Archiv des Autors: Edda Nowak

Ein Besuch in der Mediothek Krefeld

Ja, auch wir besuchen mal andere Bibliotheken – und das gar nicht so selten! 😉

Meistens nicht, um Medien auszuleihen, denn wir sitzen hier ja nun mal an der Quelle. Aber es gibt beispielsweise verschiedene Arbeitskreise, in denen Mitarbeiter/innen aus verschiedenen Bibliotheken sich mal hier, mal dort treffen. Andere Büchereien zu besuchen ist immer spannend: man kann oftmals einen Blick hinter die Kulissen werfen und bekommt mit, wie Arbeitsabläufe dort organisiert werden. Dabei Ideen für die eigene Bibliothek zu sammeln, ist oft ein praktischer Nebeneffekt. 🙂

Es gibt aber nicht nur Treffen von Arbeitskreisen oder Treffen des Qualitätsmanagement-Verbundes, denen viele Bibliotheken angehören. Es gibt auch Freundschaften untereinander und natürlich die Neugier. 😉

Alexandra Banowski (Stadtbibliothek Dormagen), Martin Kramer (Mediothek Krefeld) und ich (Edda Nowak, Stadtbücherei Hilden) haben uns in der Berufschule 1998 kennen gelernt und sind bis heute befreundet. Da wurde ein Besuch in der Mediothek Krefeld höchste Zeit!

Die Mediothek Krefeld wurde vor 4 Jahren neu gebaut und ist ein komplett modernes und offenes Haus. Mit vielen tollen und speziell für die Mediothek entworfenen Möbeln, Maskottchen Ben Buch, Selbstverbucheranlage mit Selbst-Außenrückgabe-Funktion und automatischer Vorsortieranlage der Medien, uvm. Die neue Mediothek ist eine richtig moderne Großstadtbibliothek geworden.

Selbstverbuchung mit automatischer Vorsortierung und Außenrückgabe

Blick ins Erdgeschoss der Mediothek

Der Besuch dort war richtig schön, aufschlussreich und spannend – vielen Dank nochmal!

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Beste Freunde

Zur Zeit ist der Film „Ziemlich beste Freunde“ oft in den Medien Thema und auch noch in einigen Kinos zu sehen, obwohl er schon längere Zeit läuft. Der Film schlägt ein, wie eine Bombe, wie man so schön sagt.

Bisher sahen ihn über 7,08 Millionen Zuschauer in deutschen Kinosälen, in der Schweiz sahen bisher über 1,2 Mio. Zuschauer den Film und in Österreich hatte er 613.298 Besucher [Quelle: Wikipedia]

Worum es geht:
Der Film beruht auf einer wahren Begebenheit und erzählt die Geschichte des ehemaligen Geschäftsführers des Champagnerherstellers Pommery Philippe Pozzo di Borgo, der am 27. Juni 1993 beim Paragliding abstürzte und sich dabei so schwer an der Wirbelsäule verletzte, dass er seitdem vom Hals abwärts querschnittgelähmt ist. Damals wohnte er im Pariser Palais Hôtel de Longueuil im 7. Arrondissement und suchte einen Pfleger, der ihn rund um die Uhr versorgen sollte. Dabei fiel Pozzo di Borgo bei den vielen Bewerbern der 21-jährige Algerier Abdel Yasmin Sellou auf, der zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden war und den Job eigentlich gar nicht haben wollte. Philippe stellte Sellou trotzdem ein, der für die nächsten 10 Jahre sein Pfleger war. Nachdem 1996 Philippes erste Ehefrau an Krebs gestorben war, fiel der damals 45-Jährige in eine tiefe Depression und dachte an Selbstmord. Sellou half ihm aus dieser Depression und beide unternahmen zusammen viele Reisen. Aus dieser Angestelltenbeziehung entstand eine tiefe Freundschaft. [Quelle: Wikipedia]

Höchste Zeit, mal wieder über die eigenen besten Freunde nachzudenken: zu sinnieren, was man schon alles erlebt hat; wie sie einen stützen, begleiten und mit Rat und Tat zur Seite stehen; wie man mit ihnen gelacht und geweint hat; und und und.

Beste Freunde: sie sind wichtig und kostbar! Also macht mit und erzählt uns, was Ihr zusammen erlebt habt; postet uns Lieder, die Ihr mit ihnen in Verbindung bringt oder bedankt Euch bei Euren Freunden, stellt sie hier auf ein Podest und lobt sie – denn sie sind es wert! 🙂

Mach dieses Buch fertig!

Und das ist so gemeint, wie es sich anhört: egal ob bekleben, kritzeln, matschen, malen, reißen, schneiden – hier ist einfach alles erlaubt und sogar ausdrücklich erwünscht!

Einen Vorgeschmack gibt es hier:

http://www.youtube.com/watch?v=5WHCaoGQcR0&feature=related

Dieses Buch von Keri Smith gibt es ab sofort bei uns in der Ausleihe! 3 Kolleginnen haben schon einige wenige Aufgaben daraus angefangen, damit auch ja niemand eine Hemmschwelle hat. Also keine Sorge: bei Rückgabe dieses Buches wird man nicht wegen Beschädigung zum Neukauf angehalten! 😉 Und bitte seid vorsichtig beim Erfüllen mancher Aufgaben, denn unsere Kollegin hätte fast nicht nur eine Buchseite in Brand gesteckt, sondern beinahe die ganze Wohnung!

"Mach dieses Buch fertig!"

Unser Exemplar mit Brandwunden

Die Mediothek Krefeld hatte übrigens durch einen Kundenwunsch zur Anschaffung dieses Buches die verrückte Idee der Bestandsaufnahme, denn: warum eigentlich nicht?!? Und wir ziehen nun nach! Das Buch findet Ihr übrigens auf der 2. Etage bei dem Standort „Im Gespräch“.

Ausleihfertig!

Also los, zeigen wir den lieben Krefeldern, was für kreative (und zerstörerische) Köpfe wir sind! Postet Videos, Fotos und Beiträge – am Besten (auch) auf unserer Facebookseite!
Und nun, viel Spaß beim Zerstören 😉

Der Weg eines Hörbuches von der Bestellung in den Bestand

Heute wird ein Einblick hinter die Kulissen gewährt: es geht um den Weg eines Hörbuches von der Bestellung in den Bestand. Und dieser Weg ist ganz schön lang, denn es durchläuft viele Hände und Arbeitsschritte!

Aber von Anfang an:
Die zuständige Lektorin (das ist die Bibliothekarin, die festlegt, welche Medien von ihrem Etat gekauft werden) entscheidet zunächst, welche Hörbücher sie gerne im Bestand hätte. In diesem Fall geht es um „Das Labyrinth der träumenden Bücher“ von Walter Moers.
Sie wählt noch einige andere Hörbücher für die Bestellung aus und gibt sie weiter an die zuständige Kollegin in der Erwerbung.
Diese gibt alle Daten in das Bibliothekssystem ein und sendet eine Bestellung, zum Beispiel bei einer ortsansässigen Buchhandlung, ab.
So sind die Hörbücher schon recherchierbar, obwohl diese noch nicht geliefert wurden. Sie stehen als „Bestellt“ im Katalog und können auch von Kundinnen und Kunden gesehen werden.

Die Lieferung
Sobald die Hörbücher geliefert wurden, muss die Mitarbeiterin in der Erwerbung anhand der Bestellunterlagen kontrollieren, ob auch alles richtig geliefert wurde. Am besten geht dies über Kontrolle der ISBN, da jedes Medium seine ganz eigene ISBN hat.

Lieferungskontrolle

Lieferungskontrolle

Ist alles korrekt, kann die Rechnung bearbeitet und an die zuständige Kollegin in der Rechnungsabteilung weitergegeben werden.

Jedes Hörbuch muss nun im Bibliothekssystem von „Bestellt“ auf „Eingetroffen“ gesetzt werden. Im Katalog erscheinen sie dann als „In Einarbeitung“.
Doch nun geht es erst richtig los, denn jetzt folgen viele Arbeitsschritte.

Die Einarbeitung
Die Mitarbeiterin in der Erwerbung wird zur technischen Bearbeiterin. Die Daten des Hörbuches werden im Katalog vervollständigt, indem der Standort und eine Buchungsnummer vergeben wird. Jedes Medium hat natürlich eine eigene Buchungsnummer!

Nachdem die Katalogdaten stimmen, wird das Hörbuch technisch bearbeitet.
Bei diesem Hörbuch von Walter Moers sind 12 CDs in einer großen Pappbox, was leider so nicht in den Bestand gestellt werden kann.

Das Hörbuch vor der Bearbeitung

Das Hörbuch vor der Bearbeitung

Die 12 CDs werden mit sogenannten Transpondern beklebt und mit der Buchungsnummer beschriftet.
Danach werden sie in CD-Taschen gesteckt und in eine spezielle CD-Hülle geheftet, die 12 CDs auf einmal fassen kann.

Allerhand Aufkleber für die CDs und das Cover

Allerhand Aufkleber für die CDs und das Cover

CD-Taschen samt großer CD-Hülle

CD-Taschen samt großer CD-Hülle

Am Ende wird die Pappbox zurechtgeschnitten, damit Vordercover und Rückencover in unsere CD-Hülle passen und mit Standort und „Auf Vollständigkeit prüfen“-Aufkleber beklebt.

Die fertige CD-Box

Die fertige CD-Box

Die fertige CD-Box geht zur Endkontrolle wieder an die Bibliothekarin, denn dort wird geprüft, ob im Katalog alles richtig eingegeben ist und kein Aufkleber fehlt.
Wenn alles korrekt ist, kann die fertige CD in den Bestand und ausgeliehen werden!