Archiv des Autors: Edda Nowak

Orimoto – die Kunst des Bücherfaltens

Liebe Leser,

am Samstag, 3. September findet bei uns von 10.00 bis 14.00 Uhr ein Workshop zum Thema „Orimoto – Faszination Papier“ statt. Er richtet sich an Jugendliche zwischen zehn und vierzehn Jahren und ist kostenfrei für die Teilnehmenden, weil er vom „Kulturrucksack NRW – Auf Tour mit dem Doppelrucksack Hilden Haan“ finanziert wird. Anmeldungen sind telefonisch unter 02103/72-301 oder per Mail an stadtbuecherei@hilden.de möglich.

Doch was ist Orimoto eigentlich? Unsere Kollegin Edda Nowak, die momentan in Elternzeit ist, hat es ausprobiert und kann es Euch bestens beschreiben. Hier ihr Gastbeitrag:

„Vor einiger Zeit bin ich im Internet auf einen tollen Trend gestoßen: Bücher falten.
Ich entdeckte beim Surfen ein Bild, auf dem eine Frau in die Seiten eines Buches ein Herz gefaltet hat. Das sah so toll aus, dass ich mehr darüber erfahren musste: wie geht das, was brauche ich und – viel wichtiger – kann ich das auch?!? 🙂

Ich recherchierte ein wenig und entdeckte auf YouTube einige Anleitungen dazu.
Alles, was man benötigt, ist:
– ein Lineal
– einen Bleistift
– ein Gerät mit Internetanschluss zum erstellen der Vorlage
– einen Drucker
– ein (altes) Buch
– und Zeit 😀

Auf der Internetseite von Dominik Meißner kann man sich näher informieren und Vorlagen erstellen, die man sich dann ausdrucken kann.
Natürlich haben wir auch ein Buch zu diesem Thema im Bestand, in dem viel erklärt wird und viele Beispiele aufgeführt sind: Orimoto, Faltkunst für Bücherfreunde von Dominik Meißner.

Nachdem ich mir die Vorlage erstellt und ausgedruckt hatte, ging es auch schon los:

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Anfangs war es schon etwas „fummelig“, aber so nach und nach kommt man immer mehr rein und es geht schneller.

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Ich habe an mehreren Abenden gefaltet oder auch mal zwischendurch ein wenig, weil ich nie viel Zeit am Stück hatte. Aber es hat viel Spaß gemacht und das nächste Buch wird bald gefaltet – eine neue Vorlage liegt schon bereit 🙂

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Das Tolle daran ist, dass man etwas erstellen kann, was etwas ganz besonderes ist. Sei es nun für sich oder zum verschenken. Mein erstes Buch steht bei uns als Deko und ich werde oft darauf angesprochen.
Außerdem kann so alten Büchern ein neues Leben geschenkt werden, dadurch hat man den Upcycling-Trend [Upcycling bedeutet, dass Abfallprodukte oder (scheinbar) nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt werden] damit auch abgedeckt 🙂

Falls ich Eure Lust darauf geweckt habe, Ihr aber kein altes Buch zu Hause habt, dann schaut doch mal in unserem Bücherflohmarkt im Erdgeschoss vorbei: dort gibt es Bücher schon ab 50 Cent 😉

Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir Eure Ergebnisse zeigt!“

Beste Grüße,
Edda Nowak

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Sammelleidenschaft „Quietscheenten“

Liebe Leserinnen und Leser,

heute gibt es mal wieder einen Einblick in das „Privatleben“ einer der Büchereimitarbeiterinnen 😉
Iris Bollwerk hat vor einiger Zeit über ihre Sammelleidenschaft berichtet, daher würde ich gerne auch über meine berichten: es sind Quietscheent(ch)en.

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Wie das genau anfing, kann ich heute gar nicht mehr sagen, aber gefallen haben mir diese Enten schon immer. Und man kann kaum in ein Dekogeschäft gehen, ohne über sie zu stolpern. Mittlerweile gibt es sie in jeder erdenklichen Größe und zu nahezu jedem Anlass.
Hobbies, Berufe und Ereignisse wie Hochzeit o.ä. werden in der Gestaltung der Enten aufgegriffen; manche von ihnen sind sogar mit Lichtfunktion ausgestattet.

Mein Mann und ich haben in unserer früheren Wohnung das Gäste-WC mit den bisher erstandenen Quietscheenten ausgestattet. Die meisten von den Enten waren zu dem Zeitpunkt selbst gekauft, doch unseren Gästen blieb der Faible für diese Tierchen natürlich nicht verborgen 😉 Und so kam es, dass wir viele Enten ganz unterschiedlicher Art zu Geburtstagen, unserer Hochzeit und ähnlichen Gelegenheiten geschenkt bekamen – und natürlich muss man ja mindestens eine Ente trotzdem weiterhin aus den Geschäften „retten“. 😉
Bald waren es so viele, dass wir kaum Platz für alle Enten im Gäste-WC hatten. Alle erdenklichen Ablagen waren belegt: das Fensterbrett, die Verkleidung vom Spülkasten, der kleine Schrank neben dem Waschbecken; überall standen diese bunten, freundlichen Zeitgenossen. Manche Besucher der Gäste-Toilette schauten immer erst einmal durch, ob es wieder neue gibt 😀

In unserem neuen Heim stehen momentan nur die Enten auf dem Badewannenrand, die wir seit dem Einzug geschenkt bekommen haben. 3 Stück immerhin, wir wohnen erst ein halbes Jahr hier. Die anderen verweilen noch in einer Kiste, denn in unser neues Gäste-WC passen sie nicht mehr hinein, da es weniger Ablageflächen gibt.
Dass die Enten hier auch einen Ehrenplatz bekommen, steht natürlich außer Frage. Wir überlegen allerdings noch, wo genau und vor allem wie wir sie präsentieren.
Vielleicht eine Art Entengalerie neben der Treppe vom Erdgeschoss in die 1. Etage? Habt Ihr Ideen? Ich würde mich über Vorschläge freuen!!

Beste Grüße,
Edda Nowak

Reingehört und bewertet: Joy Fielding „Im Koma“

Heute möchte ich Euch von dem Hörbuch von Joy Fielding „Im Koma“ berichten.
Eine Kollegin von mir hatte das Buch damals gelesen und war sehr begeistert. Da ich zu dieser Zeit jedoch ein anderes Buch gelesen habe und ich nie mehrere Bücher gleichzeitig lese, habe ich es mir als Hörbuch ausgeliehen für die Autofahrten.
Ich war sehr gespannt, denn die Kurzrezension auf dem Rückencover und die Erzählungen meiner Kollegin hörten sich spitze an:
Es geht darum, dass eine junge Frau in einer Tiefgarage in ihr Auto einsteigen will und in letzter Sekunde ein Wagen angerast kommt und auf sie zusteuert. Als sie im Krankenhaus wieder zu sich kommt, ist sie umgeben von Dunkelheit und kann sich nicht bewegen, zudem fühlt sie sich bedroht. Sie ist im Koma, kann jedoch alles hören! Wer hat ihr das angetan?

Die Geschichte liefert wirklich gute Voraussetzungen für einen packenden Thriller – jedoch ist die Besetzung der Sprecherin mit Hansi Jochmann eine echte Fehlbesetzung, meiner Meinung nach!
Ich war wirklich von Anfang an von dieser Stimme bzw. der Art des Vorlesens abgeneigt. Monoton spricht sie den Text und wenn sie mal davon abweicht, macht sie Stimmen nach – was aber auch nicht besser, sondern eher schlimmer ist!
Normalerweise hätte ich das Hörbuch nicht weiter angehört, hätte meine Kollegin nicht so von dem Buch geschwärmt!
Hier gibt es eine Hörprobe von „Im Koma“, dann könnt Ihr Euch selbst einen Eindruck der Sprecherin verschaffen.

Fazit: Die Story ist toll, wirklich empfehlenswert!! Also falls ihr das Buch nicht lesen wollt und doch das Hörbuch wählt (und Euch die Stimme auch nicht gefällt): nur Mut, man gewöhnt sich irgendwann an die Stimme und fällt beim Zuhören nicht selbst ins Koma, dank der spannenden Story 😉

Reingehört und bewertet: meine Top Ten der Hörbücher

Heute möchte ich gerne eine Art „Best of“ bereits gehörter Hörbücher vorstellen und mich in meinen noch folgenden Beiträgen eher einzelnen Stücken widmen, dann auch mit ausführlicherer Rezension.
Hier also meine Top Ten, wobei die Reihenfolge wahllos ist:

„Macho Man“ und der Nachfolger „Der Boss“ von Moritz Netenjakob, der als Autor und Sprecher fungiert. Es geht um den Deutschen Daniel, der sich in die Türkin Aylin verliebt. Was das für Probleme mit sich zieht, wenn ein deutscher Frauenversteher auf die türkische Kultur trifft, wird sehr lustig und frisch vom Autor beschrieben! Vor allem auch sehr spritzig und mit vielen unterschiedlichen Stimmlagen – und türkischem Akzent – gelesen!

    

„Plötzlich Shakespeare“ und „Mieses Karma“ von David Safier. „Mieses Karma“ wird von Nina Petri gelesen. Es geht darum, dass die Hauptfigur Kim im Jenseits erfährt, dass sie zu viel mieses Karma gesammelt hat. Sie wird wieder auf die Erde geschickt – allerdings beginnt sie ihr neues Leben als Ameise und muss sich durch gutes Karma „hocharbeiten“. Eine tolle und lustige Geschichte, von Nina Petri gut gelesen. „Plötzlich Shakespeare“ wird von Anneke Kim Sarnau und Christoph Maria Herbst gelesen. Und ich muss sagen: diese Kombination ist einfach unschlagbar gut! Und in Verbindung mit dieser tollen und witzigen Geschichte ein wirklich gutes Hörerlebnis! Zum Inhalt: Rosa lässt sich hypnotisieren, um von ihrer unglücklichen Liebe geheilt zu werden. Sie landet im Jahr 1694 und befindet sich im Körper von Shakespeare. Sie muss lernen, was wahre Liebe bedeutet, um in ihren eigenen Körper zurück zu gelangen. Doch das ist ziemlich turbulent und gefährlich!

   

„Hummeldumm “ von Tommy Jaud, Autorenlesung. Ebenfalls ein grandioses Hörvergnügen! Der Autor weiß eben am Besten, wie manche Textstellen betont werden sollen und welche Dialekte (und in diesem Buch gibt es viele!) die einzelnen Figuren haben! Tommy Jaud meistert die Rolle als Sprecher unheimlich gut, alle Gags passen punktgenau und die Dialekte sind der Wahnsinn! Dazu noch die witzige und frische Geschichte, wieder ein absolutes Hörvergnügen!
Zur Geschichte [Quelle Amazon.de]: Matze wird mit Freundin Sina in einem Kleinbus voller Bekloppter durch Namibia gekarrt – „neun Idioten in alberner Wanderkleidung“ angeführt von ihrem namibischen Tourguide Bahee. Als Matzes Fluchtversuch an der letzten Tankstelle vor der Namibwüste misslingt, ist die Katastrophe vorprogrammiert. Auf seiner Jagd nach Adaptern, Handynetz und Internetzugang taumelt Matze von einer Blamage in die andere und strapaziert seine Beziehung zu Sina bis zum Brechen.

„Erebos“ von Ursula Poznanski, gelesen von Jens Wawrczeck. Eine sehr spannende Geschichte um ein Computerspiel, welches Spielwelt und reale Welt vermischt – mit schlimmen Folgen! Ein Jugendhörbuch, welches jedoch auch für Erwachsene spannend und fesselnd ist! Sehr empfehlenswert, auch für Leute, die keine Computerspiele spielen!

„Der gehetzte Uhrmacher“ und „Der Täuscher“ von Jeffery Deaver, gelesen von Dietmar Wunder. Jeffery Deaver ist brilliant! Mit diesen beiden Hörbüchern (und dem Hörbuch „Die Menschenleserin“) hat er mich absolut überzeugt und gefesselt. Deaver versteht es, seine Hörer mit offenem Mund da sitzen zu lassen, weil er seine Geschichten so geschickt schreibt, dass man bis zum Schluss nicht weiß, wer der Möder ist oder wie es weiter geht. Gerade wenn man denkt, dass man weiß, wer der Mörder ist, gibt es überraschende Wendungen – ohne dabei jedoch abgedreht, unrealistisch oder nicht nachvollziehbar zu werden. Dietmar Wunder als Sprecher ist die perfekte Ergänzung als Sprecher. Seine Reihe mit dem querschnittsgelähmten Lincoln Rhyme, seiner Assistentin Amelia Sachs und der Körpersprache-Expertin Kathryn Dance ist bei vielen Leuten sehr begehrt!
Kurzrezension aus unserem Katalog zu „Der gehetzte Uhrmacher“: Der querschnittsgelähmte Lincoln Rhyme und seine Assistentin Amelia Sachs verfolgen die Spur eines Serientäters, der seine Opfer mit besonders perfiden Foltermethoden tötet. An allen Tatorten hinterlässt er eine laut tickende Uhr, um den langsam sterbenden Opfern ihre ablaufende Lebenszeit bewusst zu machen.
Kurzrezension zu „Der Täuscher“ [Quelle Amazon.de]: Amelia Sachs und Lincoln Rhyme stehen vor ihrer vielleicht härtesten Herausforderung. Ein skrupelloser Täter verübt Morde und Vergewaltigungen und vermag der Polizei ganz nebenbei hilflose Sündenböcke für seine Taten zu liefern. Rhyme und sein Team ahnen bald, dass Der Täuscher über einen uneingeschränkten Zugang zu privaten Daten verfügen muss, um seine Vorgehensweise zu planen. Bestsellerautor Jeffery Deaver ist ein glänzender Thriller über das Verschwinden des Privatlebens in einer schrankenlosen und unkontrollierten Informationsgesellschaft gelungen.

   

„Schmitz‘ Katze: Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal“ Autorenlesung von Ralf Schmitz. Der Comedian Ralf Schmitz ist ja ein quirrliger Kerl, aber er liest das Buch passend und gut vor. Eben so, wie er ist – aber er kann es auch am Besten vorlesen, hat er es ja nunmal selbst geschrieben. Mit viel Witz und Frische erzählt er von seinem Alltag als Herrchen. Da ich selbst Frauchen von 3 Katzen bin, habe ich so gut wie alles aus dem Buch auch schon selbst erlebt und man findet sich und seine Mietzen oft selbst wieder. Das Hörbuch bringt einen wirklich oft zum Lachen, aber am Meisten eher Katzenbesitzer/-liebhaber, wegen der Parallelen, die man entdecken kann. Geteiltes „Leid“ ist eben halbes Leid 😉

„Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele“ von Suzanne Collins, gelesen von Maria Koschny. Spätestens durch den momentan laufenden Kinofilm dieses ersten Teils der Trilogie ist die „Tribute von Panem“-Reihe noch mehr in den Fokus gerückt. Im ersten Teil geht es darum, dass die 16-jährige Katniss bei den Hungerspielen zu einem Kampf auf Leben und Tod antritt, bei dem es nur einen Sieger von den 24 Teilnehmern geben darf. Ein spannendes Hörbuch, fesselnd vorgetragen von Maria Koschny.

Natürlich gibt es alle hier vorgestellten Hörbücher in der Stadtbücherei zum Ausleihen! 🙂

Reingehört und bewertet: Ach, wär‘ ich nur zu Hause geblieben von Kerstin Gier

Passend zur kommenden Urlaubszeit möchte ich Euch heute das Hörbuch „Ach, wär‘ ich nur zu Hause geblieben: Lustige Urlaubsgeschichten“ von Kerstin Gier vorstellen.

In diesem Hörbuch geht es um lustige Geschichten von ganz normalen Urlaubserlebnissen: Spinnen in Hotelzimmern; Urlaubserlebnisse, die bei jedem Erzählen schlimmer werden; Freunde, die gern sparen (auf Kosten anderer); was man unter „authentischem Ambiente“ versteht und vieles mehr. Dieses Hörbuch ist leichte, lustige Kost; gesprochen von Mirja Boes, die die Geschichten witzig und angenehm erzählt. Eine echte Empfehlung, nicht nur für den Urlaub!

Unser Team stellt sich vor: Edda Nowak

Ich bin die letzte FaMI im Bunde, die sich noch vorstellt.
Meine Ausbildung habe ich von 1998 – 2001 in der Stadtbücherei Wülfrath gemacht und war eine der ersten, die diese neue Ausbildung mit dem klangvollen Namen „Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek“ (kurz FaMI) erlernt hat. Vor 1998 dauerte die Ausbildung 2 Jahre und die Berufszeichnung hieß „Assistentin an Bibliotheken“. In der Berufschule kamen wir uns oft wie die ersten Versuchskaninchen vor, denn die Lehrer mussten den Schulstoff von 2 auf 3 Jahre erweitern. Es kamen zwar viele neue Bereiche zum Erlernen hinzu, jedoch war den Lehrern anscheinend kein allzu genauer Zeitplan gegeben worden und es stand auch nicht immer genau fest, was wann wie unterrichtet werden soll bzw. welcher Stoff genau untergebracht werden soll. Aber es war aufregend und natürlich eine spannende Zeit, die sehr viel Spaß gemacht hat!
Obwohl man durch die neue Ausbildung mehr Weiterbildungsmöglichkeiten und andere Berufswege einschlagen kann (z. Bsp. Bild- und Dokumentationsstellen, Archive, etc.), sind die Meisten meiner Klassenkameradinnen in Bibliotheken geblieben.

Die Stadtbücherei Wülfrath war damals noch am Gebäude der Hauptschule Wolverothe angebracht und bestand nur aus einem Vorraum, in dem das Chefbüro und die Toiletten untergebracht waren, einem Hauptraum mit den Medien und einer Servicetheke und einem Büro-/Aufenthaltsraum mit 3 Schreibtischen für alle Mitarbeiterinnen. Es gab einen PC für die Kunden zur Recherche und einen PC mit Internetzugang. Also eine wirklich kleine Bücherei, mit Hilden nicht zu vergleichen! Mittlerweile ist die Stadtbücherei Wülfrath umgezogen, heißt nun Wülfrather Medienwelt und hat sich räumlich vergrößert.

Nach der Ausbildung hätte ich in der Wülfrather Bücherei bleiben können, jedoch zu sehr schlechten Gehaltsbedingungen und nur mit einer Halbtagsstelle.
Meine Kollegin Nadine Reinhold, ihre Vorstellung wird noch kommen, hat im Jahr 2000 von einem Verlag in Aachen zur Wülfrather Stadtbücherei gewechselt und hat sich 2001 um eine Stelle als Bibliothekarin in der Stadtbücherei Hilden beworben. Sie gab mir den Tipp, mich ebenfalls hier zu bewerben, da auch eine FaMI gesucht wurde.
Also habe ich mich Anfang 2001 in Hilden für eine 30,25-Stunden-Stelle beworben, wurde zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und erhielt noch beim Gespräch selbst die Zusage!
Die Hildener Stadtbücherei war dann schon eine ganz schöne Umstellung, aber im positiven Sinne! Angefangen von der Freude eines eigenen Schreibtisches 😉 bis hin zu einem großen Team in einem großen Gebäude und einem großen, neuen Aufgabengebiet!

Mein Aufgabenbereich, neben den Aufgaben jeder FaMI (Einstellen, Reparieren, Infodienst), ist die Öffentlichkeits- und Veranstaltungsarbeit und das Bestellen und Einarbeiten von Hörbüchern für Erwachsene.
Der Bereich Öffentlichkeits- und Veranstaltungsarbeit ist sehr abwechselungsreich. Ich arbeite sehr eng mit unserer Stadtbüchereileiterin, Claudia Büchel, zusammen. Die Arbeit macht mir großen Spaß, auch wenn man viel im Blick halten muss und teilweise schon Wochen vor den Veranstaltungen viele Dinge koordinieren muss. Ich bin zuständig für die Auslage und den Aushang von Plakaten im Haus (auch von den Handzetteln/Plakaten, die wir von Aussenstellen mit der Bitte um Auslage/Aushang bekommen) und für das Verteilen unserer Veranstaltungsankündigungen in der ganzen Stadt. Außerdem kümmere ich mich um das rechtzeitige Verschicken von Handzetteln in Brief- und Newsletterform. Ebenfalls die Pflegung unserer Internetauftritte gehören zu meinem Bereich, vor allem aber unsere Homepage und Facebook. Facebook ist „mein Projekt“, ich habe unsere Seite dort ins Leben gerufen und aufgebaut. Mittlerweile haben wir ja mehr Web 2.0-Angebote wie diesen Blog (aufgebaut durch Nathalie Funda und Nora Schäfer) und Twitter (aufgebaut von Nina Bätzgen). Beiträge schreiben und sich Postings ausdenken macht mittlerweile jede im Team, so bleibt unser Angebot für alle „Follower“ abwechslungsreich – hoffen wir 😉

Ich arbeite sehr gerne in diesem Beruf, weil mir der Kontakt zu den Menschen sehr wichtig ist! Ein reiner Bürojob oder überwiegend nur über Telefon Kontakt mit anderen Menschen zu haben, wäre für mich undenkbar. Außerdem fühle ich mich speziell hier in Hilden sehr wohl, das Team ist toll und man wird gefördert und unterstützt.
Privat interessieren mich Bücher und Medien natürlich auch, außerdem zählt Geocaching zu meinen Hobbies und Fotografie – sei es nun hinter der Kamera, was ich erst seit kurzem mache, oder vor der Kamera Modell stehen. Da mein Mann auch Geocacher ist und selbst gerne und viel fotografiert, können wir diese Hobbies gemeinsam verbringen und machen dies auch gerne! Vor allem das Cachen hat uns sehr gepackt und wir sind dadurch oft unterwegs. Wir wohnen zusammen im ländlichen Nievenheim und genießen dort unsere Freizeit mit unseren 3 Katzen.

Reingehört und bewertet 1: Hörbuchrezensionen

Da ich nicht in Hilden wohne und täglich mehrere Kilometer mit dem Auto zur Arbeit fahren muss, habe ich irgendwann damit angefangen, während der Autofahrt Hörbücher zu hören.
Anfangs konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass das beim Autofahren überhaupt geht: bekommt man etwas vom Hörbuch mit, während man sich auf den Verkehr konzentriert? Ist man evtl. sogar zu abgelenkt vom Verkehr?
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Hörbuch hören und Auto fahren sich sehr gut vertragen! Falls ich zu sehr vom Zuhören abgelenkt war, skippe ich einfach ein paar Sekunden zurück. Ansonsten klappt das Multitasking sehr gut und ich habe auch schon von Männern gehört, die problemlos Hörbücher während des „selber fahrens“ anhören können 😉
Durch die Hörbücher freue ich mich immer sehr auf’s Autofahren!
Mittlerweile habe ich eine Fülle an Hörbüchern gehört und da dachte ich, es sei Zeit für eine neue Blog-Reihe mit Hörbuchrezensionen bzw. Empfehlungen.

Wer schon Hörbücher gehört hat weiß, dass die Stimme der Sprecherin/des Sprechers oft ausschlaggebend für Gefallen/Nichtgefallen ist. Da kann das gelesene Buch noch so gut sein! Das ist natürlich geschmacksache, welche Stimmen einem gefallen und welche nicht, daher merke ich ggf. an, wenn mir persönlich die Stimme nicht gefallen hat, aber das Buch toll war.

Am Liebsten höre ich Thriller, Krimis und Hörbücher aus den Kategorien Humor und Fantasy. Ich kann aber auch aus anderen Kategorien berichten, da viele aus meinem direkten Umfeld auch gerne Hörbücher hören und wir uns oft austauschen.
Einige meiner Lieblingssprecher/innen sind Dietmar Wunder, Rufus Beck, Anneke Kim Sarnau, Maria Koschny, Franziska Pigulla, Moritz Netenjakob, Tommy Jaud und Christoph Maria Herbst.

Aktuell höre ich gerade „Ausgefressen“ von Moritz Matthies, gelesen von Christoph Maria Herbst (bekannt aus Hui Buh, Stromberg, u.v.m.). Es ist zwar in der Kategorie „Krimi“ untergebracht, aber sehr lustig geschrieben und ebenso lustig vorgelesen. Christoph Maria Herbst lässt es sich nicht nehmen, von seiner Stimmgewandheit Gebrauch zu machen und gibt den einzelnen Figuren viele verschiedene Stimmlagen und Dialekte.
Da ich momentan erst bei CD 2 angelangt bin, kann ich natürlich noch kein abschließendes Urteil geben, es gefällt mir aber schon jetzt sehr gut!
Hier die Kurzrezension aus unserem Katalog:
Erdmännchen Ray will Detektiv werden. Da kommt es ihm zupass, dass plötzlich ein alter Mann in seinem Zoo verschwindet. Der Privatschnüffler Phil, der seine Sprache versteht, untersucht den Fall, und Ray bietet dem menschlichen Ermittler nur zu gerne seine Dienste an.