Archiv des Autors: Anna Siebrecht

Badisches Wörterbuch

Liebe Leserinnen und Leser,

ich komme aus Baden. Das heißt: ich bin Badnerin.
Ganz wichtig am Rande bemerkt: ich bin keine Badenserin oder ein Gelbfüßler – das ist die abwertende Bezeichnung der Schwaben für uns Badner. Diese Rivalität zwischen Baden und Württemberg (respektive: Schwaben) lässt sich ganz gut mit der zwischen Düsseldorf und Köln vergleichen.

Nach zwei, drei Sätzen, die man mit mir wechselt, hört man recht schnell, dass so manches etwas anders klingt. Zum einen der Singsang, zum anderen der Klang mancher Buchstaben (z.B. das summende S) und das Weglassen bzw. Verschlucken einzelner Wortendungen, vor allem aber das Umwandeln der meisten „st“s zu „sch(t)“s.

IMG-20170327-WA0013Werbekampagne des Landes BW: „Nett hier. Aber waren Sie schon mal in Baden-Württemberg?“
(Bildquelle: Mit freundlicher Genehmigung von richtiggutbewerben.de)

Doch mir geht es hier in NRW nicht anders. Auch für mich klingt einiges ungewohnt. Vorab sei gesagt: ich höre den Rheinländern sehr gerne zu. Doch manchmal gibt es mit dem rheinischen Dialekt doch Verständigungsprobleme. Auch wenn ich mir redlich Mühe gebe, „Hochdeutsch“ zu sprechen, führt es trotzdem dazu, dass ich zum Beispiel geschnittene Fleischwurst anstatt einigen „Rädle Lyoner“ bekomme. 

Auf Anregung einer lieben Kollegin hin habe ich nun beschlossen ein kleines Wörterbuch zu verfassen, um einen kleinen Einblick in den badischen Dialekt zu geben.

Für den täglichen Gebrauch:
Salli an alli – Hallo an alle
Schafft’s noch gut – Arbeitet noch fleißig weiter

Alla, tschüssle! – Also dann, tschüss!
Gut’s Nächtle – Gute Nacht

Eigenartige badische Substantive:
Böbbel, Bäbberle – Etikett, Klebezettel
Zwuggel – kleiner Mensch, Zwerg, liebevoll für: Kind

Bagasch – Familie, Verwandtschaft
Käpsele – kluger Mensch, eigentlich: Zündplättchen

Und ganz wichtig: Jede Frage mit „gell?“ beenden.

In diesem Sinne: Grüßle, 
Anna Siebrecht

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Unser Team stellt sich vor: Anna Siebrecht

Liebe Leserinnen und Leser,

heute darf ich mich vorstellen. In mehr als zwei Sätzen – meinte die Kollegin.
Mein Name ist Anna Siebrecht und ich bin seit Anfang diesen Monates die neue Mitarbeiterin im Kinderbereich.

2017-02-18-_Blog

Auf den Beruf Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste – Fachrichtung öffentliche Bibliothek (kurz FaMI-öB) bin ich dann eher durch Zufall gekommen. Nach Abitur und Absolvieren eines Freiwilligen Sozialen Jahres bei der Lebenshilfe in Offenburg habe ich in der Zeitung das Ausbildungsangebot der Mediathek in Lahr (Schwarzwald) entdeckt. So hat es mich nach drei schönen Ausbildungsjahren in der badischen Heimat nun ins Rheinische gezogen.

Hier in Hilden bin ich nicht nur für die Kinderliteratur zuständig, sondern auch im Informationsdienst im Erdgeschoss tätig und ich poste regelmäßig in den Sozialen Medien der Stadtbücherei Hilden.

Ich freue mich sehr hier zu sein – vor allem in einem so super motivierten Team.

Und wir sehen uns im Erdgeschoss – und online! 🙂

Beste Grüße,
Anna Siebrecht