21,0975 km pures Gänsehautfeeling – Der Halbmarathon Köln 2016

Liebe Leser,

welchen guten Grund gibt es eigentlich am Sonntagmorgen in aller Herrgottsfrühe  aufzustehen? In Köln fand am 02.10.16 der Jubiläumsmarathon statt und ich stand nach fünf Jahren endlich wieder an der Startlinie vom Halbmarathon. Ich hatte mir im Vorfeld gewünscht, dass ich dort meinen 40. Lauf laufen kann und zum Glück klappte es auch.

Das war nicht selbstverständlich, denn ich  musste ab 2011 mühsam mein Training umstellen, weil ich gesundheitliche Probleme hatte und nur wenige Kilometer laufen konnte. An einen Halbmarathon war gar nicht zu denken.

Und nun begebt Euch doch mit mir auf eine Halbmarathonreise J:

Vor dem Start

2.10.2016 5.00 Uhr morgens:

Der Wecker klingelt. Ich bin hellwach, obwohl ich normalerweise an einem  Sonntag bestimmt noch drei bis vier Stunden im Bett liegen würde.

Jetzt wird erstmal gefrühstückt. Der Hunger ist nicht groß, dafür die Aufregung umso größer. Um 8:30 Uhr werde ich starten. Es sind also noch gut dreieinhalb Stunden bis es losgeht. Um ca. 7.00 Uhr fahren meine Freundin und ich von Widdersdorf aus in Richtung Messe/Deutz in Köln. Hier ist der Start.

In Deutz angekommen merke ich schon, dass mal wieder „Party“ am Start ist. Die Kölner wissen wie man feiert, auch wenn gerade noch kein Karneval ist. Ich bin sehr angespannt, aber die lockere Atmosphäre hilft mir meine Nervosität zu verdrängen. Alles ist gut ausgeschildert, so dass ich direkt meine Startbox finde (es wird zu unterschiedlichen Zeiten gestartet, damit es kein Gedränge gibt). Ich gehe rein und lauf mich  zehn  Minuten ein. Um 8.30 Uhr fällt der Startschuss. Aber ich muss leider noch warten, da meine Startbox später startet.

Jetzt geht’s  los, jetzt geht’s los

24 Minuten später:  Endlich laufe ich über die Startlinie. Mein Wunsch ist eine Zielzeit von unter 2:15 Stunden.  Leider staut es sich trotz der Startboxen etwas nach dem Start und ich verliere schon kostbare Zeit. Nach ca. 2 Minuten legt es sich und ich kann voll durchstarten. Geplant sind ca. 9,5 km/h im Durchschnitt zu laufen. Ich liege am Anfang deutlich darüber, aber fühle mich gut. Also laufe ich so weiter.

Laufen, einfach nur laufen

Nach ca. 5 Kilometern sehe ich ein paar Zugläufer mit ihren Ballons (Aufschrift 2:15 Std.).  Diese können die Läufer verfolgen, um in einer bestimmten Zeit ins Ziel zu kommen. Ich liege also gut in der Zeit. Nun heißt es für mich das Tempo beizubehalten und nach Möglichkeit noch etwas schneller zu laufen, damit ich unter 2:15 Stunden ankomme. Gedacht, gemacht. Bis Kilometer 12 auch kein Problem. Auf einmal sehe ich die Zugläufer wieder. Scheinbar war ich zu sehr in Gedanken, nachdem ich bei Kilometer 11 über die Spendenmatte gelaufen bin. Nun heißt es wieder aufhören zu träumen und Tempo anziehen. Ich fühle mich sehr gut, von daher stellt es kein Problem dar. Wie im Fluge bin ich schon bei Kilometer 20. Hier am Neumarkt ist die Zuschauermenge nochmal besonders groß. Und meine Euphorie noch größer. Ich schau auf meine Pulsuhr und sehe, dass ich gut in der Zeit liege. Der Kölner Dom nähert sich und somit auch das Ziel.

Oh, wie ist das schön

 

Ich habe das Gefühl, dass ich noch stundenlang weiterlaufen könnte. Deshalb ziehe ich das Tempo bis zum Ziel nochmal an. Die Zuschauertribüne tobt als ich im Ziel ankommen. Ich schaue auf meine Pulsuhr: 2:12:45 Stunden war ich unterwegs.

Juhu, es ist vollbracht. Ich habe meine Zielzeit erreicht JJ. Die Mühen und Tränen aufgrund meiner Verletzungspause sind vergessen. Jetzt habe ich nur noch ein paar Freudentränen in den Augen und ein pures Glücksgefühl. Die Finishermedaille wird mir überreicht und ich freue mich noch mehr.

Bei der Medaillengravur erfahre ich dann die offizielle Zielzeit: 2:12:29.

Ankunft zu Hause

So, nun erstmal die Beine hochlegen. Jetzt steht Regeneration auf dem Plan, auch wenn es nach so viel Training nicht leicht fällt. In den nächsten Tagen werde ich vermehrt andere Sportarten ausüben  und Trainingspläne für den nächsten Lauf im März ausarbeiten.

Beste Grüße und bis zum nächsten Mal

I.Bollwerk

 

 

 

 

 

 

 

 

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