Freizeitbeschäftigung mit Suchtfaktor

 

 

 

 

 

Autorin: Birgit Halfkann

Meine neue Freizeitbeschäftigung mit eindeutigem Suchtfaktor ist „Buchfalten“. Die interessanten Objekte, die durch Falten von Buchseiten entstehen, haben mich schon länger fasziniert, ich hatte bloß gar keine Vorstellung, wie das eigentlich gemacht wird.
Letzten Samstag hatte ich nun endlich die Möglichkeit, beim Workshop Buchfaltkunst in der Bibliothek diese Technik selber einmal auszuprobieren.
Es gab einige Bücher und Gegenstände als Anschauungsobjekte und ich war hin- und hergerissen, dass ich bald selber in der Lage sein sollte, so etwas zustande zu bringen. Ein wenig Angst hatte ich auch, dass ich mich vielleicht total ungeschickt anstelle.
Zunächst erstellten wir ein „Probebuch“, in dem wir die verschiedenen Falttechniken, die gezeigt wurden, ausprobieren konnten und wir lernten, welche Falttechnik sich für welche Objekte eignet. Ich war erstaunt, wie „einfach“ im Prinzip diese Techniken sind und was für eine Wirkung damit zu erzielen ist…
Dann ging es an das erste „richtige“ Objekt, ein „Herz“ zu falten.

Als Material werden (alte) Bücher, Lineal, Bleistift, ein Falzbein und je nach Objekt, eine Schere gebraucht. Bei der Messmethode werden mit Lineal und Bleistift nach einer vorgegebenen Tabelle Markierungen auf den einzelnen Buchseiten eingezeichnet, dann kann gefaltet werden.

Es muss sehr genau gearbeitet werden – ich brauchte dafür schon einiges an Konzentration. Aber gleichzeitig war es auch sehr entspannend, wahrscheinlich gerade weil man sich so auf diese Tätigkeit konzentriert.
Fast ein wenig meditativ…
Und es war schon ein besonderes Erlebnis, als so nach und nach das Motiv im Buchschnitt sichtbar wurde.

Weil wir noch einige andere Objekte und Techniken ausprobiert haben und das Herz noch nicht ganz fertig gefaltet war, konnte ich es kaum erwarten, nach Hause zu kommen. Ich habe alles andere stehen- und liegengelassen und habe erst einmal das Herz zu Ende gefaltet – das hat einfach nur Spaß gemacht!
Ich bin begeistert, dass es doch relativ simpel ist, wunderschöne Objekte herzustellen, die äußerst dekorativ aussehen und bin schon auf der Suche nach weiteren Motiven, die ich auf jeden Fall ausprobieren möchte. Im Internet gibt es jede Menge Anleitungen, Tabellen und Schablonen für alle möglichen Motive.

Vielleicht kennt Ihr „Buchfalten“ unter dem Begriff „Orimoto“ – beide meinen dasselbe. Da der Begriff „Orimoto“ geschützt ist, darf er nicht verwendet werden. Auf der Internetseite https://www.talu.de/orimoto-anleitung/ findet Ihr Informationen zum Begriff und dem „Erfinder“ der Buchfalttechnik. Anleitungen bietet das Buch „Orimoto“ von Dominik Meißner (Busse Seewald Verlag, Stuttgart, 978-3-7724-7599-3), das es hier in der Bibliothek gibt.

Mein nächstes Faltmotiv ist eine Katze – ich hab‘ auch schon angefangen…

 

 

 

Werbeanzeigen

Mit Tag(s) versehen: ,

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: