Archiv des Autors: Stefanie Krüger

Die Lesechallenge im Mai 2018, Teil 2 – Grapic Novel – für Jugendliche und Erwachsene

Autorin: Stefanie Krüger

Letzte Woche hat Euch meine Kollegin ja bereits Graphic Novels für Kinder vorgestellt. Heute stelle ich Euch Geschichten vor, die sich mehr an Jugendliche und Erwachsene richten.

„Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm

In der Schule musste ich dieses Buch bereits lesen, analysieren und interpretieren. Es ist eins der wenigen Bücher aus meiner Schulzeit, an die ich mich gut erinnern kann und die ich mochte. Deswegen war ich neugierig, wie Jens Natter diese vielschichtige Story in seiner Graphic Novel verarbeitet hat.

Es geht um eine Geschichte in einer Geschichte. Die „Hauptstory“ handelt von Hauke Haien, einem Jungen aus ärmlichen Verhältnissen, der es durch viel Fleiß zum Deichgrafen seiner Region bringt. Obwohl er sich bemüht, unterliegt auch er den Zwängen und Versuchungen der Politik, was zu einem verheerenden Deichbruch führt, bei dem er und seine Familie letztendlich ums Leben kommen.

Die Illustrationen erwecken die Geschichte richtig zum Leben. Natter zeichnet leicht verschwommen, macht harte Linien und lässt Details im Unklaren, was dem Ganzen wirklich den Charakter einer erzählten Geschichte verleiht. Dank dieser Graphic Novel ist mir – obwohl ich die Geschichte ja bereits kannte – erst wirklich bewusst geworden, warum Storm sie „Der Schimmelreiter“ genannt hat: Hauke findet auf dem Deich nämlich einen weißen Hengst, den er bis zu seinem tragischen Ende reitet.  Erst durch die Bilder ist mir der Zusammenhang deutlich geworden 😀

„Einstein“

Dieses Buch beschreibt auf wirklich entzückende und witzige Weise das Leben und Wirken von Albert Einstein. Von seiner Kindheit, über die erste Liebe und Ehe. Von der Entdeckung der Relativitätstheorie bis zum Bau der Atombombe und seinem Tod. Dieser außergewöhnliche Mensch wird in der Graphic Novel von Corinne Maier und Anne Simon grade zu lebendig – mit all seinen Vorzügen und Marotten. Selbst die Relativitätstheorie wird verständlich und witzig dargestellt. An einer Stelle heißt es:

„Wir alle wissen, dass das Licht schneller ist als der Schall. Darum wirken manche Menschen auch klug, bis sie den Mund aufmachen.“

Ein Buch hat in meinen Augen schon gewonnen, wenn es mich zum Lachen bringt. Und das war hier nicht nur einmal der Fall! Vor allem die Kombination aus Bild und Text ist stellenweise zum Wegschmeißen. Allen, die zwar wissen, was Einstein getan hat, aber nicht wissen, wer er war, empfehle ich diese Graphic Novel.

Wir haben noch viele weitere Graphic Novels im Bestand – zu den verschiedensten Schätzen der Weltliteratur. Wer sich mit Don Quixote oder Kapitän Ahab auf eine Reise begeben möchte, wird hier ebenso fündig wie diejenigen, die sich gerne einem Alienangriff gegenüber sähen. Und hätte es die Graphic Novel zu „Herr Lehmann“ schon gegeben, als ich es im Studium lesen musste, wäre ich deutlich schneller damit fertig geworden – und hätte mir den Film schenken können 😉

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The Script

Autorin: Stefanie Krüger

Ich habe Euch bereits vor einem Jahr berichtet, dass ich nicht wirklich ein Konzertgänger bin – zu voll, zu laut, zu stickig. Und doch ist es wieder passiert.

Im Herbst suchte meine Freundin noch eine Begleitung zu „The Script“. Sie hat einfach mal zwei Karten gekauft, irgendwer würde schon mitkommen. Die Wahl fiel auf mich. Und genau wie Ihr Euch jetzt bestimmt fragt „The Script“?? wusste auch ich nicht, um wen es geht. „Doch, die kennst du!“ war die Aussage und Ihr kennt sie auch 😉

Ich sage nur „Hall of Fame“, „Superheroes“ und „Breakeven“

Das sind die drei erfolgreichsten Songs der irischen Band rund um den Sänger Daniel O’Donoghue. Mir persönlich gefällt „Breakeven“ am Besten. Und bei dem Konzert jetzt im Frühling kannte ich sogar noch ein viertes Lied! Die Stimmung war angenehm und (da nicht ausverkauft) war das Palladium in Köln auch nicht überfüllt. Und die Lieder, die ich nicht kannte, haben mir auch gefallen. Erst anschließend ist mir aufgefallen, dass wir sogar ihr Debüt-Album im Bestand haben.

Es hat Spaß gemacht, ich werde mich sicherlich auch zukünftig zu Konzerten einer mir (anscheinend) unbekannten Band überreden lassen.

 

Das Papa Löwe Kochbuch

Autor: Stefanie Krüger

Fast jeder hat ein Lieblingsbuch, einen Lieblingsfilm oder ein Lieblingslied. Ich habe ein Lieblingskochbuch. Ich hab es mir mit elf zu Weihnachten gewünscht und auch bekommen: „Das Papa-Löwe-Kochbuch“ vom Tigerenten Club. Da stehen tolle, teilweise simple aber auch ausgefallene Rezepte drinnen. Zusätzlich gibt es Anleitungen, wie „Eier kochen ohne Knacks“ und Reportagen rund um verschiedene Lebensmittel und deren Herstellung. Aufgeteilt ist es in sechs Kapitel:

  1. Frühstück
  2. Schulfrühstück
  3. Mittags
  4. Nachmittags
  5. Abends
  6. Party

Zusätzlich kommen Papa Löwe und seine Löwenkinder auf jeder Seite zu Wort und es gibt viele Infos. So habe ich gelernt, warum das Sandwich eigentlich Sandwich heißt: „Der Earl of Sandwich wollte sein Bridge-Spiel nicht unterbrechen und keine Kleckerei veranstalten. Also erfand er das Sandwich!“
Fast jede Seite hat zusätzlich Notizzettel mit Informationen rund um Lebensmittel und gesunde Ernährung. „Was Fett i. Tr. eigentlich bedeutet“ , „5 am Tag“ und „Wie lange sind Reste essbar“ sind nur drei der interessanten Überschriften.

Dass dieses Kochbuch nicht nur im Regal stand, sieht man ihm an. Einige Seiten sind voller Spritzer vom Kochen und an vielen Rezepten stehen Anmerkungen oder Änderungen der Mengenangaben drinnen, die ich selbst hineingeschrieben habe.

Hier seht Ihr ein paar meiner Lieblingsrezepte:

Vor allem das Lasagne-Rezept hat es mir angetan. Und was soll ich sagen – sie ist wirklich zur Lieblings-Lasagne meiner Familie und Freunden geworden ;D

Natürlich wurde es nicht von Papa Löwe selbst geschrieben, sondern von Dagmar von Cramm. Sie hat viele Kochbücher für gesunde (Kinder-)Ernährung geschrieben, die wir hier auch im Bestand haben und die Ihr ausleihen könnt.

Habt Ihr auch ein altes, lieb gewonnenes Kochbuch oder Rezept zu Hause?

2018 – Ein Jahr voller Spaß und Spannung

Autor: Stefanie Krüger

Statt eines Jahresrückblicks, dachte ich mir, Euch mal Lust auf das vor uns liegende Jahr zu machen.

Für 2018 haben wir einige sehr interessante Veranstaltungen und Neuerungen geplant.
Ganz neu bei uns im Bestand sind die beliebten Tonies-Figuren und eine Box zum Ausleihen. Weil wir mit einer großen Nachfrage rechnen, dürft Ihr vorerst aber nur zwei Figuren zeitgleich ausleihen.
Unsere beliebten Veranstaltungsreihen werden natürlich fortgesetzt, jedoch gibt es auch hier kleine Änderungen. Aus „Faraj liest vor“ wird „Leseabenteuer mit Faraj und Ingrid – Deutsch-Arabische Vorlesestunde & Spiel- oder Bastelaktion“. Die Veranstaltung findet weiterhin Samstags, jedoch erst um 11.30 Uhr statt. Wie der Titel verrät, wird jetzt auch zusätzlich – passend zur Geschichte – gebastelt oder gespielt. Die Reihe „Family-Cinema“ bekommt dagegen einen ganz neuen Platz in unserem Veranstaltungskalender. Ab sofort findet es ebenfalls donnerstags um 15.30 Uhr statt. Damit gleichen wir es dem beliebten „Kuschelkino“ an. Wir zeigen die Filme natürlich weiterhin im englischen Original.
Für unsere Gaming-Aktionen haben wir eine neue Konsole angeschafft. Ich sag nur „Switch“ .

Dieses Jahr wagen wir uns aber auch an neue Veranstaltungsformate:
Jetzt im Januar, genauer gesagt diese Woche, bieten wir erstmalig eine „Offene BIBNET- und E-Reader-Sprechstunde“ an. Jeden Tag bieten wir eine Stunde an, in der Ihr mit Euren Endgeräten und Fragen rund um die Onleihe und BIBNET-Press vorbeikommen könnt. Wir bemühen uns, alle Unklarheiten zu beseitigen. Natürlich könnt Ihr auch weiterhin individuelle Termine mit uns vereinbaren.
Im Mai ist ein Rollenspiel-Tag geplant, an dem Ihr mit uns in eine andere Welt eintauchen könnt. Dieser Tag eignet sich super für Einsteiger und Neugierige. Ihr könnt jetzt auch Rollenspiele bei uns ausleihen und Euch zuhause mit Euren Freunden ins Abenteuer stürzen.
Für September planen wir unseren ersten HilGoesCrafting-Tag. An diesem könnt Ihr viele technische Dinge und DIY-Aktionen ausprobieren. Natürlich kommt das Thema Gaming dabei auch nicht zu kurz.

Auch hinter den Kulissen gibt es Veränderungen
Wir werden für 2018 auch ein neues Social-Media-Konzept erarbeiten. Bestimmt ist Euch schon aufgefallen, dass einige Blogbeiträge bereits jetzt eine andere Aufmachung haben. Es wird an allen Plattformen geschraubt, damit für für Euch interessant bleiben. Dafür haben wir in den nächsten Monaten zwei Fortbildungen und werden uns richtig anstrengen. Versprochen!

Ihr seht, wir sind auf dieses Jahr schon gut vorbereitet und ich hoffe, Ihr habt jetzt Lust, bei dem ein oder anderem Angebot dabei zu sein. Mehr Infos zu den einzelnen Veranstaltungen bekommt Ihr im Veranstaltungskalender der Stadt Hilden oder auf unserer Facebookseite. Wer immer auf dem Laufenden sein möchte, kann sich auch zu unserem WhatsApp-Service anmelden. Bestimmt schreiben meine Kolleginnen zu den besonderen Veranstaltungen aber auch noch eigene Beiträge 😉

Dota 2 – Das Finale

ESL One – Major Event Dota 2

Letztes Wochenende fand in Hamburg die ESL One, genauer gesagt, das Finale des Online-Strategiespiels Dota 2 statt. Angetreten sind die besten acht Teams der Welt, Favorit war Team Liquid rund um den deutschen eSports Star Kuro Salehi Takhaso, auch KuroKy genannt. Leider sind sie schon im Halbfinale rausgeflogen. Mehr Chancen hatte das zweite deutsche Team rund um Adrian „Fata“ Trinks, welche sich bis ins Finale kämpften. Gewonnen hat nach mehr als 23 Stunden jedoch Team Virtus Pro aus Russland und nahm dafür 1 Millionen US-Dollar mit nach Hause.

Mein Bruder war live dabei und berichtet:

„Es hat viel Spaß gemacht! Die Stimmung war mega.“

„In den Pausen sind alle rausgegangen, um sich die Beine zu vertreten – das war auch echt notwendig.“

 

Die glücklichen Sieger:

Beste Grüße

Stefanie Krüger

 

 

 

Lichtspiel-Zeit: Kuschelkino

 

Kennt Ihr schon unser Kuschelkino? 

Jeden zweiten Donnerstag im Monat zeigen wir ab 15.30 Uhr in der Kinderbücherei einen Film für die ganze Familie. Wir zeigen dabei nur Filme ohne Altersbegrenzung, damit auch die Kleinsten mitgucken können. Dabei werden Sitzkissen auf unserem roten Podest verteilt und sich ganz eng an Mama oder Papa – oft auch an Oma – gekuschelt. Natürlich darf während des Films auch eine Kleinigkeit genascht und getrunken werden, wie in einem richtigen Kino halt auch.
Dabei ist die Teilnahme völlig kostenlos und eine Anmeldung ist auch nicht notwendig.

Welche Filme werden gezeigt? 

Wir haben eine sogenannte „Schirmlizenz“ erworben. Damit sind Filme von ganz vielen Filmstudios abgedeckt, die wir alle zeigen dürfen. Hauptsächlich handelt es sich dabei um die großen amerikanischen Studios, wie Universal, Disney und Warner. Es sind aber auch kleinere Studios dabei. Bei der Planung wird also zuerst überlegt, welchen Film wir gerne zeigen würden und anschließend wird geguckt, ob der Film von einem Studio produziert wurde, das bei der Schirmlizenz mitmacht. Ist dies nicht der Fall, können wir den Film dann leider nicht zeigen und müssen uns einen neuen aussuchen.

Natürlich achten wir auch darauf, dass die Filme nicht zu lang sind – 90 Minuten sollten nicht überschritten werden, optimal sind 70-80 Minuten. Leider gelingt uns das nicht immer. Viele Filme dauern heute um die 100 Minuten. Wir überlegen dann immer, ist der Film so gut, dass er auch etwas länger sein darf? Würden sich die Kinder auch einen 110-Minuten-Film angucken? Dann muss es aber etwas sehr Erfolgreiches sein! Bisher war „Vaiana“ der einzige Film, der den Rahmen wirklich gesprengt hat. Aber fast alle Kinder wollten den auch bis zum Schluss sehen 😉
Wir zwingen natürlich niemanden, sich einen Film bei uns bis zum Ende anzusehen. Wer keine Lust mehr hat oder lieber doch etwas vorgelesen bekommen möchte, darf jederzeit gehen – und sich zum Ende gerne noch mal dazusetzen.

Wir dürfen übrigens keine Werbung mit dem Filmtitel machen. Wenn Ihr also wissen wollt, welcher Film gezeigt wird, einfach bei uns nachfragen. Wir verraten Euch gerne den Titel und die genaue Filmlänge.

Neugierig?

Wenn Ihr jetzt neugierig geworden seid, der nächste Termin ist am 09. November. Es geht um eine unbedarfte Puppe, aus der ein richtiger Junge wird 😉

Wem noch der Anreiz fehlt: Ab Januar gibt es auch wieder unsere Stempelkarten – für jede besuchte Veranstaltung (gilt auch für andere Veranstaltungen) gibt es einen Stempel, und bei ausreichend Stempeln gibt es ein Geschenk von uns.

Wir freuen uns schon auf Euch,

Stefanie Krüger

FABELhaft

Liebe Leser,

jedem von uns sind Fabeln noch aus der Schule bekannt. Es sind ganz kurze Geschichten, in denen zumeist Tiere die Hauptrolle spielen. Mit ihnen kann man unangenehme Dinge ansprechen, ohne sie direkt auszusprechen. Dieses Kunststück gelingt durch die jeder Fabel innewohnende „Moral von der Geschicht‘ „.

Besonders gelungen finde ich die Fabeln von Aesop. Er lebte im 6. Jahrhundert vor Christus und war ein griechischer Dichter. Aesop gilt als Begründer der Fabeldichtung. Seine Fabeln sind bestimmt auch Euch ein Begriff. Von ihm stammen unter anderem „Der Hirtenjunge und der Wolf“, aus der der berühmte Satz Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht stammt, oder „Der aufgeblasene Frosch“, der unbedingt so groß sein will wie ein Ochse und am Ende zerplatzt.

Ich mag besonders folgende Fabel von Aesop:

Der Löwe und die Maus

Ein Löwe lag im Schatten eines Baumes und schlief. Einige Mäuse liefen neugierig zu ihm hin, und weil sich das schlafende, mächtige Tier nicht bewegte, hüpfte eine der Mäuse zwischen seine Pranken. Da wurden auch die anderen mutig, und bald tanzten alle Mäuse auf dem schlafenden König der Tiere herum.
Die tanzenden Mäuse auf seinem Körper aber weckten den Löwen auf, er schüttelte sich unwillig und fing eine von ihnen mit seiner Pranke. Es war jene Maus, die sich als erste zu ihm gewagt hatte.
Nun, unter der gewaltigen Pranke des Löwen zitterte die Maus wohl vor Furcht, versuchte aber, es nicht zu zeigen, und rief: „Ich bitte dich, schone mein Leben! Ich will es dir mit einem Gegendienst vergelten.“
Der Löwe hob verdutzt seine Pranke und musste wider Willen über die dreiste Rede des kleinen Tierchens lachen und ließ es laufen.
Einige Zeit später geriet der Löwe in eine Falle. Es war aber nicht fern jener Stelle, wo die Maus in ihrem Erdloch lebte. Als sie den Löwen hilflos in den Netzen der Jäger sah, lief sie zu ihm und nagte mit ihren spitzen Zähnen eine Schlinge entzwei. Dadurch lösten sich die anderen Knoten und der Löwe konnte das Netz zerreißen und war wieder frei.

Diese Fabel passt zu vielen Lebenssituationen. Es geht um Vergebung, darum, seine Macht nicht auszunutzen und zu seinem Wort zu stehen. Aber auch, dass es sich gelegentlich lohnen kann, ein bisschen dreist zu sein.
Mir kam grade der absurde Gedanke, dass sie auch gut zu meiner, leider oft vorherrschenden, Einstellung „Nicht wegschmeißen! Das brauchst du bestimmt noch mal!“ passt.

Was assoziiert Ihr mit dieser Fabel? Oder habt Ihr eine andere Lieblingsfabel?
Inspirationen haben wir vor Ort reichlich 😉

Beste Grüße

S. Krüger