Roman Cat Sanctuary – Die Katzen von Rom

Liebe Leser,

vor ein paar Wochen war ich auf einem Städte-Trip in Rom. Natürlich habe ich mir alle großartigen Bauten und Sehenswürdigkeiten mit Begeisterung angeschaut. Aber am meisten bleibt mir doch etwas ganz anderes im Gedächtnis und im Herzen.

Als ich am vorletzen Nachmittag mit schon brennenden Füßen, eigentlich auf der Suche nach einem bestimmten Restaurant, an einem alten Tempel vorbei kam und auf einmal immer mehr Katzen auf und unter den Ruinen sah, war der Hunger ganz schnell vergessen. War ich doch viel zu fasziniert von den kleinen Samtpfötchen, die Unbenannt2entspannt in der Sonne lagen oder Schmetterlingen hinterherjagten. Mit jedem Blick in eine andere Richtung entdeckte ich mehr. Und wenig später fand ich dann auch die Erklärung dafür auf einem Schild. Dieser Ort ist die „Roman Cat Sanctuary“, also eine Art Auffangstation für Straßenkatzen. Und damit haben die Katzen sich nicht irgendeinen Ort ausgesucht, sondern „heiligen Boden“. Hier, am „Torre Argentina“ wurde Julius Cäsar 44 v. Chr. von seinem Rivalen Brutus erstochen. Seit dieser Bezirk 1929 ausgegraben wurde, ist er das Zuhause von mittlerweile 150 Katzen. Bis vor 23 Jahren haben sich sogenannte Katzendamen um die Tiere gekümmert. Heute werden sie durch eine Organisation, die sich rein durch Spenden finanziert, medizinisch und kulinarisch versorgt. Später im Hotel habe ich dann auf der Internetseite noch mehr darüber erfahren. Auch dass die Möglichkeit besteht, zu bestimmten Zeiten die Organisation und ihre Schützlinge besuchen zu können. Und da ich bereits fast alles gesehen und noch keine Pläne für den letzten Tag hatte, entschied ich mich natürlich dafür, nochmal dort hinzugehen.

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Am nächsten Nachmittag besuchte ich die Station dann erneut und konnte dann auch in die zwei kleinen Räumlichkeiten der Organisation. Dort war es ähnlich wie in einem Tierheim, nur dass die Katzen frei herumliefen. Lediglich einige kranke oder geschwächte Katzen waren nicht frei. Die anderen konnten sich frei entscheiden zwischen raus oder rein, schlafen im Körbchen, auf dem Tisch oder im Blumentopf. In jeder Ecke war ein Kätzchen zu sehen. Viele haben ein kleines Handicap, haben nur drei Beine oder sind blind. Häufig sind dies Folgen von Unfällen und die Katzen werden deshalb aufgenommen. Oder weil sie einfach von ihren Besitzern ausgesetzt wurden. Von der Station werden solche und alle anderen Katzen herzlich empfangen und versorgt. Hier haben sie einen Ort der Zuflucht und können dennoch die Freiheit genießen. Nachdem ich viel über die Organisation erfahren habe, durfte ich natürlich auch noch ein bisschen kuscheln 🙂

Gerade weil Tiere in südlichen Ländern nicht immer den gleichen Wert haben, wie z. B. in Deutschland, und vor allem weil ich selbst im Tierschutz tätig bin, hat mich dieses Projekt sehr bewegt. Es ist immer wieder großartig zu erfahren, dass es Menschen gibt, die sich für Tiere einsetzen. Egal, wo sie her kommen.1802146497471155153633223 Die ganz freiwillig, ohne damit nur einen einzigen Cent zu verdienen, und aus tiefstem Herzen und voller Überzeugung, für die Rechte von Tieren einstehen und für sie sorgen. Besonders dann, wenn sie es am nötigsten brauchen.

Übrigens kann man auch Patenschaften für die Katzen übernehmen und so auch von hier aus helfen.

Beste Grüße,

Roxana Wall

 

 

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