Archiv der Kategorie: Blick hinter die Kulissen

Lost + found

Heute möchte ich auf unsere Fundsachen aufmerksam machen. Unsere Fundsachen werden gut verwahrt und in einer Schublade im Erdgeschoss gesammelt. Man sie jederzeit an der Theke abholen.

Jedoch nicht unbegrenzt, denn „Nicht abgeholte Fundsachen im Wert von über 5,00 € werden am ersten Freitag im Monat von dem/der Verantwortlichen der Fundsache ans Fundbüro im Rathaus weitergegeben.“

Was sich zur Zeit in unserer Fundsachenschublade befindet seht ihr auf dem Foto. Vor allem Trinkflaschen werden gerne vergessen… Aber auch die Blockflöte wird sicher vermisst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Solltet Ihr Euch nicht sicher sein, ob Ihr etwas in der Stadtbücherei vergessen habt, zögert nicht uns anzusprechen. Vielleicht findet es sich in unserer Fundsachenschublade.

Beste Grüße

A. Kölbl

Advertisements

Ich bin wieder hier…. in meinem Revier??

Liebe Leserinnen und Leser,

so wie Westernhagen in seinem Refrain singt:

Ich bin wieder hier
In meinem Revier
War nie wirklich weg
Hab mich nur versteckt…

Genau so so fühle ich mich. Nach drei Jahren Elternzeit und meiner ersten Woche hier in der Bücherei, kann ich sagen, man verlernt ja nix 😉 Auch wenn es viele Neuerungen gibt, bin ich schnell wieder drin. Natürlich habe ich auch manche Dinge vergessen (z. B. Telefonnummern von KollegInnen, die interne Ordnerstruktur, Sonderfristen…). Aber es gibt hilfreiche Checklisten, die ich mir zu Gemüte führe und auch alle Kolleginnen und Kollegen helfen mir, wenn ich nicht weiter weiß.

Auch mein Aufgabengebiet hat sich geändert. Zu meinen Aufgaben gehören nun unter anderem der Dienst im Erdgeschoss, die Einarbeitung der neuen Medien und die Beschaffung von Materialien. Wer gerne mit mir ein paar Worte wechseln möchte, trifft mich Dienstagsabends und Mittwochmorgens im Erdgeschoss an der Kurzinformation an.

Ich freue mich auf Sie!

Mit besten Grüßen

Yvonne Alipas

Eisberg voraus!

Autorin: Sonja Tewes

Das Blatt ist weiß. Blanko. Leer. Da – plötzlich ein Gedanke, eine Idee, Wörter, die sich plötzlich zu ganzen Sätzen formen…

Wenn man sich wie ich, nicht selbst dazu entschieden hat, Bloggerin zu sein, kann es schon mal schwierig werden, den „Nerv“ der Leser zu treffen. Hier in der Stadtbücherei Hilden bekommt jeder von uns Stichtag-Termine und dann sollen an diesen Tagen unsere Blogbeiträge erscheinen. Das führt bei mir regelmäßig zu Ladehemmungen.

Hast Du Interesse?

Was interessiert unsere Leser? Ist der Text zu lang, zu kurz, zu altbacken, zu langweilig…?

So ein Blogbeitrag ist wie ein Eisberg. Man überfliegt am Tag etliche Texte, schon die ersten paar Wörter lassen uns entweder „weiter fliegen“ oder einsteigen.

Der Text, den ich heute aus dem Augenwinkel gesehen habe, könnte morgen so interessant sein, dass ich ihn lesen möchte. Bei mir ist der „Lese-Wille“ auch nicht jeden Tag gleich.

Woran bleibt Euer Blick hängen?

Herz und Verstand gleichermaßen einsetzen

Neulich hatten wir zum Thema „Schreiben für das Web“ eine sehr spannende Schulung durch Ania Dornheim von Textwende. Was mir dabei besonders hängen geblieben ist, ist, dass wir nicht für irgendjemanden irgendetwas schreiben, sondern dass Herz und Verstand Hand in Hand gehen müssen, damit der Text lesenswert ist. Wenn es ein Beitrag ist, den ich fachlich kompetent schreiben kann, ist der passende Text zu dem „vertrauten Terrain“ kein Problem. Wenn ich mich aber für ein Thema interessiere (zum Beispiel 3-D-Brillen), so muss ich nicht lernen, wie diese Teile technisch funktionieren, um einen netten Blogbeitrag darüber zu schreiben. Ich kann aber über mein persönliches Erlebnis berichten und finde vielleicht ein paar „Gleichgesinnte“ bei meinen Lesern, die sich darin wiederfinden.

Hach. Eigentlich so einfach. Und wenn Ihr bis hierher mit dem Lesen gekommen seid, dann freue ich mich riesig! 🙂

Aus dem Buchregal einer angehenden Bibliothekarin

Liebe Leser,

Habt ihr euch eigentlich schon einmal gefragt, was Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einer Bibliothek so lesen? Wenn ich an der Information sitze, bekomme ich manchmal die Frage gestellt: „Was für ein Buch aus dem Bereich XY können Sie mir denn empfehlen?“ Manchmal kann ich die Frage gut beantworten, weil es ein Themenbereich ist, der mir liegt. Manchmal kann ich die Frage nur über Empfehlungen durch andere beantworten.

Heute möchte ich euch jedoch einmal eine Buchreihe vorstellen, die mir besonders ans Herz gewachsen ist. Es handelt sich dabei um die „Unsichtbare Bibliothek“ von Genevieve Cognam. Momentan besteht die Reihe aus drei Bänden, die in sich geschlossen, aber aufeinander aufgebaut sind. Auf den ersten Band bin ich in einem Buchladen aufmerksam geworden, da mir das Cover in Auge gesprungen ist und der Titel „Die unsichtbare Bibliothek“ für mich als angehende Bibliothekarin einfach perfekt gepasst hat.

Alle drei Teile handeln von der Bibliothekarin Irene, die für eine Bibliothek arbeitet, welche sich zwischen vielen Parallelwelten befindet. Irenes Aufgabe dabei ist es, aus den verschiedenen Welten kostbare oder einmalige Werke zu „besorgen“ und sie in die Bibliothek zu bringen. Manche der Buchbeschaffungen sind durchaus mit einem Abenteuer verbunden, da nicht jedes Buch – vor allem, wenn es nur einmal existiert – auf dem freien Markt erhältlich ist.

Der erste Band „Die unsichtbare Bibliothek“ handelt genau von einer solchen Buchbeschaffung. Irene soll mithilfe ihres Schülers Kai ein einmaliges Exemplar der gesammelten Märchen der Gebrüder Grimm beschaffen. Sie ist jedoch nicht die Einzige, die hinter diesem Buch her ist. Zudem hat sie in der Welt, in der das Buch „beheimatet“ ist, mit Elfen, Vampiren, Werwölfen, Magie, einem abtrünnigen Bibliothekar, Drachen und Meisterdetektiven zu tun.
Angesiedelt ist die Geschichte im Viktorianischen London, in einer Parallelwelt, die unserer Welt nicht ganz unähnlich ist.

Der zweite Band „Die maskierte Stadt“ hat weniger damit zu tun, dass Irene Bücher beschaffen soll, viel mehr muss sie ihren Schüler Kai aus einer Entführung retten, die von Elfen geplant und durchgeführt wurde. Unglücklicherweise haben die Elfen, die Kai entführt haben, ihn in eine Welt gebracht, die eher was für ihresgleichen als für Wesen wie Kai gemacht ist. Irene hat nicht viel Zeit, ihn zu retten, denn sollte es ihr nicht gelingen, könnte es zu einem Krieg kommen, der viele der Parallelwelten zerstört.
In diesem Band trifft man alte Bekannte und neue Gesichter. Die Geschichte spielt zum Teil in der gleichen Welt wie in Band eins, aber man wird auch in ein Venedig entführt, in dem vieles nicht so ist wie es scheint.

Der dritte und damit auch vorerst letzte erschienene Band „Die flammende Stadt“ ist für die Bibliothek ein Wettlauf gegen die Zeit, da ihr die Zerstörung durch einen bekannten Charakter aus dem ersten Band droht. Irene hat dabei alle Hände voll zu tun, nicht selber umgebracht zu werden, Bücher zu sammeln, andere und die Bibliothek zu retten. In einem finalen Kampf muss sie sich gegen ihren und der Bibliothek gefährlichsten Feind stellen. Wenn sie ihn nicht aufhalten kann, dann hat die Bibliothek verloren.
Auch hier trifft man auf alte Bekannte und neue Charaktere. Dieses Mal folgt man Irene bei ihren Abenteuern in viele verschiedene Parallelwelten. Aber langweilig wird es nie.

Im nächsten Jahr soll Band vier „Das dunkle Archiv“ auf deutsch erscheinen. *freu*

 

Warum genau finde ich die Reihe jetzt aber so toll?

Für mich hat sie alles, was ein guter Roman oder eine gute Reihe braucht. Ein spannender Schreibstil, eine Geschichte, die mich mitreißt und ein Hauch Magie in der Geschichte. Zusätzlich dazu liebe ich Geschichten, in denen es um Bücher geht (als weiteres bekanntes Beispiel dafür wäre „Tintenherz“ von Cornelia Funke). Die Reihe ist thematisch mit meinem jetzigen Studium und späteren Beruf verbunden, auch wenn mein (zukünftiger) Job längst nicht so gefährlich ist wie der Irenes. 😉
Auch wenn das für den ein oder anderen verrückt oder schnulzig klingen mag, ist eine gewisse Identifikation mit dem Hauptcharakter vorhanden, gegeben durch die Liebe zu Büchern und guten Geschichten und der Wunsch, sie zu sammeln.

Mit welchem Charakter einer Geschichte (egal ob Buch, Film, Serie, Spiel, etc.) könnt ihr euch identifizieren?

In diesem Sinne,
Beste Grüße
Annika Gruhn

Und falls wir uns nicht mehr sehen…

… guten Tag, guten Abend, gute Nacht und schönes Wochenende!

Nanu? Warum beginnt dieser Blogbeitrag mit einer Verabschiedung?

Nun, liebe Leser,

darum soll es in diesem Beitrag gehen.Wie Ihr Euch vielleicht erinnert, habe ich mich hier schon mal verabschiedet, vor etwa einem Jahr: Mit einem lachenden und einem weinenden Auge…

Damals begann mein Praxissemester, das ich im Rahmen des Bibliothekswissenschaftsstudiums absolviert habe. Für mehrere Monate war ich in der Fachstelle für Öffentliche Bibliotheken NRW. Aber, die treuen Leser dieses Blogs werden es wissen, ich kam danach zurück: Da ist sie wieder!

Mittlerweile bin ich bereits sechs Jahre als FaMI in der Stadtbücherei Hilden, davon drei Jahre in Ausbildung. Und nun, ja… nun ist es tatsächlich Zeit für einen Abschied.
Mein Studium nähert sich dem Ende, demnächst beginne ich mit dem Schreiben meiner Bachelorarbeit und wenn alles gut geht, bin ich im nächsten Jahr Bibliothekarin.

Ich weiß noch nicht, wohin mich mein Weg dann führen wird (wer weiß das schon?), aber ich werde „meiner“ Stadtbücherei bestimmt treu bleiben, dann eben von der anderen Seite: als Kundin.
Ich bin sehr gespannt, wie es mit der Stadtbücherei unter der Leitung von Nadine Reinhold weitergehen wird, die am 01. September den Posten übernimmt.

Ich möchte dem gesamten Team der Stadtbücherei Hilden danken für die lehrreichen Ausbildungsjahre, die gemeinsamen Samstagsdienste, die gemütlichen Weihnachtsfeiern mit Frühstück…
Vielen Dank für Eure Unterstützung und Hilfsbereitschaft und Freundschaft!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ich sage Euch, den Leserinnen und Lesern des Blogs, auf Wiedersehen! Als Kunde in der Stadtbücherei!

Beste Abschiedsgrüße

Nathalie Funda

 

 

 

 

Kinder zu Besuch

Liebe Leser,

zu unserer Arbeit in der Bücherei gehört nicht nur das Aussuchen und die Bearbeitung von Medien oder die Dienste an den Informationen. Wir haben auch viele Veranstaltungen, die geplant und durchgeführt werden.

Einige Veranstaltungen sind öffentlich. Dafür machen wir Werbung und jeder, der mag, darf kommen. Aber wir haben auch Veranstaltungen, die eben nicht öffentlich sind. Dazu gehören auch die Führungen für die Kindergärten und Schulen.

Für das Team der Kinderbücherei (bestehend aus Frau Reinhold, Frau Siebrecht und mir) hieß das von Februar bis Juni 53 Führungen mit 959 Kindern. Die ca.150 Begleitpersonen zähle ich da natürlich nicht mit.

Angefangen haben wir mit den Maxi-Kindern aus den Hildenern Kitas. Wenn Eure Kinder so sind wie meine und sich alles aus der Nase ziehen lassen, hört sich das so an: „Wie war es heute im Kindergarten?“ „Gut“. Deshalb erkläre ich Euch hier mal kurz was wir mit den Kinder so machen.  Als erstes gehen wir mit den Kindern die Grundlagen der Bibliothek durch. Was gibt es bei uns für Medien, wie lange darf man die Medien ausleihen, wie geht man mit den geliehenen Medien um usw. Dann wird gespielt. Bei dem ersten Teil hat die Kollegin oder ich Bildkarten von verschiedenen Figuren aus Büchern, Film und Fernsehen in der Hand. Die Kinder müssen anhand von Hinweisen raten welche das sind. Abgebildet sind z.B. Bibi Blocksberg, die Minions, Pettersson, Lightning McQueen und viele mehr. Dieselben Karten haben wir vorher in den Regalen der Kinderabteilung versteckt. Somit muss im zweiten Teil jedes Kind „seine Figur“ suchen und das Medium, welches daneben steht mit zum Treffpunkt bringen. So können die Kinder am Ende die verschiedenen Medienarten mal in der Hand haben und wissen, wo sie diese bei uns im Haus finden 🙂

Danach dürfen die Kinder dann noch ein wenig in der Kinderbücherei stöbern und wer kann und möchte darf sich auch ein Buch ausleihen. Am Ende wird dann noch eine Geschichte vorgelesen. In diesem Jahr war es die Geschichte „Abgeschlossen“ von  Marja Meijer.

Die Kinder aus den zweiten Klassen bekommen dann natürlich schon ein wenig mehr erklärt. Und dürfen nach der Erklärrunde in Gruppen einen Quizbogen bearbeiten. Dabei laufen die Kinder natürlich quer durch die Bücherei und sind meistens nicht zu überhören. Nach Stöbern und Bücher ausleihen bekommen natürlich auch die Großen die Geschichte vorgelesen. Die passt nämlich dieses Jahr für mehrere Altersstufen.

Seit Anfang Juni kommen nun die ganz Kleinen. Nachdem wir auch mit den 3 und 4-jährigen die ersten Grundregeln durchgegangen sind, bekommen sie eine Kamishibai-Vorführung mit der Geschichte „Elefanten im Haus“. Das schlimm-schöne an der Geschichte ist, dass das Mädchen in der Geschichte immer mal wieder singt: „Was müssen das für Räume sein, wooo die groooßen Elefanten zur Miete wohnen, ohne sich zu stoßen“. Ich hoffe, Ihr habt jetzt keinen Ohrwurm. Meine Kolleginnen haben sich nämlich genau deswegen beschwert. Nach dem Kamishibai singen wir alle gemeinsam das Lied noch einmal: „Was müssen das für Bäume sein, wooo die groooßen Elefanten spazieren gehen, ohne sich zu stoßen“. Wusstet ihr, dass es dazu auch die passenden Gesten gibt? Und der Ohrwurm setzt sich nach der Wiederholung auch etwas besser fest. 😉

Auch wenn die Vorbereitung, die Durchführung und auch die Nachbereitung viel Arbeitszeit in Anspruch nehmen, machen wir das doch gerne und freuen uns immer wenn wir die Kinder in der Bibliothek wiedersehen.

Beste Grüße

Melanie Schulz

Ich war das nicht! Das war schon so!

Liebe Leser,

in meinem letzten Blogbeitrag habe ich Euch erzählt, wie ein schöner, neuer Roman den Weg ins Regal und in Eure Hände findet.

Es mag ein Aspekt unserer so genannten „Wegwerf-Gesellschaft“ sein, aber es werden immer mehr Bücher, gerade neu gekauft, abgeben, bei denen wir teilweise echt den Kopf schütteln und fassungslos davor stehen.

Feuchtigkeitsschäden (teilweise schon schimmelig!), der Buchschnitt rot vom Lippenstift oder Make-Up, Kaffeeflecken, Zigarettenkippen im Buch (oder Bücher, die riechen, als hätte man sie in einen Aschenbecher getaucht), Rotweinflecken (vorzugsweise in Krimis), als „Fliegenfalle“ benutze Taschenbücher, im Sand „panierte“ Urlaubslektüre, …

Bei manchen Flecken bin ich ehrlich froh, dass ich keine Chemikerin bin.

Häufig liegen diese Titel zwischen allen anderen Büchern im Rückgaberegal. Vielleicht merkt es ja keiner, wenn man das beschädigte Buch einfach zu den anderen stellt.

Wir merken es in der Regel bei den (offensichtlichen) Schäden aber spätestens dann, wenn wir die Bücher wieder einsortieren wollen. Dann schauen wir nach, wer den Titel zuletzt hatte und schreiben einen sogenannten „Ersatzbrief“, bitten also darum, das beschädigte Buch neu zu kaufen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Eine häufige Reaktion auf so einen Brief ist der entsetzte Ausruf:

Oft verbunden mit: „Ich gehe sorgfältig mit Ihren Büchern um. Das kann nicht bei mir passiert sein. Da liegen die Bücher immer auf dem Schrank/im Regal/neben dem Bett. Wie soll da der Feuchtigkeitsschaden dran gekommen sein?“

Das fragen wir uns dann natürlich auch. Wenn alle Kunden, die das Buch hatten, meinen, dass sie es nicht waren, wir kommen die Flecken, die Verschmutzungen, die Feuchtigkeitsschäden dann ans Buch?

Eine andere mögliche Reaktion ist absolutes Unverständnis: „Die Bücher hier sind Gebrauchsgegenstände. Die sehen halt irgendwann so aus.“

Ja. Irgendwann vielleicht. Aber nicht nach der zweiten Entleihung.

Dieser Titel zum Beispiel ist schon 48 Mal entliehen worden, und er sieht für ein Taschenbuch echt traumhaft aus:

 

Natürlich gibt es auch diejenigen, die zerknirscht vor uns stehen und uns gestehen, dass der Schaden bei ihnen entstanden ist und die das Buch dann auch ersetzen.

Es gibt auch Fälle, in denen wir leider nicht mehr nachvollziehen können, bei wem das Buch beschädigt wurde. Dann notieren wir direkt im Buch, dass bereits ein Schaden vorhanden ist.

Allein bei den Romanen haben wir im letzten Jahr ca. 120 Briefe geschrieben, weil Medien beschädigt abgegeben wurden. Rund 60 Titel davon wurden tatsächlich ersetzt, also ziemlich genau die Hälfte. Bei den anderen Medien war die Antwort: „Ich war das nicht, das war schon so!“

Wenn ich überlege, was diese 60 Romane im Durchschnitt gekostet haben, und das rein nur in meinem eigenen Lektorat, werde ich doch ziemlich unglücklich. Und bei jedem neuen Fall, der ohne Kommentar im Rückgaberegal liegt, seufze ich ein wenig lauter. Wir wollen unseren Kunden einen schönen, attraktiven Bestand zur Verfügung stellen. Dafür geben wir jährlich wirklich viel Geld aus.

Ist es denn so undenkbar, dass wir dafür erwarten, dass mit den Medien sorgfältig umgegangen wird? Es sind eben nicht die eigenen. Das haben uns im idealsten Fall unsere Eltern schon beigebracht. Meine alten Kinderbücher haben auch Nutella-Flecken. Aber die gehören ja auch mir. 🙂

Und ganz zum Schluss noch ein kleiner Hinweis: Wenn Euch vor der Ausleihe eines Buches auffällt, dass etwas nicht stimmt, dann kommt doch zu uns. Wir notieren es dann im Buch und schreiben Euch nicht an, weil Ihr es zuletzt abgegeben habt. Ein „Ich war das nicht! Das war schon so!“ zum richtigen Zeitpunkt ausgesprochen.

 

Beste Grüße,

Sonja Tewes