„Armer Hund ist armer Hund – egal, wo er herkommt“

Liebe Leser,

seit einigen Monaten bin ich Mitglied im Tierschutzverein „Fellfreunde e.V.“, welcher sich für Tiere, insbesondere Hunde, im In- und Ausland einsetzt. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Partnertierheim in Gyula, Ungarn, werden die Hunde nicht nur vermittelt, sondern es wird auch dafür gesorgt, die Situation vor Ort stetig zu verbessern. Damit diese Verbesserung nicht nur über die weite Entfernung stattfindet, versuchen die Mitglieder des Vereins einmal im Jahr nach Gyula zu reisen, um dort direkt mit anzupacken.

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Das Tierheim in Gyula

Als ich gefragt wurde, ob ich in diesem Jahr dabei sein wollte, habe ich ohne zu zögern zugesagt. Der Gedanke daran, dafür in ein Flugzeug steigen zu müssen, kam erst nach dem Gedanken an die Hunde, der natürlich darüber steht. Und deshalb viel es mir auch nicht so schwer, mich zu überwinden.

Viel Zeit, um mir Sorgen zu machen, hatte ich während des Fluges ohnehin nicht, war ich doch zu aufgeregt und wurde von den Anderen gut unterhalten. Man könnte meinen, Menschen mit einem Herz für Tiere verstehen sich einfach blind, da sie für die gleichen Ziele kämpfen. Dafür, den Hunden ein gutes Leben zu bieten.

Das Tierheim in Gyula wird von den Eheleuten Ancsa und Jószi geführt, die ihr eigenes Leben komplett in den Hintergrund gestellt haben. Feiertage oder Urlaub gibt es für die beiden nicht. Sie sind Tag für Tag nur für die aktuell 96 Hunde da. Und das aus tiefstem Herzen. Damit die Kommunikation zwischen den beiden und uns funktioniert, haben wir Erika an Bord, die auch in Ungarn lebt und sehr gutes Deutsch spricht. Sie sorgt dafür, dass wir uns austauschen und gemeinsame Entscheidungen treffen können.

Den Besuch in Ungarn, der leider nur ein Wochenende dauerte, haben wir genutzt, um vor Ort zu helfen. Es wurde gestrichen, Zwinger wurden gereinigt und vor allem wurden ausreichend Fotos und Videos von unseren Schützlingen gemacht, die wir auf unsere Homepage stellen wollen. Außerdem wurden auch handwerkliche Arbeiten erledigt und einige Hunde mittels Blutabnahme auf Krankheiten getestet. Und nicht zuletzt haben wir natürlich viel gekuschelt 🙂

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Auch Lucky wartet auf ein Zuhause

Die Reise nach Ungarn und die Möglichkeit, sich persönlich anzusehen, wofür man sich einsetzt, war eine großartige Erfahrung. Trotz dem Wissen, dass man nicht allen Hunden sofort ein neues Zuhause schenken kann, gibt es neben der Wehmut darüber auch ein gutes Gefühl. Denn ohne Ancsa und Jószi und unseren Verein würde es den Tieren viel schlechter gehen und niemand würde ihnen die Chance auf einen Neuanfang geben. Aber durch unsere Hilfe haben sie eine sehr gute Chance, wie man auch den vielen Hunden, die bisher vermittelt wurden, erkennen kann. Die Berichte und Fotos der neuen Familien, zu denen nun glückliche Hunde gehören, ist eine Bestätigung für die Fellfreunde, die nicht schöner sein könnte.

Beste Grüße,

Roxana Wall

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