Archiv der Kategorie: Rezept

Das Papa Löwe Kochbuch

Autor: Stefanie Krüger

Fast jeder hat ein Lieblingsbuch, einen Lieblingsfilm oder ein Lieblingslied. Ich habe ein Lieblingskochbuch. Ich hab es mir mit elf zu Weihnachten gewünscht und auch bekommen: „Das Papa-Löwe-Kochbuch“ vom Tigerenten Club. Da stehen tolle, teilweise simple aber auch ausgefallene Rezepte drinnen. Zusätzlich gibt es Anleitungen, wie „Eier kochen ohne Knacks“ und Reportagen rund um verschiedene Lebensmittel und deren Herstellung. Aufgeteilt ist es in sechs Kapitel:

  1. Frühstück
  2. Schulfrühstück
  3. Mittags
  4. Nachmittags
  5. Abends
  6. Party

Zusätzlich kommen Papa Löwe und seine Löwenkinder auf jeder Seite zu Wort und es gibt viele Infos. So habe ich gelernt, warum das Sandwich eigentlich Sandwich heißt: „Der Earl of Sandwich wollte sein Bridge-Spiel nicht unterbrechen und keine Kleckerei veranstalten. Also erfand er das Sandwich!“
Fast jede Seite hat zusätzlich Notizzettel mit Informationen rund um Lebensmittel und gesunde Ernährung. „Was Fett i. Tr. eigentlich bedeutet“ , „5 am Tag“ und „Wie lange sind Reste essbar“ sind nur drei der interessanten Überschriften.

Dass dieses Kochbuch nicht nur im Regal stand, sieht man ihm an. Einige Seiten sind voller Spritzer vom Kochen und an vielen Rezepten stehen Anmerkungen oder Änderungen der Mengenangaben drinnen, die ich selbst hineingeschrieben habe.

Hier seht Ihr ein paar meiner Lieblingsrezepte:

Vor allem das Lasagne-Rezept hat es mir angetan. Und was soll ich sagen – sie ist wirklich zur Lieblings-Lasagne meiner Familie und Freunden geworden ;D

Natürlich wurde es nicht von Papa Löwe selbst geschrieben, sondern von Dagmar von Cramm. Sie hat viele Kochbücher für gesunde (Kinder-)Ernährung geschrieben, die wir hier auch im Bestand haben und die Ihr ausleihen könnt.

Habt Ihr auch ein altes, lieb gewonnenes Kochbuch oder Rezept zu Hause?

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Etwas warmes braucht der Mensch

Autorin: Karin Lachmann

 

Ich sitze hier am Schreibtisch und überlege, worüber ich denn heute berichten könnte. Es ist, wie man im Rheinland so schön sagt, „usselig“ draußen. Meine Mutter – ich komme ursprünglich aus Hamburg – würde sagen „Schietwetter“. Neben mir steht eine heiße Tasse Tee. Etwas warmes braucht der Mensch. So ist es im Winter auch mit den Mahlzeiten. Nichts ist in diesen Tagen besser als ein guter, deftiger Eintopf. So eine Mahlzeit sättigt, wärmt von innen, ist gesund und nahrhaft und oft auch preiswert. Rezepte gibt es unendlich viele, von Hausmannskost bis hin zu exotischen Kreationen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Aber egal wie viele Rezepte ich ausprobiere meine drei liebsten Eintöpfe heißen schon immer:

  1. Graupensuppe
  2. Linsensuppe
  3. Erbsensuppe

Nicht besonders einfallsreich, ich gebe es zu. Für jede dieser Suppen gibt es in Kochbüchern und im Internet unzählige Rezepte. Wenn ich aber an diese Gerichte denke, dann ist es immer genau die Suppe, die meine Mutter kocht. Die einfach unerreicht gut schmeckt. Und das auch heute noch genauso wie an Kindertagen. Mehr als einmal habe ich meine Mutter nach ihrem Rezept gefragt. Aber sie sagt, sie habe kein Rezept. Und dass es nichts einfacheres gäbe als eine Graupen- oder Linsen- oder Erbsensuppe zu kochen. Ich habe ihr dabei zugesehen, mit ihr gemeinsam gekocht, aber ich bekomme es niemals so hin wie sie.

Ich frage mich was ihr Geheimnis ist. Und ich habe das Gefühl, die Zeit läuft mir davon. Meine Mutter ist jetzt Anfang 80. Immer wenn ich sie in Hamburg besuche steht der große Suppentopf auf dem Herd. Sie weiß, sie macht mir damit eine große Freude. Aber irgendwann wird das vorbei sein. Und spätestens dann, würde ich gern genauso gut Suppe kochen können wie sie.

Ob es meinen Kindern später mal genauso geht? Meine älteste Tochter hat bereits eine eigene Wohnung. Immer wenn sie zu Besuch kommt, bittet sie mich einen bestimmten Nudelsalat zu machen. Er ist nichts besonderes, ich habe kein Rezept dafür, mache ihn einfach „frei Schnauze“. Aber meine Tochter sagt, er würde bei ihr nie so schmecken wie bei mir. Hm.

Warum ist das so? Kennt ihr dieses Phänomen auch? Mit welchen Gerichten geht es euch so?

Ihre liebsten Familienrezepte verrät meine Kollegin Sonja Tewes in einem Blogbeitrag vom letzten Jahr.

Ich glaube heute Abend gibt es Graupensuppe. Dieses Rezept kommt der perfekten Suppe schon sehr nah.

Und ich werde meine Mutter anrufen. Ich sage ihr viel zu selten wie lieb ich sie habe.

Familienrezepte

Autorin: Sonja Tewes

Es ist Winter. Im Treppenhaus duftet es schon verlockend. Ich betrete die Wohnung meiner Oma.

Der Duft wird intensiver und mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Bratapfelduft. Hmmmh. Früheste Kindheitserinnerungen. Mit Oma und Opa den Baum schmücken und als Belohnung dann Bratapfel. Und natürlich haben wir auch Plätzchen selbst gebacken. Jedes Jahr sechs Sorten, immer die gleichen. Das ist jetzt schon viele Jahre her und die Erinnerung an meine Großeltern ist jedes Jahr zur Weihnachtszeit besonders präsent. Warum? Ich habe meine Oma nach ihren Plätzchen-Rezepten gefragt. Und nach dem Rezept für ihre Hühnersuppe, ihren Kartoffelsalat und den Frankfurter Kranz.

Familienrezepte. Inzwischen habe ich nicht nur meine Oma befragt, sondern auch meine Eltern und andere Verwandte. Ein besonderer Salat, den nur meine Tante hinbekommt. Oder die Reibekuchen meiner Mutter. Alles fein säuberlich aufgeschrieben und gesammelt. Und so wertvoll! Diese Rezeptsammlung findet sich in keinem Kochbuch der Bücherei, ja nicht mal der Welt.

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Deshalb kann ich nur dazu animieren: Leute, fragt Eure Familien und Freunde nach ihren Rezepten. Probiert sie aus, so lange Ihr noch nachfragen könnt. Und holt Euch Jahre später dadurch etwas „Heimat“ in die Küche. Irgendwann wird sich vielleicht auch einmal ein „traditionelles Rezept“ mit den eigenen Ideen vermischen.

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit, wenn ich die Plätzchendose öffne, bin ich wieder im Wohnzimmer meiner Großeltern. So schön. Und unvergessen!

Etwas Veganes zum Nachtisch…

Liebe Leser,

mein letzter Restaurantbesuch mit Freunden ist mir in bester Erinnerung geblieben. Da unter den Freunden auch Vegetarier und Veganer sind, hatten wir beim Tisch bestellen nachgefragt, ob auch entsprechende Gerichte angeboten werden. Im Restaurant, mit griechischer Küche, war das so verstanden worden, dass acht Veganer zum Essen kommen. Das war eigentlich nicht weiter schlimm, es gab tatsächlich für alle etwas auf der Speisenkarte.

Das war aber nicht alles! Kaum zu glauben, aber der Koch hatte doch tatsächlich extra für uns einen Nachtisch vorbereitet: einen veganen Kuchen. Und obwohl wir nach Vorspeisen und Hauptgerichten alle schon reichlich satt waren, „mussten“ wir den Kuchen natürlich noch probieren. Und was soll ich sagen: er war „himmlisch“: ein veganer „Käsekuchen“ auf einem köstlichen Fruchtspiegel. Alle waren begeistert: Veganer, Vegetarier und „Fleischesser“, und der eine oder andere hat auch noch ein zweites Stück verdrückt, weil es so lecker war!
Wir haben auch gleich überlegt, welche Zutaten wohl in dem Kuchen stecken: Der Tortenboden mit Mandeln und ??? – in der „Käse“-Masse meinten wir, Kokos und eine Nuss-Art zu „erschmecken“ – Cashewkerne, wie man uns dann verriet…

Und weil der Kuchen so einmalig gut geschmeckt hat, hatte ich die Idee, ihn unbedingt auch selber einmal auszuprobieren. Also habe ich im Internet recherchiert und ihn tatsächlich gefunden:

den „Cashew-Käsekuchen“

http://www.essen-und-trinken.de/rezepte/57206-rzpt-cashew-kaesekuchen

Es ist ein Rezept aus dem Kochbuch „La Veganista“ (Verlag Gräfe & Unzer), das Ihr auch hier in der Bibliothek ausleihen könnt.
(Das Foto ist im Internet unter der angegebenen Adresse und auch im Kochbuch zu finden.)

Letztes Wochenende gab es die Gelegenheit, die Freunde und andere „Nichtveganer“ mit dem Kuchen zu überraschen. Die Herstellung ist etwas aufwendig und Ihr solltet auf jeden Fall einen leistungsfähigen Mixer haben, um die Cashewkerne so fein wie möglich mahlen zu können – das ergibt dann eine „feine“ Konsistenz  der „Käse“-Masse. Ein bisschen Vorbereitungszeit ist auch nötig: die Cashewkerne müssen über Nacht einweichen und der Kuchen vor dem Verzehr acht Stunden in den Kühlschrank.

Aber, ich kann nur sagen: Es lohnt sich!
Probiert es selbst und bringt mir ein Stück vorbei!

Birgit Halfkann

Hermann und Siegfried sind wieder da

Liebe Leser,

kennt Ihr noch Hermann & Siegfried? Sie sind Mitte der 80er Jahre entstanden, der exakte Ursprung ist aber nicht bekannt. Hermann & Siegfried sind Sauerteige, die jedoch nicht erst bei Bedarf angesetzt werden, sondern dauerhaft geführt werden. Sie brauchen ein paar Tage bis sie fertig sind und somit benötigt man etwas Geduld. Wichtig ist, dass zum Umrühren des Teiges nur Plastiklöffel verwendet werden. Auch der Behälter in dem es ruht darf nicht aus Metall sein. Ein Teil des Teiges wird mit einem Kettenbrief von einem zum anderen weitergegeben/verschenkt und erfüllt somit auch einen sozialen Zweck. Letztens habe ich in der Zeitung gelesen, dass die Teige wieder im Trend sind. Deshalb möchte ich Euch beide Teige kurz vorstellen und die Vorgehensweise erklären. Siegfried wird eher für herzhaftes Gebäck, wie z.B. Pizza oder Brot verwendet. Hermann ist süsser und wird deshalb in der Regel z.B. für Kuchen verwendet.

Hier eine kurze Anleitung zu den Teigen:

Zutaten Hermann-Teig:

200 g Weizenmehl Type 550

40 g Zucker

100 g fettarme Milch

30 g Buttermilch

 

Zutaten Siegfried-Teig:

200 g Weizenmehl Type 550 oder 1050

1 TL Zucker

100 ml Buttermilch und 100 ml Wasser

 

Zubereitung

  • Die trockenen Zutaten mit der Flüssigkeit vermengen bis ein glatter Teig entsteht
  • Teigansätze jeweils in eine Plastikschüssel mit Deckel geben und bei Zimmertemperatur so lange stehen lassen, bis sich Blasen an der Teigoberfläche bilden. Ansatz beginnt zu gären. Dies dauert ca. 2 Tage
  • Teig in der Zeit einmal pro Tag mit einem Plastiklöffel kräftig umrühren
  • Nach 2 Tagen beide Teigansätze für 1 Tag in den Kühlschrank stellen

Danach wird ein Teil des Teiges mit einem Kettenbrief weitergegeben. Hier sind z.B. schöne Vorlagen für beide Teige zu finden:

https://fermentationspace.de/wp-content/uploads/2017/05/Hermann-Brief.pdf

https://fermentationspace.de/wp-content/uploads/2017/05/Siegfried-Brief.pdf

Der Rest wird auch, wie im Kettenbrief beschrieben, weiter verarbeitet und kann selbst verwendet werden. Es ist auch möglich einen Teil zu behalten und ein paar Teile einzufrieren. Rezepte mit Hermann & Siegfried Teigen gibt es z.B. hier:

http://www.chefkoch.de/rezeptsammlung/2447282/Hermann.html

http://www.kochbar.de/rezepte/siegfried.html

Viel Spaß beim Backen und Verschenken.

Beste Grüße

I.Bollwerk

 

Mein liebstes Sommeressen

Liebe Leser,

jetzt im Sommer hat man ja im allgemeinen eher Lust auf ein leichtes, frisches Essen und nicht so sehr auf Deftiges. Ich esse daher im Sommer sehr gerne Salate in allen Variationen und viel frisches Obst. Seit ein paar Jahren ist mein liebstes Sommeressen ein Salat aus Wassermelone, Schafskäse und frischer Pfefferminze.

Das Tolle an diesem Salat, er ist blitzschnell zubereitet und man braucht kein kompliziertes Rezept. Einfach Wassermelone und Schafskäse in mundgerechte Stücke schneiden, frische Pfefferminze, gehakt oder gezupft dazu, vermengen, fertig! Ein Dressing ist nicht nötig. Einfach nur diese drei Zutaten. Diese Kombination klingt im ersten Moment etwas merkwürdig, aber zusammen schmeckt es einfach phantastisch! Der würzig-salzige Geschmack des Schafskäses zusammen mit der fruchtigen Süße der Wassermelone harmoniert vortrefflich. Und die Frische der Pfefferminze gibt noch den letzten Pfiff. Mehr Sommer geht nicht auf dem Teller. Und dieser Salat macht richtig satt. Ich könnte mich im Moment fast ausschließlich davon ernähren.

Als ich diesen Salat zum ersten Mal bei einer Freundin auf dem Teller hatte, war ich sehr skeptisch ob das schmecken kann. Aber nach ein paar Bissen habe ich mich gefragt, warum ich dieses in der Türkei weit verbreitete Essen erst jetzt kennen lernen darf. Seit dem habe ich diesen Salat auch vielen Freunden und meiner Familie serviert. Die Reaktionen sind immer gleich. Anfangs Verwunderung und Skepsis, dann vorsichtiges Probieren und schließlich Begeisterung.

Also nur Mut, einfach mal probieren und begeistert sein.

Mit besten Grüßen

Karin Lachmann

Beeren-Schoko-Smoothie-Bowl

Liebe Leser,

heute möchte ich Euch mein neues Lieblings-Frühstücksrezept vorstellen:

Die Beeren-Schoko-Smoothie-Bowl (aus Christina Wiedemann: Smoothie Bowls : das Rezeptbuch, Köln: Naumann & Göbel Verlags-Ges., 2016):

Zutaten (für 2 Portionen):

2 Avocados, 200 g gemischte Beeren (TK), 2 El Kakaopulver, 2 Tl Mandelmus, 200 ml Mandelmilch, 2 El Agavendicksaft

Für das Topping:

1 Banane, 50 g Blaubeeren, 2 El Kakao-Nibs, 2 El Amaranth-Pops

Zubereitungszeit: ca. 20 Minuten

Die Avocados schälen, vom Kern befreien und grob zerkleinern. Mit den Beeren, dem Kakaopulver, dem Mandelmus und der Mandelmilch in einen Mixer geben und zu einer dickflüssigen Masse pürieren. Nach Belieben mit Agavendicksaft süßen und auf zwei Schalen verteilen.

Für das Topping die Banane schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Blaubeeren waschen und trocken tupfen. Die Bananenscheiben in der Mitte auf dem Smoothie verteilen. Die Blaubeeren auf der einen Seite, die Kakao-Nibs und die Amaranth-Pops auf der anderen Seite anordnen und sofort servieren.

Damit ist ein guter Start in den Tag garantiert 🙂

Beste Grüße

N. Bange