/Bullock („Russland gestern und heute”) oder Maurer („Lateinamerika – Eine politische Länderkunde”) gehören zu den Neuanschaffungen.
Was in der 70ern noch angesagt ist, verrät die Stadtbücherei regelmäßig in der Rheinischen Post. Dort empfiehlt sie in einer Serie Bücher, darunter Max Gerstenberger: „Astronomie des Alltags”, Klaus Mehnert: „Jugend im Zeitbruch. Woher – wohin?”, Ellen Bromfield-Geld: „Paradies auf dem Vulkan”, Kathleen Conlon: „Die jungen Sullivans”.
Tipps hin, Tipps her: Am liebsten gelesen wird 1977 leichte Kost von Eugenie Marlitt und Hedwig Courths-Mahler sowie Sachliteratur.
1973: 41.004 Bücher und Co. , 138.960 Ausleihen

Die 1980er

Jugendliche lieben Anfang der 80er Jahre Enid Blyton, „TKKG” von Stefan Wolf und die „Drei Fragezeichen”. Dass Fernsehen zum Lesen animieren kann, beweist die Nachfrage nach Geschichten der „Augsburger Puppenkiste”. Michael Endes „Jim Knopf”, Max Kruses „Urmel aus dem Eis” oder Otfried Preußlers „Räuber Hotzenplotz” werden oft ausgeliehen. Ein Renner ist auch „Pumuckl”. In Hilden nicht mehr angeboten werden, wegen „absoluter Weltfremdheit”, Bücher wie „Pucki”, „Trotzkopf” und „Nesthäkchen”.
1983: 69.254 Bücher und Co., 237.759 Ausleihen

1983 wurden trotz Proteste Bücherei-Gebühren von 10 bzw. 5 Mark eingeführt. In diesem Jahr meldeten sich 833 Leser neu an – und damit 46 Prozent weniger als im Vergleich zum Vorjahr. 5.147 Bürger und damit 9,5 Prozent der Hildener Bevölkerung waren Ende 1983 eingetragene Leser der Stadtbücherei. 1982 betrug der Anteil 14,4 Prozent. In den Jahren darauf trat keine „Besserung” ein: 1984 gab es 9,7, 1985 9,4 Prozent eingetragene Leser.

Die 1990er

Hilden liest, was Anfang der 90er Jahre in Deutschland gelesen wird. John Grisham liegt in der Gunst der Leser mit seinen Büchern „Die Akte” und „Die Firma” sehr weit oben. Auch Rosamunde Pilcher ist beliebt. „Die Muschelsucher” und „Wilder Thymian” heißen ihre aktuellen Werke dieser Zeit. „Der Schamane” von Noah Gordon und „Auch wenn ich lache, muss ich weinen” von Johannes Mario Simmel werden oft ausgeliehen. Bei den Sachbüchern greifen die Hildener zu „Nieten in Nadelstreifen” von Günter Ogger, „Sorge dich nicht, lebe!” von Dale Carnegie und „Die Fünf ,Tibeter’” von Peter Kelder.
1993: 80.000 Bücher und Co., 158.725 Ausleihen

2003

„Harry Potter” ist der Held des neuen Jahrtausends. Joanne K. Rowlings Bücher liegen nicht nur in den allgemeinen Bestseller-Listen ganz weit oben, sondern sie werden auch von den Hildener Nutzern der Stadtbücherei verschlungen. 2003 gehört „Harry Potter und der Orden des Phoenix” zu den beliebtesten Büchern. „Der Schatten des Windes” von Carlos Ruiz Zafón und „Vor dem Frost” von Henning Mankell zählen ebenfalls zur Lektüre der Hildener. Bei den Sachbüchern hat es den Bürgern Michael Moore angetan. Sein „Stupid White Men” sowie „Querschüsse” zählen zu den am häufigsten ausgeliehenen Büchern. Auch beliebt „Achtung! Vorurteile” von Peter Ustinov, „Simplify your life” von Werner Tiki Küstenmacher und Lothar J. Seiwert und „Manieren” von Asfa-Wossen Asserate.
2003: 77.925 Bücher und Co., 344.470 Ausleihen

2011

Eine klare Sache: Hilden liebt Unterhaltung. Renner im Jahr 2011 sind Romane wie „Bevor der Abend kommt” von Joy Fielding, „Die Nürburg-Papiere” von Jaques Berndorf, „Flammenbrut” von Simon Beckett und „Eine unbeliebte Frau” von Nele Neuhaus. Klarer Favorit bei den Sachbüchern ist Jan-Uwe Rogges „Das neue Kinder brauchen Grenzen”. Beliebt ist auch Literatur mit Bewerbungstipps oder „Nähen mit Cath Kidston”.
„Tante Inge haut ab” von Dora Heldt, ein Buch in Großdruckbuchstaben für die älteren Leser, wird häufig ausgeliehen.
Es sind nicht nur Bücher, die fast 100 Jahre nach Eröffnung der Bücherei ausgeliehen werden, sondern vermehrt andere Medien. Die CD-Rom „Harry Potter und der Gefangene von Askaban” oder die DVDs von Stargeiger David Garrett kommen an. In fast allen Sparten ist die bei Jugendlichen beliebte Twilight-Saga („Bis(s) zum…”) Thema. Nicht wegzudenken sind Medien rund um „Star Wars”. 2011 ist aber auch „Lokales” beliebt: Detlef Rechas „Hildens Radtourenheft Nr. 2” wird oft ausgeliehen.
2011: 64.032 Bücher und Co., 330.793 Ausleihen

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Die Broschüre wurde von Christina Görtz erstellt und ist seit März auch in der Stadtbücherei erhältlich. Die Fotos wurden freundlicher Weise vom Stadtarchiv zur Verfügung gestellt.

100 Jahre Stadtbücherei Hilden – Teil 9

Freihändig im Süden

Als „Bücherstube” im Hildener Süden bezeichneten sie die Medien: Die Zweigstelle Süd der Stadtbücherei, die am 18. Juni 1958 mit einem Bestand von 3000 Bänden eröffnete. Sie war die erste allgemeine Freihandbücherei Hildens. Hell und freundlich waren die Räume, die im neuen Sparkassen-Gebäude an der St.-Konrad-Allee untergebracht waren.

Der Eingang zur Zweigstelle Süd: Die Glasvitrine war ein Geschenk der Stadtwerke. Dahinter versteckte sich eine kleine Stromverteileranlage.

Der Eingang zur Zweigstelle Süd: Die Glasvitrine war ein Geschenk der Stadtwerke. Dahinter versteckte sich eine kleine Stromverteileranlage.

27.000 Mark wurden im Jahr 1957 im Nachtragshaushalt für den Aufbau der Zweigstelle bereitgestellt, zudem erhielt die Bücherei für die Jugendabteilung einen Zuschuss in Höhe von 3000 Mark aus Landesjugendplanmitteln. Die laufenden Kosten sollten sich auf 10.000 Mark belaufen. Richtfest des neuen Gebäudes wurde am 20. September 1957 gefeiert, die Sparkasse zog am 8. März 1958 ein, die Bücherei folgte gut drei Monate später.
Warum es zu der Verzögerung kam? Im Jahresbericht heißt es: „Da die Herstellung der Büchereimöbel und die Anfertigung der verschiedenen Kataloge für die als Freihandbücherei geplante Zweigstelle längere Zeit in Anspruch nehmen, wird die Eröffnung erst im Mai 1958 stattfinden.”
Zwar wurde der anvisierte Termin um einen weiteren Monat verschoben, dafür zeichnete sich ein rascher Erfolg in der von Diplom-Bibliothekarin Eva-Maria Ermler geleiteten Zweigstelle ab. Nach drei Monaten hatten sich 600 Leser angemeldet, nach neuneinhalb Monaten Betrieb 918 Leser, die es auf 20.694 Ausleihen brachten.
Besonders die jungen Hildener zog es in die Zweigstelle: 38 Prozent der Leser waren unter 14 und weitere 16 Prozent unter 18. Die im Juli 1959 eingeführten Vorlesestunden, die regelmäßig dienstags und donnerstags stattfanden, lockten im Durchschnitt zwölf Kinder an. Doch der Erfolg währte nicht lange, der Trend entwickelte sich insgesamt Richtung Innenstadt. 1967 wurde die Zweigstelle aufgelöst. Von den zu dieser Zeit noch bestehenden 544 Lesern meldeten sich 204 in der Hauptstelle an.

Die Firma Bremshey & Co. stiftete der Zweigstelle Süd Rohrstühlchen und -hocker mit bunten Sitzen aus eigener Fertigung im Wert von rund 1.800 Mark.

Die Firma Bremshey & Co. stiftete der Zweigstelle
Süd Rohrstühlchen und -hocker mit bunten Sitzen
aus eigener Fertigung im Wert von rund 1.800 Mark.

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Die Idee, eine Zweigstelle der Bücherei im Süden einzurichten, war Ende der 50er Jahre nicht neu. Schon 1953 war der Bau einer Zweigstelle bei der Errichtung des neuen Südstädter Schulgebäudes vorgesehen. Die Bücherei sollte im Souterrain des geplanten Aulagebäudes eingerichtet werden. Der Plan musste mit der Zurückstellung dieses Baus aufgegeben werden. Als klar war, dass die Sparkasse im Süden bauen möchte, wurde an dieser Stelle verhandelt. Bei den Planungen des Sparkasse-Gebäudes flossen die Planungen der Bücherei direkt mit ein.

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Die Broschüre wurde von Christina Görtz erstellt und ist seit März auch in der Stadtbücherei erhältlich. Die Fotos wurden freundlicher Weise vom Stadtarchiv zur Verfügung gestellt.

 

300!

Hallo liebe Leser!

Stell Euch vor, dies ist bereits der 300. Beitrag, der in unserer Leseoase erscheint! Ist das nicht toll? Wir finden, dies ist ein guter Anlass, einmal kurz zu resümieren, wie sich dieser Blog seit seiner Eröffnung am 19.Januar 2012 entwickelt hat.

Mittlerweile kennt sich das ganze Team schon gut mit dem Bloggen aus und wir alle schreiben regelmäßig über die verschiedensten Themen. Zur Zeit erscheinen dreimal die Woche neue Beiträge und gerade läuft jeden zweiten Mittwoch die Reihe „100 Jahre Stadtbücherei Hilden“.

300 Beiträge sind wirklich viel, findet Ihr nicht?
Da wir alle unterschiedliche Interessen haben, wurde hier auch schon zu den verschiedensten Themen geschrieben. Eine Auswahl gefällig?
Wir schrieben schon über Musik, Märchen, Spiele, Rätsel, Sprichwörter, Straßennamen, Lesungen, E-Book-Reader, Cosplay, Freundschaft, Smartphones, Karneval, Fotografie, Hochzeit…
Wir haben uns selbst, unsere Bücherei, unsere Berufsbilder und Aufgaben vorgestellt, von Veranstaltungen berichtet, Medien empfohlen und über unsere Hobbies erzählt, zum Beispiel Rollenspiel und Geocaching.

Zwischendurch haben wir auch immer wieder Aktionen für Euch gemacht. Erinnert Ihr Euch noch an das Sprichwortspiel?

Wir wurden auch viel gelesen (und werden es hoffentlich auch weiterhin 😉 ) – im Moment liegt unsere durchschnittliche Leserzahl bei 80 Lesern am Tag. Wir finden, da geht noch mehr! Wenn Ihr unseren Blog gern lest, würden wir uns freuen, wenn Ihr uns weiterempfehlt.
Ihr könnt unserem Blog auch per Mail oder RSS-Feed folgen. Schaut doch mal rechts in die Leiste, da findet ihr beide Optionen. 23 Leute folgen uns bereits.

Am allerspannendsten sind natürlich die Suchanfragen, mit denen Leser über Google und andere Suchmaschinen unsere Leseoase finden.
Auf Platz 1 mit den häufigsten Anfragen liegt Black Stories. Darüber hat Stephanie Koopmann im letzten Juli geschrieben.
Dahinter ist „Lesezeichen basteln„, das gefällt offensichtlich auch vielen Lesern. Zeigt uns doch mal Fotos von Euren selbstgebastelten Lesezeichen, wie wäre das?
Auf Platz 3 steht dann „Frau Holle„, was eindeutig unserem Märchenmonat September geschuldet ist. Damals haben wir eine Menge über Märchen geschrieben. Auch viele andere Märchenfiguren tauchen in den Suchanfragen auf, Zum Beispiel Dornröschen und Rumpelstilzchen.
Ebenfalls weit oben sind natürlich verschiedene Kombinationen der Begriffe „Leseoase“, „Blog“ und „Stadtbücherei Hilden„. Das erklärt sich ja von selbst.
Nun aber zu den etwas skurrileren Suchbegriffen.
Was sollen wir halten von „Spiel Nilpferd kugeln„? Ist das eine Aufforderung? Sollen wir ein Nilpferd durch die Bücherei kugeln? Kennt Ihr schon den Witz vom Nilpferd, dass in die Bücherei kam und fragt: „Rumkugeln?“ und die Bibliothekarin antwortet: „Wenn Sie dabei keine Regale umwerfen…“ ?
Auch schön – „Paar in die Arme nehmen„. Umarmen ist immer gut. Wenn man aber mehr als eine Person gleichzeitig umarmen möchte, braucht man lange Arme.
Und was ist ein „Lesezeichenmonster„? Ist das verwandt mit dem Sockenmonster, das immer nur einzelne Socken verschwinden lässt? Was tut dann ein Lesezeichenmonster? Klaut es die Lesezeichen aus den Büchern oder schiebt sie an die falsche Stelle?

Wir freuen uns, dass unser Blog so gut bei Euch ankommt! Wenn Ihr noch Vorschläge habt, worüber wir mal schreiben könnten oder wenn Euch etwas auffällt, was hier noch fehlt, dann hinterlasst uns doch einen Kommentar. Selbstverständlich freuen wir uns auch sehr über jeden kleinen Gruß und jedes „Gefällt mir“ oder „Hab ich gern gelesen“ zu unseren Beiträgen.

Auf die nächsten 300 Beiträge!

Beste Grüße,

Nathalie Funda

100 Jahre Stadtbücherei Hilden – Teil 7

Kleine Zweigstellen für junge Leser

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In den 50er Jahren wurden die Schülerbüchereien in Hilden aufgebaut. Infolge des Krieges gab es bis auf einige zerlesene Reste in keiner Volksschule eine Schülerbücherei mehr.

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Stadtbüchereileiter Max Beier war es, der Hildener Kinder und Jugendliche nah zu ihrer Umgebung mit Literatur versorgt sehen wollte. Zuerst wurden die Volksschulen am Stadtrand in Angriff genommen, dann schrittweise die anderen. Als Anfangsbestand war für jede Schule ein Band je Schulkind vorgesehen, die voll ausgebaute Schülerbücherei sollte 1,5 bis 2 Bände je Schulkind umfassen.

1950 | Präsentation im Rahmen der Ausstellung „Das neue Schulhaus”

1950 | Präsentation im Rahmen der Ausstellung „Das neue Schulhaus”

Nach diesem Plan wurde 1950 die erste Schülerbücherei in der katholischen Volksschule Gerresheimer Straße mit rund 100 Bänden fertiggestellt – und bei der Ausstellung „Das neue Schulhaus” als vorbildlich geltende Konzeption in Düsseldorf in der Zeit vom 14. Oktober bis 6. November 1950 als Musterbücherei gezeigt.

1950 | Die erste Schülerbücherei, die in einen Schrank passte, wurde in einer Ausstellung präsentiert.

1950 | Die erste Schülerbücherei, die in einen Schrank passte, wurde in einer Ausstellung präsentiert.

1952 | Buchrückgabe in einer Schülerbücherei

1952 | Buchrückgabe in einer Schülerbücherei

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Ab 1951 folgte der Aufbau weiterer Schülerbüchereien. Seitdem sind die Schülerbüchereien in Hilden als „eigenständig geführte” Zweigstellen an die Stadtbücherei angebunden. Aktuell haben elf Grundschulen und eine Förderschule eine Schülerbücherei, die von der Stadtbücherei betreut werden, in Betrieb. Der Bestand beläuft sich auf insgesamt 10.000 Bände. Auswahl, Anschaffung, fachliche Bearbeitung, Katalogisierung der Buchbestände in den Grund- und Sonderschulen gehören in den Aufgabenbereich der Stadtbücherei. Der Unterschied zu der normalen Bücherei ist, dass es in den Schülerbüchereien tatsächlich nur Bücher gibt. Andere Medien wie CDs und DVDs bleiben außen vor. Während in der Bücherei selbst alles über EDV läuft, ist es in den Schülerbüchereien anders: Dort werden noch Karten ausgefüllt, wer welches Buch ausgeliehen hat. Leihfristen, Öffnungszeiten und andere Regularien werden von den Schulen individuell festgelegt. Für einen reibungslosen Ablauf sorgen an den Schulen oft ehrenamtlich tätige Büchereimütter. Die Bestände sind zwar im Online-Katalog der Stadtbücherei nachgewiesen, ein Austausch der Ausleihen findet aber nicht statt, die Bestände sind nur für die Schüler vor Ort.

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Die Broschüre wurde von Christina Görtz erstellt und ist seit März auch in der Stadtbücherei erhältlich.
Die Fotos wurden freundlicher Weise vom Stadtarchiv zur Verfügung gestellt.

Mobbing und die Folgen. Ein Beitrag unserer Praktikatin Michelle

Lieber Leser,

seit über zwei Wochen macht Michelle aus der 8. Klasse der Paul-Maar-Schule Hilden ein Praktikum bei uns. Michelle postet gerne bei Facebook und kannte auch schon unseren Blog. Sie wollte gerne einen eigenen Blogbeitrag schreiben und diesen Wunsch erfüllen wir doch gerne 🙂 Das Thema ist Mobbing. Auch, wenn es an Michelles Schule nicht so schlimm ist – Mobbing ist schon ein Thema. Hier also Michelles Überlegungen dazu:

Manche sagen: „Wie siehst du denn aus?“
Andere sagen: „Hau ab, wir wollen dich nicht hier haben!“
Und man selbst fragt sich: „Habe ich vielleicht zu viele Pickel im Gesicht, ist meine Kleidung schmutzig oder wieso werde ich nicht von meiner Schulklasse akzeptiert, so wie ich bin?“.
Wenn man gemobbt wird, dann wollen die Klassenkameraden einen erniedrigen, fertigmachen oder bloßstellen und dass vor allen in der Klasse oder der ganzen Schule.

Lehrer können meistens nicht viel mehr machen als Strafen zu verteilen. Aber auch schlimme Strafen halten manche Schüler nicht davon ab, andere zu mobben. Es ist leider so, dass viele trotzdem weiter mobben. Dass sie bestraft werden, ist ihnen egal.
Schüler, die gemobbt werden, kommen sehr ungerne zur Schule. Sie arbeiten nicht richtig im Unterricht mit und gehen in der Pause in eine Ecke, in der keine anderen Schüler sind. Meistens essen sie still ihr Pausenbrot, hören Musik oder lesen ein Buch.
Nach Unterrichtsschluss halten gemobbte Schüler viel Abstand zu ihren Klassenkameraden. Sie wollen ihren Peinigern meistens aus dem Weg gehen.  Ein Tipp ist, in Situationen, in denen  die Mitschüler handgreiflich werden, am besten jemanden aufsuchen, der einem hilft. Dazu zur Schule zurückgehen oder einen Ort aufsuchen, der eine „Notinsel“ ist, zum Beispiel die Stadtbücherei Hilden.

Wenn Ihr gemobbt werden, dann holt Euch Hilfe! Geht zu Eurem Lehrer, zur Schulleitung und sprecht mit Euren Eltern darüber.

Viele Grüße von Michele

Nachlese: Unser gestriger Festakt

Liebe Leserinnen und Leser,

hier kommt nun der versprochene Rückblick auf den gestrigen Festakt. Die Vorbereitungen starten nach Ende der Öffnungszeit um 14.00 Uhr. Im Erdgeschoss wurde geräumt und Platz geschaffen, für ca. 85 Stühle, einige Stehtische und die Bühne incl. Rednerpult.  Das Büffet wurde pünktlich geliefert, ebenso die Blumen und auch die Musiker fanden sich frühzeitig zum Einspielen ein. Trotzdem steigerte sich die Nervosität, denn wir wollten uns auch noch in Schale werfen und viel zu schnell war es 16.30 Uhr und die ersten Gäste erschienen. DSC_0014 (Medium)

Schnell füllten sie die Stühle, wir zählten 97 Besucher, einige mehr hatten sich zwar zuvor angemeldet, doch konnten krankheitsbedingt nicht kommen. Unter den Gästen begrüßten wir u.a. die Verwaltungsspitze der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Horst Thiele und Gattin, die Dezernenten Norbert Danscheidt und Reinhard Gatzke, Kulturamtsleiterin Monika Doerr, den Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur- und Heimatpflege Ludgar Reffgen und Gattin, sowie Beate Möllers – Referatsleiterin aus dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport – und die Landtagsabgeordneten Jens Geyer und Manfred Krick. Außerdem waren viele unserer Kooperationspartner aus Schulen, Kitas und anderen Vereinen und Institutionen erschienen sowie Bibliothekskollegen und ehemalige Büchereimitarbeiterinnen. Natürlich durften unsere beiden VIP-Gäste nicht fehlen: Anke Kappen hatte 2 Karten zum Festakt bei unserer Mitmachaktion gewonnen und brachte ihren Ehemann Martin mit.

Zuerst sprach Bürgermeister Horst Thiele, der selbst seit über 50 Jahren (!) Büchereikunde ist und alleine mit seinen Anekdoten den Abend hätte bestreiten können. Tat er allerdings nicht, sondern gab nur einen kurzen Rückblick in die Büchereigeschichte und dankte vor allem dem Büchereiteam für die „tolle Arbeit“. Danach folgte Beate Möllers, Referatsleiterin aus dem Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport.

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Beate Möllers wusste nicht nur einiges über die Entwicklung der Stadtbücherei in den vergangenen Jahren zu berichten, sondern war auch einen Blick in die Zukunft von Öffentlichen Bibliotheken.

Anschließend wurde es persönlich, denn der Hildener Autor Oliver Pautsch berichtete aus seiner eigenen Vergangenheit und Gegenwart in der Stadtbücherei: Bereits als Kind ein Stammleser, heiratete sein Vater später seine „Lieblingsbibliothekarin“ und ist nun als Autor und Vater wieder zu verschiedenen Anlässen gern gesehener Gast in der Stadtbücherei.

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Einen Blick in die Zukunft warf dann Martin Kramer, Mitarbeiter in der Mediothek Krefeld und in der Web 2.0-Welt nicht mehr weg zu denken. Dank seines Engagements ist die Mediothek Krefeld mit über 3.000 Facebook-Fans ein Vorbild für viele Bibliotheken, auch über Deutschland hinaus. Er war so begeistert von unserem Team und unseren Aktivitäten, dass wir alle ganz stolz und verlegen wurden. Zum Ende seiner Rede durften wir einen Blick unter eines seiner bekannten Karohemden werfen und was erblickten wir dort? Ein dicker „Like“ von Martin Kramer an uns! Wow, wow, wow!

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Als Bibliotheksleiterin hatte ich danach die Möglichkeit, unsere tolle und lesenswerte Broschüre „100 Jahre Stadtbücherei“ vorzustellen, die Christina Görtz für uns erstellt hat. Außerdem war nun endlich die Möglichkeit, das Büchereiteam vorzustellen, was zuvor schon so häufig gelobt worden war:

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Leider konnten krankheitsbedingt nicht alle Mitarbeiterinnen dabei sein, so dass Birgit Halfkann, Anja Kölbl und Christiane Kurz fehlten. Ohne dieses super Team hätten wir in den vergangenen Jahren nicht das ganze Haus auf den Kopf stellen können. Renovieren, neu konzipieren, das ging nur, weil alle Kolleginnen an einem Strang gezogen haben. Ein tolles Team, in dem jede ihren Platz hat und für mich als Leiterin ein Geschenk – danke, auch für die Blumen!

Falls Ihr Euch wundert, warum einige auf dem Foto ungewöhnliche Kleidung tragen, hier die Auflösung: Wir hatten kleine Überleitungen zwischen den Rednern und der Musik eingebaut: „typische Bibliothekarinnen“ im Stil der 1950er, 1980er Jahre, aus der Gegenwart und der Zukunft – natürlich alles völlig überzeugen und klischeehaft. Der Lacher des Abends war eindeutig Iris Bollwerk als strenge Bibliothekarin der 1950er Jahre, mit Dutt, Brille, Rock und Strickjacke. Doch auch die anderen spielten ihre Rolle super. Leider könnt Ihr auf dem Foto Nina Bätzgen nicht sehen, die die Bibliothekarin der Zukunft repräsentierte. Ihre silbernen Glitzerpumps waren gigantisch!

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Musikalisch wurde der Festakt wundervoll begleitet vom „Café Noir“, einem extra zusammengestellten Dozentenensemble der Musikschule Hilden. Ein wahrer Ohrenschmaus waren die Stücke von Anja Hillers (Violine), Sibylle Husemann (Violine), Rafael Behrens (Violoncello), Ute Holmer (Kontrabass), Katharina Egetemeir (Klarinette), Veronika Luz (Posaune) und Susanne Goldmann (Klavier). Die Kolleginnen und Kollegen aus der Musikschule sind echt top!

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Der offizielle Teil des Festaktes war nach 90 Minuten beendet und jetzt konnte in geselliger Runde das Büffet geplündert, die Plakatausstellung „100 Jahre Stadtbücherei Hilden“ besichtigt und an einer VIP-Führung mit Nadine Reinhold teilgenommen werden.

Feurig endete der Abend mit den Feuerkünstlern von „Evil Flames„. Deren Show „Fiurfaro“ lockte auch einige Anwohner auf den Nove-Mesto-Platz.

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Anschließend hieß es aufräumen und dann zu Hause die Füße hochlegen, denn heute geht es um 17.00 Uhr gleich weiter mit „Der Große Gesang“- musikalische Hommage an Pablo Neruda. Mit Eva-Maria Coenen (Rezitation), Francisca Hahn (Gesang) und Frank Kedzierski (Gitarre). Ihr seid herzlich eingeladen. Der Eintritt beträgt 10 € (nur Abendkasse, 5 € mit Itter-Pass). Ein Glas Wein ist inklusive.

Beste Grüße
Claudia Büchel