Archiv des Autors: Nina Bange

Wolle vs. Kälte

Liebe Leser,

seit letzter Woche ist der Winter definitiv da. Gegen die bibbernde Kälte hilft am besten Strick. Umso besser, wenn dieser noch schick und nachhaltig ist. we are knitters hat sich als Online-Plattform voll und ganz dem Stricken, Nähen und Sticken verschrieben. Ob Anfänger, Gelegenheitsknitter oder Profi, für jedes Niveau gibt es fertige Sets mit Garn, Nadel und Anleitung zu bestellen, um das Lieblingsteil selbst herzustellen, das man auf der Seite entdeckt hat. So kann man aus Alpaka, Merinoschafwolle oder Pima Baumwolle wunderschöne Teile zaubern.

Neben Videotutorials gibt es im Blog wertvolle Tipps und Tricks zu Techniken, tolle Ideen, wie man z. B. Wollreste verwenden kann, und kostenlose Anleitungen. Viel Spaß beim Knitten!

Beste Grüße

N. Bange

Werbeanzeigen

Weihnachtsmarkt mit Nostalgie

Liebe Leser,img_0342

Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt gehört zur Vorweihnachtszeit einfach dazu. Weihnachtsmärkte erleuchten die Städte und die dunkle Jahreszeit. In Hattingen im Ruhrgebiet findet jährlich ein ganz besonderer Markt statt, der Nostalgische Weihnachtsmarkt. Er ist in der idyllischen Altstadt Hattingens gelegen, in der sich wunderschöne Fachwerkhäuser aneinanderreihen.

rathausVom Reschop Carré an der S-Bahn-Station kommt man durch die Innenstadt direkt zum Alten Rathaus. Das uralte Fachwerkhaus ist allein schon ein Hingucker, doch ab dem 1. Dezember verwandelt es sich in einen Adventskalender und das Zuhause von Frau Holle, die jeden Tag um 17.00 Uhr ein Kläppchen öffnet, indem sie ein Bild enthüllt, und ihr Bettzeug ausschüttelt, aus dem es Goldtaler und Bonbons regnet.

Durch den Tunnel des Alten Rathauses gelangt man auf den schönen Kirchplatz der St.-Georgs-Kirche, der gesäumt ist vonimg_0315 wunderschönen originalen Fachwerkhäusern. Neben verschiedenen Glühweinständen gibt es dort österreichische Käse- und Wurst-waren, Mutzenmandeln sowie eindrucksvolles Kunsthandwerk. Im Märchenwald am Ende des Platzes kann man Kunstwerke von Schülern bewundern, die Szenen aus Grimms Märchen nachgebaut haben. Im Inneren der St.-Georgs-Kirche gibt es eine Krippe zu bestaunen.

franzoesicher-weihnachtsmarktIm früheren Krämersdorf der Handwerker rund um die Johanniskirche findet heute der französische Weihnachtmarkt „Bleu Blanc Rouge“ statt, auf dem Käse- und Wurstspezialitäten sowie edle Weine angeboten werden. Daneben gibt es Feuerzangenbowle und den „Hattinger Kirschtraum“. Und natürlich finden täglich verschiedenenikolaus Aktionen wie musikalische Auftritte, die große Weihnachtsmarktparade am 1. Dezember oder das samstägliche Glockenspiel statt. Oder es taucht einfach ein silberner Nikolaus auf  😉 Schaut es Euch doch einfach selbst einmal an.

Beste Grüße

N. Bange

Mini Maker Faire in Köln

Liebe Leser,

am vergangenen Samstag habe ich die Mini Maker Faire in der Stadtbibliothek Köln besucht.

15000164_1161071613942125_1907330836549020357_o

Was ist eine Maker Faire?

Eine Maker Faire ist eine Messe, auf der Tüftler und Bastler, sog. Maker, ihre Ideen und Do-it-yourself-Projekte vorstellen und sich mit Interessierten und Gleichgesinnten austauschen können. Dies können digitale Projekte oder auch analoge sein. Hergestellt werden die Produkte meist in sog. FabLabs (Fabrication Laboratory), Repair Cafés oder eben auf Messen. Die Maker Faire wurde von Maker Media ins Leben gerufen, einem amerikanischen Verlag, der das Make-Magazin herausgibt und die Marke Make vermarktet. Die erste Maker Faire fand im Jahr 2006 in San Mateo, Kalifornien, statt, seit 2014 wird in New York jährlich eine Maker Faire ausgerichtet. 2013 schwappte die Bewegung nach Europa über. Seitdem finden jährlich Maker Faires in Hannover und seit 2015 in Berlin statt.

Was haben Maker mit einer Bibliothek zu tun?

14991023_1161071700608783_1052532550861215255_o

Die Stadtbibliothek Köln ist deutschlandweit die erste Bibliothek, die eine Maker Faire ausgerichtet hat. Und dies nicht zufällig, denn bereits seit 2013 besitzt die Bibliothek einen Makerspace in der neu gestalteten vierten Etage, die Bibliothek, Musik und Maker miteinander verbindet. So werden dort u. a. verschiedene Musikinstrumente, Laptops mit Kompositions- und Aufnahmesoftware, 3-D-Drucker sowie eine Vinyl-Bar mit Plattenspielern zum Digitalisieren von Schallplatten zur Verfügung gestellt. Auch die Sächsische Landesbibliothek besitzt einen Makerspace ausgestattet mit Dremel, Tischfräse, Kunststoffbiegemaschine und Heißdrahtschneider nach dem Mottoimg_0254 „Wissen kommt von machen“. Und dies ist die Schnittstelle zwischen Bibliothek und Maker. Bibliotheken als Wissensvermittler bieten Instrumente und eine Plattform für die Kommunikation und Vernetzung unter Makern.

So konnte man am Wochenende viele interessante Projekte in der Stadtbibliothek Köln bestaunen, angefangen von technikbegeisterten Amateurfunkern über Elektro Pop per Laserharfe bis hin zur Upcycling-Station, wo aus der alten Jeans eine neue stylische Tasche wird.

Beste Grüße

N. Bange

De Openbare Bibliotheek – Niederländische Bibliothekskonzepte

Liebe Leser,

schon lange ist die Funktion von Bibliotheken keine reine Medienausleihe mehr, Bibliotheken sind vielmehr ein Lernort und Treffpunkt geworden. Die Aufenthaltsqualität gewinnt immer mehr an Bedeutung und es entstehen neue Anforderungen an diesen „Raum für Begegnung und Aufenthalt“. Gemütliche Sofas und integrierte oder angrenzende Cafés sind aus modernen Bibliotheken kaum noch wegzudenken.

Quelle: imago stock&people, von http://www.rp-online.de

Die Openbare Bibliotheek Amsterdam, Quelle: imago stock&people von http://www.rp-online.de

Der kürzlich in der Rheinischen Post erschienene Artikel „Die Bibliotheken der Zukunft“ stellt die Openbare Bibliotheek Amsterdam als Aushängeschild und Verkörperung der fünf Kernfunktionen Öffentlicher Bibliotheken in den Niederlanden aus dem Bibliotheksgesetz von Anfang 2015 vor: „Wissen zugänglich machen, Lernen erleichtern, das Lesen sowie Kunst und Kultur zu fördern und gesellschaftliche Begegnung zu organisieren.“

 

Bereits um den Jahrtausendwechsel wurde in den Niederlanden die Frage nach der Zukunft Öffentlicher Bibliotheken mit dem Projekt Bibliotheken 2040 in Angriff genommen. Das Jahr 2040 wurde dabei als bewusst abstrakter weit in der Zukunft liegender Zeitpunkt gewählt, um an den Rand des Möglichen zu gehen und die Fantasie anzuregen. In diesem Zusammenhang wurden sieben Bibliothekskonzepte, darunter die 24-Stunden-geöffnete Öffentliche Hotelbibliothek Hotel Alphabet in Vught oder die Survival-Bibliothek in Oisterwijk, die Entspannung, Rätselraten, Literatur und Wandern miteinander verbindet, geschaffen [1], die richtungsweisend für die Anforderungen an Bibliotheken der Zukunft sind und die Trendwende einläuten – „weg von der Bibliothek als reinem Ort des Lernens und Lesens hin zu einem multifunktionalen Ort der Zusammenkunft“.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Dazu gehören ein ausreichendes Angebot an Arbeitsplätzen und Schreibtischen, bequeme Sitzmöglichkeiten, technische und elektronische Angebote, kostenfreies WLAN, Veranstaltungen und Vorträge und nicht zuletzt eine angenehme Atmosphäre, die die Bibliothek zu „einer Art drittem Ort“ zwischen Arbeit und Zuhause machen.

 

Die 2014 eröffnete Zentralbibliothek »Het Eemhuis« Quelle: scagliolabrakkee ©neutelings riedijk architects, von http://b-u-b.de

Die 2014 eröffnete Zentralbibliothek »Het Eemhuis«
Quelle: scagliolabrakkee ©neutelings riedijk architects, von http://b-u-b.de

Durch einen Prozess der Deregulierung in den Niederlanden, in dem die Zentralregierung Aufgaben an die Kommunalverwaltungen überträgt, werden dort zunehmend auch die Öffentlichen Bibliotheken miteinbezogen. So besitzt das Bibliothekssystem Eemland z. B. eine Lizenz für den Umgang mit elektronischen Behördendiensten (E-Government) oder bietet Seniorenbetreuung in Form von Kaffeestunden und Hausaufgabenhilfe für Jugendliche in der Bibliothek an. [2]

Es bleibt also spannend zu beobachten, wie sich „die Bibliothek als Wohnzimmer“ in den kommenden Jahren weiterentwickeln wird.

Beste Grüße

N. Bange

 

[1] Bruijnzeels, R./van Tiggelen, N.: Bibliotheken 2040. Die Zukunft neu entwerfen. Bad Honnef: Bock + Herchen, 2003

[2] De Groot, Erno:Het Eemhuis: Ein Bibliothekskonzept für die nächste Generation“, in: BuB – Forum Bibliothek und Information Online, unter: http://b-u-b.de/het-eemhuis/ (abgerufen am 04.10.2016).

Albi und Henri de Toulouse-Lautrec

Liebe Leser,

Henri de Toulouse-Lautrec (1864-1901) war ein faszinierender Künstler. Seine Plakate für das Pariser Varieté Moulin Rouge und seine Zeichnungen des Pariser Nachtlebens haben ihn berühmt gemacht. Die Wenigsten wissen, dass er in einem kleinen idyllischen Städtchen auf dem Lande namens Albi geboren und aufgewachsen ist.

Im Kunstunterricht in der Schule sollten wir uns aus einem Kunstbuch, das alle Epochen und Stile umfasste, ein Kunstwerk heraussuchen, das uns besonders gefiel, ein Referat über Künstler und Stilrichtung halten und das Kunstwerk mit einer kleinen Veränderung, die anhand der Analyse des Künstlers und des Werkes herausgearbeitet wurde, nachzeichnen. Das kontrastreiche geradlinige Divan Japonais (1892/93) von Henri de Toulouse-Lautrec sprang mir dabei sofort ins Auge. Seitdem faszinierte mich dieser Künstler. Also war es Zeit, seiner Heimatstadt inklusive des Toulouse-Lautrec-Museums mal einen Besuch abzustatten.

S7300552

Albi liegt im Süden Frankreichs in der Region Midi-Pyrénées an der Tarn. Von Weitem ragt das Wahrzeichen der Stadt hinaus, die Kathedrale Sainte-Cécile, die zu den ältesten Backsteinbauten der Welt zählt.

Kathedrale Sainte-Cécile

Kathedrale Sainte-Cécile

 

Im Innern ist sie mit aufwändigen Fresken im Stil der Frührenaissance gestaltet. Die Kathedrale liegt in der Albi auszeichnenden sehr schönen historischen Altstadt im Bischofsviertel, wo sich ebenfalls die Kirche Saint-Salvi und der Bischofspalast befinden. Seit 2010 stehen diese Bauten auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes. Und in dieser Weltkulturerbestätte, dem Bischofspalast, befindet sich auch das Museum Toulouse-Lautrec d’Albi.

 

Ein Abzug von Toulouse-Lautrecs erstem (Werbe-)Plakat „Moulin Rouge, La Goulue“ (1891) an einer Mauer in Albi

Ein Abzug von Toulouse-Lautrecs erstem (Werbe-)Plakat „Moulin Rouge, La Goulue“ (1891) an einer Mauer in Albi

Henri de Toulouse-Lautrec hatte in seiner Kindheit zwei Reitunfälle, bei denen er sich zunächst das eine und daraufhin das andere Bein brach und aufgrund einer Erbkrankheit kleinwüchsig blieb. Die langen Genesungsaufenthalte führten dazu, dass er sich der Malerei widmete. Für sein anschließendes Kunststudium ging er nach Paris, wo er u.a. Vincent van Gogh und Emile Bernard kennenlernte und in den Zirkel der Pariser Bohème rund um den Montmartre eintauchte. Er war fasziniert von dieser Schattenwelt, in der er sich mit seiner Kleinwüchsigkeit erstmals anerkannt fühlte. Das Schillern und das Vergnügen der Nacht porträtierte er in zahlreichen Bildern und Skizzen. Dabei bediente er sich der alten, fast vergessenen Drucktechnik der Farblithografie und entwarf ab 1891 zunehmend Plakate für Bars und Cafés am Montmartre. Durch das Druckverfahren waren Plakate schnell und einfach reproduzierbar. So ebnete er den Weg von der Künstler-grafik zur Gebrauchsgrafik und revolutionierte nachhaltig die Plakatgestaltung. Einige dieser Werke können im Museum in Albi bewundert werden. Und gleichzeitig die wunderschöne Architektur des kleinen Städtchens in Südfrankreich.

S7300449

Beste Grüße

N. Bange

 

Urlaubstipp Algarve

Liebe Leser,

die Algarve ist die südlichste Region Portugals. Und sie ist tatsächlich so schön wie auf den ganzen tollen Postkarten mit türkisfarbenem Wasser und steilen Klippen abgebildet.

Ich möchte Euch heute den Urlaubsort Armação de Pêra vorstellen.

Armação de Pêra war ursprünglich ein kleines Fischerdorf, das seinen Namen den Angelgeräten (armação) zu verdanken hat, die zum Angeln von Thunfisch verwendet wurden. Heute ist es ein toller Urlaubsort, der immer mehr Urlauber an seine wunderschönen Strände zieht.

Die weitläufigen Sandstrände, die sich östlich bis zum Praia da Galé erstrecken, laden zum Verweilen und Entlangspazieren ein.

neu Alagarve

Einige der geschützten Buchten bieten eine größere Abgeschiedenheit und können auch per Boot erreicht werden. Am Besten bei einer der vielen Erkundungstouren, die die einheimischen Fischer an dieser faszinierenden Küste anbieten.

Außerdem werden an der Algarve europaweit die meisten Sonnentage gezählt  🙂 Auf jeden Fall eine Reise wert!

Beste Grüße

N. Bange

 

Mängelexemplar

Liebe Leser,

nein, es ist nicht das leicht beschädigte Buch, das zu einem günstigeren Preis zu erwerben ist, gemeint (was einem in einer Bücherei als erstes in den Sinn kommt). Mängelexemplar, so heißt der erste Roman von Sarah Kuttner, der 2009 erschienen ist und nun endlich verfilmt wurde. Ich habe alle Bücher von Sarah Kuttner (Wachstumsschmerz (2011) und 180° Meer (2015)) verschlungen und war sehr auf die Verfilmung gespannt. Wenn es oft heißt, dass man von Buchverfilmungen enttäuscht ist, trifft das hier zum Glück gar nicht zu!

Das Mängelexemplar ist in diesem Fall Karo (Claudia Eisinger). Zumindest fühlt sie sich so, als ihre Chefin ihr unerwartet kündigt, ihr Freund sie verlässt und ihre beste Freundin nicht mehr mit ihr redet. Also macht Karo sich auf die Suche nach ihrem „Mangel“ und einem Weg, diesen zu beheben. Diese Suche fängt Laura Lackmann mit ihrem Spielfilmdebüt in unfassbar schönen Bildern ein, die Karo mal sympathisch und liebenswert, mal unerträglich und nervig zeigen. Dabei bleibt Claudia Eisinger in ihrer Rolle immer authentisch und zeigt alle Facetten schauspielerischen Könnens. Die Suche ist mal traurig, mal lustig, oft tragikomisch. Unterstützt wird Karo auf ihrem Weg von einer sehr speziellen Mutter (Katja Riemann), einer umhegenden und umpflegenden Oma (Barbara Schöne), Annette (Maren Kroymann) als geduldiger Therapeutin und ihrem ehemaligen Arbeitskollegen Max (Maximilian Meyer-Bretschneider), die allesamt helfen, ihrer Suche, zumindest für den Moment, ein schönes Ende zu bereiten. Aber schaut es Euch selbst an!

Beste Grüße

N. Bange