Archiv des Autors: Sonja Tewes

Eher etwas abgedreht

Autorin: Sonja Tewes

 

Ab und zu brauche ich nach Feierabend etwas Abgedrehtes. Etwas, das nichts, aber auch gar nichts mit der Realität zu tun hat. Und derzeit gibt es da zwei Serien auf dem Markt, die genau richtig für solche Abende sind.

Serie Nummer eins der abgedrehtesten Dinge, die ich jemals gesehen habe, ist „Preacher

Jesse Custer, eigentlich Prediger in einem verschlafenen 100-Seelen-Dorf, gehörte ursprünglich zu den bösen Buben, ehe er sich entschloss, dem Namen des Herrn zu dienen. Wahrscheinlich entschloss er sich auch nicht aus reiner Nächstenliebe zu dem Job…

Jedenfalls bekommt er ohne eigenes Zutun und eigentlich auch ohne, dass er es will, durch einen Streit zweier Engel zufällig in den Besitz einer „Gabe“. Diese befähigt ihn, Menschen (und anderen Wesen) seinen Willen aufzuzwingen und zwar einfach nur, indem er es ausspricht. Nach ein paar Folgen bekommt er Gesellschaft von dem Vampir Cassidy. Die beiden werden durch ein paar Umwege zu Freunden. Was für sich genommen schon hochgradig merkwürdig ist. Zusammen mit Jesse Custers Freundin Tulip, machen sie sich auf die physische Suche nach Gott – der den Himmel verlassen hat, weil er keinen Bock mehr auf die Herrscher-Nummer hat…

Leute, wenn ihr schwarzen Humor, Fantasy, Western und Satire mögt, seid ihr hier genau richtig!

Nummer zwei auf meiner Feierabend-Liste  ist die dämonische Serie „Lucifer

Hey, ich sage Euch, ich fange echt an, den Teufel zu mögen 🙂

Lucifer Morningstar ist böse, witzig, gutherzig, sarkastisch, neugierig und zufällig die rechte Hand von Detective Decker vom Los Angeles Police Department. Denn der Teufel persönlich hat natürlich die Fähigkeit, dass Menschen ihm sein tiefstes Inneres offenbaren. Und das ist natürlich äußerst nützlich bei der Aufklärung verschiedenster Verbrechen. Ganz besonders toll finde ich die Szenen, in denen der Teufel zum Psychiater – oder in seinem Fall zur Psychiaterin – geht. Super! Soviel sei verraten: Er hat nicht das allerbeste Verhältnis zu seinen Eltern 😉

Also rauf auf die Couch und abschalten (das Leben) und anschalten (die supercoolen Serien).

… ich bin dann mal weg …

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Altes Hobby – neu entdeckt

Während meiner Elternzeit habe ich ein altes Hobby wieder neu für mich entdeckt: das Nähen. Schon in meiner Realschulzeit hatte ich das Fach „Textilgestaltung“ und habe dies im Gegensatz zu einigen anderen Fächern gerne gemacht. Hier lernte ich Stopfen, Sticken, Knöpfe annähen und vieles mehr. In einer Ferienaktion durfte ich sogar eine eigene Hose nähen. Aber das Hobby lag lange brach, denn zwischenzeitlich verlor ich das Interesse und Jungs wurden interessanter 😉

Vor drei Jahren bekam ich meinen Sohn, und was mich so faszinierte, waren die selbst genähten Anziehsachen für Kinder. Also lieh ich mir die Nähmaschine meiner Schwiegermutter, fing an Stoffe und Schnittmuster zu kaufen, und wollte sofort loslegen, aber getraut habe ich mich zuerst nicht. Dann kam mir die Überlegung, eine Patchwork Decke für die Tochter eine Freundin zu nähen, die ins Ausland zog. Ich habe, da es ein Gemeinschaftsgeschenk war, die Namen der anderen Muttis und deren Kinder auf das jeweilige Stück Stoff gestickt. Es war richtig, richtig viel Arbeit, aber das Ergebnis hat meiner Freundin mehr als gefallen!

Danach kamen kleinere Projekte, wie eine Beenie für meinen Sohn und den Sohn meiner Freundin, ein kleines Kleidchen, ein Kissen, eine Sparbuchhülle und viele Windeltaschen.

Aber mein größtes Projekt, auf das ich auch ein wenig stolz bin, ist die große Wickeltasche für mein Patenkind gewesen. Es hat sich etwas in die Länge gezogen, da so viele Extras eingearbeitet wurden, dass dieses Projekt ein gutes halbes Jahr in Anspruch genommen hat.

Die Arbeit hatte sich ausgezahlt, denn meine Freundin hatte Tränen in den Augen und das ist für mich das größte Lob gewesen, was ich je bekommen habe. Allerdings bleibt diese Tasche ein Unikat und es werden keine weiteren in dieser Größenordnung folgen 😉

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Mittlerweile besitze ich eine eigene Nähmaschine und freue mich auf meine nächsten Projekte.

 

Beste Grüße

Yvonne Alipas

It’s me, Mario!

Autorin: Sonja Tewes

 

Ich habe es so vermisst. Und konnte es auch fast nicht mehr abwarten, aber in meinem letzten Urlaub hielt ich endlich, endlich, endlich meine neue Spielekonsole in den Händen. Und natürlich nicht irgend eine. Die rote natürlich! Und was sagt uns die rote…?

In der Spielekonsole Nintendo Switch ist das neue Mario-Spiel enthalten. Und für Mario brennt mein Gamer-Herz schon seit meiner Kindheit. Das letzte, von mir ausgiebig bespielte Abenteuer war Mario 3D World für die Nintendo Wii U (ich berichtete).

Klar, dass ich in den letzten Urlaubstagen so etwas Unwichtiges wie Tage und Nächte nicht mehr voneinander unterscheiden konnte. Einmal eingetaucht, hat mich das neue Mario-Spiel komplett gefangen genommen. Mit der neuen Konsole kann man nämlich sowohl auf dem heimischen Fernseher, als auch direkt auf dem konsoleneigenen Display zocken. Ha! Gut für meinen Mann, der auch irgendwann mal gerne an den Fernseher wollte 😉

Super Mario Odyssey macht alleine schon durch die Hintergrundmusik richtig gute Laune. Und die Welten sind … einfach toll! Längst nicht nur Jump’n’Run, sondern richtige Entdeckungsreisen. Bei diesem Spiel muss ganz klassisch Prinzessin Peach gerettet werden. Und zwar vor ihrer Hochzeit mit Bowser. Ein wenig wie bei Super Mario Galaxy, geht es mit einem Luftschiff zwischen den Welten hin und her.

Das Beste für mich ist aber, dass keine Zeit abläuft und man alles in Ruhe anschauen und erkunden kann. Wenn man drei Treffer einsteckt, verliert Mario auch kein „Leben“, wie in vielen anderen Spielen, sondern 10 Münzen. Aber Münzen sind so massenhaft verteilt, dass ein „Game Over“ quasi unmöglich ist 🙂

Mario hat ein besonderes Goody dazu bekommen. Seine Mütze kann nämlich Gegner capern. Sobald er seine rote Kappe auf einen Gegner wirft, schlüpft er „in die Haut“ dieses Gegners und bekommt seine Eigenschaften. Capert er zum Beispiel den Gumbaa, rutscht er nicht mehr auf Eisflächen aus. Beim Flügel-Gumbaa kann Mario plötzlich fliegen. Als Raupe kann er sich ganz laaaaang machen und erreicht so Stellen, die er sonst nie erreichen würde.

Oder auch die vielen, niedlichen Kleinigkeiten. Ein Taxi mitten in der Wüste. Oder ein Hund, der… nein, ich will nicht zu viel verraten.

Die Controller in der Hand sind in den interaktiven Spaß mit eingebunden und vibrieren je nach Gesundheitszustand oder Aktion des Klempners. Auch, wenn Schätze in der Nähe sind oder er auf dem Supertier „Miauxi“ durch die sengende Wüste rennt, grummelt und rummst es in den Controllern…

Also, kalte, regnerische Tage, ihr könnt kommen! Ich bin gewappnet.

Familienrezepte

Autorin: Sonja Tewes

Es ist Winter. Im Treppenhaus duftet es schon verlockend. Ich betrete die Wohnung meiner Oma.

Der Duft wird intensiver und mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Bratapfelduft. Hmmmh. Früheste Kindheitserinnerungen. Mit Oma und Opa den Baum schmücken und als Belohnung dann Bratapfel. Und natürlich haben wir auch Plätzchen selbst gebacken. Jedes Jahr sechs Sorten, immer die gleichen. Das ist jetzt schon viele Jahre her und die Erinnerung an meine Großeltern ist jedes Jahr zur Weihnachtszeit besonders präsent. Warum? Ich habe meine Oma nach ihren Plätzchen-Rezepten gefragt. Und nach dem Rezept für ihre Hühnersuppe, ihren Kartoffelsalat und den Frankfurter Kranz.

Familienrezepte. Inzwischen habe ich nicht nur meine Oma befragt, sondern auch meine Eltern und andere Verwandte. Ein besonderer Salat, den nur meine Tante hinbekommt. Oder die Reibekuchen meiner Mutter. Alles fein säuberlich aufgeschrieben und gesammelt. Und so wertvoll! Diese Rezeptsammlung findet sich in keinem Kochbuch der Bücherei, ja nicht mal der Welt.

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Deshalb kann ich nur dazu animieren: Leute, fragt Eure Familien und Freunde nach ihren Rezepten. Probiert sie aus, so lange Ihr noch nachfragen könnt. Und holt Euch Jahre später dadurch etwas „Heimat“ in die Küche. Irgendwann wird sich vielleicht auch einmal ein „traditionelles Rezept“ mit den eigenen Ideen vermischen.

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit, wenn ich die Plätzchendose öffne, bin ich wieder im Wohnzimmer meiner Großeltern. So schön. Und unvergessen!

Ich bin wieder hier…. in meinem Revier??

Liebe Leserinnen und Leser,

so wie Westernhagen in seinem Refrain singt:

Ich bin wieder hier
In meinem Revier
War nie wirklich weg
Hab mich nur versteckt…

Genau so so fühle ich mich. Nach drei Jahren Elternzeit und meiner ersten Woche hier in der Bücherei, kann ich sagen, man verlernt ja nix 😉 Auch wenn es viele Neuerungen gibt, bin ich schnell wieder drin. Natürlich habe ich auch manche Dinge vergessen (z. B. Telefonnummern von KollegInnen, die interne Ordnerstruktur, Sonderfristen…). Aber es gibt hilfreiche Checklisten, die ich mir zu Gemüte führe und auch alle Kolleginnen und Kollegen helfen mir, wenn ich nicht weiter weiß.

Auch mein Aufgabengebiet hat sich geändert. Zu meinen Aufgaben gehören nun unter anderem der Dienst im Erdgeschoss, die Einarbeitung der neuen Medien und die Beschaffung von Materialien. Wer gerne mit mir ein paar Worte wechseln möchte, trifft mich Dienstagsabends und Mittwochmorgens im Erdgeschoss an der Kurzinformation an.

Ich freue mich auf Sie!

Mit besten Grüßen

Yvonne Alipas

Eisberg voraus!

Autorin: Sonja Tewes

Das Blatt ist weiß. Blanko. Leer. Da – plötzlich ein Gedanke, eine Idee, Wörter, die sich plötzlich zu ganzen Sätzen formen…

Wenn man sich wie ich, nicht selbst dazu entschieden hat, Bloggerin zu sein, kann es schon mal schwierig werden, den „Nerv“ der Leser zu treffen. Hier in der Stadtbücherei Hilden bekommt jeder von uns Stichtag-Termine und dann sollen an diesen Tagen unsere Blogbeiträge erscheinen. Das führt bei mir regelmäßig zu Ladehemmungen.

Hast Du Interesse?

Was interessiert unsere Leser? Ist der Text zu lang, zu kurz, zu altbacken, zu langweilig…?

So ein Blogbeitrag ist wie ein Eisberg. Man überfliegt am Tag etliche Texte, schon die ersten paar Wörter lassen uns entweder „weiter fliegen“ oder einsteigen.

Der Text, den ich heute aus dem Augenwinkel gesehen habe, könnte morgen so interessant sein, dass ich ihn lesen möchte. Bei mir ist der „Lese-Wille“ auch nicht jeden Tag gleich.

Woran bleibt Euer Blick hängen?

Herz und Verstand gleichermaßen einsetzen

Neulich hatten wir zum Thema „Schreiben für das Web“ eine sehr spannende Schulung durch Ania Dornheim von Textwende. Was mir dabei besonders hängen geblieben ist, ist, dass wir nicht für irgendjemanden irgendetwas schreiben, sondern dass Herz und Verstand Hand in Hand gehen müssen, damit der Text lesenswert ist. Wenn es ein Beitrag ist, den ich fachlich kompetent schreiben kann, ist der passende Text zu dem „vertrauten Terrain“ kein Problem. Wenn ich mich aber für ein Thema interessiere (zum Beispiel 3-D-Brillen), so muss ich nicht lernen, wie diese Teile technisch funktionieren, um einen netten Blogbeitrag darüber zu schreiben. Ich kann aber über mein persönliches Erlebnis berichten und finde vielleicht ein paar „Gleichgesinnte“ bei meinen Lesern, die sich darin wiederfinden.

Hach. Eigentlich so einfach. Und wenn Ihr bis hierher mit dem Lesen gekommen seid, dann freue ich mich riesig! 🙂

Endlich schlafen

Liebe Leser,

kennt Ihr das Gefühl, wenn man abends mit offenen Augen im Bett liegt, das Gedanken-Karussell sich dreht und Ihr einfach nicht zu Ruhe kommt?

Mir passiert das sehr häufig, besonders, wenn der Tag vollgestopft mit Terminen und mega-stressig war. Wenn im Kopf die Arbeits-Schleife nicht enden will oder alle Probleme der Welt unlösbar vor mir zu liegen scheinen. Wenn ein mich sonst so beruhigender neuer Thriller von Sebastian Fitzek auch nichts mehr nützt.

Es werden viele Möglichkeiten angeboten, wie man vom Chaos des Tages wieder „runter kommen“ kann. Autogenes Training und Meditationen sind auch nicht jedermanns Sache. Bei mir kann es passieren, dass sie mich sogar noch zusätzlich aufregen. 😉

Deshalb stelle ich Euch nun eine Seite vor, die nach eigenen Angaben absichtlich besonders langweilige Videos aus dem Internet sammelt, die so unglaublich lange dauern, dass man darüber einschläft. Die Idee fand ich großartig! Es gibt da Videos, die zeigen stundenlang nur ein prasselndes Kaminfeuer. Oder ein laufendes Schwein bei Minecraft. Oder, was mir besonders gut gefällt, den Mitschnitt eines Super-Mario-Spiels von Nintendo (ohne nervige Kommentare, wirklich einfach nur das Spiel). Oder zehn Stunden transsibirische Eisenbahn.

Also wer da nicht einschläft…!

Die beschriebene Plattform nennt sich „Napflix“ und ist kostenfrei. Die Videos bleiben auch nicht für immer abrufbar. Hin und wieder gibt es neue, todlangweilige Videos. Die Einschlaf-Wahrscheinlichkeit liegt aber bei allen extrem hoch. 🙂

Beste Grüße und eine geruhsame Nachtruhe,

Sonja Tewes