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Asyl ist Menschenrecht – Eine Informationsausstellung zum Thema Flucht, Flüchtlinge und Asyl

Liebe Leser,

heute möchte ich Euch auf eine sehr interessante und aufwühlende Ausstellung aufmerksam machen, die wir in Kooperation mit dem Jugendparlament Hilden vom 16.2. bis zum 12.3.2016 in der 2. Etage der Stadtbücherei zeigen.

Warum fliehen Menschen? Welchen Gefahren sind sie ausgesetzt? Welche Wege müssen sie beschreiten, welche Hindernisse überwinden? Wo und unter welchen Umständen finden sie Schutz? In der Ausstellung sind aufwühlende Bilder von Menschen auf der Flucht zu sehen, gespickt mit Aussagen in großen Lettern, wie: „Es geht nicht um die Wahl, ob die Menschen ein besseres Leben haben oder nicht. Es geht um Leben und Tod. Egal was passiert, die Menschen werden weiterhin fliehen.“  Mit der Gewissheit einer weiter steigenden Zuwanderung sieht sich Europa konfrontiert. Da stellen sich drängende Fragen: Was unternehmen die Staaten, um den humanitären und politischen Anforderungen gerecht zu werden? Wie agieren sie gegenüber Flüchtlingen an ihren Grenzen? Wie sieht es mit der Bereitschaft aus, Menschen aufzunehmen und ihnen eine Lebensperspektive zu geben?

Flucht_Plakat

Die von „Pro Asyl“ herausgegebene Informationsausstellung versucht, auf diese und andere Fragen Antworten zu geben. Sie schildert die Lage in Kriegs- und Krisengebieten sowie in den Nachbarregionen. Sie informiert über Fluchtursachen und Fluchtwege. Sie berichtet über die Situation an den EU-Außengrenzen sowie im Innern Europas und Deutschlands.

Die Ausstellung wird präsentiert vom Jugendparlament Hilden und steht unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Frau Birgit Alkenings

Mit dem Smartphone durch die Ausstellung

Wir haben extra für die Ausstellung einen interaktiven Rundgang erstellt. Wenn Ihr auf Eurem Smartphone die kostenfreie App „Biparcours“ heruntergeladen habt, braucht Ihr nur den QR-Code im 2. OG zu scannen und schon kann es los gehen. Ihr könnt Euer Wissen testen und auch Eure Gedanken einbringen.

Ausstellungseröffnung

Am Dienstag, 16.02.2016, um 19.30 Uhr findet die Eröffnung der Ausstellung statt. An diesem Abend gibt es nach einem Grußwort von der Bürgermeisterin und Schirmherrin Birgit Alkenings und einer kleinen Einführung vom Jugendparlament Hilden die Möglichkeit, die Ausstellung mit Smartphone oder analog zu erkunden. Bei einem Glas Apfelschorle kann man mit anderen Ausstellungsbesuchern ins Gespräch kommen.

„Keine Angst ich kann Deutsch!“

Besonders freuen wir uns auf den Besuch von Sulaiman Masomi am Donnerstag,  10. März 2016 um 19. 30 Uhr. „Keine Angst ich kann Deutsch!“ nennt sich das Soloprogramm des gebürtigen Afghanen, mit dem er Hilden unsicher macht.

fabian stuertz 2013.05.29 - sulaiman masomi 0014-bw

Masomi treibt sein Unwesen bereits seit über zehn Jahren auf den Bühnen Deutschlands. Als kultureller Botschafter bereiste er für das Goethe-Institut unter anderem Städte wie Kairo, Mexiko-City, Riga, San Francisco und Jerusalem, um seine Werke vorzustellen und Workshops zu geben.

Im Jahr 2013 wurde er NRW Meister im Poetry Slam und war im selben Jahr Finalist der deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften. Er ist Mitbegründer der Dortmunder Lesebühne LMBN (u.a. mit Sebastian23, Andy Strauß, Misha Anouk und Jan Philip Zymny). Er lebt und arbeitet irgendwo zwischen Kabul, Krefeld und Köln.

Wer intelligenten Humor verpackt mit originellem Wortwitz schätzt, sollte den NRW-Champion 2013 im Poetry Slam nicht verpassen. Der Eintritt beträgt 5 Euro, 2,50 Euro mit Itterpass.

Es lohnt sich also in jedem Fall einmal bei uns vorbeizuschauen.

Beste Grüße

Karin Lachmann

 

 

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100 Jahre Stadtbücherei Hilden – Teil 14

Mehr als nur Bücher: Veranstaltungen, Vorlesestunden und vieles mehr …

Jährlich | Einschulungsparty

Jährlich | Einschulungsparty

Juni 2011 | Lesung Miriam Müntefering

Juni 2011 | Lesung Miriam Müntefering

2007 | Erste Einschulungsparty

2007 | Erste Einschulungsparty

2012 | Ankündigungsposter

2012 | Ankündigungsposter

1998 | Veranstaltung für Kinder

1998 | Veranstaltung für Kinder

1989 | Teilnahme an Frauen-Info-Börse in der Stadthalle

1989 | Teilnahme an Frauen-Info-Börse in der Stadthalle

2000 | Veranstaltung für Kinder

2000 | Veranstaltung für Kinder

1962 | Veranstaltung zur 50-Jahr-Feier

1962 | Veranstaltung zur 50-Jahr-Feier

1983 | Malwettbewerb

1983 | Malwettbewerb

 

1990 | Hinweis auf Vorlesestunden

1990 | Hinweis auf Vorlesestunden

März 2012 | Afrikanischer Sprichwörter-Abend

März 2012 | Afrikanischer Sprichwörter-Abend

1991 | Literarischer Trödelmarkt

1991 | Literarischer Trödelmarkt

Ende 1950er | Vorlesestunde

Ende 1950er | Vorlesestunde

15.01.1994 | Eröffnung der Bücherei am Nové-Město-Platz

15.01.1994 | Eröffnung der Bücherei am       Nové-Město-Platz

2007 | Reclamheft-Ausstellung

2007 | Reclamheft-Ausstellung

1985 | 75 Jahre Stadtbücherei Hilden

1985 | 75 Jahre Stadtbücherei Hilden

2010 | 20. Hildener Tête-à-Tête

2010 | 20. Hildener Tête-à-Tête

2009 | 18. Philosophisches Café

2009 | 18. Philosophisches Café

Teil 14 - Ende

Märchen and the city: Dornröschen in Chicago

Dornröschen

Dornröschen in Chicago – Renate von Charlottenburg

 

„Dornröschen und der Prinz werden, nach der Erlösung aus dem hundertjährigen Schlaf, auf der Dachterrasse des ‚Wrigley Building‘ in Chicago von einer Fee mit wachmachendem Kaffee bewirtet.
Die Großstadt-Vampire und andere Monster sind im Laufe der Zeit alle in den Dornen, welche das historische Hochhaus umranken, hängen geblieben.
Die dreizehnte Fee wundert sich kaffeetrinkend, dass es so lange gedauert hat, bis Dornröschen endlich erwacht ist.“

Dies ist das dritte von drei Bildern aus der Serie “Märchen and the city” der Künstlerin Renate von Charlottenburg. Die Ausstellung ist bis zum 2. Oktober in der Stadtbücherei zu sehen.

Außerdem wird heute Monika Evers von 16.00 bis 17.00 Uhr in der Kinderbücherei Märchen für acht bis zwölfjährige Kinder erzählen, die weit entfernt sind von denen der Gebrüdern Grimm & Co.
Der Eintritt ist frei.

Märchen and the city: Brüderchen und Schwesterchen vernichten die Dämonen

 

Brüderchen und Schwesterchen

Brüderchen und Schwesterchen vernichten die Dämonen – Renate von Charlottenburg

 

„Mit den Blitzen der Entlarvung vernichten Brüderchen, in Gestalt eines Rehs, und Schwesterchen, aus dem Land der geistigen Königreiche kommend, die Dämonen, welche unsere Zivilisation umklammert halten und beherrschen.
Durch die schlagartige Sichtbarmachung ihrer separatisierenden, entwicklungshemmenden Absichten verlieren die dämonischen Wesen ihre Daseinsberechtigung und die evolutionäre Notwendigkeit für die Zukunft und verglühen.
Unter ihnen befinden sich:
– Astaroth, ein missgestalteter Engel mit einem ehemals schönen Gesicht, der eine Viper in der Hand hält. Ihm sind Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bekannt und er gibt freimütig und ohne zu lügen Auskunft, auch über Geister und seinen eigenen Höllensturz (Ablösung von der Identität), den er angeblich nicht freiwillig vollzogen hat.
Als Schutzherr der freien Künste übt er seinen Einfluss aus. Er verkörpert Faulheit, Prunksucht und Eitelkeit und ist der oberste Schatzmeister der Hölle.
– Asmodeus oder Asmodi, ein Fürst der Dämonen. Er hat die Füße einer Gans und den Schwanz einer Schlange; ferner drei Köpfe: einen Stier-, einen Widder- und einen Menschenkopf.
Als einer der obersten Dämonen trägt er ein Banner und einen Speer.
Asmodeus erklärt sich bereit, Schätze zu bewachen und hilft auch bei der Schatzsuche. Wenn man zu ihm sagt: „In Wahrheit bist du Asmodia“, bekommt man einen wunderbaren Ring von ihm geschenkt. Doch Vorsicht! Schnell hat er einen Menschen von sich besessen gemacht und peinigt ihn mit Begierde, Verschwendungssucht und Zorn!
– Belial (Nichtsnutz), ein hervorragender Jurist mit spitzen Ohren, einem Schwanz, Hufen, Krallenfüßen und Reißzähnen und einem Vogelgesicht am Gesäß. Er gibt vor, die Gerechtigkeit zu vertreten, hat aber nur seine eigenen Interessen im Kopf.

Allen diesen Dämonen und den meisten ihrer Art ist gemeinsam, dass sie sich anbieten, Wünsche zu erfüllen, vorzugsweise materielle oder solche niederer Natur.

Putten (putto = Kind oder Knabe), als Vervielfältigungen des griechischen Gottes Eros, einst ein allmächtiger Schöpfergott, bevölkern die himmlischen Sphären.
Sie genießen Narrenfreiheit und nutzen das in jeder Hinsicht aus. Respektlos machen sie sich sogar über die Dämonen lustig. Ihre Selbstsicherheit beziehen sie aus dem Wissen um die Vorläufigkeit ‚guter‘ und ‚böser‘ Kräfte und dass beide in einem letztendlichen, alles menschliche Maß übersteigenden ‚Überguten‘, einem Identitätsempfinden größter Widersprüchlichkeiten und Paradoxien, ihre Erfüllung finden.“

Dies ist das zweite von drei Bildern aus der Serie “Märchen and the city” der Künstlerin Renate von Charlottenburg. Die Ausstellung ist bis zum 2. Oktober in der Stadtbücherei zu sehen.

Märchen and the city: Märchen über New York City

Märchen über New York City

Märchen über New York City – Renate von Charlottenburg

„Die Märchenwesen alter Zeiten erobern New York City. Sie kommen aus transrationalen Ebenen, wo die Wirklichkeit aus der Vorstellung hervorgeht.
Heimlich landen sie auf den Dächern der Metropole. Wie eine Invasion überschwemmen sie diese nüchterne Welt mit der Tiefe und dem reichen Schatz ihrer Erfahrungen und transzendenten Möglichkeiten.
Dornröschen und der Prinz reiten auf Pegasos, dem Pferd der Dichtkunst. Mit Hilfe dieser werden die alten Mythen in Worte gekleidet, welche sich im Gedächtnis der Menschheit verankern und wiederum Vorstellungsbilder erzeugen, die den Sinn des Gehörten vertiefen und bleibende innere Realität erzeugen.

Auf den Dächern warten schon:
die Bremer Stadtmusikanten; Esel, Hund, Kater und Hahn bilden einen Turm und begrüßen lautstark die Ankommenden, Aschenputtel, welches die Täubchen herbeiruft, das Sterntaler-Mädchen, in dessen Hemd Sterne und Rosen fallen, die Gänsemagd mit aufgelöstem Goldhaar, der Froschkönig in seiner verzauberten Gestalt, das Rumpelstilzchen, welches vor der schönen Müllerstochter, die fleißig das Spinnrad dreht, einen Freudentanz vollführt, Rapunzel, die ihr goldenes Haar, zu einem Zopf geflochten, in die Häuserschluchten hinunterlässt, damit der Prinz daran zu ihr emporklettern kann, Allerleirauh, in ihren Tierpelzmantel gehüllt, vor dem hohlen Baume sitzend, der ihr als Zuflucht dient, das Rotkäppchen und der Wolf, Schneewittchen und die sieben Zwerge, der gestiefelte Kater und Hänsel und Gretel, vor dem Lebkuchenhäuschen stehend. Über der großen Stadt schüttelt Frau Holle ihre segenspendenden Kissen aus. Am fernen Himmel erscheinen die sechs Schwäne, allesamt verzauberte Prinzen.

Und sie alle sind nur die Vorhut für viele weitere Märchenwesen und mythische Gestalten, deren Herabkunft niemand mehr aufzuhalten imstande ist.“

Dies ist das erste von drei Bildern aus der Serie “Märchen and the city” der Künstlerin Renate von Charlottenburg. Die Ausstellung ist bis zum 2. Oktober in der Stadtbücherei zu sehen.

Grimms Märchen neu gedeutet in 12 Bildern: Hänsel und Gretel

Hänsel und Gretel

Hänsel und Gretel werden von der Madonna, die manchmal die Maske einer Hexe trägt, beschenkt – Renate von Charlottenburg

„Die Himmelskönigin verzeiht Hänsel und Gretel ihre bösen Taten, begnadigt sie und schenkt ihnen die immerwährende wissende Liebe, welche sich nichts mehr aneignen muss, da sie schon alles besitzt.

Zur ‚wahren‘ Geschichte hinter dem Märchen von Hänsel und Gretel:

In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts verkaufte die schöne Lebkuchenbäckerin Katharina Schraderin aus Wernigerode im Harz, nach einer vierjährigen Lehrzeit in der Küche des Abtes von Quedlinburg, welche sie sechzehnjährig im Jahre 1634 begann, auf dem Nürnberger Markt ihre selbstgebackenen Lebkuchen-Spezialitäten. Ihr Gebäck schmeckte so ausgezeichnet, dass sie das Lorscher Kloster, die Abteien von Mainz bis Fulda und verschiedene Fürstenhöfe belieferte.

Vergebens versuchte ein Nürnberger Bäcker namens Hans Metzler an die von ihr wohlgehüteten Rezepte, das Geheimnis ihres Erfolges, zu kommen. Zuerst machte er ihr einen Heiratsantrag, der allerdings abgelehnt wurde. Daraufhin bezichtigte er sie der Hexerei. Sie würde ihren Opfern mit ihren Lebkuchen zuerst die Sinne trüben, sie dann in einen Stall sperren um sie zu mästen und später aufzuessen.

Katharina wurde daraufhin im Gefängnis von Gelnhausen eingesperrt. Am 15.7.1647 wurde sie unter der Folter verhört, anschließend jedoch wieder auf freien Fuß gesetzt, da man ihr nichts nachweisen konnte. Allerdings war sie von nun an als ‚Bakkerhexe‘ verschrieen. Sie wohnte allein in einem Häuschen mitten im Spessart-Wald, wo sie fernab der Menschen ihrem Handwerk nachging.

Von Gier getrieben, an die geheimen Rezepte der Katharina zu gelangen, machte sich Hans Metzler eines Tages mit seiner Schwester Grete auf den weiten Weg zu dem ‚Hexenhäuschen‘. Es ist durchaus möglich, dass er, um den Rückweg durch den tiefen Wald wiederzufinden, weiße Kiesel auf den Boden streute.
Er tötete die schöne Bäckerin und verbrannte die Leiche in einem der vier großen Backöfen, die in der Nähe des Fachwerkhauses standen.
Danach machte er sich mit seiner Schwester auf die Suche nach den wertvollen Rezepten, fand sie jedoch nicht.
Also blieb ihm nichts anderes übrig, als, mithilfe einiger im Haus gefundener Lebkuchen und Backzutaten, das Rezept so gut wie irgend möglich nachzuempfinden.
Der Mörder Hans Metzler wurde ein wohlhabender Zuckerbäcker, später sogar Stadtrat von Nürnberg.
Das Verbrechen wurde nie gesühnt.“

Dies ist das zwölfte von 12 Bildern aus der Serie “Grimms Märchen neu gedeutet in 12 Bildern” der Künstlerin Renate von Charlottenburg. Die Ausstellung ist bis zum 2. Oktober in der Stadtbücherei zu sehen.

Außerdem wird heute abend der bekannte iranische Märchenerzähler Reza Maschajechi um 19:30 Uhr Märchen aus seiner persischen Heimat erzählen.
Der Eintritt (nur Abendkasse) beträgt 8 Euro (mit Itter-Pass 4 Euro).

Grimms Märchen neu gedeutet in 12 Bildern: Die Gänsemagd

Die Gänsemagd

Die Gänsemagd – Renate von Charlottenburg

„mit ihrem sprechenden Pferd Falada, das zum Pegasos mutiert ist. Seine dichterische Kraft ist so groß, dass sie alle begrenzenden Mauern niederreißt.“

Dies ist das elfte von 12 Bildern aus der Serie “Grimms Märchen neu gedeutet in 12 Bildern” der Künstlerin Renate von Charlottenburg. Die Ausstellung ist bis zum 2. Oktober in der Stadtbücherei zu sehen.