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Mein letztes Mal: Time to say goodbye

Liebe Leser,

ein letztes Mal lest Ihr an dieser Stelle von mir, denn ab 1. September werde ich die Leitung der Stadtbücherei Münster übernehmen.

Wir haben unsere Leseoase immer mit dem Feuilleton einer Zeitung verglichen und hier gilt das Motto „Alles darf – nichts muss“. Auf die Vielfalt der veröffentlichten Beiträge waren wir immer etwas stolz und Eure Rückmeldungen haben uns darin bestärkt, auf diese Weise weiter zu machen. Im Verlauf der vergangenen Jahre habt Ihr an dieser Stelle eine Menge über mich, meinen Alltag und meine Hobbys erfahren. Da es auch immer wieder verschiedentliche Rückblicke gab, bleibt mir jetzt gar nicht mehr viel zu schreiben.

Nur soviel: Meine Zeit in der Stadtbücherei Hilden war spannend und arbeitsintensiv. Zu erleben, wie sich diese Bibliothek entwickelt hat, war für mich immer Ansporn am „Ball zu bleiben“. Gemeinsam mit diesem Team engagierter und motivierter Kolleginnen und Kollegen haben wir es – gemeinsam mit Euch – geschafft, einen Ort zu schaffen, der modern und ein zweites Zuhause ist. Die Auszeichnung als „Bibliothek des Jahres 2016“ war und ist die größte Wertschätzung, die möglich ist.

Staffelübergabe an Nadine Reinhold

Wenn ich nun den Staffelstab an meine Nachfolgerin Nadine Reinhold übergebe, dann weiß ich die Bibliothek in guten Händen. Nicht nur, weil sie schon seit 17 Jahren im Hause arbeitet, sondern auch, weil Nadine Reinhold ihren Blick immer über den Tellerrand wirft und schaut, in welche Richtung die Entwicklung gehen kann. Aus meiner Sicht ist das die wichtigste Eigenschaft, die eine Leitung haben sollte.

Ich bedanke mich bei allen, die mich in den vergangenen Jahren begleitet und unterstützt haben. Meiner Nachfolgerin wünsche ich viel Erfolg und werde mich aus der Ferne freuen, wie sich das Schiff „Stadtbücherei Hilden“ entwickelt.

Beste Grüße
Claudia Büchel

Ein Elektro-Museum in Hilden

Liebe Leser,

vor ein paar Tagen kam Herr Rateike zu mir an die Infotheke im Erdgeschoss, zeigte mir einen Flyer vom „Elektro-Museum Hilden“ und fragte, ob wir den bei uns auslegen können. Den Flyer durchguckend dachte ich sofort: „Das ist aber interessant!“. Und deshalb möchte ich Euch das Museum heute hier vorstellen.

Günter Rateike ist Gründer des Museums und, naheliegend, gelernter Elektro-Meister. Vor über 40 Jahren begann er alte Elektrogeräte zu sammeln (Restaurierung und/oder Reparatur inbegriffen). Einziges Ausschlusskriterium dabei: die Dinge müssen Strom brauchen, um zu funktionieren.

Die Sammlung wurde mit der Zeit so groß, dass er sie gerne in einem Museum präsentieren wollte. Nach mehrjähriger Suche nach geeigneten Räumen bot ihm Georg Rodehüser, der in Hilden eine Firma für Elektrotechnik betreibt, die oberste Etage seines Bürogebäudes an. So konnte Rateike sein Museum 2009 eröffnen. Zu sehen gibt es dort circa 900 Exponate, Dinge des alltäglichen Gebrauchs wie Haushaltsgeräte, Lampen, Radios, Telefone (eins davon von 1922), Fernseher usw., aber auch spezielle elektronische Geräte wie z.B. Schaltanlagen oder Sicherungsautomaten.

Ist das echt eine Waschmaschine, da wo Miele draufsteht?

Ist das echt eine Waschmaschine, da wo Miele draufsteht?

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Radios, Radios, Radios.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Falls Ihr das Museum mal besuchen wollt, die Adresse lautet: Mühlenbachweg 11, 40724 Hilden. Geöffnet hat das Museum donnerstags von 14 bis 17 Uhr. Herr Rateike vereinbart aber auch gerne individuelle Termine – einfach anrufen unter 02103. 4174621 oder eine Email schreiben an g.rateike@t-online.de. Das werde ich auch demnächst machen, weil ich es leider noch nicht geschafft habe, mir das Museum in echt anzuschauen. Besonders gespannt bin ich dann auf den „Staubsauer mit Mixeraufsatz“ aus dem Jahr 1950.

Beste Grüße
Nina Krüger

De Zoch kütt – aber diesmal etwas später!

Liebe Leser,

wer kann sich noch daran erinnern, als dieses Jahr wenige Tage vor Rosenmontag  Sturmwarnungen ausgegeben wurden und damit die allseits beliebten Rosenmontagszüge auszufallen drohten. Bei vielen Karneval-Fans saß der Schock tief, als am Vormittag des 8. Februars  tatsächlich klar wurde, dass der Rosenmontagszug in vielen Städten und Karnevalshochburgen, darunter auch in Hilden, abgesagt ist.

Schließlich ist für mich und für viele Jecken Karneval ohne Rosenmontagszug gefühlt wie ein Sankt-Martinsfest ohne Sankt-Martins-Umzug, oder für manche vielleicht auch wie Weihnachten ohne Bescherung. 😉 Genauer gesagt einfach unvorstellbar.

Wer es nicht schaffte, in nahegelegene Städte zu fahren, in denen der Karnevalsumzug nicht abgesagt wurde, ging am Ende leer aus. Wenigstens konnte man sich mancherorts darüber freuen, dass die Umzüge nicht komplett abgesagt worden sind, sondern an einem anderen Termin einfach nachgeholt werden sollten, so auch in Hilden.

In Hilden war dieser Termin Sonntag, der 3. April, also eine Woche nach Ostern. Für mich war dabei zunächst die Vorstellung schwierig, fernab der ursprünglichen Karnevalszeit wieder in Karnevalsstimmung zu kommen. Die Tatsache, dass Altweiber längst Schnee von gestern und selbst Ostern schon vorbei war, machte es nicht leicht in überschwängliche Karnevalsstimmung zu verfallen. Auch das Wetter war im Verhältnis zur normalen Karnevalszeit doch eher untypisch. Bei 20° C und viel Sonnenschein gab es ja auch viele andere mögliche Unternehmungen abseits des Karnevals.

Mich, als großer Fan des Rosenmontagszuges, konnte es jedenfalls nicht davon abbringen, dabei zu sein. Auffällig war, dass es am Zugweg weniger Zuschauer gab und weiniger Menschen verkleidet waren. Entschied man sich dazu in einem Kostüm aufzutauchen, hatte man unter Umständen das Gefühl, doch irgendwie aus der Reihe zu tanzen.  Auch der Umzug an sich ging gefühlt schneller vorbei als üblich.

Dennoch stieg spürbar mit Verlauf des Zuges die Karnevalsstimmung. Spätestens als die Musikgruppen vorbeimarschierten, die typischen Karnevalsklänge ertönten, die vielen bunt dekorierten Mottowagen sich in Bewegung setzten und dabei die mitreißende Partymusik aus den Musikboxen dröhnte, ließ ich mich, wie viele andere auch, von dieser guten Atmosphäre überzeugen mitzuschunkeln und das Tanzbein zu schwingen. 🙂

Auch wenn es sich letztlich an diesem Tag nur um einen improvisatorischen Ersatztermin handelte, eins wurde dennoch sehr deutlich: So ein Karnevalsumzug bietet jedem die Gelegenheit, mit anderen Menschen zusammenzukommen, gemeinsam zu feiern und somit ganz nebenbei die Sorgen und Gedanken des Alltags beiseite zu legen. Im Grunde ist dies meiner Meinung nach das, was Karneval besonders auszeichnet.

In diesem Sinne, ein dreifaches „Itter, Itter, Helau!!“

Beste Grüße,

Andreas Umbrich

 

 

Das Spielmobil – ein tolles Angebot für Hildener Kinder!

Liebe Kinder, liebe Eltern!

wer in Hilden lebt, kennt es mit Sicherheit: das Spielmobil! Aber, wie es dazu kam, dass das Spielmobil an den unterschiedlichsten Stationen in Hilden Halt macht und Kinder so richtig Spaß haben können, dass begann so:

Schlaue Köpfe haben eine tolle Idee:

Im Frühjahr 1997 setzten sich die Mitarbeiter des Jugendamtes zusammen und hatten die Idee „mobil“ zu arbeiten. Also zu den Kindern und Jugendlichen zu fahren. Nach zehn Einsätzen war klar: die Hildener mochten das Angebot (bis zu 180 Kinder je Einsatz!) und es sollte weiter gehen. Seitdem gibt es meist 30-35 Einsätze im Jahr. Ein Einsatz liegt uns besonders am Herzen, aber dazu später mehr.

Dazu gibt es noch 10 „Sondereinsätze“ bei anderen Veranstaltern, Festen und Messen. Den Fahrplan kann man hier einsehen.

Kooperation macht stark

Seit 14 Jahren, also seit 2001 besteht eine Kooperation zwischen dem Spielmobil und dem Kinderparlament. Die Kinder entscheiden zum Beispiel mit, welche Spielgeräte angeschafft werden sollen, welche Spielplätze dringend umgestaltet werden müssen und vieles mehr. Auch die Spielplatzpaten unterstützen diese Entscheidungen aktiv. Es gibt sogar einen „Arbeitskreis Spielplätze“. Während der Saison (Start ist im April, Ende im September) fahren die Kinder des Arbeitskreises auf den Einsätzen mit, sind Ansprechpartner für andere Kinder und betreuen die „Meckerecke“.

Das neue Spielmobil

Das alte Spielmobil fiel fast auseinander, ein neues musste her. Mitte 2014 war es dann soweit:

Das neue Spielmobil 2014

Auf der Seite des Spielmobils der Stadt Hilden steht so schön „Ein bunter LKW, ein Anhänger, ein Team von engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, verantwortlich ist Mike Dörflinger vom Amt für Jugend, Schule und Sport“. So ist es. Stundenlanger Spielspaß für Hildener Kinder ist somit auch in 2015 wieder garantiert! Danke dafür an das tolle Team des Spielmobils.

Zweimal pro Woche, jeweils dienstags und donnerstags, von 15.00 – 19.00 Uhr fährt das Spielmobil zu Orten in Hilden, wo sich Kinder von 2-14 Jahren aufhalten: Schulen, Kindergärten und Spielplätzen.

Das Spielmobil zu Besuch bei der Stadtbücherei

Am 18. Juni ist es soweit: Das Spielmobil besucht die Stadtbücherei und macht Halt auf dem Nove-Mesto-Platz! Um 15.00 Uhr geht es los! Wir freuen uns schon sehr und werden das tolle Spielmobil-Angebot  noch etwas erweitern mit Bowling, Crossboccia, Riesen-Seifenblasen und Entenangeln.

Also Kinder, kommt vorbei und habt Spaß!

Beste Grüße

Nadine Reinhold

Unser Büchereiteam stellt sich vor: Nina Krüger

Liebe Leser,

seit Anfang Juli arbeite ich in der Stadtbücherei Hilden. Ich heiße Nina Krüger und Ihr habt mich vielleicht schon an der Information im Erdgeschoss und in der ersten Etage, beim Einstellen der Bücher, CDs und DVDs oder beim Treppenlaufen gesehen.

„Irgendwas mit Medien“ wollte ich nach dem Abitur gerne machen und fing an, an der Universität Duisburg-Essen Kommunikationswissenschaft zu studieren. Während des Studiums habe ich einen der beliebten Jobs als studentische Hilfskraft beim WDR bekommen. Im Lokalstudio in Essen arbeitete ich ein Jahr lang und zwar nicht in der Redaktion oder Produktion, sondern im Archiv. Ein großes Glück für mich, denn dadurch wurde mir klar, dass ich gar nicht aktiv Medienschaffende sein wollte, sondern viel mehr Spaß daran hatte, Medien „zu verwalten“. Zum ersten Mal hörte ich dort vom Beruf der „Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste“ (FaMI).

Nach meinem studentischen Jahr durfte ich bis 2010 bei Bedarf als Vertretung weiter im WDR-Archiv arbeiten. In den Studios in Essen und Duisburg recherchierte ich für Redakteure und Autoren nach Filmmaterial und sorgte dafür, dass das passende Material rechtzeitig zur Verfügung stand. Mir wurde klar, dass „FaMi“ genau mein Beruf ist.

2006 begann ich als studentische Hilfskraft in der Pressestelle der Folkwang Universität der Künste zu arbeiten, einer Kunst- und Musikhochschule mit Hauptsitz in Essen. Dort war ich vor allem für die Medienauswertung und die Erstellung und Archivierung der Pressspiegel zuständig – wieder Verwaltung von Medien also.

Nach vier Jahren bekam ich dort die Chance, eine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste zu machen, dafür bin ich sehr dankbar. Also hieß es für mich, wieder zur Schule zu gehen, erst in Essen, später dann in Köln. Das ein oder andere Mal bin ich für einen Lehrerin gehalten worden… 🙂

Nach Abschluss meiner Ausbildung wechselte ich von der Pressestelle in die Bibliothek der Folkwang Uni. In einem schicken Neubau auf dem Campus in Essen-Werden ist dort die zentrale musikwissenschaftliche Bibliothek Nordrhein-Westfalens untergebracht, mit einem sehr schönen Lesesaal als Herzstück der Bibliothek. Wenn Ihr in der Nähe seid, schaut ihn Euch unbedingt an.

 

Portrait

 

Im Mai habe ich mich dann auf die Stelle hier in der Stadtbücherei beworben. Einer der Schwerpunkte der Stellenausschreibung war Öffentlichkeitsarbeit, eine gute Möglichkeit für mich, meine Kenntnisse, die ich während meiner Zeit in der Pressestelle gesammelt habe, hier einzubringen. Ich bin gespannt, wie mir das gelingt und freue mich darauf, Euch bei Eurem nächsten Besuch beraten zu können.

Beste Grüße

Nina Krüger

Das Jahr geht zu Ende… – Ein Rückblick

Liebe Leser,

dies ist unser letzter Blogbeitrag.

Für dieses Jahr. 😉

Der Jahreswechsel steht vor der Tür und das Jahr 2014 erwartet uns bereits. Doch vorerst möchten wir mit Euch einen kleinen Rückblick auf das Jahr 2013 werfen.

2013 war für die Stadtbücherei Hilden ein ganz besonderes Jahr.
Da die Bücherei mit einem Schrank und 391 Bänden am 5. Januar 1913 im Hintergebäude der Schule Schulstraße eröffnet wurde, feierten wir dieses Jahr unseren 100. Geburtstag.

Dazu haben wir uns eine Menge einfallen lassen!
Als treue Leser unseres Blogs wisst Ihr natürlich schon über unsere beiden Festwochen im Frühjahr und im Herbst und unsere Geldwoche im Sommer Bescheid. Außerdem ist Euch sicher nicht entgangen, dass Christina Görtz mit der Unterstützung des Hildener Stadtarchivs und uns eine tolle Broschüre zusammengestellt hat, die interessante Informationen über ein Jahrhundert Stadtbüchereigeschichte enthält.

Wenn Ihr rechts unter Kategorien „100 Jahre Stadtbücherei Hilden“ auswählt, könnt Ihr nochmal alle Blogbeiträge zu unseren Veranstaltungen, Festwochen und der Broschüre nachlesen.

Aber es ist noch mehr passiert!

Es wurde fleißig mit Hilfe unserer Kunden an tollen Imagefilmen gearbeitet. Schaut Euch doch mal den Trailer an!

Außerdem haben wir unsere Social-Media-Aktivitäten vorangetrieben und der Leseoase ein neues Design verpasst, das zu unserer modernen Q-Thek mit Lichtsäule, Sonic Chair und verschiedenen mobilen Endgeräten passt.
Wir haben eine neue Kollegin in unser Team aufgenommen und wir haben erstmalig einen Adventskalender für Euch gestaltet.

Und das war noch längst nicht alles!

Hier könnt Ihr Euch das Jahr 2013 in der Stadtbücherei Hilden noch einmal in Bildern ansehen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wo wart Ihr dabei? Wie hat es Euch gefallen? Was wünscht Ihr Euch für die Zukunft von uns?
Warum war das Jahr 2013 für Euch etwas Besonderes?

Wir freuen uns auf ein tolles Jahr 2014!

Herzliche Grüße,

das Team der Stadtbücherei Hilden

Jordis Lank

Liebe Leser,

wie Ihr wisst, hat Hilden einiges zu bieten, zum Beispiel eine Menge interessanter Personen. Eine davon möchte ich Euch heute vorstellen: Jordis Lank

Die Hildener Autorin Jordis Lank hat vor einigen Monaten, im März diesen Jahres, ihren ersten Roman veröffentlicht.

Jordis Lank (Bild von O. Staschik)

Jordis Lank (Bild von O. Staschik)

„Rauklands Sohn“ ist der Beginn einer Trilogie über den jungen Krieger Ronan, Sohn des Herrschers von Raukland. Um seinen Anspruch auf den Thron zu sichern, muss Ronan die Insel Lannoch erobern. Da er allein mit Waffengewalt jedoch nicht weiterkommt, muss er die Aufgabe bewältigen, die der Herrscher Lannochs ihm stellt. Doch dies kann nur gelingen, wenn Ronan lernt, wie man Freundschaften schließt.

Titel+Rauklands+Sohn

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Ich habe Jordis Lank per E-Mail einige Fragen gestellt, die sie freundlicherweise beantwortet hat.

1. Wie würden Sie Ihre Beziehung zur Stadt Hilden charakterisieren? Leben Sie hier und seit wann? Wie gefällt es Ihnen? 

Ich lebe seit 40 Jahren im Hildener Osten. Mir gefällt die Nähe zu den Naturschutzgebieten Ohligser Heide und dem Hildener Wald. Auch die um die Reformationskirche liegenden alten Fachwerkhäuser mag ich sehr und ich liebe es bei Fienchens (dem Friesencafé) zu frühstücken. Am Helmholtz-Gymnasium habe ich Abi gemacht, aus dieser Zeit habe ich noch zahlreiche Hildener Freunde. Ich denke, ich werde noch ziemlich lange in der Itterstadt wohnen, es sei denn, es zieht mich doch noch nach Island, aber davon in der nächsten Frage.

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2. Was hat Sie zu Ihrem Roman „Rauklands Sohn“ inspiriert? Woher kommen Ihre Ideen?

Woher meine Ideen kommen – das ist eine gute Frage. Manchmal genügt ein Wort, ein Geruch, ein Klang und etwas wird in mir ausgelöst. Dialoge und Szenen fallen dann ganz von selbst vom Himmel. Ich glaube, mein Unterbewusstsein ist pausenlos mit Geschichten beschäftigt und meldet sich in solchen Situationen zu Wort. Das ist ein tolles Gefühl und erfüllt mich immer wieder mit Staunen. Ich erinnere mich auch nicht daran, bei „Rauklands Sohn“ z.B. aktiv entschieden zu haben, dass es ein Fantasy-Roman sein soll. Es war einfach so, dass die Geschichte in einer fiktiven mittelalterlichen Welt spielte. Es hat mir viel Spaß gemacht, diese längst vergangene Zeit zu erforschen, in der eine andere Art von Mut notwendig war als in unserer vertrauten Welt, und in der Abenteuer erlebt werden konnten, die heutzutage kaum mehr möglich sind.

Was mich definitiv inspiriert hat, sind meine Reisen nach Island. Wer bereits einmal dort oben gewesen ist, der wird die raue Schönheit des hohen Nordens auch in „Rauklands Sohn“ wiederfinden. Ich liebe die dramatischen, lichtdurchfluteten Landschaften Islands, die Einsamkeit dort und die Stille. Im Sommer sind die Tage endlos und im Winter wehen die grünen Vorhänge der Nordlichter über den Nachthimmel. Ob ich einen isländischen Winter mit Schneestürmen und Dunkelheit tatsächlich durchhalten würde, weiß ich nicht, aber ich träume davon ein ganzes Jahr dort oben zu verbringen.

 3. Was bedeutet das Schreiben und Erzählen von Geschichten für Sie?

Einmal einen Roman zu schreiben war schon zu Schulzeiten mein Traum. Mit 12 kam ich von einem Ponyhof und schrieb die ersten zehn Seiten einer Geschichte von einem sprechenden Schimmel mit dem Titel „Lukas, ein Pferd erzählt“. Danach fiel mir dummerweise nichts mehr ein. Geschrieben habe ich in den folgenden Jahre immer, jedoch nie einen Roman. Inzwischen war ich berufstätig und redete mir erfolgreich ein, ich hätte gar keine Zeit, ein Buch zu schreiben. Der konkrete Auslöser für mein erstes Buch war dann ein Seminar meines Arbeitgebers. Die Seminarleiterin wollte uns dazu animieren eine Kurzgeschichte zu schreiben. Eine Stunde hatten wir Zeit, dann sollten wir das Ergebnis den Teilnehmer vorlesen. Eine Stunde? Ich hab nicht geglaubt, dass das möglich ist. Aber es ging tatsächlich – und da habe ich begriffen, dass ich nicht viel Zeit am Stück brauche, sondern auch kleine Zeiträume zum Schreiben nutzen kann. Das Einzige, was ich tun musste, um mir den Traum von einem eigenen Buch zu erfüllen, war das: Anfangen.

Seither hat sich mein Leben sehr verändert. Ich verbringe viel Zeit mit dem Schreiben und der Recherche und durfte viele wunderbare Menschen kennenlernen: Autoren, Verleger und allen voran meine großartigen Experten. Ich bin immer wieder überwältigt von der Welle der Hilfsbereitschaft, die durch den Satz „Ich recherchiere für einen Roman“ ausgelöst wird. Museen und Institutionen öffnen bereitwillig ihre Türen, und ich durfte mit dem Langschwert fechten sowie mit einem historischen Langbogen durch den Bregenzer Wald laufen und Pfeile in Baumstämme schießen (oder ins Unterholz daneben ;)).

Das Schreiben ist ein viel intensiveres Erlebnis als das Lesen. Manchmal, wenn alles passt, dann verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Wirklichkeit und das Schreiben ist wie ein Rausch – ein großartiges Gefühl, das süchtig macht. Ich könnte niemals damit aufhören.

4. Womit verbringen Sie Ihre Zeit, wenn Sie nicht schreiben?

Ich arbeite im wissenschaftlich-technischen Bereich in der Softwareentwicklung. Hobbys habe ich jede Menge: Ich jongliere seit zwei Jahrzehnten, suche verborgene Schätze per GPS, spiele mich mit Freunden durch meinen Brettspielestapel, habe einen großen Garten und natürlich lese ich für mein Leben gern. Das Schreiben ist aber mein größtes und zeitintensivstes Hobby.

5. Wie gefällt Ihnen die Stadtbücherei Hilden?

Meinen ersten Büchereiausweis hatte ich zu Schulzeiten. Da bei uns zu Hause nicht gelesen wurde (abgesehen von mir), war die Bücherei etwas ganz Besonderes. Ich erinnere mich daran, dass wir ehrfürchtig flüsternd um die Regale schlichen, und große Angst davor hatten, einmal zu vergessen ein Buch rechtzeitig zurückzugeben 😉 Inzwischen ist die Bücherei mehr als nur ein Ort, an dem man Bücher ausleihen kann: Es gibt Internetzugang, elektronische Bücher, literarische Veranstaltungen und sogar einen GeoCache! Toll finde ich, dass das Team der Stadtbücherei via Facebook und Blog so aktiv ist. Am spannendsten finde ich dabei die Artikel, die einen Blick hinter die Kulissen gewähren: Bilder der Bürotassen der Mitarbeiter zu posten ist schon eine ziemlich ausgefallene Idee 🙂

Herzlichen Dank an Jordis Lank für die Idee zu diesem Beitrag und die freundliche Mitarbeit!

Weitere Infos über „Rauklands Sohn“ und die Nachfolgebände erhaltet Ihr auf der Homepage von Jordis Lank. Dort findet Ihr auch eine Leseprobe des ersten Teils. Wenn Ihr neugierig seid, leiht Euch das Buch doch bei uns aus!
Mehr Informationen über Jordis Lank gibt es außerdem bei Facebook, Twitter und Google +.

Beste Grüße,

Nathalie Funda