Archiv der Kategorie: Saisonales

Indian Summer

Liebe Leser,

der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu und bald ist es wieder soweit:

Das Laub fällt und die Bäume färben sich in unendlich schöne Farben. In Deutschland wird dieses Spektakel Altweibersommer genannt, in den USA und Kanada heißt es Indian Summer oder Foliage. Das einzigartige Naturschauspiel entsteht durch ein Zusammenspiel von extremen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, viel Sonne und teils starken Winden. Oft folgt ein letztes Mal für Herbst ungewöhnlich warmes und trockenes Wetter auf eine Kälteperiode mit Frost, bevor der Winter endgültig kommt.

Besonders die Neuenglandstaaten an der Ostküste der USA sind für dieses Phänomen bekannt. Dies liegt an den Ahornbäumen, insbesondere dem Zuckerahorn, dessen Blätter sich von grün nach gelb, orange, rot und schließlich braun verfärben. Meist beginnt das Naturereignis an den Berghängen im Süden Kanadas und verbreitet sich von dort über die US-Staaten Maine, New Hampshire, Vermont, Massachusetts, Rhode Island und Connecticut. Am Schönsten ist es dort meistens zwischen der letzten Woche im September und den ersten zwei Wochen im Oktober. Für die Indianer war der Indian Summer ein wichtiger Vorbote des kommenden harten Winters und wurde für die Jagd und die Ernte genutzt. Heute zieht das Naturspektakel zahlreiche Touristen aus aller Welt an, jährlich kommen zahlreiche sogenannte leaf peeper (Laubgucker) im Herbst in die Gegend.

Beste Grüße

N. Bange

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„Sommerfrische“ oder abschalten mit Ringelnatz

Liebe Leser,

in dieser schönen Sommerzeit fällt das Leben meist leichter als sonst. Egal ob man Urlaub hat oder nicht, das schöne Wetter macht unternehmungslustig und hellt die Stimmung auf. Trübe Gedanken verfliegen, wenn wir uns in der Natur aufhalten und einfach mal abschalten. Frei nach Joachim Ringelnatz, genügt es da bereits sich einfach in eine grüne Wiese zu legen und in den Himmel zu blicken.

Sommerfrische

Deshalb teile ich heute dieses wunderschöne Gedicht mit Euch:

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,

das durch den sonnigen Himmel schreitet.

Und schmücke den Hut, der dich begleitet,

mit einem grünen Reis.

 

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser

Weil’s wohltut, weil’s frommt.

Und bist du ein Munharmonikabläser

und hast eine bei dir,

dann spiel, was dir kommt.

 

Und lass deine Melodien lenken

von dem freigegebenen Wolkengezupf.

Vergiss dich. Es soll dein Denken

nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.

(Joachim Ringelnatz (1883-1934)

In diesem Sinne wünsche ich allen noch viele schöne Sommertage.

Beste Grüße

Karin Lachmann

Freibad, heiße Hexe und ein Waldmeister-Slushi

Liebe Leser,
Sommerzeit ist Freibadzeit!
Das ließen meine Freundinnen und ich uns damals nicht zwei Mal sagen und somit waren wir so oft es ging im Freibad! Neben der Abkühlung im Wasser durfte der Waldmeister Slushi nicht fehlen! Noch heute trinke ich ihn bei heißem Wetter sehr gerne. Wenn dann der kleine Hunger kam, gab es beim Freibad-Büdchen immer einen Burger von der „heißen Hexe“. Kennt Ihr die noch? Das waren Burger, die in der Mikrowelle warm gemacht wurden und diese haben nur im Freibad gut geschmeckt. Ob das an der guten Laune und der Gruppendynamik lag, wer weiß das schon. 😉

Heute nehme ich mir lieber Wassermelone, selbstgemachte Frikadellen usw. mit. Aber der Waldmeister-Slushi wird immer noch gekauft und getrunken!

Was darf bei Eurem Freibad Besuch auf keinen Fall fehlen?

Beste Grüße
Nora Heisterkamp

Spargel und Schinken

Liebe Leser,

endlich ist wieder Spargelzeit!

Etwa ab Mitte April beginnt in Deutschland die Spargelernte. Traditionell endet die Zeit spätestens am 24.6., dem Johannitag (Geburt Johannes der Täufer). Dies hat den Hintergrund, dass es nach diesem Datum meist zu warm für die Spargelpflanze wird und sie Kraft benötigt, um im nächsten Jahr wieder qualitativ hochwertigen Spargel zu produzieren. Wird in dieser Zeit nicht weiter geerntet, geht die ganze Kraft der Sonne in die Wurzeln.

Spargel ist Luxus

Spargel galt schon bei den Römern als Luxusgemüse. Dort wurde er hauptsächlich mit Fisch kombiniert. Dass der Spargel nie ein Gemüse für jedermann war sondern immer nur als Beilage und als etwas Besonderes verstanden wurde, lag übrigens nicht am Preis allein. Spargel hat schlichtweg so wenig Kalorien, dass er sich einfach nicht, vor allem in Zeiten der Hungersnot, als Grundnahrungsmittel eignete.

Katenschinken oder gekochter Schinken?

Ich komme aus Norddeutschland und dort isst man traditionell Spargel mit Katenschinken, neuen Kartoffeln und ausgelassener Butter oder Sauce Hollandaise. Der milde, leicht süßliche Schinken wird dabei in dicken Scheiben gereicht. Bis ich in das Rheinland zog, hielt ich diese Art Spargel zu essen für die einzig Richtige. Der Rheinländer aber versteht unter „Spargel mit Schinken“ gekochten Schinken mit dem edlen Gemüse zu verbinden. Gerne wird auch ein Schnitzel zum Spargel serviert. Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen und lasse mir den richtigen Schinken extra aus dem Norden schicken.

Es lebe die Konserve

Richtig populär wurde das Gemüse übrigens in den 1920er Jahren in Deutschland. Diese Zeit war nämlich das goldene Zeitalter der Konserve. Auf einmal waren Gemüse das ganze Jahr über haltbar und Spargel in der Dose war besonders beliebt. Nichts geht aber über frischen, heimischen Spargel. Wir sind es heutzutage gewohnt, dass jedes Gemüse oder Obst ganzjährig im Supermarkt verfügbar ist. So haben wir bei vielen Obst und Gemüsesorten ganz vergessen, wann diese eigentlich Saison haben. Das ist schade, denn wenn wir diese Lebensmittel kaufen, wenn sie Saison haben, dann schonen wir die Umwelt und unseren Geldbeutel. Vom besseren Geschmack ganz zu schweigen. Bei Spargel immerhin wissen wir genau wann die richtige Zeit ist.  Wenn die Spargelzeit anbricht, freue ich mich wie ein kleines Kind und gönne mir diesen Genuss mindestens einmal in der Woche bis die Zeit vorbei ist.

Spargel und Schinken

Aber woher kommt die Sitte, Spargel mit Schinken zu essen? Der Grund ist ganz einfach. Früher war es üblich, im Herbst die Tiere zu schlachten. Um das Fleisch haltbar zu machen, pökelte oder räucherte man es und stellte Schinken her. Dieser reift dann idealerweise 6 Monate. Somit ist der Schinken im Frühjahr etwa zur selben Zeit reif, wie der erste Spargel. Und davon abgesehen, ist diese Kombination einfach ein großer Genuss.

Liebt Ihr auch Spargel? Und was kommt bei Euch als Beilage auf den Teller?

Beste Grüße

Karin Lachmann

 

Schwebender Ostereimer

Liebe Leser,
kennt Ihr schon den (momentanen) Basteltrend „schwebende Tasse„?

Ich habe sie etwas abgewandelt und einen schwebenden „Ostereimer“ daraus gemacht und möchte Euch hier erklären, wie man diese tolle Dekoration selbst basteln kann.

Auf dem unteren Bild seht Ihr mein Dekorationsmaterial aus diversen Günstig-Läden. Auch die Gabel habe ich dort geholt, sonst habe ich bei mehreren Bastelaktionen kein Besteck mehr  🙂

Ihr startet mit dem Biegen des Gabelgriffs und des Gabelkopfes. Ich habe dafür eine Zange zur Hilfe genommen, da man doch ordentlich Kraft aufwenden muss. Die Zacken der Gabel habe ich abgeknipst, man kann diese aber auch einfach mit verbiegen und zum Festkleben benutzen. Zum ankleben des Eimers an der Gabel und der Gabel am Teller habe ich sehr viel Kleber benutzt, denn dieser trägt ja das Gewicht der gesamten Dekoration!

Wenn der Kleber getrocknet ist und alles bombig hält, kann die Dekoration festgeklebt werden. Ich habe dafür große Plastikostereier und Filzblumen verwendet. Man soll ja hinterher Kleber und Gabel nicht mehr sehen  😉

Zum Schluss kommt noch ein bisschen grüner Deko-Sand und ein Osterhäschen auf den Teller und schon ist die hübsche Osterdekoration fertig.

Ich wünsche Euch nun viel Spaß beim nachbasteln und würde mich über Fotos Eurer Werke freuen!

Beste Grüße
Nora Heisterkamp

Weihnachtsmarkt mit Nostalgie

Liebe Leser,img_0342

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt gehört zur Vorweihnachtszeit einfach dazu. Weihnachtsmärkte erleuchten die Städte und die dunkle Jahreszeit. In Hattingen im Ruhrgebiet findet jährlich ein ganz besonderer Markt statt, der Nostalgische Weihnachtsmarkt. Er ist in der idyllischen Altstadt Hattingens gelegen, in der sich wunderschöne Fachwerkhäuser aneinanderreihen.

rathausVom Reschop Carré an der S-Bahn-Station kommt man durch die Innenstadt direkt zum Alten Rathaus. Das uralte Fachwerkhaus ist allein schon ein Hingucker, doch ab dem 1. Dezember verwandelt es sich in einen Adventskalender und das Zuhause von Frau Holle, die jeden Tag um 17.00 Uhr ein Kläppchen öffnet, indem sie ein Bild enthüllt, und ihr Bettzeug ausschüttelt, aus dem es Goldtaler und Bonbons regnet.

Durch den Tunnel des Alten Rathauses gelangt man auf den schönen Kirchplatz der St.-Georgs-Kirche, der gesäumt ist vonimg_0315 wunderschönen originalen Fachwerkhäusern. Neben verschiedenen Glühweinständen gibt es dort österreichische Käse- und Wurst-waren, Mutzenmandeln sowie eindrucksvolles Kunsthandwerk. Im Märchenwald am Ende des Platzes kann man Kunstwerke von Schülern bewundern, die Szenen aus Grimms Märchen nachgebaut haben. Im Inneren der St.-Georgs-Kirche gibt es eine Krippe zu bestaunen.

franzoesicher-weihnachtsmarktIm früheren Krämersdorf der Handwerker rund um die Johanniskirche findet heute der französische Weihnachtmarkt „Bleu Blanc Rouge“ statt, auf dem Käse- und Wurstspezialitäten sowie edle Weine angeboten werden. Daneben gibt es Feuerzangenbowle und den „Hattinger Kirschtraum“. Und natürlich finden täglich verschiedenenikolaus Aktionen wie musikalische Auftritte, die große Weihnachtsmarktparade am 1. Dezember oder das samstägliche Glockenspiel statt. Oder es taucht einfach ein silberner Nikolaus auf  😉 Schaut es Euch doch einfach selbst einmal an.

Beste Grüße

N. Bange

Mein erstes Mal … Schultüten basteln

Liebe Leser,

als ich 1981 eingeschult wurde, hatten wir I-Dötzchen fast alle eine gekaufte Schultüte. Selbst gebastelte bildeten damals die absolute Ausnahme. Ich war unheimlich stolz auf meine Schultüte, denn sie war in meiner Lieblingsfarbe orange gehalten und ich fand sie toll. Allerdings war sie auch sperrig und schwer und ich erleichtert, als ich sie nicht mehr tragen musste. Der Inhalt war mir damals gar nicht so wichtig.

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Lang, lang ist es her. Heutzutage bilden gekaufte Schultüten die Ausnahme und was Selbstgebasteltes muss es schon sein. Kürzlich las ich einen Artikel darüber, dass um das Basteln der Schultüte ein richtiger Wettbewerb zwischen den Müttern entsteht.

Nun wird bald meine älteste Nichte eingeschult und ich hatte angeboten, beim Basteln der Schultüte zu helfen, weil ich einen recht großen Bastelfundus besitze. Im Kindergarten konnten Bastelsets bestellt werden und meine Nichte hatte sich für das Modell „Pegasus“ entschieden.

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Wichtig war meinem Schwager, dass ich die Schultüte gemeinsam mit der Nichte bastel. Nachdem ich mir die Einzelteile angesehen hatte, war schnell klar, dass

  1. das mitgelieferte Material nicht ausreichen würde. Z.B. war der Kleber völlig ungeeignet,
  2. ich vorarbeiten muss, wenn die Schultüte an einem Nachmittag fertig werden sollte.

Also habe ich die Vorlagen erst ausgeschnitten, dann aufs Moosgummi übertragen, ausgeschnitten und dem Pegasus ein bisschen Kontur gegeben. Damit war ich eine ganze Weile beschäftigt:

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Glitzerstifte habe ich auch besorgt und dann war der große Bastelnachmittag mit der Nichte gekommen. Sie war sehr aufgeregt und ich auch ein bisschen. Kurz darauf rauchte die Heißklebepistole und alles glitzerte in Neonfarben.

Am Ende des Nachmittags konnten wir stolz unser Ergebnis präsentieren:

 

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Meine Nichte strahlte übers ganze Gesicht und ich wünsche ihr, dass sie den Einschulungstag so richtig genießen kann!

Beste Grüße
Claudia Büchel