Archiv des Autors: Stadtbücherei Hilden

Unser neues Tor zur Welt – BIBNET-Press

Guten Morgen, liebe Leser!
Seit einigen Tagen haben alle Bibliotheken im Kreis Mettmann ein tolles neues Angebot: BIBNET-Press. Mit einem gültigen Büchereiausweis habt Ihr Zugriff auf Zeitungen aus aller Welt. Die Stadtbücherei Erkrath hat in ihrem Blog bereits ausführlich beschrieben, wie das neue Angebot funktioniert. Testet es mal und sagt uns, wie es Euch gefällt!

Die Stadtbücherei Erkrath bloggt

20140129_Strichpunkt_logo_bibnet_press_blau_mit_iconLiebe Leser,

gehört ihr zu den Zeitungslesern? Wolltet ihr schon immer einmal direkt vergleichen können, was die internationale Presse schreibt, egal ob es um Politik, Wirtschaft, Sport oder Kultur geht? Oder möchtet ihr ab und an eine Zeitung aus der Heimat lesen, ob Angola, Frankreich oder Kassel 😉 ? Wir bieten euch ab sofort eine internationale und nationale Presseschau! Ihr braucht nur einen gültigen Büchereiausweis und schon kann es los gehen. Wie?

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Projekt „Andere Länder – andere Sprichwörter“ – Überraschende Ergebnisse bei der Durchführung

Gastbeitrag von Dr. Jürgen Wilbert

Im März führte der Autor Dr. Jürgen Wilbert an verschiedenen Hildener Schulen das vom „Deutschen Aphorismus-Archiv Hattingen e.V.“ zusammen mit dem Stadtmuseum Hattingen konzipierte Projekt „Andere Länder – andere Sprichwörter: Unterschiede und Gemeinsamkeiten entdecken“ durch.  Über die Abschlussveranstaltung  der Pojektwoche am 24. März in der Stadtbücherei haben wir im hier Blog berichtet. In diesem Gastbeitrag schildert Dr. Wilbert nun seine Erfahrungen mit diesem Projekt.

Dr. Jürgen Wilbert

Dr. Jürgen Wilbert

Das Sprichwortprojekt, das 2008 entwickelt wurde und seit 2009 an vielen Schulen und Schulformen von der 4. Grundschulklasse  bis zur 12. Jahrgangstufe eines Gymnasiums durchgeführt worden ist, bringt immer wieder und immer noch auch für den Initiator und Leiter des Projekts überraschende Ergebnisse und Erkenntnisse. Und von diesen möchte ich hier in aller Kürze berichten.

So lerne ich ständig neue Sprichwörter aus anderen Ländern und Kulturkreisen kennen, wie zuletzt auch bei der Projektdurchführung ab Herbst 2011 im Kreis Mettmann.  Ein Viertklässler einer Hildener Grundschule, dessen Eltern aus dem Kosovo kommen, brachte dieses Sprichwort von zuhause mit in die Klasse: „Wer lesen und schreiben kann, hat vier Augen.“ Auch die Mitschüler/innen waren von diesem Sprachbild überrascht und mussten es erst in ihr Sprachverständnis übersetzen. Was bedeutet es „vier Augen zu haben“?

Man sieht, man erkennt einfach mehr.

Im Deutschen sind diese Sprichwörter zum Lernen weithin bekannt:   „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Oder: „Übung macht den Meister.“ „Zum Lernen ist niemand zu alt.“ Auch umgangssprachlich kennt man: „Wird man auch so alt wie ´ne Kuh, man lernt immer noch dazu.“ Es fällt auf, dass hier neben dem Trainingsaspekt der Gesichtspunkt des Alters beim Lernen eine wesentliche Rolle spielt. Weniger bekannt, fast ausgestorben sind allerdings diese deutschen Sprichwörter, die in der Sammlung von Karl Simrock aus dem Jahre 1846 aufgeführt sind: „Wer ausgelernt sein will, muss um Grabe liegen.“ / „Lerne, so kannst du was vergessen.“ / „Man lernt eher eine Sprache in der Küche als in der Schule.“ Und über´s Lesen finden wir dort: „ Wer viel liest und nichts behält, ist wie wer jagt und nichts behält.“ / „Lesen und nichts verstehen ist halbes Müßiggehen.“ Apropos „Müßiggehen“ oder „Müßiggang“ – es fällt auf, dass die meisten Schüler/innen auch der älteren Jahrgänge mit diesem Wort nichts mehr anfangen können, d.h. ein Sprichwort wie „Müßiggang ist aller Laster Anfang“ muss insgesamt übersetzt werden.

Eine Schülerin, deren Eltern aus Polen kommen, bereicherte den Unterricht mit diesen Sprichwörtern: „Hoffnung ist die Mutter aller Dummköpfe.“ / „Das Böse lernt sich leicht, das Gute schwer.“ Und. „Wer nicht liest, der lebt nicht.“ Dabei werden die Sprichwörter auch jeweils in der Landessprache vorgelesen. So z.B. dieses türkische Sprichwort „Akilli baskalarinin ögrenir, aptal kendisinin.“ (= „Der Kluge lernt aus den Fehlern anderer, der Dumme aus den eigenen.“

)Hier noch einige Beispiele aus anderen Ländern: „Der Wolf verliert sein Fell, aber nicht seinen Charakter.“ (Ital.: Il lupo perde il pelo ma non il carattere.) / „Die Zeit ist eine geräuschlose Feile.“ („Il tempo e una silenziosa freccia.“)

Und aus dem Niederländischen kommt dieses Sprichwort zum Thema Heimat: „Zoals het klokje thuis tikt, tikt het nergens.“ („Wie die Uhr zuhause tickt, tickt sie nirgendwo anders.“)

Überhaupt stellt der Themenkreis Heimat / Zuhause eine lehrreiche Fundgrube für ganz unterschiedliche kulturellen Sichtweisen dar, wie sie einer vergleichenden Aufstellung von Sprichwörtern zu entnehmen ist. In einer 8. Klasse war das einmal der Grundstock für den Entwurf eine Heimat- oder Anti-Heimat-Raps.

Diese Beispiele aus dem Unterrichtsprojekt mögen genügen, um zu zeigen, wie vielfältig und  originell die sprichwörtlichen Aussagen über menschliche Zustände und Eigenschaften in anderen Sprachen sein können und dass es methodisch gelingen kann, die Schüler/innen zu aktivieren und  über den Vergleich und die Interpretation von Sprichwörtern zugleich auch Freude an Sprache und Verständigung zu vermitteln. Die hohe Beteiligung von Schülern und Eltern bei der abschließenden Präsentation der Ergebnisse des Projekts aus den drei beteiligten Schulen in der Hildener Stadtbücherei am Samstag, den 24.3.2012 war neben dem Einsatz der Lehrerinnen in der Projektwoche auch für den Projektleiter das bisher bemerkenswerteste Resultat.

Zu den positiven Überraschungen zählt auch das von Frau vom Steeg (Leiterin der Astrid Lindgren-Grundschule) entwickelte Quiz „Worauf geht die Redensart zurück?“, in dem auf humorvolle Art vier Erklärungen genannt werden, aber nur eine richtig ist., etwas bei „Etwas durch die Lappen gehen“: a) Manch einer ist verwundert, wenn er nach einem Waschgang der Waschmaschine feststellt, dass eine Socke verschwunden ist. B) Beim Putzen fallen manchmal Schmutzteile aus dem Putzlappen heraus. C) Gejagtes Wild durchbrach öfters aufgespannt Tücher und entkam so den Jägern. D) In Lappland steht die Wiege des nordischen Skilanglaufs. Vor dem Ziel bilden die Lappen ein Spalier, durch das die Läufer eilen.“  (übrigens lehrreich auch für Erwachsene)

Die „Rheuma-Liga“ in Hilden stellt sich vor

Gastbeitrag von Susanne Bäcker

Das Motto der Rheuma-Liga lautet „Gemeinsam mehr bewegen“. Wir verstehen uns als Hilfs- und Selbsthilfegemeinschaft. Mit über 48.000 Mitgliedern in Nordrhein-Westfalen sind wir in 98 Arbeitsgemeinschaften vor Ort tätig. Unsere Ziele sind die Förderung der Rheumabekämpfung, Sicherung und Verbesserung der Versorgung Rheumakranker sowie Stärkung der Kompetenz der Betroffenen durch Information, Schulung und Beratung.

Rheuma-Liga

Unsere Mitglieder erhalten alle 2 Monate das Magazin „mobil“ mit aktuellen Beiträgen zu Forschungsergebnissen, Therapiemethoden, Medikation und Ratschläge für den Alltag. Microsoft Word – Programm_2 HJ 12 AG Hilden.

In Hilden bieten wir wöchentlich Funktionstraining als Warmwasser – oder Trockengymnastik an, wobei die Therapeutinnen speziell dafür ausgebildet wurden. Einmal im Monat treffen sich unsere Mitgliedern zum geselligen Beisammensein beim „Klöntreff“ oder „Bastel-Kaffeetreff“, wo sie sich untereinander austauschen können. Montags von 11.00 Uhr –  13.00 Uhr haben wir eine Sprechstunde eingerichtet, die von unserer zertifizierten Rheumaberaterin abgehalten wird. Außerdem organisieren wir regelmäßig Arzt- und Fachvorträge zu rheumatischen Schwerpunkten.

Weitere Infos gibt es online: http://www.rheuma-liga-nrw/

Was ist ein Philosophisches Café?

Gastbeitrag von Dr. Uta-D. Rose

„Gerecht ist, wenn alle dasgleiche bekommen.“ „Gleich ist aber nicht gleich gerecht.“  „Und dann lohnt sich doch Leistung gar nicht.“ „Ich fühle mich als Frau ungerecht behandelt.“ So hört es sich in etwa an, wenn im Philosophie-Café über Gerechtigkeit diskutiert wird. Wie aber kommt es zu solchen Diskussionen und was ist überhaupt ein Philosophisches Café?

Die Ur-Idee dahinter ist das öffentliche Streitgespräch auf der Agora, dem Marktplatz im antiken Griechenland. Dort diskutierte Sokrates mit Bürgern über allgemeine und besondere Fragen  – über die Tapferkeit, das gute Leben oder über Erziehung. Die Neubelebung dieser Idee wird allgemein Marc Sautet zugeschrieben, der ab 1992 in Paris damit begonnen hat, in Cafés mit Gästen zu diskutieren. Vor Sautet gab es bereits in Gelsenkirchen ab September 1989 Philosophie-Cafés, geleitet von der Philosophin Marit Rullmann und der Schauspielerin Erika Kaldemorgen. Danach sind in vielen Städten Philosophische Cafés entstanden, so auch in Hilden.

Philosophische Cafés sind offene Gesprächsrunden für interessierte Laien. Sie dienen dazu, philosophischen Fragen eine neue Öffentlichkeit zu verschaffen. Hier wird ein Thema nicht abstrakt diskutiert, sondern verständlich mit Bezug zum eigenen Denken und Leben. Das Philosophie-Café reagiert auf das wachsende Bedürfnis nach Orientierung zu aktuellen Themen des Zeitgeists oder zu immer wieder aufkommenden existentiellen Fragen.

In den meisten Philosophischen Cafés berät man zu Beginn, über welches Thema man denn sprechen wolle. Bei mir läuft das Philosophische Café etwas anders ab: ich gebe ein Thema oder eine Fragestellung vor, so weiß jede/r, worauf man sich einlässt. In einem kurzen Referat liefere ich philosophische Hintergründe zur Bedeutung des Themas oder des Begriffs und gebe einen Überblick über die Entwicklungsgeschichte. Danach leite ich zum Gespräch miteinander über, denn im Mittelpunkt stehen Diskussion und Gespräch. Am Ende steht der Versuch, die zahlreichen Perspektiven zu bündeln, mögliche Ergebnisse und gewonnene Anregungen festzuhalten. Das ist je nach Vielfalt der eingebrachten Perspektiven oder der Lebhaftigkeit um das Thema manchmal schwierig.

Philosophiert wird ja über „Gott und die Welt“. Konkret diskutiert wird z.B. über die Lüge, übers Gewissen, die Werte oder über Fragen wie „Verlernen wir das Schenken?“ Anfang des Jahres 2012 gab es im gut besuchten Hildener Philo-Café eine sehr ernste und tiefgehende Diskussion zu Organspende und Hirntodkriterium unter der Fragestellung „Wann ist der Mensch tot?“ Sehr lebhaft und kontrovers ging es zu, als über die Meinung diskutiert wurde mit der Fragestellung „Ich hab’s nicht so gemeint!“ Ab Herbst 2012 geht es um die Zeit, um Ethik und die guten Vorsätze fürs neue Jahr.

Foto Dr. Rose

Nach Hilden bin ich erstmals im Juni 2009 gekommen, als für eine Veranstaltung, die schon terminiert war, noch kein Dozent gefunden war. Seit dem habe ich 14 Mal das Philosophische Café durchgeführt.

Mit Veranstaltungen zu philosophischen Themen (Vorträge, Seminare, Philosophie-Cafés) bin ich bereits seit 1997 „unterwegs“. Ich komme aus Düsseldorf, lebe aber seit vielen Jahren in Solingen. Dort leite ich seit Ende 2000 das Philosophie-Café in der Stadtbibliothek, wo bisher knapp 80 verschiedene Themen diskutiert wurden. Es gab dort einen Besucherrekord von über 100 Teilnehmern, als es einmal mit einem Gastdozenten um „Fragen an Buddha“ ging.

Mein theoretischer Hintergrund ist das Studium von Philosophie (Hauptfach), Pädagogik und Politikwissenschaft mit anschließender Promotion im Fach Philosophie an der Uni Wuppertal. Meine praktische Tätigkeit aus diesem Hintergrund erstreckt sich neben den genannten Veranstaltungen auch aufs gelegentliche Philosophieren mit Kindern und auf Philosophische Lebensberatung (Neuorientierung, Selbstwertgefühl, Verarbeitung von Verlusten, Trauerreden u.v.a.m.). Meine Tätigkeit hat mich nicht nur in verschiedene Städte in Nordrhein-Westfalens gebracht, sondern auch an manche internationale Tagungsorte der Philosophie (Südfrankreich, Kolumbien). Und manchmal mache ich „verrückte Events“: So 2010 einen Philosophy Slam (Ableger des Poetry Slams) und demnächst philosophiere ich „im Schaufenster“ jeweils zum Welttag der Philosophie.

Das Büchereiteam!

Das Hildener Büchereiteam besteht aus – zur Zeit – 13 Frauen. Die jüngste im Team ist 23, die älteste Mitte fünfzig. Gemeinsam wurden im vergangenen Jahr 2.023 Öffnungsstunden abgedeckt, an denen außerdem noch 213 Veranstaltungen stattfanden. Insgesamt wurden 330.793 Bücher, CDs, DVDs, Blu-rays, Konsolenspiele, Gesellschaftsspiele, CD-ROMs und Zeitschriften ausgeliehen und nach dem Zurückbringen wieder in die Regale sortiert.

Das Foto mit den vielen Herzen wurde am 11.11.2011 anlässlich der „Nacht der Bibliotheken“ aufgenommen, die unter dem Motto „Total verknallt in Bibliotheken“ stattfand. Es zeigt fast alle Mitarbeiterinnen.

Aber leider nur fast alle! Deshalb gibt es hier noch ein weiteres Foto von unseren beiden Jüngsten im Team. Nathalie Funda (rechts) hat maßgeblich daran mitgewirkt, dass dieser Blog entstanden ist. Stephanie Semm (links) hat im Sommer 2011 ihre Ausbildung in der Stadtbücherei abgeschlossen und arbeitet seitdem hauptsächlich im Kinderbereich.

In der kommenden Zeit werden sich hier alle Mitarbeiterinnen mit ihren Aufgabenbereichen vorstellen.

Unser Blog entsteht

Nach einer Web 2.0 Schulung, in der unter anderem diverse Plattformen vorgestellt wurden, hat das Büchereiteam entschieden, einen Blog einzurichten. Auf diese Weise soll es eine weitere Möglichkeit geben, um mit den Büchereikundinnen und -kunden zu kommunizieren.

 

Hier sind die Auszubildende Nathalie Funda und die Fachangestellte Nora Schäfer zu sehen, wie sie ihr erstes Brainstorming in der Leseoase abhalten. Dieser gemütliche Platz in der 2. Etage diente letztendlich als Namensgeber für den Blog! Es wurde gegrübelt und notiert und nachdem die ersten Ideen entstanden waren, ging es dann an den PC. Dort haben die beiden dann zusammen ein paar Stunden am Design gebastelt, die Menüleiste mit Inhalt gefüllt sowie die „Über uns“-Seite und das Impressum erstellt. Das Ergebnis wird nun präsentiert:  Hier ist die virtuelle Leseoase der Stadtbücherei Hilden!

Geplant sind regelmäßige Berichte aus dem Bibliotheksbetrieb der Stadtbücherei Hilden, Bilder, Buchtipps, Interviews und vieles mehr!