Archiv des Autors: Stefanie Krüger

FABELhaft

Liebe Leser,

jedem von uns sind Fabeln noch aus der Schule bekannt. Es sind ganz kurze Geschichten, in denen zumeist Tiere die Hauptrolle spielen. Mit ihnen kann man unangenehme Dinge ansprechen, ohne sie direkt auszusprechen. Dieses Kunststück gelingt durch die jeder Fabel innewohnende „Moral von der Geschicht‘ „.

Besonders gelungen finde ich die Fabeln von Aesop. Er lebte im 6. Jahrhundert vor Christus und war ein griechischer Dichter. Aesop gilt als Begründer der Fabeldichtung. Seine Fabeln sind bestimmt auch Euch ein Begriff. Von ihm stammen unter anderem „Der Hirtenjunge und der Wolf“, aus der der berühmte Satz Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er mal die Wahrheit spricht stammt, oder „Der aufgeblasene Frosch“, der unbedingt so groß sein will wie ein Ochse und am Ende zerplatzt.

Ich mag besonders folgende Fabel von Aesop:

Der Löwe und die Maus

Ein Löwe lag im Schatten eines Baumes und schlief. Einige Mäuse liefen neugierig zu ihm hin, und weil sich das schlafende, mächtige Tier nicht bewegte, hüpfte eine der Mäuse zwischen seine Pranken. Da wurden auch die anderen mutig, und bald tanzten alle Mäuse auf dem schlafenden König der Tiere herum.
Die tanzenden Mäuse auf seinem Körper aber weckten den Löwen auf, er schüttelte sich unwillig und fing eine von ihnen mit seiner Pranke. Es war jene Maus, die sich als erste zu ihm gewagt hatte.
Nun, unter der gewaltigen Pranke des Löwen zitterte die Maus wohl vor Furcht, versuchte aber, es nicht zu zeigen, und rief: „Ich bitte dich, schone mein Leben! Ich will es dir mit einem Gegendienst vergelten.“
Der Löwe hob verdutzt seine Pranke und musste wider Willen über die dreiste Rede des kleinen Tierchens lachen und ließ es laufen.
Einige Zeit später geriet der Löwe in eine Falle. Es war aber nicht fern jener Stelle, wo die Maus in ihrem Erdloch lebte. Als sie den Löwen hilflos in den Netzen der Jäger sah, lief sie zu ihm und nagte mit ihren spitzen Zähnen eine Schlinge entzwei. Dadurch lösten sich die anderen Knoten und der Löwe konnte das Netz zerreißen und war wieder frei.

Diese Fabel passt zu vielen Lebenssituationen. Es geht um Vergebung, darum, seine Macht nicht auszunutzen und zu seinem Wort zu stehen. Aber auch, dass es sich gelegentlich lohnen kann, ein bisschen dreist zu sein.
Mir kam grade der absurde Gedanke, dass sie auch gut zu meiner, leider oft vorherrschenden, Einstellung „Nicht wegschmeißen! Das brauchst du bestimmt noch mal!“ passt.

Was assoziiert Ihr mit dieser Fabel? Oder habt Ihr eine andere Lieblingsfabel?
Inspirationen haben wir vor Ort reichlich 😉

Beste Grüße

S. Krüger

Internationaler Tag des Kusses

Liebe Leser,

heute ist der internationale Tag des Kusses. Das hab ich mir zum Anlass genommen, mal ein bisschen zum Thema zu recherchieren und bin auf interessante Dinge gestoßen.

Der Duden definiert einen Kuss als:
[sanft] drückende Berührung mit den [leicht gespitzten, leicht geöffneten] Lippen (als Zeichen der Zuneigung oder Verehrung, zur Begrüßung o. Ä.)
und das Wort „Kuss“ fällt unter die Liste der rechtschreiblich schwierigen Wörter, wird also oft falsch geschrieben.

Wikipedia benennt 10 verschiedene Kussarten, darunter den Handkuss, ein Küsschen oder (mein heimlicher Favorit) den Schmetterlingskuss. Dabei berühren sich aber nicht die Lippen, sondern man versucht, sein Gegenüber mit den Wimpern zu kitzeln.

Wusstet Ihr, dass es sogar eine Wissenschaft gibt, die sich mit Küssen befasst? Diese nennt sich Philematologie.  Und diese Wissenschaft hat festgestellt, dass Küssen (mit dem richtigen Partner) glücklich macht und das Immunsystem stärkt.

Der längste Kuss dauerte laut Guinness World Records übrigens 58 Stunden, 35 Minuten und 58 Sekunden und fand 2013 in Thailand statt. Wohingegen es der längste Kuss in einer Fernsehshow grade mal auf 3 Minuten und 47 Sekunden brachte.

Küsse sind oft ein Ausdruck von Zuneigung, Freundschaft oder auch Ehrerbietung. Der Umgang mit Küssen ist aber von Land zu Land und von Kultur zu Kultur verschieden. In einigen Regionen ist es ganz normal, sich mit Küssen auf die Wange zu begrüßen und zu verabschieden (Küsschen rechts, Küsschen links). Auch unter bis dahin unbekannten Personen ist dies üblich. In anderen Ländern der Welt steht es hingegen unter Strafe, sich in der Öffentlichkeit zu küssen. Dies ist unter anderem in Dubai und Indien der Fall.
Und auch, wo küssen eigentlich kein Problem ist, ist es teilweise untersagt. So darf man sich beispielsweise in Frankreich nicht auf Bahnsteigen küssen – zur allgemeinen Sicherheit und um Verspätungen zu verringern.

Dem Kuss wurde mit „Der Kuss“ bereits 1896 ein eigener Film gewidmet.

Übrigens hab ich mal bei uns im Bestand gesucht und Folgendes festgestellt:
Wir haben 43 Medien, in denen das Wort „Kuss“ im Titel vorkommt. (drei davon sind Kindermedien mit ‚Zirkus -s-irgendwas‘ im Titel)
33 Medien beinhalten das englische Wort „Kiss“ (neun davon meinen aber ‚Kissen‘)
und 14 Medien enthalten das Wort „küssen“.

Ihr seht, wir haben Auswahl 😉

Wie Ihr mit diesen neuen Erkenntnissen umgeht, bleibt ganz Euch überlassen, aber ich wünsche Euch allen einen Tag voller Küsse!

Stefanie Krüger

Unsere neue automatische Außenrückgabe

Liebe Leser,

seit Donnerstag ist es endlich soweit: unsere neue Außenrückgabe ist in Betrieb! Vielen ist sie schon ein Begriff, denn wir haben die letzten Wochen täglich willigen Kunden erklärt, wie der Automat funktioniert. Allen, die unsere analoge Einführung verpasst haben oder eine Auffrischung wünschen – keine Sorge, es folgt eine digitale:

Grundsätzlich ist die Außenrückgabe nur eingeschaltet, wenn wir geschlossen haben. Eine Rückgabe während unserer Öffnungszeiten ist nicht möglich – dafür braucht Ihr einfach nur in die Bibliothek zu kommen 😉

Im Juni ist auch unser alter 24-Stunden-Rückgabekasten links neben der Tür noch in Betrieb. Ab dem 1. Juli wird dieser jedoch geschlossen, sodass eine Rückgabe darüber dann nicht mehr möglich ist.

So sieht unsere Außenrückgabe aus, sie ist links um die Ecke der Bibliothek zu finden:

Wenn das Licht grün leuchtet, ist sie betriebsbereit und es kann losgehen. Ist das Licht rot (z.B. während des Rückgabevorgangs), heißt es „Bitte warten“.

Das entliehene Medium bitte ganz dicht vor den schwarzen Scanner halten, dann öffnet sich das dahinter liegende Fach. Gegebenenfalls ein bisschen hin und her probieren, damit der Transponder erkannt wird.

Danach das Medium bitte einzeln in das Fach legen. Die Luke schließt sich und das Medium wird zurückgebucht. Währenddessen leuchtet die Lampe rot.
Sollte sich die Klappe nicht schließen oder wieder öffnen, ohne das Medium verbucht zu haben, nehmt es bitte wieder mit nach Hause und kommt zu unseren Öffnungszeiten damit zu uns. Wir überprüfen dann die Rückgabe am Automaten und melden uns bei Euch.

Nach erfolgreicher Rückgabe, bitte die Quittung mitnehmen. Dazu einfach leicht grade nach unten an dem Bon ziehen. Für jedes zurückgegebene Medium erhaltet Ihr eine Quittung. Diese – vorsichtshalber – bitte noch aufbewahren, bis die eigentliche Rückgabefrist abgelaufen wäre.

So einfach! Probiert es bei Gelegenheit doch selbst mal aus.

Beste Grüße,

Stefanie Krüger

 

Herr Grün kocht – ein Foodblog

Liebe Leser,

vor einiger Zeit bin ich bei Twitter auf den Foodblog „Herr Grün kocht“ gestoßen. In diesem stellt Herr Grün seine – oft im Kochlabor selbst entwickelten – Rezepte vor. Dabei kocht er manchmal vegan, aber immer vegetarisch und konzentriert sich auf regionale und saisonale Produkte. Einleitend zu jedem Rezept gibt es meist eine kleine Geschichte aus seinem Kochlabor, wie er zu dem Rezept gekommen ist oder was sein Nachbar Professor Caprese grade so treibt. Oft fühle ich mich dabei an die Sendung „Löwenzahn“ mit Peter Lustig und seinem Nachbarn, Herr Paschulke, erinnert^^

Es lohnt sich wirklich, einmal einen Blick in Herrn Grüns Kochlabor hineinzuwerfen. Die Seite ist liebevoll aufbereitet und die Rezepte sind einfach nachzukochen (oder zu backen). Ich konnte noch nicht viel ausprobieren, aber sogar mein Fleisch begeisterter Freund liebt Herr Grüns „Vegetarische Frikadellen“ 😉

Und für alle, die lieber ein Buch beim Kochen in den Händen halten oder sich die Rezepte nicht vom Computer bis in die Küche merken können:
Das passende Kochbuch „Herr Grün kocht“ mit den beliebtesten Rezepten aus seinem Blog könnt Ihr bei uns ausleihen.

Guckt doch mal rein, viele Grüße und bis bald

Stefanie Krüger

Ein Abend mit Busted

Liebe Leser,

vor drei Wochen wurde ich für einen Abend in meine Schulzeit zurückversetzt. Damals – vor über 10 Jahren – war meine beste Freundin ganz verrückt nach der britischen Band „Busted“, eine Boyband bestehend aus James Bourne, Matt Willis und Charlie Simpson. Der Begeisterung für die drei Jungs konnte ich natürlich nicht entkommen, und so hörten wir gemeinsam in den Pausen alle Lieder rauf und runter und lasen diverse Fan-Fiktion Geschichten. Leider trennten sich Busted nach nur zwei Alben im Jahr 2005. Als sie sich 2015 wieder zusammenschlossen, wusste ich schon, dass da noch was auf mich zukommen würde. Und ich behielt recht: Mit ihrem neuen Album sind sie jetzt auf Tour und haben dabei auch Köln einen Besuch abgestattet. Ohne überhaupt gefragt worden zu sein, bekam ich eine Eintrittskarte und ein Tour-T-Shirt mit der freundlichen Erinnerung, vor Jahren versprochen zu haben, mitzukommen. Anfangs war ich skeptisch, weil Konzerte in kleinen, stickigen Sälen nichts für mich sind. Aber als Busted nach der top! Einmann-Vorband Elias endlich auf die Bühne kamen, war meine Skepsis wie weggeblasen. Gleich beim Auftakt zu ersten Song „Air Hostess“ war ich froh, dort zu sein und fand es schade, als das Konzert schon nach etwas über einer Stunde zu Ende war.

Falls Busted im nächsten Jahr erneut nach Deutschland kommen, werden wir auch dieses Konzert besuchen, soviel steht schon mal fest.

Liebe Grüße

Stefanie Krüger

Vorlesewettbewerb der 6. Klassen 2016/17

Liebe Leser,

jedes Jahr tragen die Schülerinnen und Schüler der 6. Klassen einen Wettbewerb untereinander aus. Mitmachen kann jeder, der Spaß am Vorlesen hat – denn es handelt sich um den Vorlesewettbewerb. Dabei geht es darum, wer am besten vorliest, erst einen selbst ausgesuchten Text und anschließend einen völlig unbekannten Text, auf den sich die Teilnehmer nicht vorbereiten können. In diesem Jahr wird der Wettbewerb bereits zum 58. Mal ausgetragen. Seit 1959 wird er jedes Jahr vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Zusammenarbeit mit Buchhandlungen, Bibliotheken, Schulen und kulturellen Einrichtungen veranstaltet. Er steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben.

Für Hilden nehmen daran regelmäßig die fünf weiterführenden Schulen Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, Evangelische Gesamtschule, Helmholz-Gymnasium, Marie-Colinete-Sekundarschule und die Theresienschule teil.

In diesem Jahr habe ich den Vorlesewettbewerb erst zum zweiten Mal ausgerichtet, hatte jedoch die Ehre, gleich an drei Runden davon beteiligt zu sein.
Bei der Ermittlung des Schulsiegers des Helmholz-Gymnasiums saß ich in der Jury. Das war sehr aufregend für mich, da ich vorher noch in keiner Situation gewesen bin, in der ich andere Menschen beurteilen sollte. Für mich war das eine tolle Erfahrung. Durch diesen Schulentscheid habe ich viele nützliche Informationen und Ideen für die weitern Runden mitnehmen können.
Beim Stadtentscheid, den wir hier in der Bibliothek ausgetragen haben, sind dann die Schulsieger gegeneinander angetreten. Und schon stand ich wieder auf der anderen Seite. Ich selbst lese zwar nicht vor, bin nur Organisatorin und Moderatorin, fiebere aber mit jedem Teilnehmer mit. Nach zwei aufregenden Leserunden stand die Stadtsiegerin fest: Marianne Fron von der Theresienschule durfte für Hilden beim Regionalentscheid antreten.marianne-fron
Beim Regionalentscheid des Kreises Mettmann sind dann die zehn Stadtsieger aus den Kreisstädten gegeneinander angetreten. Dieser wurde dieses Jahr erstmalig in Hilden ausgetragen und wird in den nächsten Jahren innerhalb des Kreises rotieren. Bis ich da wieder an der Reihe bin, wird also einige Zeit vergehen. Ich war sehr froh, dass ich dieses Mal keine Entscheidung treffen musste. Für mich haben alle Teilnehmer sehr gut vorgelesen und auch für die Jury lag das Feld sehr nah beieinander. Am Ende gewonnen hat die Vertreterin für Wülfrath, Finja Klingberg. Sie tritt nun beim Bezirksentscheid an. Dafür wünschen wir ihr ganz viel Erfolg.siegerin-finja-klingberg

Und für mich heißt es jetzt erst mal Abschied nehmen vom Vorlesewettbewerb. Bis es im Oktober wieder mit den Schulentscheiden losgeht und neue Sechstklässer die Chance haben, uns in ihre Lieblingswelten zu entführen.

Beste Grüße

Stefanie Krüger

Eierlikörkuchen

Liebe Leser,

 

Heute möchte ich Euch das Rezept für einen meiner Lieblingskuchen vorstellen: Eierlikörkuchen.
Dieser passt nicht nur super zu Karneval, sondern kann das ganze Jahr über gegessen werden, da er sehr einfach zu backen ist.

Ihr braucht:

250g Butter
200g Zucker
5 Eier
250g Mehl
1 Päckchen Backpulver
200g Schokoladenstreusel
1 Tasse Eierlikör (je nach Geschmack darf es auch etwas mehr sein 😉 )

Und so geht’s:

Die Eier mit dem Zucker und der Butter schaumig rühren. Anschließend das Mehl mit dem Backpulver über die Masse sieben und verrühren. Zum Schluss werden die Schokoladenstreusel und der Eierlikör untergerührt.
Den Teig am besten in eine Gugelhupfform füllen und bei 175 °C 50-60 Minuten auf der mittleren Schiene backen. (Die hatte ich leider nicht, der Teig war dementsprechend nach 60 Minuten in der Mitte noch recht flüssig. Damit der Kuchen nicht verbrennt, habe ich ihn einfach mit Alufolie abgedeckt. So konnte er weiter im Backofen bleiben, um gar zu werden, ohne seine schöne Farbe zu verlieren.)

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Natürlich geht das Ganze auch ohne Eierlikör, dann hat man einen tollen Topfkuchen mit Schokoladenstückchen.

Viel Spaß beim Backen
Beste Grüße

Stefanie Krüger