Archiv der Kategorie: Blick hinter die Kulissen

Kinder zu Besuch

Liebe Leser,

zu unserer Arbeit in der Bücherei gehört nicht nur das Aussuchen und die Bearbeitung von Medien oder die Dienste an den Informationen. Wir haben auch viele Veranstaltungen, die geplant und durchgeführt werden.

Einige Veranstaltungen sind öffentlich. Dafür machen wir Werbung und jeder, der mag, darf kommen. Aber wir haben auch Veranstaltungen, die eben nicht öffentlich sind. Dazu gehören auch die Führungen für die Kindergärten und Schulen.

Für das Team der Kinderbücherei (bestehend aus Frau Reinhold, Frau Siebrecht und mir) hieß das von Februar bis Juni 53 Führungen mit 959 Kindern. Die ca.150 Begleitpersonen zähle ich da natürlich nicht mit.

Angefangen haben wir mit den Maxi-Kindern aus den Hildenern Kitas. Wenn Eure Kinder so sind wie meine und sich alles aus der Nase ziehen lassen, hört sich das so an: „Wie war es heute im Kindergarten?“ „Gut“. Deshalb erkläre ich Euch hier mal kurz was wir mit den Kinder so machen.  Als erstes gehen wir mit den Kindern die Grundlagen der Bibliothek durch. Was gibt es bei uns für Medien, wie lange darf man die Medien ausleihen, wie geht man mit den geliehenen Medien um usw. Dann wird gespielt. Bei dem ersten Teil hat die Kollegin oder ich Bildkarten von verschiedenen Figuren aus Büchern, Film und Fernsehen in der Hand. Die Kinder müssen anhand von Hinweisen raten welche das sind. Abgebildet sind z.B. Bibi Blocksberg, die Minions, Pettersson, Lightning McQueen und viele mehr. Dieselben Karten haben wir vorher in den Regalen der Kinderabteilung versteckt. Somit muss im zweiten Teil jedes Kind „seine Figur“ suchen und das Medium, welches daneben steht mit zum Treffpunkt bringen. So können die Kinder am Ende die verschiedenen Medienarten mal in der Hand haben und wissen, wo sie diese bei uns im Haus finden 🙂

Danach dürfen die Kinder dann noch ein wenig in der Kinderbücherei stöbern und wer kann und möchte darf sich auch ein Buch ausleihen. Am Ende wird dann noch eine Geschichte vorgelesen. In diesem Jahr war es die Geschichte „Abgeschlossen“ von  Marja Meijer.

Die Kinder aus den zweiten Klassen bekommen dann natürlich schon ein wenig mehr erklärt. Und dürfen nach der Erklärrunde in Gruppen einen Quizbogen bearbeiten. Dabei laufen die Kinder natürlich quer durch die Bücherei und sind meistens nicht zu überhören. Nach Stöbern und Bücher ausleihen bekommen natürlich auch die Großen die Geschichte vorgelesen. Die passt nämlich dieses Jahr für mehrere Altersstufen.

Seit Anfang Juni kommen nun die ganz Kleinen. Nachdem wir auch mit den 3 und 4-jährigen die ersten Grundregeln durchgegangen sind, bekommen sie eine Kamishibai-Vorführung mit der Geschichte „Elefanten im Haus“. Das schlimm-schöne an der Geschichte ist, dass das Mädchen in der Geschichte immer mal wieder singt: „Was müssen das für Räume sein, wooo die groooßen Elefanten zur Miete wohnen, ohne sich zu stoßen“. Ich hoffe, Ihr habt jetzt keinen Ohrwurm. Meine Kolleginnen haben sich nämlich genau deswegen beschwert. Nach dem Kamishibai singen wir alle gemeinsam das Lied noch einmal: „Was müssen das für Bäume sein, wooo die groooßen Elefanten spazieren gehen, ohne sich zu stoßen“. Wusstet ihr, dass es dazu auch die passenden Gesten gibt? Und der Ohrwurm setzt sich nach der Wiederholung auch etwas besser fest. 😉

Auch wenn die Vorbereitung, die Durchführung und auch die Nachbereitung viel Arbeitszeit in Anspruch nehmen, machen wir das doch gerne und freuen uns immer wenn wir die Kinder in der Bibliothek wiedersehen.

Beste Grüße

Melanie Schulz

Ich war das nicht! Das war schon so!

Liebe Leser,

in meinem letzten Blogbeitrag habe ich Euch erzählt, wie ein schöner, neuer Roman den Weg ins Regal und in Eure Hände findet.

Es mag ein Aspekt unserer so genannten „Wegwerf-Gesellschaft“ sein, aber es werden immer mehr Bücher, gerade neu gekauft, abgeben, bei denen wir teilweise echt den Kopf schütteln und fassungslos davor stehen.

Feuchtigkeitsschäden (teilweise schon schimmelig!), der Buchschnitt rot vom Lippenstift oder Make-Up, Kaffeeflecken, Zigarettenkippen im Buch (oder Bücher, die riechen, als hätte man sie in einen Aschenbecher getaucht), Rotweinflecken (vorzugsweise in Krimis), als „Fliegenfalle“ benutze Taschenbücher, im Sand „panierte“ Urlaubslektüre, …

Bei manchen Flecken bin ich ehrlich froh, dass ich keine Chemikerin bin.

Häufig liegen diese Titel zwischen allen anderen Büchern im Rückgaberegal. Vielleicht merkt es ja keiner, wenn man das beschädigte Buch einfach zu den anderen stellt.

Wir merken es in der Regel bei den (offensichtlichen) Schäden aber spätestens dann, wenn wir die Bücher wieder einsortieren wollen. Dann schauen wir nach, wer den Titel zuletzt hatte und schreiben einen sogenannten „Ersatzbrief“, bitten also darum, das beschädigte Buch neu zu kaufen.

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Eine häufige Reaktion auf so einen Brief ist der entsetzte Ausruf:

Oft verbunden mit: „Ich gehe sorgfältig mit Ihren Büchern um. Das kann nicht bei mir passiert sein. Da liegen die Bücher immer auf dem Schrank/im Regal/neben dem Bett. Wie soll da der Feuchtigkeitsschaden dran gekommen sein?“

Das fragen wir uns dann natürlich auch. Wenn alle Kunden, die das Buch hatten, meinen, dass sie es nicht waren, wir kommen die Flecken, die Verschmutzungen, die Feuchtigkeitsschäden dann ans Buch?

Eine andere mögliche Reaktion ist absolutes Unverständnis: „Die Bücher hier sind Gebrauchsgegenstände. Die sehen halt irgendwann so aus.“

Ja. Irgendwann vielleicht. Aber nicht nach der zweiten Entleihung.

Dieser Titel zum Beispiel ist schon 48 Mal entliehen worden, und er sieht für ein Taschenbuch echt traumhaft aus:

 

Natürlich gibt es auch diejenigen, die zerknirscht vor uns stehen und uns gestehen, dass der Schaden bei ihnen entstanden ist und die das Buch dann auch ersetzen.

Es gibt auch Fälle, in denen wir leider nicht mehr nachvollziehen können, bei wem das Buch beschädigt wurde. Dann notieren wir direkt im Buch, dass bereits ein Schaden vorhanden ist.

Allein bei den Romanen haben wir im letzten Jahr ca. 120 Briefe geschrieben, weil Medien beschädigt abgegeben wurden. Rund 60 Titel davon wurden tatsächlich ersetzt, also ziemlich genau die Hälfte. Bei den anderen Medien war die Antwort: „Ich war das nicht, das war schon so!“

Wenn ich überlege, was diese 60 Romane im Durchschnitt gekostet haben, und das rein nur in meinem eigenen Lektorat, werde ich doch ziemlich unglücklich. Und bei jedem neuen Fall, der ohne Kommentar im Rückgaberegal liegt, seufze ich ein wenig lauter. Wir wollen unseren Kunden einen schönen, attraktiven Bestand zur Verfügung stellen. Dafür geben wir jährlich wirklich viel Geld aus.

Ist es denn so undenkbar, dass wir dafür erwarten, dass mit den Medien sorgfältig umgegangen wird? Es sind eben nicht die eigenen. Das haben uns im idealsten Fall unsere Eltern schon beigebracht. Meine alten Kinderbücher haben auch Nutella-Flecken. Aber die gehören ja auch mir. 🙂

Und ganz zum Schluss noch ein kleiner Hinweis: Wenn Euch vor der Ausleihe eines Buches auffällt, dass etwas nicht stimmt, dann kommt doch zu uns. Wir notieren es dann im Buch und schreiben Euch nicht an, weil Ihr es zuletzt abgegeben habt. Ein „Ich war das nicht! Das war schon so!“ zum richtigen Zeitpunkt ausgesprochen.

 

Beste Grüße,

Sonja Tewes

 

 

 

Unsere neue automatische Außenrückgabe

Liebe Leser,

seit Donnerstag ist es endlich soweit: unsere neue Außenrückgabe ist in Betrieb! Vielen ist sie schon ein Begriff, denn wir haben die letzten Wochen täglich willigen Kunden erklärt, wie der Automat funktioniert. Allen, die unsere analoge Einführung verpasst haben oder eine Auffrischung wünschen – keine Sorge, es folgt eine digitale:

Grundsätzlich ist die Außenrückgabe nur eingeschaltet, wenn wir geschlossen haben. Eine Rückgabe während unserer Öffnungszeiten ist nicht möglich – dafür braucht Ihr einfach nur in die Bibliothek zu kommen 😉

Im Juni ist auch unser alter 24-Stunden-Rückgabekasten links neben der Tür noch in Betrieb. Ab dem 1. Juli wird dieser jedoch geschlossen, sodass eine Rückgabe darüber dann nicht mehr möglich ist.

So sieht unsere Außenrückgabe aus, sie ist links um die Ecke der Bibliothek zu finden:

Wenn das Licht grün leuchtet, ist sie betriebsbereit und es kann losgehen. Ist das Licht rot (z.B. während des Rückgabevorgangs), heißt es „Bitte warten“.

Das entliehene Medium bitte ganz dicht vor den schwarzen Scanner halten, dann öffnet sich das dahinter liegende Fach. Gegebenenfalls ein bisschen hin und her probieren, damit der Transponder erkannt wird.

Danach das Medium bitte einzeln in das Fach legen. Die Luke schließt sich und das Medium wird zurückgebucht. Währenddessen leuchtet die Lampe rot.
Sollte sich die Klappe nicht schließen oder wieder öffnen, ohne das Medium verbucht zu haben, nehmt es bitte wieder mit nach Hause und kommt zu unseren Öffnungszeiten damit zu uns. Wir überprüfen dann die Rückgabe am Automaten und melden uns bei Euch.

Nach erfolgreicher Rückgabe, bitte die Quittung mitnehmen. Dazu einfach leicht grade nach unten an dem Bon ziehen. Für jedes zurückgegebene Medium erhaltet Ihr eine Quittung. Diese – vorsichtshalber – bitte noch aufbewahren, bis die eigentliche Rückgabefrist abgelaufen wäre.

So einfach! Probiert es bei Gelegenheit doch selbst mal aus.

Beste Grüße,

Stefanie Krüger

 

Wie kommt der Roman ins Regal?

Liebe Leser,

seit jeher haben wir den Wunsch nach einem schönen, aktuellen Medienbestand, mit dem wir Euch erfreuen und unterhalten können.

Wo die Möglichkeit besteht, werden die neuesten und auch gefragtesten Medien eingekauft und für Euch – unsere Kunden – bereitgestellt.

Bis Ihr ein Buch oder ein anderes Medium in Euren Händen haltet, vergehen aber für uns einige Arbeitsschritte.

Da große Teile des Belletristik-Bereiches in mein Arbeitsgebiet fallen, werde ich für mein Beispiel die Romane wählen.

Am Anfang eines jeden Einkaufs stellt sich immer die Frage: „Was kaufen wir denn?“

Hierfür haben wir bei den Romanen zwei Vorgehensweisen.

Die eine ist die wöchentlich erscheinende  SPIEGEL-Bestseller-Liste. Von diesen Titeln kaufen wir mit wenigen Ausnahmen alle innerhalb der ersten 20 Plätze. Sowohl die Hardcover-Exemplare als auch die Paperbacks und die Taschenbücher.

Einen Großteil unserer Neuerwerbungen im Romanbereich haben wir aber Euch, unseren Kunden, zu verdanken. Wir kaufen auch neue Romane, die Ihr uns mittels sogenannten „Medienwunschzetteln“ zukommen lasst. Auch hier entscheiden wir uns in den meisten Fällen für eine Anschaffung.

Die Romane werden dann bei einem Buchhändler per Email bestellt. Bei diesem Vorgang werden die Bücher bereits in unser Bibliotheksprogramm eingegeben und grob katalogisiert.

In unserem Online-Katalog erkennt Ihr diese Bücher daran, dass sie den Status „Bestellt“ haben.

 

 

Anschließend geht die Bestellung per Mail an die Buchhandlung, wo sie sofort bearbeitet wird. Die Bücher werden dort vor Ort auch schon mit einer Schutzfolie eingebunden.

Ein paar Tage später wird uns unsere Bestellung ins Haus gebracht. Hier angekommen, wird bei der Lieferungskontrolle überprüft, ob die Medien mit dem richtigen Preis berechnet und ohne Schaden angekommen sind.

An dieser Stelle bekommt das Buch schon seinen Zugangs-Stempel und im Online-Katalog erscheint der Titel nun mit dem Status „Demnächst im Bestand“.

Danach wird das Buch an die zuständige Lektorin weitergegeben, die im Buch die Signatur vermerkt und das Katalogisat vervollständigt.

Weiter geht es im sogenannten „Technik-Büro“: Hier werden die Signaturen geschrieben und die Transponder (Verbuchungsträger) eingeklebt, somit wird der Roman ausleihbar.

Das Buch kommt nun wieder zurück zur Lektorin, die noch einmal die Richtigkeit der Signatur kontrolliert und den Status des Titels im Katalog von „Demnächst im Bestand“ auf „Verfügbar“ stellt. An dieser Stelle wird auch überprüft, ob eines der Bücher von einem Kunden vorbestellt wurde. Dieser Titel wird dann zur Abholung an der Theke im Erdgeschoss bereit gelegt.

Ihr seht also, von dem Moment an, wo der Wunsch nach einem Buch entsteht bis zu dem Augenblick, wenn Ihr das Buch in der Hand haltet, sind viele Arbeitsschritte notwendig und viele Hände sind tätig, damit ein schöner, neuer Roman seinen Weg in die Ausleihe findet.

 

Beste Grüße,

Sonja Tewes

Arbeitsplatz-Gesetze

Liebe Leser,

an der Kasse im Supermarkt stellt man sich immer in die Reihe, wo es am längsten dauert. Wenn das Butterbrot fällt, dann immer mit der Butterseite nach unten. Wenn man keinen Schirm mitnimmt, fängt es an, zu regnen… jeder kennt „Murphys Gesetz“, wenn man auch nicht immer weiß, wer Murphy war: „Wenn es mehrere Möglichkeiten gibt, eine Aufgabe zu erledigen, und eine davon in einer Katastrophe endet oder sonstwie unerwünschte Konsequenzen nach sich zieht, dann wird es jemand genau so machen.“

Solche „Gesetze“ gibt es bei uns in der Bibliothek hin und wieder auch. Nur enden die zum Glück selten in einer Katastrophe 😉

  • Jemand fragt nach einem Roman. Er ist lt. PC vorhanden und verfügbar. Im Regal steht er nicht. Nachdem alles abgesucht ist, schaut man wieder in den PC. Der Roman ist nun entliehen.
  • Wenn das letzte Buch oder die letzte DVD  repariert ist, kommt garantiert die nächste defekte Hülle innerhalb von 3 Minuten auf den Schreibtisch.
  • Genauso ist es mit übrigens auch mit Rechnungen. Sind gerade alle bearbeitet, liegt eine neue im Fach. Ich drucke Buchungsbelege. Beim letzten meldet der Drucker „Papier nachlegen“.
  • Wenn zwei Kolleginnen im Urlaub sind, meldet sich eine dritte krank. Oder auch eine vierte. Und manchmal auch eine fünfte. Okay, das könnte man schon am ehesten als „Katastrophe“ nach Murpy bezeichnen…
  • Wenn der Aufzug defekt ist, kommen die meisten Medien zurück. Und weil das nicht genügt, ist an diesem Tag auch noch das wenigste Personal da (s.o.), um die Medien wieder in die Regale zurück zu räumen.
  • An den CD-Trögen war jemand so freundlich, alle durchgeblätterten CDs genau in dieser vorgeblätterten Position zu belassen. Keine Ahnung, warum man das macht. Wisst Ihr das? Vielleicht, damit man nicht vergisst, an welcher Stelle man schon geschaut hat? Die müssen natürlich auch wieder alle richtig stehen.
  • Wenn die Bibliothek um 19.00 Uhr schließt, ruft um 18:58 Uhr noch jemand an und hat einen Problemfall zu lösen (verlorenes Buch, Wasserschaden, kann CD nicht finden…).
  • Um 19.01 Uhr fällt noch jemandem ein, dass er doch nochmal aufs WC möchte, Hände waschen. Um 19.03 Uhr klopft es an der Tür: Brille vergessen.

Besonders kurios ist es, wenn an manchen Tagen mehrere von diesen Dingen auf einmal passieren. Kennt Ihr auch solche Beispiele aus Eurem Berufsalltag? Wir sind neugierig!

Wie lautet ein Zitat – „Das Leben ist zu kurz, um es ernst zu nehmen!“ 🙂

In diesem Sinne eine gute Woche und beste Grüße,

Sonja Tewes

Ein Blick in die Ausbildung zum FaMI

Liebe Leser,

bekanntlich vergeht die Zeit wie im Flug und ehe man sich versieht ist sie -fast- schon wieder vorbei. Genauso ergeht es mir im Moment mit meiner Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste, die ich vor knapp drei Jahren in der Stadtbücherei Hilden begonnen habe. Mittlerweile habe ich viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln können, weshalb es für mich endlich einmal Zeit wird, Euch meine Ausbildung und Arbeitsabläufe näher zu bringen. 😉

Der Ausbildungsberuf mit Fachrichtung Bibliothek hat mich von vornherein angesprochen. So gehören neben verwaltenden und organisatorischen Aufgaben auch der Umgang mit den verschiedensten und angesagtesten Medien sowie der direkte Kontakt mit den Kunden zum festen Bestandteil des Berufs mit dazu.

Während meiner Ausbildung durchlaufe ich im Wechsel mehrere Ausbildungsstationen, die mir den gesamten Arbeitsablauf einer modernen Bibliothek näher bringen. Dabei erlerne ich Arbeitsschritte von der Erwerbung neuer Medien bis hin zu deren Erschließung und Präsentation im Bestand. Mir wird zunächst erklärt, welche Kriterien bei der Erwerbung von Medien von Bedeutung sind und wie eine Bestellung gemacht wird. Die bestellten Medien werden anschließend im Rahmen der Lieferungskontrolle auf Richtigkeit und Vollständigkeit überprüft. Die Medien werden in einem nächsten Schritt im Bibliothekskatalog erfasst, damit diese über den Onlinekatalog recherchierbar sind. Die Medien erhalten Standortaufkleber, um diese im Regal auffindbar zu machen. Die fertig bearbeiteten Medien werden zum Schluss den Kunden im Bestand gesondert präsentiert, z.B. auf Ausstellern im Regal.

Im Benutzungsdienst nehme ich Benutzerfragen entgegen und erteile Auskunft zu diversen Anfragen. Dabei helfe ich den Kunden bei der Recherche im Onlinekatalog sowie in speziellen Fachdatenbanken weiter. Zudem erfasse ich Neuanmeldungen und erkläre den Kunden die Angebote und Räumlichkeiten der Bibliothek. Darüber hinaus zeige ich die Selbstverbuchung ausgeliehener Medien und berate die Kunden bei der Medienauswahl. Dabei habe ich es aber nicht nur im klassischen Sinne mit Büchern zu tun, sondern gerade auch mit elektronischen Medien wie Blu-ray Discs, MP3-CDs, Games oder E-Books. Bei letzteren übernehme ich sogar schon persönliche Schulungen für Kunden und kann ihnen so auch die digitalen Nutzungsmöglichkeiten, die eine Bibliothek anbietet, vermitteln.

Im Aufgabenbereich Öffentlichkeitsarbeit bin ich verantwortlich für die Gestaltung von Plakaten und Handzetteln für die kommenden Veranstaltungen sowie für Flyer und Broschüren über die Angebote und Nutzungsmöglichkeiten der Bibliothek. Hinzu kommen Veranstaltungen, die es zu planen und vorzubereiten gilt. Ein persönliches Highlight für mich ist, dass ich die Gaming-Veranstaltungen schon während meiner Ausbildung eigenverantwortlich betreuen und durchführen darf.

Die Berufsschule findet zweimal die Woche statt. In berufsspezifischen Fächern wie Spezielle betriebswirtschaftliche Lehre, Deutsch-Kommunikation oder Rechnungswesen wird mir neben dem praktischen auch das theoretische Wissen für den Beruf vermittelt. Nach drei Jahren Ausbildung erfolgt die Abschlussprüfung.

Gegen Ende meiner Ausbildung kann ich sagen, dass meine Entscheidung für die Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste die richtige war. Mir wird deutlich, dass es sich hierbei um einen sehr aktuellen und zeitgemäßen Beruf handelt.

Wegen der vielen verschiedenen und faszinierenden Tätigkeitsbereiche und der Möglichkeit, sich immer mit den neuesten Medien auseinander setzen zu können, habe ich wirklich das Gefühl, meinen Traumberuf gefunden zu haben.

Bis zum nächsten Mal,

Andreas Umbrich

Statistik – Rückblick 2016

Liebe Leser,

inzwischen ist es Tradition, dass ich Euch hier im Blog einen Rückblick auf das vergangene Jahr gebe. Auch für 2016 habe ich deshalb einige – hoffentlich – interessante Zahlen für Euch zusammen getragen:

  • Knapp 150.000 Personen haben uns im vergangenen Jahr besucht. Viele Schülergruppen lernen regelmäßig bei uns und auch die Flüchtlinge und ihre Betreuer nutzen unsere vielfältigen Angebote.
  • Jedes Buch oder CD, Zeitschrift, Spiel etc. wurde 2016 im Durchschnitt sogar 6,3 Mal ausgeliehen (2015: 6,1).
  • 1.181 Personen haben sich neu angemeldet. Die meisten davon auf Grund einer Empfehlung von Freunden oder der Familie.
  • Wir haben 7.765 neue Medien für Euch eingearbeitet (im Januar folgten weitere aus den Bestellungen von Dezember) und 9.963 gelöscht, weil sie zu alt waren oder nicht mehr ausgeliehen wurden.
  • Ihr scheint wunschlos glücklich mit uns zu sein 😉 denn es wurden „nur“ 361 (2015: 387) Anschaffungsvorschläge abgegeben. Davon 113 für Romane und 57 für Musik-CDs.
  • Bei der Einarbeitung der Neuanschaffungen haben wir noch mal einen Schlag zugelegt. Durchschnittlich benötigen wir von Lieferung bis zur Ausleihe der Medien 5,6 Tage (2015: 7,4). Die Wochenenden wurden dabei mit berücksichtigt! Ganz schön flott, oder?
  • Das bei uns immer ganz schön was los ist, bekommt Ihr ja mit. Im vergangenen Jahr haben wir 455 Veranstaltungen durchgeführt (2015: 381), an denen  7.464 kleine und große Bibliotheksfans teilgenommen haben. 76 Veranstaltungen waren speziell für Kindertageseinrichtungen und Schulen.
  • Neu eingeführt haben wir die Veranstaltungsreihen „Kamishibai“ (als freie Veranstaltung), „Faraj liest vor“, „Kuschelkino“ und „Family-Cinema“.
  • Außerdem gab es eine Aktionswoche unter dem Motto „Viele Länder – ein Treffpunkt“, inklusive großer Kinderparty.
  • Weiterhin leiht Ihr bei uns besonders gerne Kinderfilme, -CDs und -bücher,  Romane, Hörbücher und Spielfilme für Erwachsene, Ratgeber zu Persönlichkeit & Gesellschaft und Computerbücher aus.
  • Die BIBNET-Onleihe erfüllt uns mit Stolz: Genau 113.496 E-Medien wurden in den 9 Bibliotheken im Kreis Mettmann herunter geladen (2015: 104.155).
  • Seit dem vergangenen Jahr haben wir ein schriftliches Social-Media-Konzept. Neben unseren „alten Hasen“ Facebook, Twitter und dem Blog sind wir nun auch bei Instagram aktiv und per WhatsApp erreichbar.
  • Momentan arbeiten 15 Personen in der Stadtbücherei, davon 1 männlicher (-1). Nur 3 Kolleginnen arbeiten in Vollzeit, alle anderen mit 10 bis 35 Wochenstunden.
  • Fortbildungen sind bei uns sehr wichtig und so hat jedes Teammitglied im vergangenen Jahr durchschnittlich 50 Fortbildungsstunden absolviert.
  • Auf der Verwaltungsetage konnten wir eine zusätzliche Wand einziehen und haben nun einen Besprechungsraum, den wir mittags auch als Pausenraum nutzen können.
  • Mit „Willkommen in Hilden“ haben wir einen neuen Bereich im 2. Obergeschoss eingerichtet mit Literatur zum Deutsch lernen und Infos über Deutschland und Hilden.
  • Im Dezember haben die Vorarbeiten für die automatisierte Außenrückgabe begonnen, die im 1. Quartal 2017 in Betrieb gehen wird.
  • Das Beste zum Schluss: Unser absolutes Highlight war selbstverständlich unsere Auszeichnung zur „Bibliothek des Jahres 2016“. Wow, was waren wir davon überwältigt und wie hat das unseren Alltag durcheinander gewirbelt.

Weil ein Bild mehr als 1.000 Worte sagt, hier jetzt der Rückblick des Jahres in Bildern:

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Beste Grüße
Claudia Büchel