Archiv der Kategorie: Saisonales

Mein Balkon mit „insektenfreundlichen“ Pflanzen

Autorin: Birgit Halfkann

Die Eisheiligen sind so gut wie vorbei, so kalte Tage wie im April sind hoffentlich auch endgültig Geschichte, da kann es ja losgehen, für diese Saison den Balkon zu bepflanzen. Zugegeben, ich habe nicht bis jetzt gewartet, sondern bin schon auf dem Wochenmarkt, in mehreren Gärtnereien und im Baumarkt gewesen, um mir anzusehen, ob das dortige Sortiment meine „Lieblingspflanzen“ bietet. Und natürlich konnte ich nicht widerstehen und habe auch schon ein paar Pflanzen gekauft. Seit einigen Jahren bevorzuge ich bei der Balkonbepflanzung Grünpflanzen und Blütenpflanzen in den Farben violett, orange und weiß.

Da der Balkon recht klein ist, muss ich genau überlegen, was ich pflanzen möchte. Einige Pflanzen, wie eine Clematis, einen weißblühenden rankenden Jasmin, der betörend duftet, wenn erst einmal die Blüten so weit sind, eine blau blühende kleine Hortensie im Topf, eine Funkie, Gräser und Geranium-Pflanzen haben den Winter überstanden und sind schon kräftig ausgetrieben, die Clematis begeistert mich bereits mit vielen großen violetten Blüten.

In diesem Jahr habe ich mir vorgenommen, bevorzugt nur solche Pflanzen dazu zu kaufen, die „insektenfreundlich“ sind. Es ist so viel die Rede davon, dass der Lebensraum der Insekten immer weiter beschränkt wird, dass ich ganz bewusst Pflanzen haben möchte, die als Nektar- und Pollenspender gelten. Wisst Ihr, dass viele „klassische“ Balkonpflanzen wie Fleißige Lieschen, Geranien und Pelargonien Insekten wenig Nahrung bieten?

Das sind allerdings auch nicht meine bevorzugten Balkonpflanzen. Ich entscheide mich für  Lavendel und Fächerblume (violett), Zauberglöckchen (auch:  Millionbells) und Wandelröschen (gelb/orange, orange/rot, weiß) und Blütensalbei (weiß), dazu Thymian, Minze und Rosmarin. Davon habe ich auch etwas: Zum „Schnuppern“ und zum Würzen von Speisen und Getränken.

Jetzt muss nur noch alles wachsen und gedeihen, dann können Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge (leider inzwischen viel zu selten) kommen!

(Quelle Fotos: https://www.mein-mediterraner-garten.de/wandelroeschen-schneiden-und-vermehren/ und https://pixabay.com/de/marienk%C3%A4fer-lavendel-pflanze-flora-676448/
und https://pixabay.com/de/pfefferminze-pflanze-minze-1500443/)

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Die Häschenschule

Autorin : Birgit Halfkann

Kennt Ihr auch den Bilderbuch-Klassiker „Die Häschenschule“ von Albert Sixtus und Fritz Koch-Gotha? Dieses Bilderbuch ist zum ersten Mal 1924 veröffentlicht worden. Das ist jetzt fast 100 Jahre her und noch immer wird es gelesen und erscheint heute noch in mehreren Ausgaben mit dem typischen Titelbild.

Albert Sixtus, der von 1892-1960 lebte, hat zunächst die Geschichte in Versform geschrieben. Auf der Webseite des Albert-Sixtus-Archivs könnt Ihr nachlesen, wie der Text entstand (http://www.albert-sixtus.de). Der Alfred-Hahns-Verlag, an den Sixtus sein Manuskript schickte, beauftragte dann den Illustrator Fritz Koch-Gotha (1877-1956) mit der Illustration des Textes.

Die Geschichte schildert den Schultag der Hasenkinder Hasenhans und Hasengrete, bei dem der Hasenlehrer in der Hasenschule auf der grünen Wiese alle wichtigen Dinge für das Leben eines Hasen vermittelt: von Pflanzenkunde und Pflanzenbau, Tierkunde, Musik- und Sportunterricht bis zum wichtigsten, was ein Hase können muss: Ostereier anmalen. In der Pause dürfen sich die Hasen austoben und auch die Bestrafung  unartigen Verhaltens fehlt nicht. Das Buch überzeugt durch liebevolle Zeichnungen und einer Geschichte, die Kindern ihren Schulalltag mit einer „Hasenwelt“ erklärt.

Text und Illustrationen erscheinen heute dem einen oder anderen vielleicht nicht mehr zeitgemäß, aber der Beliebtheit des Bilderbuches schadet es offenkundig nicht. Selbst Kinder können  anhand der Geschichte nachvollziehen, dass der Schulalltag „früher“ anders war als heute.

Meine persönlichen Erinnerungen beziehen sich auf den für mich als Kind eher gruseligen Teil der Geschichte: Auf dem Nachhauseweg werden die beiden Hasenkinder vom Fuchs gejagt. Gott sei Dank haben sie vorher im Unterricht gut aufgepasst, als der Lehrer vor dem Bösewicht gewarnt hat und die beiden sind schnell genug, um, zu meiner Erleichterung,  unbeschadet zu Hause anzukommen.
Und hattet Ihr nicht auch Mitleid mit dem armen Hasenmax, dem der Lehrer wegen seiner Unartigkeiten das Hasenohr langzieht? Da habe ich jedes Mal beim Lesen mit gelitten…

Leider ist das Exemplar der Bibliothek ausgerechnet zu Ostern in Reparatur. Wohl zu viel gelesen worden…?

(Das Buch könnt Ihr im Internet finden: http://www.eichwaelder.de/Altes/altesbuch59b.htm ;
als Quelle habe ich folgende Webseiten genutzt: http://www.albert-sixtus.de ; http://www.buechersammler.de/ein-bilderbuchklassiker-die-haeschenschule)

 

 

In der Kürze liegt die Würze

Ein Jahr kommt, ein Jahr geht. Natürlich gäbe es zum Jahresende vieles über das vergehende Jahr zu berichten. Da ich persönlich gerne die Einfachheit und die Klarheit mag, möchte ich an dieser Stelle mein Lieblingszitat zum Jahresende teilen und allen für das kommende Jahr Freude, Glück und das Allerbeste wünschen.

 

Altes Jahr vergeht.

Wange in die Hand gestützt,

blicke ich ihm nach.

 

Chji (Anf. 19.Jh.), eigentlich Chô-i, japanischer Dichter

 

Kb

DIY Weihnachtskarten

Liebe Leser,

heute habe ich ein kleines Geständnis zu machen: Ich LIEBE Weihnachten! Es gibt für mich nichts Schöneres, als abends durch die kalte Winterluft zu spazieren und es mir danach mit einer schönen Tasse Tee und einem Buch gemütlich zu machen. Dazu noch ein paar Duftkerzen und der Abend ist perfekt.

Ich bin außerdem ein großer Fan von selbstgemachten Kleinigkeiten zu Weihnachten. Wie wäre es denn mal mit ein paar netten Worten auf einer selbstgebastelten Weihnachtskarte?

Heute zeige ich Euch, wie Ihr ganz einfach selbst kreativ werden könnt.

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Was Ihr benötigt:

  • Washi Tape
  • Weißen Fotokarton (oder eine schon gefaltete Karte)
  • Ein kleineres Stück Fotokarton, unifarben
  • Schwarzer Stift
  • Schere
  • Kleber
  • Glas (oder einen anderen runden Gegenstand als Vorlage)

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1. Beklebt Euer kleines Stück Fotokarton mit dem Washi Tape, dabei ist es ganz egal ob ihr mehrere Reihen mit dem gleichen Muster klebt oder ob Ihr zwischen den Mustern wechselt.

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2. Nehmt nun Euren runden Gegenstand und positioniert ihn über dem Teil des Musters, dass Ihr gerne übernehmen möchtet.

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3. Nachdem Ihr den Kreis dann aufgezeichnet habt, könnt Ihr ihn ausschneiden.

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4. Klebt die Kugel jetzt mittig auf Eure Karte. Noch schnell die Halterung der Christbaumkugel aufmalen und wenn gewünscht noch eine kurze Weihnachts-Phrase

– und fertig ist Eure Christbaumkugel-Karte.

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Ich habe zur Verzierung noch eine kleine Schleife aufgeklebt, aber das ist jedem selbst überlassen 😉

 

Das Ganze gibt es auch noch in vereinfachter Form, für alle Minimalisten unter Euch!

 

Weihnachtliche Grüße,

Saskia Pelzers

Weihnachtszeit, aber möglichst entspannt

Liebe Leser,

die Temperaturen lassen nach und gehen langsam Richtung Gefrierpunkt, die Tage immer kürzer
und die Dunkelheit kehrt schneller ein. Kurz gesagt: Der Winter kehrt ein und damit auch die
Weihnachtszeit. Für manche bedeutet dies oft Stress, da noch viele Aufgaben gegen Ende Jahres
bewältigt werden müssen und es gleichzeitig noch einiges für das Weihnachtsfest vorzubereiten gilt.
Gerade in den letzten Tagen des Jahres vergeht die Zeit, zumindest für mich, rasend schnell.
Dabei hat gerade auch diese Jahreszeit viel Gutes zu bieten, um die Zeit und den oft stressigen
Alltag etwas zu entschleunigen. Speziell in der Weihnachtszeit gibt es viele verschiedene
Weihnachtsmärkte, die zum gemütlichen Bummeln oder zum Glühweintrinken am Weihnachtsstand
einladen. Meist gibt es hierzu gesellige Musik vor Ort oder leckere Süßwaren zum Naschen am
Stand nebenan. 🙂 Eine besonders günstige Gelegenheit also, um auch im Dezember, trotz der eher
kühleren Temperaturen, sich mit Freunden und Bekannten draußen zu treffen und sich einmal eine
kleine Auszeit zu gönnen.

Zudem gibt es eine Vielzahl an guten Weihnachtsfilmen, die nur darauf warten, endlich wieder
einmal angesehen zu werden. Zwar sind viele dieser Filme sehr ähnlich und weisen oft das selbe
Grundschema auf. So steht vor allem immer wieder der fehlende Glaube an Wunder oder an den
Weihnachtsmann im Vordergrund, gleichzeitig enden sie immer wieder auf eine versöhnliche Art
und Weise. Aber gerade das macht diese Filme zu etwas Besonderem. Die Vorstellung, dass am
Ende alles immer irgendwie funktioniert und gut geht, nehme ich gerne mit in den Alltag. Es macht
mich zuversichtlich auch die letzten und abermals anstrengenden Tage des Jahres zu bewältigen und
am Ende die Weihnachtstage in Ruhe genießen zu können.

Vielleicht ergeht es Euch ja auch so an diesen Tagen? Ich auf jeden Fall freue mich wieder auf die
vielen Weihnachtsmärkte, die demnächst anstehen und werde mir anschließend den ein oder
anderen Weihnachtsfilm aus unserem Medienbestand ausleihen, um abends gemütlich entspannen
und träumen zu dürfen. 🙂

Beste Grüße,
Andreas Umbrich

Familienrezepte

Autorin: Sonja Tewes

Es ist Winter. Im Treppenhaus duftet es schon verlockend. Ich betrete die Wohnung meiner Oma.

Der Duft wird intensiver und mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Bratapfelduft. Hmmmh. Früheste Kindheitserinnerungen. Mit Oma und Opa den Baum schmücken und als Belohnung dann Bratapfel. Und natürlich haben wir auch Plätzchen selbst gebacken. Jedes Jahr sechs Sorten, immer die gleichen. Das ist jetzt schon viele Jahre her und die Erinnerung an meine Großeltern ist jedes Jahr zur Weihnachtszeit besonders präsent. Warum? Ich habe meine Oma nach ihren Plätzchen-Rezepten gefragt. Und nach dem Rezept für ihre Hühnersuppe, ihren Kartoffelsalat und den Frankfurter Kranz.

Familienrezepte. Inzwischen habe ich nicht nur meine Oma befragt, sondern auch meine Eltern und andere Verwandte. Ein besonderer Salat, den nur meine Tante hinbekommt. Oder die Reibekuchen meiner Mutter. Alles fein säuberlich aufgeschrieben und gesammelt. Und so wertvoll! Diese Rezeptsammlung findet sich in keinem Kochbuch der Bücherei, ja nicht mal der Welt.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Deshalb kann ich nur dazu animieren: Leute, fragt Eure Familien und Freunde nach ihren Rezepten. Probiert sie aus, so lange Ihr noch nachfragen könnt. Und holt Euch Jahre später dadurch etwas „Heimat“ in die Küche. Irgendwann wird sich vielleicht auch einmal ein „traditionelles Rezept“ mit den eigenen Ideen vermischen.

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit, wenn ich die Plätzchendose öffne, bin ich wieder im Wohnzimmer meiner Großeltern. So schön. Und unvergessen!

Indian Summer

Liebe Leser,

der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu und bald ist es wieder soweit:

Das Laub fällt und die Bäume färben sich in unendlich schöne Farben. In Deutschland wird dieses Spektakel Altweibersommer genannt, in den USA und Kanada heißt es Indian Summer oder Foliage. Das einzigartige Naturschauspiel entsteht durch ein Zusammenspiel von extremen Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht, viel Sonne und teils starken Winden. Oft folgt ein letztes Mal für Herbst ungewöhnlich warmes und trockenes Wetter auf eine Kälteperiode mit Frost, bevor der Winter endgültig kommt.

Besonders die Neuenglandstaaten an der Ostküste der USA sind für dieses Phänomen bekannt. Dies liegt an den Ahornbäumen, insbesondere dem Zuckerahorn, dessen Blätter sich von grün nach gelb, orange, rot und schließlich braun verfärben. Meist beginnt das Naturereignis an den Berghängen im Süden Kanadas und verbreitet sich von dort über die US-Staaten Maine, New Hampshire, Vermont, Massachusetts, Rhode Island und Connecticut. Am Schönsten ist es dort meistens zwischen der letzten Woche im September und den ersten zwei Wochen im Oktober. Für die Indianer war der Indian Summer ein wichtiger Vorbote des kommenden harten Winters und wurde für die Jagd und die Ernte genutzt. Heute zieht das Naturspektakel zahlreiche Touristen aus aller Welt an, jährlich kommen zahlreiche sogenannte leaf peeper (Laubgucker) im Herbst in die Gegend.

Beste Grüße

N. Bange