Ein kurzer Rückblick auf mein Studium

Liebe Leser,

Heute ist in gewisser Weise ein ganz besonderer Tag für mich. Auch wenn ich noch nicht ganz fertig bin mit meinem Studium, fühlt es sich beinahe so an, denn dieses Semester stehen nur noch wenige Veranstaltungen auf meinem Stundenplan. Und heute ist der letzte Tag, an dem ich die meisten meiner Kommilitonen sehe. Nach einem fast vollendeten Studium gibt es nun als ein kleines Resümee zu den letzten drei Jahren.

Als ich vor drei Jahren anfing in Köln „Bibliothekswissenschaft“ zu studieren, wusste ich nicht so ganz auf was ich mich dabei einließ. Auf dem Stundenplan standen ein Haufen Fächer, die mit meiner Vorstellung, was eine Bibliothek ist und was sie leistet, ganz und gar nicht überein stimmten. Ich hatte auch keine wirkliche Ahnung, was man als Bibliothekarin alles wissen muss, damit man später in einer Bibliothek arbeiten kann. Zudem lernte ich ganz viele neue Leute kennen, darunter auch einige, die schon länger nicht mehr mit mir studieren. Manche von den Leuten wurden zu meinen besten Freunden. Im ersten Semester gab es außerdem noch ganz viele „erste Male“. Zum Beispiel mein erster Besuch auf der Frankfurter Buchmesse oder meine erste Projektwoche, die mich das erste Mal in die Stadtbibliothek Köln führte. Das erste Mal Katalogisieren. Die Liste könnte ich nun endlos fortführen, aber ich muss auch ehrlich gestehen, an alles kann ich mich nicht mehr erinnern. Allerdings wird mir aus dem ersten Semester immer die Erinnerung bleiben, wie ein paar meiner Freunde und ich beschlossen, in einem „Olaf“-T-Shirt (der Schneemann aus „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“) am letzten Tag vor den Winter-/Weihnachtsferien in der TH aufzutauchen und der Tag zumindest für uns zum „Warm Hugs“-Tag wurde (auf den Shirts stand „Warm Hugs“).

Das zweite bis vierte Semester kam und ging rasch vorbei. Oft hieß es in diesen Semestern; „So, diese und jene Hausarbeit machen Sie bitte als Gruppenarbeit.“ Wenn es eine Sache gibt, bei der wir uns in unserem Studiengang einig sind, dann dass Gruppenarbeiten einfach furchtbar sind. Ich muss allerdings gestehen, dass die eine oder andere Gruppenarbeit, trotz Gemurre und Gestöhne, durchaus Spaß gemacht hat. Kurz bevor es in die Prüfungsphase des vierten Semesters ging, stand noch ein weiterer, für mich durchaus bedeutsamer, Schritt an: Der Umzug aus dem Elternhaus in eine eigene Wohnung.

Im fünften Semester stand das Praxissemester an. Statt in der TH zu sitzen und Vorlesungen zu lauschen und dabei zu malen oder Käsekästchen zu spielen oder auch mal mitzuschreiben, fuhr ich jeden Tag nach Hilden, um das Erlernte in die Praxis umzusetzen oder umgesetzt zu sehen. Vier Monate hieß es jetzt die Praxis live und in Farbe in einer Bibliothek zu erlernen. Dafür verschlug es mich nach Hilden und ich bin immer noch glücklich und dankbar, dass mich das Team der Stadtbücherei so gut aufgenommen hat und in mir nicht die nutzlose und unbeholfene Praktikantin gesehen hat, als die ich mich manchmal gefühlt habe. Stattdessen wurde ich hier aufgenommen und von Anfang an nach Möglichkeit in alle Bereiche integriert und als Mitglied der Gemeinschaft angesehen. (Auch wenn das für euch kitschig klingen mag, es fühlte sich für mich tatsächlich so an!) Ich hatte das Glück, in Hilden bleiben zu können und bereue diese Entscheidung bis heute nicht.

Das sechste Semester war im Vergleich zu Semester eins bis vier entspannt. In dem Semester konnte jeder seinen Interessen durch Wahlpflichtmodule nachgehen. Dazu noch ein paar wenige gemeinsame Vorlesungen und ein Projekt. Der Stundenplan war ziemlich übersichtlich. Im sechsten Semester standen dann für mich noch ein paar Prüfungen mehr an, da ich vorher nicht alles gemacht hatte (da hatte mir der Umzug einen Strich durch die Rechnung gemacht).

Tja, und jetzt bin ich im siebten und letzten Semester und habe nur noch ein Wahlpflichtfach und das Projekt. Und natürlich meine Bachelorarbeit. Aber heute ist die letzte Blockveranstaltung, an denen ich die meisten meiner Kommilitonen sehen werde.
Auch wenn es noch kein endgültiger Abschied ist, es fühlt sich ein wenig danach an.

Beste Grüße

Annika Gruhn

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Singen nach Herzenslust

Liebe Leser,

wann habt Ihr das letzte Mal gesungen? Ich meine, nicht alleine unter der Dusche, sondern mit anderen gemeinsam?

Ich habe kürzlich wieder einmal bei einem „gemeinsamen Singen“ mitgemacht und war wieder ganz begeistert! Diese Veranstaltungen sind bekannt als „Rudelsingen“ oder „Frau Höpker bittet zum Gesang“ o. ä. Die Lieder sucht der jeweilige Anbieter aus, das können Volkslieder, Oldies, Schlager und aktuelle Charthits aus Rock und Pop sein. Mit instrumentaler Begleitung werden die meist bekannten Songs präsentiert, die Texte auf eine (Lein-)Wand projiziert. Inzwischen ist diese Form des gemeinsamen Singens so bekannt und beliebt, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass die Veranstaltungsräume aus allen Nähten platzen. So habe ich es zu mindestens jedes Mal erlebt, wenn ich dabei war. Auffällig ist, dass offensichtlich mehr Frauen als Männer Freude bei dieser Art „Karaoke in der Gruppe“ haben und in der Regel auch eher keine Jugendlichen unter den Sängern zu finden sind. Die toben sich wohl eher bei anderen Musikveranstaltungen aus.

Das Schöne an dieser Art zu Singen ist, es mit anderen gemeinsam zu tun. Es spielt keine Rolle, wie gut jemand singen kann, Noten lesen ist nicht nötig – die Hauptsache ist, man ist mit Spaß und Begeisterung dabei!

Glaubt mir, es ist einfach mitreißend, wenn ein ganzer Saal voll von sangesfreudigen Menschen sich gegenseitig mitreißen, wenn sie „Marmor, Stein und Eisen bricht“, „Dancing Queen“, aber auch „Der Mond ist aufgegangen“ singen – Gänsehautfeeling pur…

Ich habe hierbei wiederentdeckt, wie gerne ich eigentlich singe, – so viele Gelegenheiten gibt es ja ansonsten nicht, mit anderen zu singen – es sei denn, ich würde in einem Chor mitsingen.
Aber ich ziehe augenblicklich einfach diese „unverbindliche Form“ vor, weil mich die Art der Präsentation anspricht und ich mir aussuchen kann, wann und wo ich eine Veranstaltung besuchen möchte.

Übrigens, Mitte Oktober gibt es das nächste „Rudelsingen“ im Area 51 in Hilden. Vielleicht seid Ihr ja  dabei?

Beste Grüße,

Birgit Halfkann

Krach: Verzerrte Erinnerungen

Liebe Leser,

das Reeperbahn Festival in Hamburg ist ein wunderschönes Festival, das Musik, Kunst und Literatur miteinander verbindet. Seit 2006 findet es jährlich im September statt, so auch letzte Woche. Eine Lesung hat mich dabei besonders berührt. Exklusiv zum Reeperbahn Festival hatte der Hamburger Literaturzirkel Books de Hoode um Daniel Vollstedt und Tobias Soffner einen ganz besonderen Gast eingeladen: Einstürzende Neubauten-Bassist Alexander Hacke mit seiner Autobiografie Krach (Metrolit, 2015). Das Streitgespräch drehte sich diesmal voll und ganz um die Musiker-Autobiografie, neben Krach wurden Patti Smiths M Train (Kiepenheuer&Witsch, 2016) und Carrie Brownsteins Modern Girl (Benevento, 2016) vorgestellt und die verschiedenen Reflektionen des Musikerlebens und ihrer Zeit analysiert und diskutiert.

Persönliche Anekdoten wie die Schilderung eines der ersten chaotischen Neubauten-Konzerte in Hamburg oder Blixa Bargelds Lieblingswitz kamen nicht zu kurz. Was den Abend schließlich zu etwas ganz Besonderem machte, waren die musikalischen Einlagen Hackes von Rio Reisers „Jenseits von Eden“ hin zum Sterne-Song „Ihr wollt mich töten“.

Ein Abend, der auf jeden Fall Lust gemacht hat, auf der Westberliner Insel der 80er Jahre zu stranden, mit Patti Smith auf Reisen zu gehen oder mit Sleater-Kinney als Riot-Grrrl dem Hunger nach Erfüllung und Anerkennung zu folgen.

Beste Grüße

N. Bange

Top 10 Liebeskomödien

Liebe Leser,

heute präsentiere ich Euch meine Top 10 romantischer Komödien!

Auf keinen Fall beharre ich darauf, dass dies die 10 besten Liebeskomödien aller Zeiten sind, aber es sind meine ganz persönlichen Highlights.

Hier sind sie also, in alphabetischer Reihenfolge:

 

 1.) 10 Dinge, die ich an dir hasse (1999)

Die hübsche und beliebte Bianca Stratford hat ein Problem. Eine Familienregel verbietet es ihr mit jemandem auszugehen, so lange ihre rebellische, jungshassende ältere Schwester Kat mit niemandem ausgeht. Als Cameron, der in Bianca verliebt ist,  versucht Kat mit Patrick Verona – einem mürrischen jungen Mann mit mysteriöser Vergangenheit – zu verkuppeln, geht das Drama erst so richtig los.

 

 2.) 27 Dresses (2008) *

Nachdem Jane bereits 27 Mal als Brautjungfer fungierte, muss sie nun mit ansehen wie ihre kleine Schwester Tess ihre Hochzeit plant – mit dem Mann, in den Jane schon seit Jahren heimlich verliebt ist.

 

 3.) 30 über Nacht (2004)

An ihrem 13. Geburtstag wünscht Jenna sich nichts mehr als endlich erwachsen zu sein. Als sie am nächsten Tag aufwacht ist sie 30 Jahre alt, eine erfolgreiche Redakteurin und lebt mit ihrem Freund zusammen. Sie macht sich auf die Suche nach Matt, ihrem besten Freund aus Kindertagen, um herauszufinden was passiert ist.

 

 4.) Bridget Jones - Schokolade zum Frühstück (2001) 

Bridget Jones ist 32 Jahre alt und scheint nicht in der Lage zu sein ihr Leben auf die Reihe zu bekommen: sie hat mit ihrem Boss geschlafen, nimmt zu und blamiert sich immer wieder in der Öffentlichkeit. Entschlossen ihr Leben endlich in den Griff zu bekommen, führt sie bei ihrer Suche nach der Liebe ein Jahr lang ein Tagebuch.

 

 5.) Dating Queen (2015) *

Amys Eltern ließen sich scheiden als sie noch ein Kind war, da ihr Vater nicht an Monogamie glaubte. Dies hat bei Amy Spuren hinterlassen – 23 Jahre später lebt sie nach dem Lebensmodell ihres Vaters, vergnügt sich mit verschiedenen Männern und glaubt nicht, dass eine Langzeitbeziehung funktioniert. Doch dann trifft sie den Sport Mediziner Aaron und alles ändert sich.

 

 6.) Don't Blame the Kid (2016)

Als Maru nach einem betrunkenen One Night Stand auf einer Hochzeitsfeier bemerkt, dass sie schwanger ist, ist sie entschlossen den traditionellen Weg zu gehen und den viel zu jungen, arbeitslosen Vater des Kindes zu heiraten.

 

 7.) Duff (2015) *

Bianca ist eine High School Schülerin, die mit sich selbst und ihrem Leben zufrieden ist – bis sie lernt, dass sie von ihren Mitschülern als DUFF (Designated Ugly Best Friend) abgestempelt wird. Um allen anderen zu beweisen, dass sie mehr als eine DUFF ist, fragt sie ihren Nachbarn Wes um Hilfe.

 

 8.) Penelope (2007)

Penelope tut sich schwer damit Liebe zu finden, da sie dank eines alten Familienfluchs spitze Ohren und eine Schweinenase hat. Der Fluch kann nur gebrochen werden, wenn sie die wahre Liebe findet, jemand der sie so akzeptiert und liebt wie sie ist.

 

 9.) Selbst ist die Braut (2009) *

Um ihr Visa zu behalten und eine Abschiebung nach Kanada zu umgehen, zwingt die forsche Redakteurin Margaret Tate ihren Assistenten Andrew eine Scheinehe mit ihr einzugehen. Nachdem sie ein Wochenende mit Andrew und seiner Familie verbringt, kommen ihr Zweifel an ihrer Entscheidung.

 

10.) So spielt das Leben (2010)

Nach einem gescheiterten Verkupplungsversuch ihrer Freunde Peter und Alice wollen Holly und Eric so wenig Zeit wie möglich miteinander verbringen. Als Alice und Peter jedoch bei einem Autounfall ums Leben kommen, finden sie heraus, dass sie im Testament als Vormund ihrer gemeinsamen Patentochter Sophie genannt werden. Um den letzten Wunsch ihrer Freunde zu erfüllen, ziehen sie in Alice‘ und Peters Haus. Schnell merken sie jedoch, dass ihre gegenseitige Abneigung ein gemeinsames Leben sehr erschwert.

 

Lasst uns Eure Favoriten gerne in den Kommentaren da!

 

Beste Grüße

Saskia Pelzers

 

P.S. Alle Filme die mit einem * gekennzeichnet sind, kann man übrigens bei uns in der Bibliothek ausleihen 😉

Schatzsuche

Es  war schon wieder soweit. Meine Tochter hatte Geburtstag. Und gewünscht hat sie sich ausgerechnet eine Schnitzeljagt /Schatzsuche.

Leider hatten wir an den Tagen rund um den Geburtstag nur Regen, Regen und nochmal Regen. Aber verzichten wollte meine Tochter trotzdem nicht.

Daher habe ich alle Eltern vorgewarnt und gebeten den Kindern bitte Regensachen mitzubringen. Und siehe da, wirklich alle Kinder hatten Buddelhose, Gummistiefel und Regenjacken mit.

Wir hatten im Vorfeld nur ein Problem: Wie kennzeichnen wir die Strecke? Mit Kreide ging bei dem Wetter nicht. Also habe ich mir Zettel und Papier geschnappt und bin zusammen mit Frau Heisterkamp losgezogen. An den Abzweigungen und Kreuzungen haben wir uns dann überlegt, woran die Kinder die Stecke finden könnten. Da kamen dann Anweisungen zustande wie: „Folgt dem braunen Fahrrad“ oder „zählt die Mütter mit den Kindern, die Anzahl verrät euch den Weg“ oder auch „geht über 3 Zebrastreifen, der erste muss dabei links von euch sein“. Den Text habe ich dann natürlich immer vorgelesen.

Schade war eigentlich nur, dass wir recht nah an der Innenstadt in Hilden wohnen. Gut für Schul-, Kindergarten und Arbeitsweg, aber schlecht für laufen abseits der Straßen. Aber immerhin kamen wir auf der Strecke an vier Spielplätzen vorbei. Und das war wichtig, denn die Kinder wollten den Schatz ja nicht nur finden, sondern diesen auch öffnen. Dazu brauchten sie aber einen 4-stelligen Code. Diesen konnten sie sich erarbeiten indem sie Rätsel lösten. Da die Kinder weder schreiben, noch lesen können war das natürlich nicht ganz so einfach.  Aber doch möglich. Wichtig war nur, dass jedes Kind ein eigenes Blatt zum überlegen hatte, sonst gibt es nämlich Streit. Die Rätsel 1 bis 3 seht Ihr auf den Bildern. Bei Rätsel 4 mussten die Kinder ein Puzzle zusammenlegen auf dem dann die Zahl zu sehen war.

Wichtig war am Ende für uns, dass es allen Spaß gemacht hat. Die Kinder waren an der frischen Luft und, was alle Eltern wahrscheinlich nachvollziehen können, sie waren beschäftigt. Alles in allem waren wir etwas über eine Stunde unterwegs. Mit an- und ausziehen und Schatzkiste plündern, waren es dann gut und gerne 2 Stunden Kinderbeschäftigung. Und wie der Zufall es wollte, hatte es in der Zeit gerade nicht geregnet und es kam sogar die Sonne raus. Das war super.

Und für nächstes Jahr werde ich mir für die Planung mehr Zeit nehmen und aus unseren schönen Rätselbüchern, die wir in der Bücherei haben, schönere Rätsel aussuchen. Dann können die Kinder aber auch selber lesen. Dieses Jahr musste leider das Internet und ein schwarz/weiß Drucker her halten.

Beste Grüße

Melanie Schulz

#thinkbib – Bibliothek mal anders

 

„Bibliothek, da findest du doch nur Bücher.“ In Hilden oder auch anderen Städten haben die Bibliotheken immer noch mit Vorurteilen und Klischees zu kämpfen. Mit der Imagekampagne #thinkbib soll das Bild der Bibliothek durch innovative Thesen aufgefrischt werden.

Auf der Fachkonferenz Kinder- und Jugendbibliotheken kurz „konkiju“ im Jahre 2017 entstand die Idee, das Bild der Bibliothek auf lustige oder auch freche Weise durch selbstgeschriebene Thesen neu aufzumischen. Hieraus entstand bei Facebook die „Gruppe95“, die mittlerweile stolze 444 begeisterte Mitglieder (Stand 07.09.2017) aufweist.

Die Idee ist simpel, aber auch ziemlich genial. Es sollen viele lustige, innovative, freche und auch irritierende Thesen gesammelt werden. Das tolle daran ist, dass jeder der Facebookgruppe beitreten kann und seine Ideen dann posten kann.

            95 Thesen, um das Image der Bibliothek umzukrempeln

Am Tag der Bibliotheken, dem 24.Oktober sollen dann diese Thesen an Rathaustüren der Städte und Gemeinde genagelt werden. Dies bitte aber nur symbolisch verstehen und nicht mit einem Hammer und Nagel zum Rathaus laufen – kommt wahrscheinlich nicht sehr gut an in der Verwaltung. Das Nageln ist angelehnt an Martin Luther und seine 95 Thesen, die er der Legende nach in Wittenberg an die Tür der Schlosskirche nagelte.

Mittlerweile wurden schon mehr als 135 Thesen gesammelt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: einmal lustig „Bibliotheken sind wie Google, nur krasser!“ oder auch provokant „Wir sind gut bestückt“ oder einfach wahrheitsgemäß „Jeder hat Fragen – Bibliotheken haben Antworten“.

Neue Mitglieder und Ideen sind stets willkommen und können mit dem #thinkbib auch weiter verbreitet werden.

Link: https://www.facebook.com/groups/gruppe95/

Viel Spaß beim Entdecken!

Kathrin Volkenandt

Hygge – was wir von den Dänen lernen können

Liebe Leser,

habt Ihr schon mal von dem Begriff „Hygge“ gehört? Hygge ist Dänisch und gehört zu den Worten, die man einfach nicht 1:1 übersetzen kann. Am ehesten trifft es vielleicht das deutsche Wort „Gemütlichkeit“. Aber Hygge ist so viel mehr als das. Hygge ist eine Lebensart, ein Gefühl, ein Gemütszustand. Die wichtigsten Zutaten sind kuschelige Kissen und Decken, Kerzenlicht, leckeres Essen und Trinken, gemütliches Beisammensein mit vertrauten Menschen.

Meik Wiking hat nun ein ganzes Buch über Hygge geschrieben. Und er muss es wissen, denn er ist nicht nur Däne, sondern auch Leiter des Kopenhagener Instituts für Glücksforschung.

Das Buch beschäftigt sich ausführlich mit dem Phänomen Hygge. Warum sind die Dänen so glücklich und wie lebt man Hygge? Statistik-Fans kommen auf Ihre Kosten, aber  Ihr erhaltet auch viele Anregungen in Form von Rezepten, Wohnideen und Basteltipps.

Die 10 wichtigsten Hygge-Regeln findet Ihr in Wikings „Hygge-Manifest“:

  1. ATMOSPHÄHRE – Dreh das Licht herunter und hol die Kerzen
  2. GEGENWART – Sei im Hier und Jetzt. Und mach das Handy aus.
  3. VERGNÜGEN – Kaffee, Schokolade, Kekse, Kuchen, Süßigkeiten. Her damit!
  4. GLEICHHEIT – WIR ist wichtiger als ICH. Aufgaben und Redezeiten werden gerecht geteilt.
  5. DANKBARKEIT – Das schöne Leben ist jetzt. Genieß es, besser kann es vielleicht gar nicht werden.
  6. HARMONIE – Das hier ist kein Wettkampf. Wir mögen dich ohnehin, du musst nicht mit deinen Leistungen angeben.
  7. BEQUEMLICHKEIT – Mach es dir bequem. Mach eine Pause. Entspannung ist alles.
  8. FRIEDEN – Keine Dramen. Über Politik reden wir ein andermal.
  9. ZUSAMMENSEIN – Bau Beziehungen auf und Erinnerungen. Weißt du noch, als wir…?
  10. SCHUTZ – Wir sind dein Stamm. Dies ist ein Ort des Friedens und der Sicherheit.

Also macht es Euch doch einfach zu Hause gemütlich. Mit Freunden, der Familie oder allein. Mit einem guten Buch, einer Kanne Tee oder einem Glas Wein, mit einem leckeren Essen, schöner Musik und Kerzenschein. Kuschelt Euch in die Kissen und legt eine warme Decke über die Beine. All das ist Hygge. Der schönste Trend 2017…

Meik Wiking versucht in diesem Video den Begriff Hygge zu erklären.

Das Buch haben wir natürlich im Bestand. Ihr findet es in der Reise-Abteilung bei Dänemark.

Beste Grüße

Karin Lachmann