Kamishibai in der Stadtbücherei

Liebe Leser,

kennt Ihr eigentlich Kamishibai? Ich weiß,  das hört sich seltsam an – Kami-shibai. Ist aber eine tolle Art Geschichten zu erzählen.  Denn beim Kamishibai gibt es weder Text zum Vorlesen, noch Musik und schon gar keine bewegten Bilder.

Ursprünglich kommt das Wort aus dem Japanischen und wenn man es ins Deutsche übersetzen würde, würde das in etwa „Papiertheater“ heißen.

So sieht das Papiertheater auf jeden Fall aus:

Kamishibai (2)

 

Die Geschichte wird auf Bildern gezeigt. Und dazu muss dann eine Person die passende Geschichte erzählen.

In der Bibliothek gibt es von Oktober bis März jeden Monat eine Kamishibai-Erzählung. Und das von mir. Ihr könnt Euch vorstellen, dass ich etwas geschockt war, als es plötzlich hieß: „Frau Schulz, Sie machen nun Kamishibai“. Meine erste Frage war natürlich: „Ich mache bitte was?“  🙂

An dem Tag, an dem nachmittags  Kamishibai stattfindet, bin ich immer sehr nervös. Die Stunden rasen nur so dahin. Und wenn ich dann sehe, dass es immer mehr Kinder werden auf unserem Podest, dann rutscht mir das Herz ganz tief in die Hose. Aber auch mit feuchten Händen und pochendem Herzen macht es mir viel Spaß Euch bzw. eigentlich ja Euren Kindern eine tolle Geschichte zu erzählen.

Und ich kann Euch sagen, dass das viel Arbeit ist. Als erstes muss nämlich eine Geschichte für jeden Monat gefunden werden. Es gibt zwar schon ganz viele Kamishibai-Geschichten, aber die meisten sind Märchen. Und wir wollen ja nicht jeden Monat Märchen erzählen. Das wäre mir, und ich denke auch Euch, einfach zu langweilig.

Wenn ich die Geschichte ausgewählt habe, setze ich mich mit meiner Kollegin zusammen und überlege, wie ich die Erzählung noch etwas aufpeppen kann.  Es gibt zwar zu jeder Geschichte eine Bildübersicht und einen Text,  der  beschreibt, was da gerade passiert, aber wenn ich das einfach auswendig lerne und die Geschichte stur vortrage, ist die Geschichte ja in zehn Minuten zu Ende.

Und wir haben immer tolle Ideen:

So durften die Kinder bei Frau Holle selber mal die Kissen ausschütteln und es in der Bibliothek schneien lassen und jedes Kind, das auch zu Hause fleißig ist, bekam es eine Goldmünze. Interessanterweise haben sich, als ich zum ersten Mal gefragt habe wer fleißig ist nur zwei Kinder gemeldet. Aber als ich dann die beiden mit Goldmünzen belohnt habe, waren auf einmal alle fleißig. Woher das wohl kommt? 😉

Bei „Benno Bär“  war ein Schlüssel versteckt, den die Kinder dann gefunden haben. Und passend zur Geschichte durften die Kinder auch ausnahmsweise einen Kakao in der ersten Etage der Bibliothek trinken.

Für die Geschichte „Ich war das nicht“  habe ich im Vorfeld einen Elefanten aus Lego gebaut, den ich dann habe fallen lassen, wobei der Elefant leider kaputt ging. 😉

Kamishibai

 

Ich freue mich schon auf den Oktober,wenn es dann nach der Sommerpause weiter geht und sich unser Podest wieder mit Kindern füllt.

 

Beste Grüße

M. Schulz

 

 

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2 Kommentare zu “Kamishibai in der Stadtbücherei

  1. Daniela Jatzen 16. September 2016 um 08:31 Reply

    Lampenfieber vor dem Auftritt 🙂 das kann ich gut verstehen und die Begeisterung der Kinder ist die ganze Arbeit wert.

  2. […] Kindern. Die bekommen dann eine eigene Kamishibai-Vorstellung. Was Kamishibai ist, wurde hier bereits […]

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