Archiv des Autors: Sonja Tewes

Auf Wiedersehen!

Liebe Leser,

wir haben uns nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, die „Leseoase“ zu schließen um Euch etwas Neues anzubieten.

Es soll also kein endgültiges Ende unserer Blogbeiträge sein.

Wir werden Euch in neuer Form ab demnächst wieder interessante und informative Beiträge präsentieren.

Es bedarf allerdings noch etwas Planung, daher bitten wir Euch noch um Geduld.

 

 

Tschüss und bis demnächst 🙂

Euer Team der Stadtbücherei Hilden

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Lese-Challenge – Monat Juni: Das erste Buch eines bekannten Autoren

Autorin: Sonja Tewes

Das Erstlingswerk eines bekannten Autoren – da kommen viele tolle Bücher in Frage. Aber für eines musste ich mich ja dann doch entscheiden.

Da ich bekanntlich in meiner Freizeit sehr viele Krimis und Thriller lese, fiel die Auswahl auf „Die Therapie“ von Sebastian Fitzek. Gerade ist ohnehin Urlaubslektüre angesagt, und Fitzeks Bücher gehören immer zu den ersten, die hier in der Bibliothek sofort ausgeliehen sind. Dieses konnte ich für mich retten 😉

 

 

Erstlingswerke sind ja immer etwas Besonderes. Der Autor ist unbekannt. Und wenn das Buch okay ist, heißt das immer noch nicht viel.

„Die Therapie“ wurde 2006 auf jeden Fall ein Sommerhit. Das klang für mich schon mal gut. Was lag also näher, als ihn jetzt im Sommer zu lesen? 🙂

Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite mega-spannend, und ich frage mich an der Stelle, wie man von dem Thriller berichten soll, ohne dabei gleich zu spoilern?!? Antwort: Gar nicht! Ich will Euch hier keine Inhaltsangabe liefern, die könnt Ihr auf anderen Seiten auch finden.

Nur so viel: Der Protagonist ist Dr. Viktor Larenz, Psychiater von Beruf. Bei einem Arztbesuch verschwindet seine Tochter Josy spurlos.

Mein „Problem“ bei dem Thriller war, dass er in relativ kleine Kapitel aufgeteilt ist. Und fast jedes Kapitel endete mit einem Cliffhanger. Unglaublich! Jedes Mal dachte ich in eine neue Richtung, und jedes Mal lag ich falsch!

Essen? Trinken? Fehlanzeige. Mit dem Hund raus? Nö. Ich musste erst mein Buch zu Ende lesen.

Deshalb meine „wärmste“ Empfehlung: Solltet Ihr wie ich, den „Fehler“ machen, Fitzeks Debütroman anzufassen, nehmt Euch weiter nichts anderes vor. Ihr kommt zu nix mehr 🙂

Kein Stress!

Autorin: Sonja Tewes

Wie war noch mal mein Passwort? Ach ja, Kollegin XY ist ja heute nicht da, da muss ich vor der Öffnungszeit ja noch die Einnahmen überprüfen … 9:28 Uhr. Um 9:30 Uhr öffnet die Bibliothek.

Der erste Arbeitstag nach einem Urlaub ist für mich immer der schlimmste. Ich schalte im Urlaub so sehr ab, dass ich das Gefühl habe, in die Bibliothek zu kommen und überhaupt nicht mehr „im Thema“ zu sein.

Letzte Woche fanden einige Veranstaltungen statt. Die Künstler warten auf ihr Geld. Noch schnell … oh nein, die Post war schon da.

Die Zahlungserinnerungen, die ich ausstelle, müssen auch noch raus. Diese Woche noch. Es sind  immer so zwischen 40 und 50 Stück. Oh je…

Und schon so spät, die Kollegin an der Infotheke wartet darauf, dass ich sie ablöse.

Ich kann kaum glauben, dass ich vor nicht einmal zwei Wochen ein Seminar zum Thema „Ruhepunkte – Hilfen bei Stress im Beruf“  besucht habe. Erfolgreich? Während ich dort war, klappte alles super! Entspannungstechniken, Entschleunigung, Entstehung vom Stress im Kopf und die Auswirkungen auf den Körper – hab ich in der Theorie alles verstanden. Die Praxis? Hm, tja, ich muss noch üben.

Einfach mal innerlich ein bisschen auf die Bremse treten. Die Dinge nacheinander erledigen, nicht gleichzeitig. Organisieren, Pläne aufstellen. Und mir nicht selbst ein Beinchen stellen, indem ich mich selbst zu sehr stresse. Ja. Stress entsteht zuerst mal im Kopf. Es kommen auch äußere Faktoren dazu, genügend, aber im Kopf muss es anständig sortiert werden. Nach Wichtigkeit und Dringlichkeit. Den nächsten Tag schon ein wenig vorausplanen (es kommt eh immer anders, aber egal, ein Gerüst habe ich dann jedenfalls).

Und zwischendurch 30 Sekunden mal die Augen schließen (und wenn es nur die „inneren“ Augen sind) und zur Ruhe kommen. Meinen Ruhepunkt finden. Punkt.

Warum sind Sie denn schon hier?

Autorin: Sonja Tewes

 

Noch etwas schlaftrunken laufe ich morgens um 7.40 Uhr der Bibliothekstür entgegen. Unterwegs treffe ich einen Kunden. Er begrüßt mich mit: „Was machen Sie denn schon so früh hier?“

Ja, was mache ich eigentlich so früh hier? Unsere Kunden sehen uns, klar, zumeist erst dann, wenn die Bibliothek öffnet. Das bedeutet aber nicht, dass wir auch erst zur Öffnungszeit anwesend sind.

Zunächst ist es so, dass die Bibliothek für die Öffnungszeit „hergerichtet“ werden muss.

Das bedeutet, es müssen in unserem Fall drei Etagen vorbereitet werden. Im Erdgeschoss müssen zum Beispiel sechs PCs gestartet werden. Nicht immer funktionieren alle Geräte reibungslos, dann muss auch noch die Fehlerbehebung vor der Öffnungszeit stattfinden.

Außerdem werden sämtliche Ebook-Reader und Tablets an den Start gebracht, damit sie von Euch ausprobiert werden können. Von Licht und Fenstern habe ich an dieser Stelle noch gar nicht gesprochen.

Die Tageszeitungen werden gestempelt und getackert, damit der Lokalteil keine „Beine“ bekommt.

Dann kümmern wir uns um zurückgekommene Medien vom Vortag. Ungefähr 1200 Medien müssen täglich wieder in die Regale eingeräumt werden. Dazu müssen sie erst einmal kontrolliert werden, ob sie unbeschädigt (vor allem bei Büchern) und vollständig (vor allem bei Spielen, DVDs, CDs u.s.w.) sind. Erst dann können sie wieder in den Ausleihbestand. Die Medien werden auf 12 Buchwagen und von dort aus in drei Etagen verteilt.

Und einräumen allein reicht natürlich nicht. Die Ordnung muss in den Regalen wieder hergestellt werden.

Das ist natürlich nur ein kleiner Teil, der notwendig ist, damit die Bibliothek pünktlich (und ordentlich) öffnen kann.

Im Hintergrund passieren über den Tag laufend weitere Dinge, die nicht mit dem direkten Ausleihbetrieb zusammenhängen. Ob das jetzt die Katalogisierung und Einarbeitung neuer Medien ist, Rechnungen bearbeiten oder Lieferungskontrolle, Mahnungen bearbeiten oder Veranstaltungen planen (die teilweise auch außerhalb unserer Öffnungszeiten stattfinden), Dienstbesprechungen und andere Runden, Social-Media-Aktivitäten und viele andere Dinge, die zur Optimierung der Abläufe in der Bibliothek notwendig sind.

Und jetzt habe ich sicher noch nicht alles aufgezählt. Alles Dinge, die im Ausleihbetrieb, während wir an der Theke sitzen und für unsere Kunden da sind, nicht unbedingt zeitgleich erledigen können.

Das machen wir schon „so früh“ hier!

 

Beste Grüße,

Sonja Tewes

Hallo

Autorin: Sonja Tewes

 

  • Wo sind die Toiletten?
  • Ich hätte gerne Karten für das Konzert …
  • Kann man hier kopieren?
  • Wo ist denn 3B?
  • Ich muss zahlen!
  • Haben Sie das neue von der Riley?
  • Hör‘n se mal, warum geht dat denn hier nich?

 

So oder ähnlich werden wir häufig im Erdgeschoss an der Infotheke in der Bibliothek begrüßt.

Und ich habe mich gefragt, wie wir, die hinter der Theke,  der Kasse oder hinter dem Steuer eines öffentlichen Verkehrsmittels sitzen, von unseren Kunden wahrgenommen werden?

Mir persönlich ist eine Begrüßung wichtig. Und eine freundliche natürlich noch lieber 😉

Kann ja durchaus sein, dass das nicht bei jedem so ist.

 

Neulich stand ich mit einer Reihe anderer Menschen an der Haltestelle, und der Busfahrer hielt genau vor meiner Nase. Nachdem ich ihn begrüßt hatte, sagte er zu mir: „Sehen Sie, deshalb habe ich genau vor Ihnen gehalten. Weil ich wusste, dass Sie mir „Guten Morgen“ wünschen. Ein anderes Mal verhaspel ich mich bei der Begrüßung, sage „Guten Morgen“, obwohl es schon Mittag ist. „Ist egal“, sagt der Busfahrer, „Hauptsache, Sie sagen überhaupt irgendetwas…“

Huch.

 

Ich habe mich natürlich sehr gefreut, bin aber auch nachdenklich geworden. Gerade, wenn man im Stress ist, der Kopf von lauter Dingen voll ist, nimmt man nicht unbedingt viel von seiner Umgebung wahr. Die Menschen, die direkt vor einem stehen, werden ausschließlich als Geber einer Dienstleistung wahrgenommen. Eine „unfreundliche“ Mitarbeiterin, ein „brummiger“ Busfahrer wird hingegen sofort bemerkt. Wie wir selbst andere Menschen begrüßen (oder eben auch nicht), häufig weniger. Dabei denke ich nicht pauschal, dass das jeder so macht. Es fällt mir aber auf, dass es nicht selten vorkommt. Nicht mal aus böser Absicht. Aber ich habe mir vorgenommen, gerade weil ich sowohl Kunde als auch dienstleistende Angestellte bin, die Menschen wirklich bewusst zu begrüßen, bevor ich mit meinem Anliegen komme.

 

In diesem Sinne noch einen guten Tag und bis zum nächsten Mal 🙂

Eher etwas abgedreht

Autorin: Sonja Tewes

 

Ab und zu brauche ich nach Feierabend etwas Abgedrehtes. Etwas, das nichts, aber auch gar nichts mit der Realität zu tun hat. Und derzeit gibt es da zwei Serien auf dem Markt, die genau richtig für solche Abende sind.

Serie Nummer eins der abgedrehtesten Dinge, die ich jemals gesehen habe, ist „Preacher

Jesse Custer, eigentlich Prediger in einem verschlafenen 100-Seelen-Dorf, gehörte ursprünglich zu den bösen Buben, ehe er sich entschloss, dem Namen des Herrn zu dienen. Wahrscheinlich entschloss er sich auch nicht aus reiner Nächstenliebe zu dem Job…

Jedenfalls bekommt er ohne eigenes Zutun und eigentlich auch ohne, dass er es will, durch einen Streit zweier Engel zufällig in den Besitz einer „Gabe“. Diese befähigt ihn, Menschen (und anderen Wesen) seinen Willen aufzuzwingen und zwar einfach nur, indem er es ausspricht. Nach ein paar Folgen bekommt er Gesellschaft von dem Vampir Cassidy. Die beiden werden durch ein paar Umwege zu Freunden. Was für sich genommen schon hochgradig merkwürdig ist. Zusammen mit Jesse Custers Freundin Tulip, machen sie sich auf die physische Suche nach Gott – der den Himmel verlassen hat, weil er keinen Bock mehr auf die Herrscher-Nummer hat…

Leute, wenn ihr schwarzen Humor, Fantasy, Western und Satire mögt, seid ihr hier genau richtig!

Nummer zwei auf meiner Feierabend-Liste  ist die dämonische Serie „Lucifer

Hey, ich sage Euch, ich fange echt an, den Teufel zu mögen 🙂

Lucifer Morningstar ist böse, witzig, gutherzig, sarkastisch, neugierig und zufällig die rechte Hand von Detective Decker vom Los Angeles Police Department. Denn der Teufel persönlich hat natürlich die Fähigkeit, dass Menschen ihm sein tiefstes Inneres offenbaren. Und das ist natürlich äußerst nützlich bei der Aufklärung verschiedenster Verbrechen. Ganz besonders toll finde ich die Szenen, in denen der Teufel zum Psychiater – oder in seinem Fall zur Psychiaterin – geht. Super! Soviel sei verraten: Er hat nicht das allerbeste Verhältnis zu seinen Eltern 😉

Also rauf auf die Couch und abschalten (das Leben) und anschalten (die supercoolen Serien).

… ich bin dann mal weg …

Altes Hobby – neu entdeckt

Während meiner Elternzeit habe ich ein altes Hobby wieder neu für mich entdeckt: das Nähen. Schon in meiner Realschulzeit hatte ich das Fach „Textilgestaltung“ und habe dies im Gegensatz zu einigen anderen Fächern gerne gemacht. Hier lernte ich Stopfen, Sticken, Knöpfe annähen und vieles mehr. In einer Ferienaktion durfte ich sogar eine eigene Hose nähen. Aber das Hobby lag lange brach, denn zwischenzeitlich verlor ich das Interesse und Jungs wurden interessanter 😉

Vor drei Jahren bekam ich meinen Sohn, und was mich so faszinierte, waren die selbst genähten Anziehsachen für Kinder. Also lieh ich mir die Nähmaschine meiner Schwiegermutter, fing an Stoffe und Schnittmuster zu kaufen, und wollte sofort loslegen, aber getraut habe ich mich zuerst nicht. Dann kam mir die Überlegung, eine Patchwork Decke für die Tochter eine Freundin zu nähen, die ins Ausland zog. Ich habe, da es ein Gemeinschaftsgeschenk war, die Namen der anderen Muttis und deren Kinder auf das jeweilige Stück Stoff gestickt. Es war richtig, richtig viel Arbeit, aber das Ergebnis hat meiner Freundin mehr als gefallen!

Danach kamen kleinere Projekte, wie eine Beenie für meinen Sohn und den Sohn meiner Freundin, ein kleines Kleidchen, ein Kissen, eine Sparbuchhülle und viele Windeltaschen.

Aber mein größtes Projekt, auf das ich auch ein wenig stolz bin, ist die große Wickeltasche für mein Patenkind gewesen. Es hat sich etwas in die Länge gezogen, da so viele Extras eingearbeitet wurden, dass dieses Projekt ein gutes halbes Jahr in Anspruch genommen hat.

Die Arbeit hatte sich ausgezahlt, denn meine Freundin hatte Tränen in den Augen und das ist für mich das größte Lob gewesen, was ich je bekommen habe. Allerdings bleibt diese Tasche ein Unikat und es werden keine weiteren in dieser Größenordnung folgen 😉

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Mittlerweile besitze ich eine eigene Nähmaschine und freue mich auf meine nächsten Projekte.

 

Beste Grüße

Yvonne Alipas