Archiv des Autors: Birgit Halfkann

Bald ist Weihnachtsabend da…

 

(Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=NDLcU1IGS40)

 

Liebe Leser,

schöne Weihnachtsfeiertage, ob im kleinen Kreis, mit Freunden oder als großes Familienfest, zuhause oder auf Reisen, leise und besinnlich, fröhlich und harmonisch, entspannend und erholsam…

wünscht Euch
das Team der Stadtbücherei

 

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„Wer Familie hat, braucht keine Feinde mehr“

So würde wohl der Protagonist einer Fernsehserie argumentieren, die ich zwar erst relativ spät kennen, aber dafür umso mehr lieben gelernt habe. Die Rede ist von der Comedyserie „Arrested Development“. Mittlerweile habe ich sie schon dreimal durch und es macht immer noch extrem Spaß. Man kann sie einfach immer wieder Ansehen.

Wie die Überschrift ja bereits hergibt, geht es um die liebe Familie. Egal wie sehr wir sie lieben und wertschätzen, manchmal kommt man sich wie der einzig Normale im einem Pulk von Verrückten vor und wird zur Verzweiflung getrieben. So ergeht es auch Michael Bluth, dem Hauptprotagonisten der Serie.

„Dies ist die Geschichte einer wohlhabenden Familie, die alles verloren hat… und die des Sohnes, der nicht anders konnte, als sie alle zusammenzuhalten.“

Das Intro sagt schon so ziemlich alles aus, was man über die Serie wissen sollte, wenn man auch nur ein klein wenig zwischen den Zeilen liest. Nachdem Michaels Vater gleich zu Beginn der Serie wegen Steuerhinterziehung, Betrug und so weiter und so weiter verhaftet wird, übernimmt er mehr oder weniger freiwillig die Geschäftsleitung des Familienunternehmens. Dazu muss er allerdings seine durchgeknallte Familie im Zaum halten, damit diese z. B. nicht die Firmenkasse plündern, ihre Anteile verscherbeln oder den Familienruf noch weiter in den Dreck zu ziehen. Und die machen es ihm echt nicht leicht. Der Name der Serie, Arrested Development (zu Deutsch etwa „gehemmte Entwicklung“), ist dabei Programm, denn sobald ein Fuß aus dem Schlamassel gezogen wird, reitet sich die Familie selbst in den nächsten rein. Und jedes der liebenswerten Clanmitglieder trägt mit seinen Macken dazu bei. Sei es der Showmagier-Bruder, der talentlose Möchtegern-Schauspieler-Schwager, die manipulative Mutter, der korrupte Vater, der treuherzige Sohn etc. etc…

Die Sendung besteht zum größten Teil aus Running-Gags, die liebevoll und kreativ umgesetzt sind und einem immer wieder die Tränen in die Augen treiben. So z.B. der Tanz, den Gob Bluth aufführt, um seinen Bruder als feiges Hühnchen zu verspotten.

https://www.youtube.com/watch?v=1TphEh0Qgv0

Auch gibt es zahlreiche Cameo-Auftritte und Nebenrollen, die mit Stars und Comedy-Schwergewichten besetzt sind, wie Ben Stiller, Zach Braff, Charlize Theron, Carl Weathers oder Ron Howard. Die Serie hat mehrere Emmys gewonnen und wurde zwei Mal für einen Golden Globe nominiert.

Wer also gerne was zum Lachen hat und einfach mal abschalten will, für den ist diese Serie definitiv ein Muss!!

 

Jens Teupen

 

Freizeitbeschäftigung mit Suchtfaktor

 

 

 

 

 

Autorin: Birgit Halfkann

Meine neue Freizeitbeschäftigung mit eindeutigem Suchtfaktor ist „Buchfalten“. Die interessanten Objekte, die durch Falten von Buchseiten entstehen, haben mich schon länger fasziniert, ich hatte bloß gar keine Vorstellung, wie das eigentlich gemacht wird.
Letzten Samstag hatte ich nun endlich die Möglichkeit, beim Workshop Buchfaltkunst in der Bibliothek diese Technik selber einmal auszuprobieren.
Es gab einige Bücher und Gegenstände als Anschauungsobjekte und ich war hin- und hergerissen, dass ich bald selber in der Lage sein sollte, so etwas zustande zu bringen. Ein wenig Angst hatte ich auch, dass ich mich vielleicht total ungeschickt anstelle.
Zunächst erstellten wir ein „Probebuch“, in dem wir die verschiedenen Falttechniken, die gezeigt wurden, ausprobieren konnten und wir lernten, welche Falttechnik sich für welche Objekte eignet. Ich war erstaunt, wie „einfach“ im Prinzip diese Techniken sind und was für eine Wirkung damit zu erzielen ist…
Dann ging es an das erste „richtige“ Objekt, ein „Herz“ zu falten.

Als Material werden (alte) Bücher, Lineal, Bleistift, ein Falzbein und je nach Objekt, eine Schere gebraucht. Bei der Messmethode werden mit Lineal und Bleistift nach einer vorgegebenen Tabelle Markierungen auf den einzelnen Buchseiten eingezeichnet, dann kann gefaltet werden.

Es muss sehr genau gearbeitet werden – ich brauchte dafür schon einiges an Konzentration. Aber gleichzeitig war es auch sehr entspannend, wahrscheinlich gerade weil man sich so auf diese Tätigkeit konzentriert.
Fast ein wenig meditativ…
Und es war schon ein besonderes Erlebnis, als so nach und nach das Motiv im Buchschnitt sichtbar wurde.

Weil wir noch einige andere Objekte und Techniken ausprobiert haben und das Herz noch nicht ganz fertig gefaltet war, konnte ich es kaum erwarten, nach Hause zu kommen. Ich habe alles andere stehen- und liegengelassen und habe erst einmal das Herz zu Ende gefaltet – das hat einfach nur Spaß gemacht!
Ich bin begeistert, dass es doch relativ simpel ist, wunderschöne Objekte herzustellen, die äußerst dekorativ aussehen und bin schon auf der Suche nach weiteren Motiven, die ich auf jeden Fall ausprobieren möchte. Im Internet gibt es jede Menge Anleitungen, Tabellen und Schablonen für alle möglichen Motive.

Vielleicht kennt Ihr „Buchfalten“ unter dem Begriff „Orimoto“ – beide meinen dasselbe. Da der Begriff „Orimoto“ geschützt ist, darf er nicht verwendet werden. Auf der Internetseite https://www.talu.de/orimoto-anleitung/ findet Ihr Informationen zum Begriff und dem „Erfinder“ der Buchfalttechnik. Anleitungen bietet das Buch „Orimoto“ von Dominik Meißner (Busse Seewald Verlag, Stuttgart, 978-3-7724-7599-3), das es hier in der Bibliothek gibt.

Mein nächstes Faltmotiv ist eine Katze – ich hab‘ auch schon angefangen…

 

 

 

Etwas Veganes zum Nachtisch…

Liebe Leser,

mein letzter Restaurantbesuch mit Freunden ist mir in bester Erinnerung geblieben. Da unter den Freunden auch Vegetarier und Veganer sind, hatten wir beim Tisch bestellen nachgefragt, ob auch entsprechende Gerichte angeboten werden. Im Restaurant, mit griechischer Küche, war das so verstanden worden, dass acht Veganer zum Essen kommen. Das war eigentlich nicht weiter schlimm, es gab tatsächlich für alle etwas auf der Speisenkarte.

Das war aber nicht alles! Kaum zu glauben, aber der Koch hatte doch tatsächlich extra für uns einen Nachtisch vorbereitet: einen veganen Kuchen. Und obwohl wir nach Vorspeisen und Hauptgerichten alle schon reichlich satt waren, „mussten“ wir den Kuchen natürlich noch probieren. Und was soll ich sagen: er war „himmlisch“: ein veganer „Käsekuchen“ auf einem köstlichen Fruchtspiegel. Alle waren begeistert: Veganer, Vegetarier und „Fleischesser“, und der eine oder andere hat auch noch ein zweites Stück verdrückt, weil es so lecker war!
Wir haben auch gleich überlegt, welche Zutaten wohl in dem Kuchen stecken: Der Tortenboden mit Mandeln und ??? – in der „Käse“-Masse meinten wir, Kokos und eine Nuss-Art zu „erschmecken“ – Cashewkerne, wie man uns dann verriet…

Und weil der Kuchen so einmalig gut geschmeckt hat, hatte ich die Idee, ihn unbedingt auch selber einmal auszuprobieren. Also habe ich im Internet recherchiert und ihn tatsächlich gefunden:

den „Cashew-Käsekuchen“

http://www.essen-und-trinken.de/rezepte/57206-rzpt-cashew-kaesekuchen

Es ist ein Rezept aus dem Kochbuch „La Veganista“ (Verlag Gräfe & Unzer), das Ihr auch hier in der Bibliothek ausleihen könnt.
(Das Foto ist im Internet unter der angegebenen Adresse und auch im Kochbuch zu finden.)

Letztes Wochenende gab es die Gelegenheit, die Freunde und andere „Nichtveganer“ mit dem Kuchen zu überraschen. Die Herstellung ist etwas aufwendig und Ihr solltet auf jeden Fall einen leistungsfähigen Mixer haben, um die Cashewkerne so fein wie möglich mahlen zu können – das ergibt dann eine „feine“ Konsistenz  der „Käse“-Masse. Ein bisschen Vorbereitungszeit ist auch nötig: die Cashewkerne müssen über Nacht einweichen und der Kuchen vor dem Verzehr acht Stunden in den Kühlschrank.

Aber, ich kann nur sagen: Es lohnt sich!
Probiert es selbst und bringt mir ein Stück vorbei!

Birgit Halfkann

Motivationsschub für eine Strickerin

 

Liebe Leser,

Herbstzeit – Zeit, auch wieder an kommende kalte Wintertage zu denken und an schöne kuschlige Pullover und Jacken, die ich gerne stricken möchte.


Das Material ist sogar auch schon da: Wolle, die ich seit ein paar Jahren bereits „aufbewahre“, weil mir die Wolle beim Kauf so gut gefiel, ich aber zur Zeit des Kaufs keine konkrete Vorstellung hatte, was ich daraus stricken wollte.
Seitdem habe ich schon einige Versuche unternommen, endlich doch etwas daraus machen, aber ich komme einfach nicht zu einem Ende. Obwohl ich in meinem Leben schon sehr viel gestrickt habe, brauche ich immer eine konkrete Strickanleitung. Das ist aber bei Wolle, die ich spontan gekauft habe,  echt schwierig. Habe ich endlich ein Modell gefunden, dass mir gefällt, stimmt „meine“ Wolle nicht mit der angegebenen überein, zu dick – zu dünn, die „Maschenprobe“ stimmt nicht und beim Umrechnen, damit die Anleitung wieder für meine Wolle passt, passt aber das Muster nicht mehr…
Oder ich habe das Vorderteil gestrickt und stelle fest, dass mir das Muster oder auch die Form so gar nicht gefallen – also wird alles wieder „aufgeribbelt“.
Einen Pullover hätte ich längst fertig, wenn es nicht tatsächlich einen Fehler in der Strickanleitung gäbe. So, wie das Muster beschrieben ist, lässt es sich nicht stricken. Sogar versierte Strickerinnen in meinem Bekanntenkreis sind daran gescheitert. Hier muss ich noch eine Alternative finden.
Also starte ich jetzt wieder eine „Suchaktion“ nach neuen Ideen und passenden Anleitungen. Hier in der Bibliothek sitze ich ja quasi an der Quelle. Ich durchsuche die vorhandenen Bände und schaue mir auch mit Begeisterung jedes neue Strickbuch an. Ideen und Anleitungen, die ich gerne mal probieren möchte, finde ich mehr als genug – meine Probleme bleiben aber dieselben.
Daher habe ich mir als Motivationsschub für den Start in meine persönliche Stricksaison folgendes „verordnet“: ich brauche neue Wolle, aber nur mit passender Strickanleitung! Mir schwebt da ein Cardigan aus bunter Wolle vor…
Die „alte“ Wolle wird noch ein wenig warten müssen…

Beste Grüße,

Birgit Halfkann

Singen nach Herzenslust

Liebe Leser,

wann habt Ihr das letzte Mal gesungen? Ich meine, nicht alleine unter der Dusche, sondern mit anderen gemeinsam?

Ich habe kürzlich wieder einmal bei einem „gemeinsamen Singen“ mitgemacht und war wieder ganz begeistert! Diese Veranstaltungen sind bekannt als „Rudelsingen“ oder „Frau Höpker bittet zum Gesang“ o. ä. Die Lieder sucht der jeweilige Anbieter aus, das können Volkslieder, Oldies, Schlager und aktuelle Charthits aus Rock und Pop sein. Mit instrumentaler Begleitung werden die meist bekannten Songs präsentiert, die Texte auf eine (Lein-)Wand projiziert. Inzwischen ist diese Form des gemeinsamen Singens so bekannt und beliebt, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass die Veranstaltungsräume aus allen Nähten platzen. So habe ich es zu mindestens jedes Mal erlebt, wenn ich dabei war. Auffällig ist, dass offensichtlich mehr Frauen als Männer Freude bei dieser Art „Karaoke in der Gruppe“ haben und in der Regel auch eher keine Jugendlichen unter den Sängern zu finden sind. Die toben sich wohl eher bei anderen Musikveranstaltungen aus.

Das Schöne an dieser Art zu Singen ist, es mit anderen gemeinsam zu tun. Es spielt keine Rolle, wie gut jemand singen kann, Noten lesen ist nicht nötig – die Hauptsache ist, man ist mit Spaß und Begeisterung dabei!

Glaubt mir, es ist einfach mitreißend, wenn ein ganzer Saal voll von sangesfreudigen Menschen sich gegenseitig mitreißen, wenn sie „Marmor, Stein und Eisen bricht“, „Dancing Queen“, aber auch „Der Mond ist aufgegangen“ singen – Gänsehautfeeling pur…

Ich habe hierbei wiederentdeckt, wie gerne ich eigentlich singe, – so viele Gelegenheiten gibt es ja ansonsten nicht, mit anderen zu singen – es sei denn, ich würde in einem Chor mitsingen.
Aber ich ziehe augenblicklich einfach diese „unverbindliche Form“ vor, weil mich die Art der Präsentation anspricht und ich mir aussuchen kann, wann und wo ich eine Veranstaltung besuchen möchte.

Übrigens, Mitte Oktober gibt es das nächste „Rudelsingen“ im Area 51 in Hilden. Vielleicht seid Ihr ja  dabei?

Beste Grüße,

Birgit Halfkann

#thinkbib – Bibliothek mal anders

 

„Bibliothek, da findest du doch nur Bücher.“ In Hilden oder auch anderen Städten haben die Bibliotheken immer noch mit Vorurteilen und Klischees zu kämpfen. Mit der Imagekampagne #thinkbib soll das Bild der Bibliothek durch innovative Thesen aufgefrischt werden.

Auf der Fachkonferenz Kinder- und Jugendbibliotheken kurz „konkiju“ im Jahre 2017 entstand die Idee, das Bild der Bibliothek auf lustige oder auch freche Weise durch selbstgeschriebene Thesen neu aufzumischen. Hieraus entstand bei Facebook die „Gruppe95“, die mittlerweile stolze 444 begeisterte Mitglieder (Stand 07.09.2017) aufweist.

Die Idee ist simpel, aber auch ziemlich genial. Es sollen viele lustige, innovative, freche und auch irritierende Thesen gesammelt werden. Das tolle daran ist, dass jeder der Facebookgruppe beitreten kann und seine Ideen dann posten kann.

            95 Thesen, um das Image der Bibliothek umzukrempeln

Am Tag der Bibliotheken, dem 24.Oktober sollen dann diese Thesen an Rathaustüren der Städte und Gemeinde genagelt werden. Dies bitte aber nur symbolisch verstehen und nicht mit einem Hammer und Nagel zum Rathaus laufen – kommt wahrscheinlich nicht sehr gut an in der Verwaltung. Das Nageln ist angelehnt an Martin Luther und seine 95 Thesen, die er der Legende nach in Wittenberg an die Tür der Schlosskirche nagelte.

Mittlerweile wurden schon mehr als 135 Thesen gesammelt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: einmal lustig „Bibliotheken sind wie Google, nur krasser!“ oder auch provokant „Wir sind gut bestückt“ oder einfach wahrheitsgemäß „Jeder hat Fragen – Bibliotheken haben Antworten“.

Neue Mitglieder und Ideen sind stets willkommen und können mit dem #thinkbib auch weiter verbreitet werden.

Link: https://www.facebook.com/groups/gruppe95/

Viel Spaß beim Entdecken!

Kathrin Volkenandt