Archiv der Kategorie: Literatur

„Sommerfrische“ oder abschalten mit Ringelnatz

Liebe Leser,

in dieser schönen Sommerzeit fällt das Leben meist leichter als sonst. Egal ob man Urlaub hat oder nicht, das schöne Wetter macht unternehmungslustig und hellt die Stimmung auf. Trübe Gedanken verfliegen, wenn wir uns in der Natur aufhalten und einfach mal abschalten. Frei nach Joachim Ringelnatz, genügt es da bereits sich einfach in eine grüne Wiese zu legen und in den Himmel zu blicken.

Sommerfrische

Deshalb teile ich heute dieses wunderschöne Gedicht mit Euch:

Zupf dir ein Wölkchen aus dem Wolkenweiß,

das durch den sonnigen Himmel schreitet.

Und schmücke den Hut, der dich begleitet,

mit einem grünen Reis.

 

Verstecke dich faul in der Fülle der Gräser

Weil’s wohltut, weil’s frommt.

Und bist du ein Munharmonikabläser

und hast eine bei dir,

dann spiel, was dir kommt.

 

Und lass deine Melodien lenken

von dem freigegebenen Wolkengezupf.

Vergiss dich. Es soll dein Denken

nicht weiter reichen als ein Grashüpferhupf.

(Joachim Ringelnatz (1883-1934)

In diesem Sinne wünsche ich allen noch viele schöne Sommertage.

Beste Grüße

Karin Lachmann

Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ 2.0

Liebe Leser,
vor kurzem war der 200. Geburtstag von Jane Austen und genau zu dieser Zeit bekam ich ein Buch in die Hände, dass wunderbar zu diesem Anlass passt: gerade im Juni ist in deutscher Sprache das Buch von  Curtis Sittenfeld „Vermählung“


erschienen, eine Adaption des Romanstoffes von „Stolz und Vorurteil“ in die Jetztzeit. Wenn man im Internet nach dem Titel sucht, gehen die Meinungen, ob das gelingen kann, doch recht weit auseinander. Das wundert mich nicht – ich denke, für einen „echten“ Jane Austen-Fan zählt halt nur das Original. Aber es gibt auch positive Stimmen und denen möchte ich mich grundsätzlich anschließen.

Für mich überraschend, hat die Autorin den Ablauf der Geschichte stark am Original orientiert. Daher war ich an einigen Stellen, da ich das Original ja kenne, sehr gespannt, wie die Autorin einzelne Situationen umgesetzt hat. Das hat bei mir auf jeden Fall die Spannung gesteigert und mich dazu gebracht, immer weiter zu lesen.

Auch die typischen (Charakter-)Merkmale der handelnden Personen, ob „Hauptrollen“ oder „Nebenrollen“ hat die Autorin für mich überzeugend in die Jetztzeit übertragen und ihnen „passende“ Verhaltensweisen zugeschrieben. Ohne zu viel vorweg zu nehmen: Mrs Bennet, die natürlich wie im Original alles dafür tut, ihre fünf Töchter möglichst reich zu verheiraten, ist kaufsüchtig, ungeachtet der prekären finanziellen Lage der Familie. Lydia und Kitty, nach wie vor die „Wilden“ in der Familie und vor keiner Peinlichkeit zurückschreckend, sind passionierte CrossFit-Anhängerinnen und ernähren sich nach dem Paleoprinzip. Mister Bingley, attraktiver Arzt, ist, bevor er Jane kennen lernt, als „Bachelor“ im Fernsehen aufgetreten und zwischen Mister Darcy und Liz gibt es ebenfalls die vielen bekannten Szenen von Missverständnis und Ablehnung bis zum Happyend.

Die Autorin hat es geschafft, die wunderschöne Geschichte von Jane Austen in witziger, moderner Form neu zu erzählen. Das Buch ist ein Unterhaltungsroman, geht dabei aber nicht so in die Tiefe wie das Original. Das mag der eine oder andere kritisieren, meines Erachtens ist es aber ein Fehler, das Buch allzu kritisch mit dem Original zu vergleichen. Ich empfehle, es einfach unvoreingenommen zu lesen, wobei man das Original schon kennen sollte. Das Lesen macht dann einfach mehr Spaß!

Wenn Ihr Euch darauf einlassen könnt, werdet Ihr gut unterhalten!

Beste Grüße,

Birgit Halfkann

 

Boys & Books – Empfehlungen zur Leseförderung von Jungen

Liebe Leser!

Leseförderung ist eines der Kerngeschäfte einer Bibliothek. So auch bei uns. Über 1000 Kinder haben wir bis Ende Juni bereits durch die Bibliothek geführt. Meine Kollegin Melanie Schulz hat das in ihrem Blogbeitrag „Kinder zu Besuch“ beschrieben.

Mir persönlich ist Lesen und Vorlesen auch sehr wichtig. Zum einen bin ich eine richtige Vorlesetante. Wenn ich einmal anfange, höre ich nicht mehr auf. Zum anderen ist Lesen DIE Schlüsselqualifikation und in meinen Augen sollte das Lesen (nicht nur in Bibliotheken) immer gefördert werden. Mein Sohn ist 9 Jahre alt und Lesen gehört nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Aber er liebt es, wenn ich ihm vorlese und das passt doch sehr gut 😉

Aus diesem Grund bin ich auch Jurymitglied bei „Boys & Books„. Dabei handelt es sich um ein Leseförderungsprojekt, welches sich an erwachsene Literatur-Vermittler richtet. Also an LehrerInnen, Literaturpädagogen, BuchhändlerInnen und natürlich auch an BibliothekarInnen… und alle, die Lesefreude fördern und auf der Suche nach tollen, lesenswerten Büchern, speziell für Jungs ab 8 Jahren, sind.

Die Bücher werden nach bestimmten Kriterien bewertet. Die Bücher, die letztendlich auf der Website vorgestellt werden, sind in erster Linie als Freizeitlektüre gedacht. Und für offene Angebote in Schulen und Freizeiteinrichtungen, als Lesefutter in Bücherkisten aus Bibliotheken … – sie sollen Spaß machen!

Das Leseförderprojekt wurde von Prof. Dr. Christine Garbe in Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendbuchautor Frank Maria Reifenberg 2012 ins Leben gerufen. Prof. Dr. Christine Garbe ist Inhaberin des Lehrstuhls  für Literaturwissenschaft und -didaktik (Schwerpunkt: Lese- und Mediensozialisation von Kindern und Jugendlichen) am Insitut für deutsche Sprache und Literatur II der Universität zu Köln. Frank Maria Reifenberg hat in den letzten Jahren mehrere hundert Veranstaltungen und Lesungen durchgeführt. Auch in Hildener Schulen hat er bereits aus seinen Büchern gelesen, vermittelt von der Bibliothek natürlich 😉 In seinem Blog geht er auch auf das Thema „Jungs und Lesen“ ein.

 

 

Neuausrichtung

Im Frühjahr wurde Boys & Books konzeptionell neu ausgerichtet. Boys & Books ist nun eine Buchempfehlungsseite. Es gibt insgesamt vier Jury-Teams. Für jede Altersgruppe (8+, 10+, 12+ und 14+) eine. Ich bin in der Gruppe 8+. Das passt gut, denn so kann ich die Bücher meinem Sohn vorlesen. Er passt perfekt in die Zielgruppe und kommuniziert sehr deutlich, welche Bücher er mag und welche nicht. Zwei Mal im Jahr treffen sich die vier Jury-Teams in Köln zu einer Wochenend-Sitzung. Mit Hilfe der vorher ausgefüllten Bewertungsbögen (mit Punkten) und Vorstellungen der Bücher werden die fünf Top-Titel für jede Altersgruppe festgelegt.

Das erste Treffen hat im April stattgefunden. Es war sehr interessant und hat großen Spaß gemacht. Und es war so, wie die Fotos vermuten lassen. Es ging um Bücher und Bücher und Bücher 😉

 

 

 

 

 

 

 

 

Die fünf Top-Titel aus jedem Juryteam findet Ihr hier.

Ich habe natürlich nicht alle Bücher gelesen, aber eines möchte ich Euch gerne besonders ans Herz legen: „Das wilde Uff sucht ein Zuhause“ von Michael Petrowitz. Dieses Buch macht wirklich Freude! Ein großer Lesespaß für Jungs ab 8 Jahren. Und der 2. band ist auch bereits erschienen.

Auch bei „Sherlock & Co“ und „RockeTim“ handelt es sich um coole Ferienlektüre, die auch den lesefaulsten Jungs Spaß machen werden. Versprochen!

Auch wenn Ihr keine „Literaturvermittler“ seid und vielleicht nur nach guten neuen Büchern für Eure Jungs Ausschau haltet – Hier werdet Ihr fündig. Und ausleihen könnt Ihr die Bücher dann in der Stadtbücherei Hilden 😉

Viel Lesevergnügen wünscht

Nadine Reinhold

Zu Besuch auf dem Tolkien-Tag 2017 in Pont

Liebe Leser,

für mich ging es dieses Jahr das erste Mal auf den Tolkien-Tag nach Pont. Nicht nur als Fantasy-Fan, sondern auch als jemand, der durchaus schon das ein oder andere Werk Tolkiens gelesen hat, war der Besuch dieses Tags ein Muss. Ausgerichtet wird dieser Tag von der „Deutschen Tolkien Gesellschaft“. Die Gesellschaft befasst sich ausschließlich mit dem Leben und den Werken Tolkiens.

Nazgul

Bei dem hier sollte man besser aufpassen, denn mit den Nazgûl (Ringgeister aus „Herr der Ringe“) ist nicht zu spaßen!

Doch nicht nur die Gesellschaft war vertreten, sondern auch Elben, Orks, Hobbits, Zwerge, die Ritter Gondors und die dunklen Nazgûl (die Ringgeister aus „Der Herr der Ringe“). Des Weiteren bereicherten viele mittelalterlich gekleidete Menschen den Tag, was einen fast vollkommen in die fantastische Welt Tolkiens entführte. Untermalt wurde diese Stimmung von Musikern, die die fernen Klänge Mittelerdes nach Pont brachten.

An diesem Samstag konnte ich sehr viel ausprobieren und anschauen. Zum einen nahm ich an dem Tolkien-Quiz teil, welches die Deutsche Tolkien Gesellschaft an ihrem Stand ausliegen hatte. An einem anderen Stand habe ich mir mein eigenes Armband geknüpft. Woanders konnte ich Bogenschießen ausprobieren. Dabei konnte ich wählen, ob ich auf eine Zielscheibe treffen möchte oder auf die Statue eines Bären, die eine größere Herausforderung für mich als komplette Anfängerin war. Ich kann zumindest stolz sagen, dass alle Pfeile den Bären getroffen haben und keiner daneben ging. So gut wie Legolas werde ich aber nie sein… ;^)

 

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Eines meiner persönlichen Highlights war ein Falkner, der nicht nur Greifvögel mitgebracht hatte, sondern auch verschiedene Arten von Eulen. So nah war ich an diesen Tieren noch nie dran.

Für nächstes Jahr steht der Besuch des Tolkien-Tags auch wieder in meinem Kalender. =^D

Wer weitere Einblicke zu der Veranstaltung erhalten möchte, der nachfolgende Link führt zum Programm des diesjährigen Tolkien-Tag: https://www.tolkientag.de/tolkien-tag-2017/

Wer hat Lust, nächstes Jahr in die Welt der Elben, Hobbits, Zerge, Orks, Zauberer und Nazgûl einzutauchen?

Beste Grüße

Annika Gruhn

Döblin – Wegbereiter der literarischen Moderne

Liebe Leser,

gestern jährte sich der Todestag Alfred Döblins zum sechszigsten Mal. Zu seinem 50. Todestag vor zehn Jahren wurden einige seiner Werke neu ediert und kommentiert herausgebracht, 2011 erschien die längst überfällige Biografie eines der bedeutendsten deutschsprachigen Prosaautoren des 20. Jahrhunderts. Aber was war so außergewöhnlich an ihm, dass z. B. Literaturnobelpreisträger Günter Grass ihn als sein einziges Vorbild nennt?

Das Besondere am Werk Döblins ist, dass er nicht auf eine literarische Gattung, einen sprachlichen Stil und ein Themenspektrum festgelegt war. Sein Werk reicht von Romanen über Erzählungen, Novellen und Dramen hin zu Essays. Von expressionistischen Anfängen wie dem Erzählband Die Ermordung der Butterblume (1913), über den futuristisch geprägten chinesichen Roman Die drei Sprünge des Wang-lun (1916), den historischen Wallenstein (1920) und den utopischen Roman Berge Meere und Giganten (1924) hin zu dem Roman, mit dem Döblin der Durchbruch gelang und auf den er oft reduziert wird: Berlin Alexanderplatz (1929), der die Existenz eines einzelnen Menschen in der modernen Großstadt schildert. Sein Geschichtsepos November 1918 (1949/1950), das sich mit der gescheiterten deutschen Revolution befasst, stellt eine der bedeutendsten Epochendarstellungen des 20. Jahrhunderts dar.

Döblin war innovativ, fantasiegewaltig und setzte sich kritisch und polemisch mit der Gesellschaft der Weimarer Republik auseinander. Sein Werk ist eines der vielfältigsten, das es in der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts gibt. Doch wie so oft, blieb dem studierten Mediziner und Psychologen der große Ruhm zu Lebzeiten verwehrt. Daher hat Günter Grass 1978 zum hundertsten Geburtstag Döblins den Alfred-Döblin-Preis ins Leben gerufen. Dieser würdigt alle zwei Jahre unveröffentlichte epische Manuskripte und bietet jungen Schriftstellern sowohl durch die Reputation des Preises als auch durch das Preisgeld ein Sprungbrett. In diesem Jahr erhielt die aus Argentinien stammende Schriftstellerin María Cecilia Barbetta mit ihrem Manuskript Bloody Mary die Auszeichnung.

Beste Grüße

N. Bange

Favoriten bei der Ausleihe – eine Zwischenbilanz

Liebe Leser,

Vielleicht habt Ihr schon einmal mitbekommen, dass wir unseren Medienbestand regelmäßig überprüfen, um zu sehen, welche Medien gut und welche eher weniger gut entliehen werden.

Es ist Aufgabe einer Lektorin / eines Lektors, anhand verschiedener Kriterien wie der monatlichen Ausleihstatistik, dem vorhandenen Bestand und dessen Zustand, Informationen zu neu erschienenen Medien und Ihren konkreten Medienwünschen, zu prüfen, was neu gekauft werden könnte. Wir überprüfen auch, welche Medien nicht mehr entliehen werden und sondern sie aus.

Hier in der Bibliothek sind einzelne Personen für bestimmte Bereiche verantwortlich. Ich bin Lektorin für Sachmedien und das seit vielen Jahren bereits für folgende Themenbereiche:

  • Generation Plus
  • Für Eltern & Pädagogen
  • Persönlichkeit & Gesellschaft
  • Freizeit & Kreativität
  • Gesundheit
  • Natur & Umwelt“

Beim Anschauen der letzten Monatsstatistik kam mir die Idee, doch einmal zu sehen, welche Titel in den einzelnen Themenbereichen in diesem Jahr bisher am meisten entliehen wurden. Das lässt ja doch Rückschlüsse auf die Interessen von Ihnen, den Kunden, zu und vielleicht gibt das Ergebnis Anregungen, zu welchen Themen ich doch noch etwas nachkaufen könnte. Da manche Bereiche sehr umfangreich sind, zum Beispiel „Freizeit & Kreativität“, das viele Themen wie Fahrzeuge, Kochen & Backen, Basteln (Gestalten) Malen & Zeichnen, Noten und mehr enthält, habe ich mich bei der Auswertung nur auf die oben genannten übergeordneten beschränkt.

Über das Statistikprogramm unserer Bibliothekssoftware lassen sich die Titel recht einfach recherchieren. Und hier ist das Ergebnis:

Für den Themenbereich „Freizeit & Kreativität“ ist das bisher meist entliehene Buch „Superstretch – schlank und beweglich in nur einer Stunde pro Woche“ mit 14 Entleihungen.

Für den Themenbereich „ Gesundheit“ ist es die DVD von Stefanie Arend „Yin Yoga“, die ich jetzt noch einmal neu nachkaufe, weil sie in diesem Jahr bereits 15 mal, insgesamt (seit März 2012) schon 142 mal ausgeliehen wurde.

Bei „Für Eltern & Pädagogen“ ist das meist geliehene Buch „ Lachyoga mit Kindern, Spiele und Übungen zum Kichern und Kugeln“ von Cornelia Leisch mit acht Ausleihen und

im Bereich „Generation Plus“ das Buch von Susann Winkler „Bitte 3x täglich lachen“, humorvolle Geschichten und Gedichte für die Seniorenarbeit,  mit 18 Ausleihen.

Fehlt noch der Themenbereich „Natur & Umwelt“ mit dem Buch „Katzen“ von Brigitte Eilert-Overbeck, ein Ratgeber über Katzenhaltung, der bisher neunmal ausgeliehen wurde. (Ich hätte ja gedacht, die Hundebücher lägen vorne…)

Zum Schluss noch das am meisten ausgeliehene Buch aus dem Bereich „Persönlichkeit & Gesellschaft“. Mit 11 Entleihungen führt hier das Buch von Hans-Jürgen Kratz: 30 Minuten Schluss mit Aufschieben“.

Während die Ausleihrenner im Bereich „Yoga“ und „Fitness“ keine wirklichen Überraschungen für mich waren – diese Themen sind seit Jahren „schwer gefragt“ (und demnach gut ausgeliehen), finde ich es schön, dass das das Thema „Lachen“ – für jung und alt – offensichtlich wichtig ist. Da werde ich doch mal prüfen, ob es dazu noch etwas interessantes Neues gibt.

Ist für Euch auch etwas passendes dabei?

Beste Grüße,

Birgit Halfkann

 

Einmal vorlesen bitte

Liebe Leser,

ich liebe Hörbücher! Schon als Kind habe ich Stunden mit Bibi Blocksberg, Benjamin Blümchen, TKKG und ??? verbracht.

Dann habe ich eine etwas längere Hörpause eingelegt, bis ich mich im Studium für eine Teilnahmebescheinigung des Themas „Hörbuch“ annehmen musste. Mir zugeteilt wurde „Der Hahn ist tot“ von Ingrid Noll. Gelesen von Silvia Jost. Und diese Silvia Jost ist eben Schweizerin. Ich hatte wirklich Angst, dass die in der Schweiz bekannte Schauspielerin mit starkem Akzent spricht. Das war zum Glück nicht der Fall. Es handelte sich um 6 Kasetten. Und obwohl ich als junge Frau von Anfang Zwanzig nicht unbedingt viele Gemeinsamkeiten mit der fünfzigjährigen Protagonistin Rosemarie hatte, war ich seitdem im Hörbuch-Fieber. Anfangs auch noch gerne auf Kassette, dann folgte die CD und nun ziehe ich alles auf meinen iPod.

Und ich brauche diese Geschichten für so vieles: beim bügeln, beim putzen, zum einschlafen … und wenn ich mehrere „doofe“ Hörbücher nacheinander erwische, dann schlägt mir das wirklich auf die Stimmung 😉 So drastisch ist das bei Büchern nicht.

Ich höre auch fast alles. Bücher, die ich niemals lesen würde, höre ich durchaus. Natürlich am liebsten Krimis & Thriller. Auch mal ein historisches Thema oder eine Liebesgeschichte. Weniger Science Fiction.

Ich höre auch Hörspiele, aber lieber mag ich Lesungen. Gerne auch richtig viele CDs. Je mehr, desto besser, wenn sie gut gelesen werden.

Lieblinge

Wenn man so viel hört wie ich, hat man natürlich auch irgendwann einen Pool an Lieblings Hörbuch-Sprechern.Ein paar davon stelle ich Euch mal hier und jetzt vor:

Stefan Kaminski ist mir das erste Mal bewusst bei den Hörbüchern der Reihe „Die Legende der Wächter“ aufgefallen. Unglaublich, was er mit seiner Stimme anstellt, wie er den Eulen Leben einhaucht.

Vielen sehr bekannt ist sicherlich Rufus Beck. Da ich Harry Potter sehr mag und die Hörbücher alle mehrmals gehört habe (Alltime-Klassiker, von denen ich immer einzelne Teile auf meinem iPod habe), mag ich natürlich auch Rufus Beck. Eine absolut richtige Besetzung. 2009 hat Felix von Manteuffel alle Bücher nochmals neu eingelesen. Auch gut, keine Frage. Aber anders 😉 Ich konnte mir diese Ausgabe einmal komplett anhören, gekauft habe ich sie mir nicht. Damals hätte man mehrere hundert Euro dafür zahlen müssen.

 

 

Meine liebste „Vorleserin“ ist Eva Mattes. Die bekannte Schauspielerin ist eine begnadete Sprecherin. Vor allem ihre Interpretation der Jane-Austen-Bücher sind ein wahrer Genuß.

Bei „Stolz und Vorurteil“ reichen die ersten Sätze und ich bin in einer anderen Welt.

 

 

 

 

Ich bin ein sehr sehr großer Fan von Lord Peter Death Bredon Wimsey. Eine Figur, erschaffen von der fantastischen Dorothy Leigh Sayers. Leider sind nicht alle 11 Romane als Hörbuch erschienen. Aber ein paar gibt es und die kann ich fast auswendig mitsprechen. Teilweise nicht mehr lieferbar (wie die Bücher), und mühsam zusammengesucht über die Jahre. Die meisten Hörbücher wurden von Christian Brückner eingelesen. Einer der bekanntesten Synchronsprecher, leiht er auch Robert de Niro seine Stimme. Es gibt zahlreiche tolle Interviews und Beiträge über ihn:

Frank Arnold hat „Mord braucht Reklame“ von Dorothy L. Sayers eingelesen. Und er trifft diesen Witz von Lord Peter unglaublich gut. Da macht Zuhören Spaß! Ein ganz toller Sprecher, der leider eher Hörbücher eingelesen hat, die nicht ganz auf meiner Wellenlänge liegen. Schade!

Vom Autor gelesen…

Nicht alle Autoren, die tolle Bücher schreiben, können ihre selbstgeschriebenen Bücher auch gut vorlesen. *seufz*

Ein kleiner Tipp von mir: Wenn groß auf dem Hörbuch steht „Vom Autor gelesen“, dann erwartet bitte in den meisten Fällen nicht so viel. Es kann gut gehen, muss es aber nicht!

Welchen Hörbuch-Sprecher mögt ihr? Oder habt ihr ein Lieblings-Hörbuch und wisst gar nicht, wer das liest? Immer her mit Tipps. Ich möchte ja weiterhin gute Laune haben 😉

 

Beste Grüße!

Nadine Reinhold