In aller Munde: Fake News

Liebe Leser,

seit längerer Zeit berichten Medien vermehrt über sogenannten „Fake News“. Hiermit sind Fehlinformationen gemeint, die als Nachrichten getarnt sind. Werden Fehlinformationen bewusst lanciert, um bestimmte Ziele zu erreichen, handelt es sich um Fake News, also gefälschte Nachrichten. Über Onlineplattformen verbreiten sich die Nachrichten rasend schnell und können in kürzester Zeit tausendfach geteilt werden.

In Bibliotheken spielt traditionell die Vermittlung von Medienkompetenz eine sehr große Rolle. Zur Medienkompetenz gehört auch, wahre von unwahren Informationen zu unterscheiden. Um diesen Vorgang zu unterstützen, hat der internationale Bibliotheksverband IFLA diese Infografik mit acht einfachen Schritten erstellt. Wendet man diese Schritte an, hat man eine sehr gute Chance, den Wahrheitsgehalt von Nachrichten zu ermitten.


Beachte die Quelle! Hier ist es sehr hilfreich, schon viele Quellen zu kennen. Je mehr Quellen man bereits überprüft hat, desto einfach und schneller wird später dieser Vorgang. Um herauszufinden, wer hinter einer Website steckt, ist die Angabe im gesetzlich vorgeschriebenen Impressum die zentrale Information.

Lies weiter! Bestätigt sich der Eindruck, der in der Überschrift erweckt wird?

Prüfe den Autor! Schreibt die Nachricht eine bekannte oder unbekannte Person? Ist die Person einschlägig bekannt für ein bestimmtes Sachgebiet und für eine bestimmte Meinung und mit welchen anderen Personen wird sie in Verbindung gebracht? Auch hier gilt: Je mehr Autoren man kennt desto einfacher wird die Überprüfung.

Bewerte die Quellen! Hier gilt es, die Ursprungsnachrichten, auf die sich die Information bezieht, zu überprüfen.

Achte auf das Datum! Gegebenenfalls handelt es sich um eine alte Nachricht, die inzwischen widerlegt ist.

Ist es ein Witz? Das ist meine Lieblingsüberprüfung. Drehe die Aussage herum und schaue, ob auch das wahr sein könnte oder vielleicht viel wahrer ist. Hierzu möchte ich die Website Postillon empfehlen, die satirische Beiträge im Stil von Zeitungsartikeln und Agenturmeldungen veröffentlicht. Der Vorteil ist, hier weiß man gleich, dass die Nachricht nicht ernst gemeint ist!

Was denkst du? Eine der wichtigsten Überprüfungen überhaupt. Passt die Nachricht zu deinen bisherigen Informationen? Welchen Eindruck macht die Nachricht auf dich und hältst du die Information für relevant oder nebensächlich?

Frag einen Experten! Klar, Bibliotheksmitarbeiter zu fragen ist immer eine gute Idee. Die wissen gegebenenfalls noch weitere Quellen und dann geht die Verifizierung wieder von vorne los.

Beste Grüße,

A. Kölbl

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