Archiv des Autors: Nadine Reinhold

Einmal vorlesen bitte

Liebe Leser,

ich liebe Hörbücher! Schon als Kind habe ich Stunden mit Bibi Blocksberg, Benjamin Blümchen, TKKG und ??? verbracht.

Dann habe ich eine etwas längere Hörpause eingelegt, bis ich mich im Studium für eine Teilnahmebescheinigung des Themas „Hörbuch“ annehmen musste. Mir zugeteilt wurde „Der Hahn ist tot“ von Ingrid Noll. Gelesen von Silvia Jost. Und diese Silvia Jost ist eben Schweizerin. Ich hatte wirklich Angst, dass die in der Schweiz bekannte Schauspielerin mit starkem Akzent spricht. Das war zum Glück nicht der Fall. Es handelte sich um 6 Kasetten. Und obwohl ich als junge Frau von Anfang Zwanzig nicht unbedingt viele Gemeinsamkeiten mit der fünfzigjährigen Protagonistin Rosemarie hatte, war ich seitdem im Hörbuch-Fieber. Anfangs auch noch gerne auf Kassette, dann folgte die CD und nun ziehe ich alles auf meinen iPod.

Und ich brauche diese Geschichten für so vieles: beim bügeln, beim putzen, zum einschlafen … und wenn ich mehrere „doofe“ Hörbücher nacheinander erwische, dann schlägt mir das wirklich auf die Stimmung 😉 So drastisch ist das bei Büchern nicht.

Ich höre auch fast alles. Bücher, die ich niemals lesen würde, höre ich durchaus. Natürlich am liebsten Krimis & Thriller. Auch mal ein historisches Thema oder eine Liebesgeschichte. Weniger Science Fiction.

Ich höre auch Hörspiele, aber lieber mag ich Lesungen. Gerne auch richtig viele CDs. Je mehr, desto besser, wenn sie gut gelesen werden.

Lieblinge

Wenn man so viel hört wie ich, hat man natürlich auch irgendwann einen Pool an Lieblings Hörbuch-Sprechern.Ein paar davon stelle ich Euch mal hier und jetzt vor:

Stefan Kaminski ist mir das erste Mal bewusst bei den Hörbüchern der Reihe „Die Legende der Wächter“ aufgefallen. Unglaublich, was er mit seiner Stimme anstellt, wie er den Eulen Leben einhaucht.

Vielen sehr bekannt ist sicherlich Rufus Beck. Da ich Harry Potter sehr mag und die Hörbücher alle mehrmals gehört habe (Alltime-Klassiker, von denen ich immer einzelne Teile auf meinem iPod habe), mag ich natürlich auch Rufus Beck. Eine absolut richtige Besetzung. 2009 hat Felix von Manteuffel alle Bücher nochmals neu eingelesen. Auch gut, keine Frage. Aber anders 😉 Ich konnte mir diese Ausgabe einmal komplett anhören, gekauft habe ich sie mir nicht. Damals hätte man mehrere hundert Euro dafür zahlen müssen.

 

 

Meine liebste „Vorleserin“ ist Eva Mattes. Die bekannte Schauspielerin ist eine begnadete Sprecherin. Vor allem ihre Interpretation der Jane-Austen-Bücher sind ein wahrer Genuß.

Bei „Stolz und Vorurteil“ reichen die ersten Sätze und ich bin in einer anderen Welt.

 

 

 

 

Ich bin ein sehr sehr großer Fan von Lord Peter Death Bredon Wimsey. Eine Figur, erschaffen von der fantastischen Dorothy Leigh Sayers. Leider sind nicht alle 11 Romane als Hörbuch erschienen. Aber ein paar gibt es und die kann ich fast auswendig mitsprechen. Teilweise nicht mehr lieferbar (wie die Bücher), und mühsam zusammengesucht über die Jahre. Die meisten Hörbücher wurden von Christian Brückner eingelesen. Einer der bekanntesten Synchronsprecher, leiht er auch Robert de Niro seine Stimme. Es gibt zahlreiche tolle Interviews und Beiträge über ihn:

Frank Arnold hat „Mord braucht Reklame“ von Dorothy L. Sayers eingelesen. Und er trifft diesen Witz von Lord Peter unglaublich gut. Da macht Zuhören Spaß! Ein ganz toller Sprecher, der leider eher Hörbücher eingelesen hat, die nicht ganz auf meiner Wellenlänge liegen. Schade!

Vom Autor gelesen…

Nicht alle Autoren, die tolle Bücher schreiben, können ihre selbstgeschriebenen Bücher auch gut vorlesen. *seufz*

Ein kleiner Tipp von mir: Wenn groß auf dem Hörbuch steht „Vom Autor gelesen“, dann erwartet bitte in den meisten Fällen nicht so viel. Es kann gut gehen, muss es aber nicht!

Welchen Hörbuch-Sprecher mögt ihr? Oder habt ihr ein Lieblings-Hörbuch und wisst gar nicht, wer das liest? Immer her mit Tipps. Ich möchte ja weiterhin gute Laune haben 😉

 

Beste Grüße!

Nadine Reinhold

 

Im Jahreslauf – Kitas & Schulen zu Besuch

Liebe Leser,

einige der Aufgaben, die wir hier in der Bibliothek bearbeiten wiederholen sich natürlich. Mal wöchentlich (jeden Dienstagmorgen bin ich z.B. für Facebook zuständig), manche mehrmals im Monat (z.B. Statistiken eintragen für stattgefundene Veranstaltungen), im Quartal (Bilderbuchkino) oder jährlich (der bundesweite Vorlesetag im November, Nikolausfeier im Dezember) und vieles mehr.

Seit nun 6 Jahren finden bei uns die Führungen für Kindergruppen und Schulklassen im Block statt.

Da ich für die Kitas, Familienzentren und Grundschulen zuständig bin, bin ich quasi von Februar bis Juni ausgebucht 😉 Das geht allerdings nicht nur mir so, sondern auch zwei Kolleginnen, die mit mir gemeinsam die Führungen durchführen.

Die Maxis

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Führungen im März

Bereits im Januar schreibe ich die Kitas und Familienzentren an. Die Termine, die ich vorher herausgesucht habe, werden mitgeteilt und die Kitas schauen, wann es am besten passt und schicken uns ihre Terminwünsche (im besten Fall mehrere). Und bei uns startet dann das „Wer übernimmt wann welche Führung“. Die Kitas werden über ihren Termin informiert, ich trage die Termine in den Kalender ein. Seit heute haben wir (zumindest schon einmal für den März) auch einen analogen Kalender, der im Büro aufgehängt wird. Da stehen alle wichtigen Daten drauf und man sieht auf einem Blick, wer am nächsten Tag dran ist.

In Hilden gibt es 26 Kitas (eine weitere wird gerade gebaut) unterschiedlichster Formen. Im letzten Jahr waren 22 Kita-Gruppen im Februar & März bei uns zu Besuch. Natürlich erklären wir den Vorschulkindern nicht bis ins allerkleinste Detail, wie das alles bei uns funktioniert. Aber die Kinder wissen nach dem Besuch, dass man in Bibliotheken Medien (nicht nur Bücher) ausleihen kann und das man die Medien rechtzeitig zurückbringen und gut behandeln muss. Die Vorschulkinder sind immer so niedlich, die möchte man kaum gehen lassen. So begeisterungsfähig und interessiert. ❤

Meine Kollegin hat gestern Fotos aus der 3. Etage gemacht. Da sieht man Kindergartenkinder, die gerade ankommen und mit mir nun in die Kinderabteilung gehen.

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Die coolen Zweitklässler

Nach den Vorschulkindern besuchen uns im April & Mai die Zweitklässler. Meistens sind es um die 20 Klassen mit Zweitklässlern, die die Bibliothek besuchen. Mehr gibt es auch nicht 🙂 Durch vorherige Besuche mit der Kita oder Mama oder Papa, Oma, Opa, Freunden und Geschwistern kennen die meisten Zweitklässler die Bibliothek bereits. Sie wissen, dass es unterschiedliche Medien zum Ausleihen gibt und sind meistens total vernarrt in Games aller Art. Die Regeln werden nochmals erklärt, wie man einen Kundenausweis erhält, wie teuer der ist (kostenlos für Kinder unter 12 Jahre) und dann gibt es noch ein Quiz in Kleingruppen. Da sehe ich beim Auswerten schnell, ob die Kinder zugehört haben oder eben eher nicht 😉

Die Minis

Aber auch die ganz kleinen Kinder kommen bei uns nicht zu kurz. Im Juni besuchen uns dann wieder die Kitas und Familienzentren mit den Drei- und Vierjährgen Kindern. Die bekommen dann eine eigene Kamishibai-Vorstellung. Was Kamishibai ist, wurde hier bereits erklärt.

Und so wird es auch 2018 sein! Der Jahreslauf eben!

Beste Grüße
Nadine Reinhold

Lesestart-Sets für Grundschulen und Flüchtlingskinder

Liebe Leser!

Als ich nach meinem Weihnachtsurlaub wieder zur Arbeit kam, standen 2 Pakete mit Büchern auf meinem Schreibtisch! Hier mal ein Blick in Paket Nummer 1:

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Die 3. Phase des Projektes „Lesestart“ der Stiftung Lesen hat begonnen. Ab dem Schuljahr 2016/17 erhalten ALLE Grundschulen Lesestart-Sets für ihre Erstklässlerinnen und Erstklässler. Das Set besteht aus einer Stofftasche, einem altersgerechten Buch sowie einem (Vor-)Leseratgeber für Eltern mit Kindern im Schuleingangsalter.

Die 5 Buchtitel sind extra für das Programm konzipiert worden und nicht im Handel zu bekommen. Einen Überblick, welcher Buchtitel in welchem Bundesland Bestandteil des Lesestart-Sets ist, gibt es hier.

Den Elternratgeber, der auch in jeder Tasche enthalten ist, gibt es in ganz vielen unterschiedlichen Sprachen! Die Stiftung Lesen stellt diese Unterlagen zum kostenlosen Herunterladen hier bereit.

Da wir als Partnerbibliothek so fleißig Bilderbücher an alle Kinder ab 3 Jahre verteilt haben, bekommen wir die 5 Bücher für die Grundschüler auch für unseren Bestand, was uns sehr freut.

Die zweite Phase des Projektes „Lesestart“ ist offiziell im Oktober 2016 ausgelaufen. Aber wir haben noch Bücher für Dreijährige hier, die wir auf Nachfrage gerne noch herausgeben! Bitte an der Information in der 1. Etage nachfragen.

Wir wünschen den I-Dötzchen, die im Sommer in die Schule kommen viel Freude beim Lesen (Vorlesen geht natürlich auch IMMER ;))

Lesestart für Flüchtlingskinder

Auch für Flüchltingskinder gibt es nun Lesestart-Sets! „Lesestart für Flüchtlingskinder“ ist ein bundesweites Programm, das Flüchtlingskinder und deren Eltern in Erstaufnahmeeinrichtungen mit dem Vorlesen und Lesen vertraut macht. Das Lesenlernen soll unterstützt werden bzw. der erste Zugang zur deutschen Sprache soll geschaffen werden. In allen Erstaufnahmeeinrichtungen erhalten Flüchtlingskinder bis 5 Jahre ein Lesestart-Set mit einem kindgerechten Buch und Informationsmaterial für die Eltern. Darüber hinaus werden alle Erstaufnahmeeinrichtungen mit Lese- und Medienboxen für Kinder bis zu 12 Jahren ausgestattet. Das Informationsmaterial stellt die Stiftung Lesen auch wieder kostenlos zum Download hier bereit.

Beste Grüße & viel Freude beim Lesen wünscht

Nadine Reinhold

 

Christian Meyn-Schwarze – ein ganz aktiver Papa, Leih-Opa und Hildener

Liebe Leser!

Seit 2012 bereichert Christian Meyn-Schwarze das Angebot der Stadtbücherei mit seiner „Papa-Zeit“. Auch mit seinem „Mobilen Mitmachzirkus Hilden“ hat er schon oft bei Festen das Angebot für Kinder und deren Eltern bunter gestaltet. Als aktiver Papa sammelt er Bücher rund ums Papa-Sein. Heute erfahren wir mehr über den Hildener Papa, Artist und Leih-Opa Christian Meyn-Schwarze.

Herr Meyn-Schwarze, Sie sind in Hilden sehr bekannt. Dabei sind Sie gar nicht aus Hilden. Wo genau kommen sie her? Und wie ist ihr (beruflicher) Werdegang?

Bekannt? (lacht) – na, ich will mal sagen ein Hildener D-Promi. Ich bin ein Nordlicht, geboren vor über sechzig Jahren in Elmshorn bei Hamburg.

Meine ersten beruflichen Erfahrungen habe ich neben der Hildener Reformationskirche im früheren Reformhaus gemacht, heute ist im hinteren Teil eine „Kleine Olive“. Dort habe ich gesunde Sachen verkauft. Bevor ich dann Papa wurde, habe ich viel für die evangelische Kirche in einem Verlag und in einer Pressestelle gearbeitet.

Sie bezeichnen sich selbst als aktiven Papa, sind damals, als ihre zwei Töchter klein waren, in Erziehungsurlaub – heute Elternzeit – gegangen. Damals vor 25 Jahren sicherlich ein ungewöhnlicher Schritt. Würden Sie das mit ihren Erfahrungswerten heute wieder so machen?

Jetzt ganz spontan und vorschnell „Ja – natürlich“ zu sagen, wäre sicherlich eher aus dem Bauch heraus. Es gab ein paar gute Gründe, die damals dafür sprachen, einen Rollentausch zu probieren: Ich bin spät Papa, mit 38, geworden und hatte bereits 20 Jahre Vollzeit gearbeitet und in die Rente eingezahlt. Wir hatten eine günstige große Mietwohnung, in der auch unsere Aupair-Mädchen wohnen konnten. Meine Frau hatte einen besser bezahlten Job, ich konnte nebenbei freiberuflich arbeiten und mich vor 16 Jahren selbstständig machen. So konnte ich neben der Kinderbegleitung immer auch arbeiten – hatte also beides: die Erlebnisse der Kindheit und eine berufliche Selbstverwirklichung.

Kinderbücherei Christian Meyn Schwarze wird einen Papa Jungen Vormittag veranstalten mit lesen und Murmelbahn basteln

Kinderbücherei
Christian Meyn Schwarze wird einen Papa Jungen Vormittag veranstalten mit lesen und Murmelbahn basteln

Sehr gerne bin ich einer der „neuen präsenten Väter“, der seit 25 Jahren das Familienmodell von Teilen der gemeinsamen Aufgaben praktiziert. Die Freude am Vatersein gebe ich sehr gerne an die heutigen Väter weiter, die meine Veranstaltungen besuchen.

In dieser Zeit haben Sie begonnen Bücher zu sammeln, die sich mit dem Papa im Buch beschäftigen. Aus ein paar Büchern wurden immer mehr. Wie viele sind es mittlerweile?

Jetzt lachen Sie nicht, inzwischen habe ich eine eigene kleine Bibliothek mit 600 Papa- und 30 Opa-Bücher. Von Bilderbüchern bis zu Fachbüchern, vom ersten Comic von „Vater und Sohn“ bis zum Klassiker Pinocchio oder einer ganz alten Ausgabe von Pippi auf den Taka Tuka Inseln.

Was genau hat es mit der Papa-Liste, Lesetipps für Väter und Großväter, auf sich? Wie komme ich als interessierte Bibliothek (Stichwort: Bestandsaufbau) oder Privatperson an diese Auswahlliste?

Über diese 600 Bücher mit und über Väter und Großväter habe ich Inhaltsangaben und meine Kommentare geschrieben. Es gibt eine Liste der lieferbaren Bücher, diese wird ständig aktualisiert und ich maile die gerne zu, es sind inzwischen 160 Seiten zum Selberausdrucken geworden.

Kontakt: meynschwarze(at)t-online.de

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Nicht nur Bücher liegen Ihnen am Herzen, sondern auch ihr „Mobiler Mitmachzirkus Hilden“. Ich weiß, dass es eine kleine Anekdote mit einem Buch aus der Stadtbücherei gibt. Erzählen sie uns diese Geschichte?

Im Osterurlaub vor zwanzig Jahren waren wir bei einer befreundeten Familie in Frankreich zu Gast. Die sechs Kinder spielten im Garten und fingen an, über Holzlatten zu balancieren und Sachen in die Luft zu werfen. Daraus haben wir dann eine kleine selbstgemachte Zirkusaufführung entwickelt. Wir waren sechs Kinder, vier Erwachsene, zwei Hunde und hatten bei der Premiere eine Zuschauerin. Das hat mir so viel Freude bereitet, dass ich in die Hildener Stadtbücherei gegangen bin und nach einem Mitmachbuch „Zirkus“ gesucht habe. Ausgeliehen habe ich dann das Buch „Zirkus KONFETTI“ und dieses Buch gab dann einem Mitmachangebot für ein paar Jahre seinen Namen.

Nun sortiert ja eine Bücherei alte Schätzchen einmal aus und ich habe dann dieses Buch geschenkt bekommen, es hat einen Ehrenplatz bei meinen Zirkusbüchern.

Mittlerweile gibt es in vier Bibliotheken die „Papa-Zeit“. Was genau ist das, was passiert da?

Papa-Zeit

Die Papa-Zeit wurde vor fast fünf Jahren hier in Hilden erfunden. Den Mitarbeiterinnen der Kinderabteilung fiel auf, dass samstags immer mehr Väter und Großväter kommen. Nun war bekannt, dass ich seit vielen Jahren mit Kindern spiele und neben dem Zirkus auch andere Dinge mache: Kullerbahnen bastele, Indianerdörfer baue, mit Piraten auf Schatzsuche gehe. Nun war die Idee, aus einem Papa-Buch oder einer Papa-Geschichte ein Erlebnis zu machen.

Wir entwickelten ein Veranstaltungskonzept, das eine Mischung aus Vorlesen, Basteln und Erleben bietet, nur für Väter und andere Männer und Kinder zwischen 4 und 8. Und zwar samstagsvormittags für zwei Stunden, damit die Mama einkaufen oder kochen konnte oder die kinderfreie Zeit einmal für sich nutzen kann. Inzwischen reise ich auch nach Viersen, Hattingen und Gevelsberg und gestalte 20 solche Papa-Zeiten im Jahr, erfunden hier in der Kinderbücherei in Hilden.

Sie haben vorhin erzählt, dass Sie sich als Vorreiter der neuen Väter sehen, gilt das auch als Vorleser und Lesepate?

Genau, und ich möchte aufmerksam machen, auf ein gesamtgesellschaftliches Problem. Uns fehlen Männer in der Begleitung der Kinder in den ersten zehn Lebensjahren, in der sich die Mädchen und Jungen entscheidend entwickeln.

So gelten Jungs seit vielen Jahren als Bildungsverlierer, dagegen möchte ich einen bescheidenen Beitrag leisten. Wenn die Väter und Großväter sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sind, dann lesen sie selber und lesen auch Kinder vor.

Denn das Vorurteil „Lesen ist weiblich“ stimmt ja nicht, nur muss es auch praktiziert werden. So sind meine Papa-Zeiten auch immer ein Projekt zur Leseförderung, besonders zur Förderung der Jungs. Ich erhoffe mir, dass die Freude am Selberlesen und Vorlesen dann auch auf die Jungs überspringt.

Als Vorlesepate lese ich seit vielen Jahren jedes Jahr im November im Kindergarten „Rappelkiste“ vor, um zu zeigen, dass auch Männer vorlesen können.

Seit neuestem sind Sie „Leih-Opa“. Eine ganz neue Erfahrung, oder? Wie sind Sie dazu gekommen?

Hatte ich schon erzählt, dass ich seit 25 Jahren mit Kindern spiele und mir das große Freude bereitet? Und meine Töchter noch ein paar Jahre brauchen, um eine Familie zu gründen? Auf der Suche nach neuen Kindern, mit denen ich spielen kann, kam das Angebot der Stadt Hilden gerade recht, die eine Ausbildung zu Leihgroßeltern anbot.

Ich besuchte den Einführungskurs und wurde Hildens erster Leihopa. Das große Glück mit meiner eigenen Familie habe ich jetzt auch mit meiner anvertrauten Familie. Nach 20 Jahren wiederholt sich vieles: der Fahrdienst zum Training, die Begleitung beim Vorspiel in der Musikschule, das Fahrradtraining in der Schule, der Besuch von Theatervorstellungen und das abendliche Vorlesen, natürlich eine Papa/Opa-Geschichte – oder was ist Meister Eder für den Pumuckl?

Herzlichen Dank für die Beantwortung der Fragen! Wir wünschen weiterhin viel Freude bei Ihren zahlreichen Aktivitäten!

Beste Grüße

Nadine Reinhold

 

 

Bibliothekshelden & Quizduell

Liebe Leser,

der „Tag der Bibliotheken“ findet seit 1995 am 24. Oktober statt. Der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker hat diesen Tag ins Leben gerufen. Der Deutsche Bibliotheksverband verleiht im Zuge dieses Tages immer den Preis „Bibliothek des Jahres“ (das wären dann wir 🙂 ) und es finden in vielen Bibliotheken tolle Aktionen statt um auf die vielfältigen Angebote aufmerksam zu machen. Der Deutsche Bibliotheksverband (dbv) hat aus diesem Grund eine bundesweite Kampagne ins Leben gerufen. „Netzwerk Bibliothek“ ist eine Bibliothekskampagne die sowohl digitale Angebote, Services und zeitgemäße Veranstaltungsformate vorstellt als auch aktuelle Trends der Bibliothekslandschaft in den Mittelpunkt rückt. Die Kampagne läuft seit Oktober 2014 und endet im Juli 2017.

Eine Aktion finde ich ganz toll: Die Bibliotheksheldinnen und -helden! Ganz unterschiedliche Menschen und deren Einsatz für Andere in Bibliotheken werden vorgestellt. Die Themen sind sehr vielfältig. Barrierefreiheit, Programmieren, Gaming …

Weitere Infos über die Kampagne und die Bibliotheksheldinnen und -helden gibt es hier.

Dann passierte am Montag, 24.10. folgendes: Ich kam gerade von einer Fortbildung zum Thema „Neue Impulse für die Kinder- und Jugendbibliotheksarbeit“ nach Hause und saß abends vor meinem PC, als ich bemerkte, dass die Stadtbücherei Hilden ganz viele Nachrichten über Facebook bekam. Die Stadtbücherei war als Frage im Quizduell. Ich konnte es gar nicht glauben. Da wir die besten Kunden der Welt haben, die dazu auch noch mega flott und schlau sind, wurde der Fotobeweis auch direkt mehrfach mitgeschickt.

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Super, oder? Und die beiden wussten sogar die richtige Antwort!

Jaja, Kölsch-Produktion fänden einige auch nicht schlecht, ich kann es mir denken 😉

Beste Grüße

Nadine Reinhold

 

 

 

Mandala – im Pünktchen-Fieber

Liebe Leser,

ich habe was Neues entdeckt 🙂 In meinem Urlaub habe ich bei Pinterest Fotos von bepunkteten Steinen gesehen. Da gibt es ganz unterschiedliche Arten. Die besten Treffer erzielt man, wenn man nach „Mandala Stones“ sucht. Pinterest ist voll davon, auch bei Instagram findet man einige Künstler, die oft neue bemalte Steine posten.

Nun war ich erst ein paar Tage zurück aus Dänemark und ärgerte mich schon bald sehr, dass ich an den Stränden der Ostküsten nicht nach passenden Steinen gesucht hatte. Man glaubt gar nicht, wie viele unterschiedliche Stein-Arten es gibt … natürlich eignen sich nicht alle zum bemalen / bepunkten. Beach Pebbles sind toll, oftmals aber flach, Rheinkiesel meist zu klein, Gletscherkies oftmals nicht rund und etwas unebener – ich entwickelte mich zur Stein-Expertin auf der Suche nach verwendbaren Steinen.

Ich bin also dann in einen Natursteinbruch mit Verkauf gefahren. Dort habe ich mir die besten Beach Pebbles herausgefischt. Und konnte endlich loslegen!

Was soll ich sagen: Das ist gar nicht so einfach. Die Pünktchen sollen ja auch rund sein 😉

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Das geeignete Werkzeug war schnell gefunden: Dot Pens. Die werden gerne im Nageldesign verwendet. Diese Pens haben zwei Enden, kleine Metallkügelchen in unterschiedlichen Größen.

Dort haftet dann die Acrylfarbe, und man kann mehrere Pünktchen machen, die mit jedem Punkt kleiner werden.

Wichtig ist auch, wie die Acrylfarbe angerührt wird. Eher flüssig oder doch cremiger?

Auch mit dem Pinsel kann man natürlich Pünktchen machen, aber das ist so tricky… ich übe noch!

Natürlich gibt es auch Künstler, die sehr bekannt sind für ihre Steine. So wie Elspeth McLean, die sich selbst als „Dotilism Artist“ bezeichnet. Mittlerweile gibt es auch Bettwäsche von ihr und wasweißichnichtnochalles 🙂 Viele schauen sich gerne Videos an, wie die Australierin Pünktchen macht. Ist beruhigend!

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So, und nun zeige ich euch mal, was ich so verbrochen habe. Bisher habe ich ca. 15 Steine gemacht. Einige sind ziemlich misslungen, andere finde ich ganz hübsch, aber richtige Mandala Steine sind es nicht. Dort ist der Punkt in der Mitte eigentlich immer weiß und recht groß (erst mal hinkriegen) und die einzelnen „Stränge“ sind symmetrisch. Meine Pünktchen müssen noch näher aneinander gesetzt werden, aber ich kann ja noch üben 🙂 *seufz*

 

Und mittlerweile habe ich noch etwas Neues ausprobiert! Schmuck im Mandala-Stil. Kleine Betonkügelchen habe ich wild „bepunktet“. Da muss man sooo viel Geduld mitbringen, da die Kugeln so klein sind. Macht aber auch viel Spaß!

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Wenn jemand in Urlaub fährt – ich suche immer noch verzweifelt Steine. Gerne so 6-10 cm groß, rund und glatt 🙂

 

 

 

 

 

Beste Grüße

Nadine Reinhold

Internationales Kinderfest am 27.08.2016

Liebe Kinder, liebe Eltern,

es gab schon einige Blogbeiträge über unsere Aktionswoche „Viele Länder – ein Treffpunkt“. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie wir hinter den Kulissen mit Hochdruck daran arbeiten, dass alles klappt und alle viel Spaß in dieser Woche haben. Der Startschuss der Aktionswoche fällt am Samstag, 27.08.2016 mit dem großen internationalen Kinderfest. Alle zwei Jahre veranstalten wir eine Party für die Kleinsten. Es gab schon eine „Lesestart-Party“, eine „Wiedereröffnungsparty“, eine „I-Dötzchen-Party“ … und dieses Mal werden wir international 🙂

Aktionen draußen

Was wir nicht schon alles organisiert haben. Vor ein paar Jahren gab es tatsächlich Ponyreiten bei einem der Aktionstage. Natürlich gab es meist auch eine Hüpfburg auf dem Nove-Mesto-Platz vor der Bibliothek.

Dieses Jahr gibt es (bei hoffentlich trockenen Wetter) viele weitere Aktionen draußen, denn das Spielmobil mit Mike Dörflinger und seinem Team ist mit dabei.

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Draußen finden noch weitere Aktionen statt:

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Entenangeln & Seifenblasen für die Allerkleinsten und Spiele aus anderen Ländern können dort gespielt werden.

 

 

 

Achtung: Bewohner fremder Länder zu Besuch!

Da das Fest und die Aktionswoche das Motto „Viele Länder – ein Treffpunkt“ haben, haben wir auch Bewohner von Tatooine, Naboo oder Adumar eingeladen.

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Die kommen also auch und feiern mit! Auf der Collage zu sehen mit meinem Sohn, der sich schon sehr auf die Trooper freut.

 

 

 

 

 

Trubelige Bibliothek

In der Bibliothek ist natürlich auch eine Menge los. Damit sich das Verkleiden auch lohnt, wird Melissa Küster wie auch schon bei Star Wars Reads Day Kindergesichter schminken und in Marienkäfer, Tiger und Schmetterlinge verwandeln.

Die Kinder, die schon auf einer der letzten Partys bei uns waren, kennen das schon: wenn man eine Aktion „geschafft“ hat, dann bekommt man ein Stempel. Bei 3 Stempeln bekommt man eine Kleinigkeit. So ist es auch am 27. August. Bei diesen 4 Aktionen kann man sich einen Stempel abholen: Buttons, Fühlkisten, Kinderspiele, Bücherwurm-Basteln.

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Die Bücherwürmer-Lesezeichen kennen die Kinder, die unseren Stand im Juni auf dem Künstlermarkt besucht haben. Nicht ganz leicht zu basteln, aber Mama oder Papa helfen doch bestimmt gerne mit, oder? 😉

Die Buttons, die sich die Kinder machen können, sind auch etwas ganz Besonderes. Faraj Younan, der am Mittwoch, 31. August um 16 Uhr auch als Vorleser für uns tätig ist, wird in arabischer Schrift die Namen der Kinder auf die Buttons schreiben.

Natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt, dank eines türkischen Buffets und der Grillwürstchen vom Spielmobil.

Was zum Lachen und lecker Eis

Wer in den letzten Jahren die Kinderfeste der Emir Sultan Moschee in Hilden besucht hat, kennt ihn vielleicht: den türkischen Eisverkäufer, bei dem man aufpassen muss, auch wirklich sein Eis zu bekommen. Samed Ülger verzaubert Groß und Klein mit seiner Eisshow. Da kann man die vom Lachkrampf verspannten Bauchmuskeln direkt mit dem leckeren Eis kühlen. Freut Euch drauf! Ich habe Tränen gelacht!

Es wird also einiges los sein, am Samstag, 27.08. von 15.00 bis 19.00 Uhr. Natürlich können auch Medien entliehen werden, man kann ins Internet gehen und wer weiß, vielleicht kann man ja auch das ein oder andere Schnäppchen machen 🙂

Weiter geht es dann ab Dienstag, 30. August mit vielen tollen, interessanten Aktionen – auch für Erwachsene! Besonders zwei Aktionen finde ich so schön, auf die möchte ich hier noch mal kurz hinweisen:

„Ich schenke dir ein Buch“, die in Kooperation mit der Buchhandlung Thalia (Mittelstraße 69) durchgeführt wird. Zwei Bücher, die sich zum Deutsch lernen eignen wurden ausgesucht. Eins ist für Kinder, das andere für Erwachsene. Bei Thalia kann man das Buch kaufen und bei uns abgeben. Wir verschenken das Buch dann an Flüchtlinge, die sich bei uns eine Kundenkarte ausstellen lassen (oder bereits eine haben) oder geben es weiter in eine Flüchtlingsunterkunft.

Die Wunschorangen„: Durch das Bilderbuch „Die Orangen hinter der Mauer“ kam die Idee eine Mitmach-Aktion zu gestalten. Jeder von uns hat einen Herzenswunsch. Und wenn man bei den „Wunschorangen mitmacht, kann der vielleicht auch in Erfüllung gehen. Ich glaube da ganz fest dran, meine Orange liegt schon bereit auf meinem Schreibtisch in der Bibliothek 😉

Wir freuen uns über zahlreiche Besucher. Ob Groß oder Klein, Hauptsache, es wird gemeinsam gefeiert!

In diesem Sinne, beste Grüße

Nadine Reinhold