Mein Stachelbeerstrauch – und seine Untermieter

Liebe Leser,

bei mir im Garten steht ein Stachelbeerstrauch. Er ist noch nicht sehr alt, ca. 3 Jahre und hat doch schon viel mitmachen müssen. Er steht nicht in einem Beet – da war kein Platz mehr, sondern in einem großen Topf. Dass er überhaupt noch lebt, gleicht einem Wunder, denn im ersten Winter war von ihm nicht mehr übrig als ein brauner Stamm mit mickrigen Ästen. Den Sommer über hatten sich Ameisen und anderes Getier über das zarte Blattgrün hergemacht und ihn wirklich jämmerlich zurückgelassen. Ich war also ziemlich erstaunt, als er im Frühling wieder austrieb. Natürlich war in dem Jahr nicht mit Früchten zu rechnen, der Arme musste sich schließlich erholen. In dem Jahr war auch alles gut.

Jetzt habe ich vor einigen Wochen bemerkt, dass mein mittlerweile schön gewachsener Strauch neue Untermieter hat – Raupen. Grüne Raupen mit schwarzen Köpfen. Manche waren noch winzig klein, kaum fünf Millimeter lang, andere waren schon richtig groß. Das Gemeine: Sie haben dasselbe grün, wie die Blätter und fressen sich am Rand der Blätter entlang. Sie fallen also fast gar nicht auf, weil sie aussehen wie der Blattrand selbst.

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Zunächst wollte ich gerne wissen, wer sich da bei mir eingemietet hat und habe das Internet befragt. Die Antwort war schnell gefunden: Es handelt sich um die Larven der Stachelbeerblattwespe.
Diese fangen in der Mitte des Strauchs an und fressen ihn nach außen hin kahl. Oft fällt ein Befall erst auf, wenn es bereits zu spät ist. Im Handel gibt es einige Mittel, die man auf befallene Sträucher spritzen kann, doch ich bin kein Freund von Pestiziden und wollte meinen Strauch ja auch noch abernten! Also wurde nach Alternativen gesucht. Oft empfohlen wird eine Lösung aus Wermuttee, die über den Strauch gesprüht werden soll. Da ich keinen Wermut zur Hand hatte, nahm ich die nächstbeste Alternative: eine Lösung aus Spülmittel, Wasser und Zitronensaft.

Bis jetzt sind die Raupen nicht wieder gekommen, aber ich werde weiter Ausschau halten, schließlich gibt es im Jahr 3-4 Generationen. Bis zum nächsten Befall hab ich mir dann auch Wermuttee angeschafft und bis dahin wird mir wohl ein neuer Untermieter helfen: Diese hübsche Spinne hat sich mitten im Strauch eingenistet:

Bild1 (Mobile)

Beste Grüße

Stefanie Krüger

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