Archiv des Autors: Birgit Halfkann

Motivationsschub für eine Strickerin

 

Liebe Leser,

Herbstzeit – Zeit, auch wieder an kommende kalte Wintertage zu denken und an schöne kuschlige Pullover und Jacken, die ich gerne stricken möchte.


Das Material ist sogar auch schon da: Wolle, die ich seit ein paar Jahren bereits „aufbewahre“, weil mir die Wolle beim Kauf so gut gefiel, ich aber zur Zeit des Kaufs keine konkrete Vorstellung hatte, was ich daraus stricken wollte.
Seitdem habe ich schon einige Versuche unternommen, endlich doch etwas daraus machen, aber ich komme einfach nicht zu einem Ende. Obwohl ich in meinem Leben schon sehr viel gestrickt habe, brauche ich immer eine konkrete Strickanleitung. Das ist aber bei Wolle, die ich spontan gekauft habe,  echt schwierig. Habe ich endlich ein Modell gefunden, dass mir gefällt, stimmt „meine“ Wolle nicht mit der angegebenen überein, zu dick – zu dünn, die „Maschenprobe“ stimmt nicht und beim Umrechnen, damit die Anleitung wieder für meine Wolle passt, passt aber das Muster nicht mehr…
Oder ich habe das Vorderteil gestrickt und stelle fest, dass mir das Muster oder auch die Form so gar nicht gefallen – also wird alles wieder „aufgeribbelt“.
Einen Pullover hätte ich längst fertig, wenn es nicht tatsächlich einen Fehler in der Strickanleitung gäbe. So, wie das Muster beschrieben ist, lässt es sich nicht stricken. Sogar versierte Strickerinnen in meinem Bekanntenkreis sind daran gescheitert. Hier muss ich noch eine Alternative finden.
Also starte ich jetzt wieder eine „Suchaktion“ nach neuen Ideen und passenden Anleitungen. Hier in der Bibliothek sitze ich ja quasi an der Quelle. Ich durchsuche die vorhandenen Bände und schaue mir auch mit Begeisterung jedes neue Strickbuch an. Ideen und Anleitungen, die ich gerne mal probieren möchte, finde ich mehr als genug – meine Probleme bleiben aber dieselben.
Daher habe ich mir als Motivationsschub für den Start in meine persönliche Stricksaison folgendes „verordnet“: ich brauche neue Wolle, aber nur mit passender Strickanleitung! Mir schwebt da ein Cardigan aus bunter Wolle vor…
Die „alte“ Wolle wird noch ein wenig warten müssen…

Beste Grüße,

Birgit Halfkann

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Singen nach Herzenslust

Liebe Leser,

wann habt Ihr das letzte Mal gesungen? Ich meine, nicht alleine unter der Dusche, sondern mit anderen gemeinsam?

Ich habe kürzlich wieder einmal bei einem „gemeinsamen Singen“ mitgemacht und war wieder ganz begeistert! Diese Veranstaltungen sind bekannt als „Rudelsingen“ oder „Frau Höpker bittet zum Gesang“ o. ä. Die Lieder sucht der jeweilige Anbieter aus, das können Volkslieder, Oldies, Schlager und aktuelle Charthits aus Rock und Pop sein. Mit instrumentaler Begleitung werden die meist bekannten Songs präsentiert, die Texte auf eine (Lein-)Wand projiziert. Inzwischen ist diese Form des gemeinsamen Singens so bekannt und beliebt, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass die Veranstaltungsräume aus allen Nähten platzen. So habe ich es zu mindestens jedes Mal erlebt, wenn ich dabei war. Auffällig ist, dass offensichtlich mehr Frauen als Männer Freude bei dieser Art „Karaoke in der Gruppe“ haben und in der Regel auch eher keine Jugendlichen unter den Sängern zu finden sind. Die toben sich wohl eher bei anderen Musikveranstaltungen aus.

Das Schöne an dieser Art zu Singen ist, es mit anderen gemeinsam zu tun. Es spielt keine Rolle, wie gut jemand singen kann, Noten lesen ist nicht nötig – die Hauptsache ist, man ist mit Spaß und Begeisterung dabei!

Glaubt mir, es ist einfach mitreißend, wenn ein ganzer Saal voll von sangesfreudigen Menschen sich gegenseitig mitreißen, wenn sie „Marmor, Stein und Eisen bricht“, „Dancing Queen“, aber auch „Der Mond ist aufgegangen“ singen – Gänsehautfeeling pur…

Ich habe hierbei wiederentdeckt, wie gerne ich eigentlich singe, – so viele Gelegenheiten gibt es ja ansonsten nicht, mit anderen zu singen – es sei denn, ich würde in einem Chor mitsingen.
Aber ich ziehe augenblicklich einfach diese „unverbindliche Form“ vor, weil mich die Art der Präsentation anspricht und ich mir aussuchen kann, wann und wo ich eine Veranstaltung besuchen möchte.

Übrigens, Mitte Oktober gibt es das nächste „Rudelsingen“ im Area 51 in Hilden. Vielleicht seid Ihr ja  dabei?

Beste Grüße,

Birgit Halfkann

#thinkbib – Bibliothek mal anders

 

„Bibliothek, da findest du doch nur Bücher.“ In Hilden oder auch anderen Städten haben die Bibliotheken immer noch mit Vorurteilen und Klischees zu kämpfen. Mit der Imagekampagne #thinkbib soll das Bild der Bibliothek durch innovative Thesen aufgefrischt werden.

Auf der Fachkonferenz Kinder- und Jugendbibliotheken kurz „konkiju“ im Jahre 2017 entstand die Idee, das Bild der Bibliothek auf lustige oder auch freche Weise durch selbstgeschriebene Thesen neu aufzumischen. Hieraus entstand bei Facebook die „Gruppe95“, die mittlerweile stolze 444 begeisterte Mitglieder (Stand 07.09.2017) aufweist.

Die Idee ist simpel, aber auch ziemlich genial. Es sollen viele lustige, innovative, freche und auch irritierende Thesen gesammelt werden. Das tolle daran ist, dass jeder der Facebookgruppe beitreten kann und seine Ideen dann posten kann.

            95 Thesen, um das Image der Bibliothek umzukrempeln

Am Tag der Bibliotheken, dem 24.Oktober sollen dann diese Thesen an Rathaustüren der Städte und Gemeinde genagelt werden. Dies bitte aber nur symbolisch verstehen und nicht mit einem Hammer und Nagel zum Rathaus laufen – kommt wahrscheinlich nicht sehr gut an in der Verwaltung. Das Nageln ist angelehnt an Martin Luther und seine 95 Thesen, die er der Legende nach in Wittenberg an die Tür der Schlosskirche nagelte.

Mittlerweile wurden schon mehr als 135 Thesen gesammelt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt: einmal lustig „Bibliotheken sind wie Google, nur krasser!“ oder auch provokant „Wir sind gut bestückt“ oder einfach wahrheitsgemäß „Jeder hat Fragen – Bibliotheken haben Antworten“.

Neue Mitglieder und Ideen sind stets willkommen und können mit dem #thinkbib auch weiter verbreitet werden.

Link: https://www.facebook.com/groups/gruppe95/

Viel Spaß beim Entdecken!

Kathrin Volkenandt

Ich bin die neue Auszubildende

Liebe Leser,

 

wie einige von Euch vielleicht schon bemerkt haben, gibt es seit einigen Tagen einen Neuzugang in der Stadtbücherei Hilden. Heute möchte ich Euch ein wenig über mich erzählen.

Mein Name ist Saskia Pelzers, ich bin 22 Jahre alt und habe am 01.08. meine Ausbildung zur Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste hier in der Stadtbücherei Hilden begonnen. Im Jahr 2014 habe ich mein Abitur am Gutenberg-Gymnasium in Bergheim gemacht und nach einem „Sabbatjahr“, in dem ich einiges an Arbeitserfahrung gesammelt habe, fing  ich ein Linguistik Studium an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf an. Dabei wurde mir  jedoch schnell klar, dass mir die Praxis besser gefällt als die Theorie. Deshalb fing ich an nach einer Ausbildung zu suchen.

Da ich schon seit klein auf eine begeisterte Buchliebhaberin bin und die Veränderungen in den Bibliotheken in den letzten Jahren faszinierend finde, lag es für mich nahe eine Ausbildung in der Bibliothek zu machen.

Nachdem ich das Auswahlverfahren, bestehend aus einem mehrstündigen Test, einem Bewerbungsgespräch und einem Probepraktikum, erfolgreich durchlaufen habe, bin ich nun die neue Auszubildende der Stadtbücherei Hilden.

Meine erste Arbeitswoche liegt mittlerweile hinter mir und ich habe schon jetzt das Gefühl den richtigen Job gefunden zu haben.

Ich freue mich darauf, in den nächsten drei Jahren alles zu lernen, um Euch bei Eurem Besuch in der Bibliothek weiterhelfen zu können.

 

Beste Grüße

Saskia Pelzers

Jane Austens „Stolz und Vorurteil“ 2.0

Liebe Leser,
vor kurzem war der 200. Geburtstag von Jane Austen und genau zu dieser Zeit bekam ich ein Buch in die Hände, dass wunderbar zu diesem Anlass passt: gerade im Juni ist in deutscher Sprache das Buch von  Curtis Sittenfeld „Vermählung“


erschienen, eine Adaption des Romanstoffes von „Stolz und Vorurteil“ in die Jetztzeit. Wenn man im Internet nach dem Titel sucht, gehen die Meinungen, ob das gelingen kann, doch recht weit auseinander. Das wundert mich nicht – ich denke, für einen „echten“ Jane Austen-Fan zählt halt nur das Original. Aber es gibt auch positive Stimmen und denen möchte ich mich grundsätzlich anschließen.

Für mich überraschend, hat die Autorin den Ablauf der Geschichte stark am Original orientiert. Daher war ich an einigen Stellen, da ich das Original ja kenne, sehr gespannt, wie die Autorin einzelne Situationen umgesetzt hat. Das hat bei mir auf jeden Fall die Spannung gesteigert und mich dazu gebracht, immer weiter zu lesen.

Auch die typischen (Charakter-)Merkmale der handelnden Personen, ob „Hauptrollen“ oder „Nebenrollen“ hat die Autorin für mich überzeugend in die Jetztzeit übertragen und ihnen „passende“ Verhaltensweisen zugeschrieben. Ohne zu viel vorweg zu nehmen: Mrs Bennet, die natürlich wie im Original alles dafür tut, ihre fünf Töchter möglichst reich zu verheiraten, ist kaufsüchtig, ungeachtet der prekären finanziellen Lage der Familie. Lydia und Kitty, nach wie vor die „Wilden“ in der Familie und vor keiner Peinlichkeit zurückschreckend, sind passionierte CrossFit-Anhängerinnen und ernähren sich nach dem Paleoprinzip. Mister Bingley, attraktiver Arzt, ist, bevor er Jane kennen lernt, als „Bachelor“ im Fernsehen aufgetreten und zwischen Mister Darcy und Liz gibt es ebenfalls die vielen bekannten Szenen von Missverständnis und Ablehnung bis zum Happyend.

Die Autorin hat es geschafft, die wunderschöne Geschichte von Jane Austen in witziger, moderner Form neu zu erzählen. Das Buch ist ein Unterhaltungsroman, geht dabei aber nicht so in die Tiefe wie das Original. Das mag der eine oder andere kritisieren, meines Erachtens ist es aber ein Fehler, das Buch allzu kritisch mit dem Original zu vergleichen. Ich empfehle, es einfach unvoreingenommen zu lesen, wobei man das Original schon kennen sollte. Das Lesen macht dann einfach mehr Spaß!

Wenn Ihr Euch darauf einlassen könnt, werdet Ihr gut unterhalten!

Beste Grüße,

Birgit Halfkann

 

Favoriten bei der Ausleihe – eine Zwischenbilanz

Liebe Leser,

Vielleicht habt Ihr schon einmal mitbekommen, dass wir unseren Medienbestand regelmäßig überprüfen, um zu sehen, welche Medien gut und welche eher weniger gut entliehen werden.

Es ist Aufgabe einer Lektorin / eines Lektors, anhand verschiedener Kriterien wie der monatlichen Ausleihstatistik, dem vorhandenen Bestand und dessen Zustand, Informationen zu neu erschienenen Medien und Ihren konkreten Medienwünschen, zu prüfen, was neu gekauft werden könnte. Wir überprüfen auch, welche Medien nicht mehr entliehen werden und sondern sie aus.

Hier in der Bibliothek sind einzelne Personen für bestimmte Bereiche verantwortlich. Ich bin Lektorin für Sachmedien und das seit vielen Jahren bereits für folgende Themenbereiche:

  • Generation Plus
  • Für Eltern & Pädagogen
  • Persönlichkeit & Gesellschaft
  • Freizeit & Kreativität
  • Gesundheit
  • Natur & Umwelt“

Beim Anschauen der letzten Monatsstatistik kam mir die Idee, doch einmal zu sehen, welche Titel in den einzelnen Themenbereichen in diesem Jahr bisher am meisten entliehen wurden. Das lässt ja doch Rückschlüsse auf die Interessen von Ihnen, den Kunden, zu und vielleicht gibt das Ergebnis Anregungen, zu welchen Themen ich doch noch etwas nachkaufen könnte. Da manche Bereiche sehr umfangreich sind, zum Beispiel „Freizeit & Kreativität“, das viele Themen wie Fahrzeuge, Kochen & Backen, Basteln (Gestalten) Malen & Zeichnen, Noten und mehr enthält, habe ich mich bei der Auswertung nur auf die oben genannten übergeordneten beschränkt.

Über das Statistikprogramm unserer Bibliothekssoftware lassen sich die Titel recht einfach recherchieren. Und hier ist das Ergebnis:

Für den Themenbereich „Freizeit & Kreativität“ ist das bisher meist entliehene Buch „Superstretch – schlank und beweglich in nur einer Stunde pro Woche“ mit 14 Entleihungen.

Für den Themenbereich „ Gesundheit“ ist es die DVD von Stefanie Arend „Yin Yoga“, die ich jetzt noch einmal neu nachkaufe, weil sie in diesem Jahr bereits 15 mal, insgesamt (seit März 2012) schon 142 mal ausgeliehen wurde.

Bei „Für Eltern & Pädagogen“ ist das meist geliehene Buch „ Lachyoga mit Kindern, Spiele und Übungen zum Kichern und Kugeln“ von Cornelia Leisch mit acht Ausleihen und

im Bereich „Generation Plus“ das Buch von Susann Winkler „Bitte 3x täglich lachen“, humorvolle Geschichten und Gedichte für die Seniorenarbeit,  mit 18 Ausleihen.

Fehlt noch der Themenbereich „Natur & Umwelt“ mit dem Buch „Katzen“ von Brigitte Eilert-Overbeck, ein Ratgeber über Katzenhaltung, der bisher neunmal ausgeliehen wurde. (Ich hätte ja gedacht, die Hundebücher lägen vorne…)

Zum Schluss noch das am meisten ausgeliehene Buch aus dem Bereich „Persönlichkeit & Gesellschaft“. Mit 11 Entleihungen führt hier das Buch von Hans-Jürgen Kratz: 30 Minuten Schluss mit Aufschieben“.

Während die Ausleihrenner im Bereich „Yoga“ und „Fitness“ keine wirklichen Überraschungen für mich waren – diese Themen sind seit Jahren „schwer gefragt“ (und demnach gut ausgeliehen), finde ich es schön, dass das das Thema „Lachen“ – für jung und alt – offensichtlich wichtig ist. Da werde ich doch mal prüfen, ob es dazu noch etwas interessantes Neues gibt.

Ist für Euch auch etwas passendes dabei?

Beste Grüße,

Birgit Halfkann

 

„Librarian Knitting“ oder bunt gestrickt für die Stadtbücherei Hilden

Liebe Leser,

vielleicht erinnert Ihr Euch?
Am 10.03. diesen Jahres gab es bei der Nacht der Bibliotheken in unserem „Bücherei-Wohnzimmer“ eine Strickgruppe. Mit fachlicher Unterstützung konnte jede(r), die/der Spaß daran hatte, aus verschiedenen Wollresten kleine „Flicken“ stricken – ganz nach Lust und Laune, je nachdem, was die Vorkenntnisse hergaben. Es gab auch Interessentinnen, die an diesem Abend ihre ersten Strickversuche gestartet haben.
Unsere Idee war, anschließend alle diese Flicken zusammenzunähen und sie, vergleichbar mit
„Guerilla-Stricken“ oder „Urban Knitting“ in der Bibliothek zu präsentieren. Vielleicht habt Ihr das ja schon einmal irgendwo gesehen? Laternen, Parkbänke, Absperrgitter u. ä. sind „umstrickt“, um sie auf diese Weise zu „verschönern“.
Eigentlich wollten wir schon viel früher fertig sein, aber es fehlte einfach die Zeit, die vielen kleinen Stücke zusammenzulegen, dann zu nähen und noch das eine oder andere kleine Teil nachzustricken, damit unser „Kunststück“ die richtige Form hatte, um letztendlich seinen Platz an einer Säule zu finden.
Hier ein Foto während unserer „Vorarbeiten“ – einige Stücke fehlen aber noch!

Aber jetzt ist es endlich so weit – wir können unser „Strickwerk“ präsentieren! Ab heute könnt Ihr das gesamte Stück an einer Säule im 2. Obergeschoss finden. Gefällt es Euch?

Viele Hände haben geholfen, daher an dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die mitgemacht haben.
Mir hat es auf jeden Fall Spaß gemacht!

Es grüßt,

Birgit Halfkann