Die Märchenerzählerin aus Hilden – Monika Evers

Liebe Leser,

seit Jahren ist Sie die erste, die ich kontaktiere, wenn es um Märchen geht: Monika Evers aus Hilden erzählt mit Leidenschaft Märchen und hat das auch richtig gelernt. Auch als Vorlesepatin war Frau Evers schon einige Male für die Stadtbücherei Hilden aktiv. Es wurde Zeit, dass ich Ihr und Ihrer Leidenschaft mal auf den Zahn fühle.

Frau Evers, vielen Dank, dass wir Sie heute auf unserem Blog vorstellen dürfen. Gerade haben wir in der Zeitung lesen dürfen, dass Sie und ihr Mann goldene Hochzeit gefeiert haben. In dem Artikel stand auch, dass Sie als Lehrerin tätig waren. Kommt daher ihre Vorliebe für das Vorlesen und vor allem für das Erzählen von Märchen?

Mein ‚Ruhe-Stand‘ war ein vorzeitiger, aus Gesundheits-Gründen verordneter! Peng, da stand ich nun ohne das Berufsleben, seine Regelungen, Plagen, aber auch Erfolge da! Alles auf Anfang also, aber doch nicht auf Ruhe.

Foto Evers

Wie genau sind Sie in diesem Lebensabschnitt zum Märchenerzählen gekommen. Haben Sie das richtig gelernt oder sind Sie Autodidaktin?

Es flatterte eine Einladung zum ‚Märchen-Erzähl-Seminar‘ ins Haus. Warum nicht da einmal hinein schnuppern? Ur-Ton mein Mann: „Ja, gute Idee, aber wer braucht schon Märchen-Erzähler, und wieso soll man das lernen?“ Märchen waren in meinem bisherigen Leben immer ein wichtiges Thema. Meine Kindheit war von Grimms Märchen angefüllt, und die Grausamkeiten haben mich nie gestört, wurden doch die Guten und Tapferen und auch die Kleinen und ‚Dummen‘ belohnt und die Bösen bestraft.

Als Grundschullehrerin habe ich diese Freude am Märchen weiter gegeben, da war es nur ein kleiner Schritt, Märchen auch nachzuspielen, was das Selbstbewusstsein der Kleinen ungemein stärkte. Als Mitglied der ‚Europäischen Märchengesellschaft‘ hatte ich auch schon jahrelang Märchenbücher gesammelt.

Und dann die Ausbildung – nach Schnuppern über Jahre hinweg! Gab es doch so viele Methoden, Märchen zu erzählen, gestalten, mimisch zu interpretieren, lautmalerisch zu präsentieren! Und dann  die weltweite Auswahl! Was passt zu mir – passt zum jeweiligen Publikum, ist verständlich, kommt an, erfreut? Ich arbeite bis heute daran und bin dem „Nun fängt das Märchenerzählen an“ treu! Ich möchte die Schönheit der Bilder, der Sprache, die Heiterkeit und Gelassenheit und den unerschütterlichen Glauben an ein gutes Ende lebendig erhalten.

Ihre drei liebsten Märchen. Welche sind das?

Meine Lieblingsmärchen wechseln – lerne ich doch ständig neue. Zum Beispiel eines über eine starke Frau: ‚Die Zottelhaube‘ aus Schweden, ein Tiermärchen mit Tiefgang: ‚La Rana‘ aus Italien oder ein Weisheitsmärchen mit dem Titel ‚Morgen ist Morgen‘ aus Israel.

Frau Evers, vielen Dank für das Beantworten der Fragen. Wir wünschen Ihnen auch weiterhin viel Erfolg und Freude beim Märchenerzählen!

Beste Grüße

Nadine Reinhold

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