Stille Stunde

Liebe Leser,

 

kennt Ihr das: Man fängt gerade an, sich in eine Aufgabe zu vertiefen und die Konzentration richtet sich voll und ganz auf das, was da gerade vor einem liegt.

Plötzlich geht die Türe auf und Kollegin A steht im Türrahmen: „Weißt Du zufällig, wo Kollegin D ist?“

Nachdem wir gemeinsam gesucht haben, versuche ich mich erneut, auf meine Aufgabe zu konzentrieren, da geht das Telefon und Kollegin B fragt: „Kannst Du mal eben die Post aus dem Aufzug nehmen?“

Deutlich gestresster als eben noch, gehe ich zum Aufzug und nehme die Post entgegen. Auf dem Rückweg spricht mich Kollegin C an: „Sag mal, hast Du schon eine Antwort von der Firma „Sowieso“, die wollten sich doch melden …“

Nein, noch keine Antwort.

Wieder zurück am Arbeitsplatz, geht gerade eine Mail ein: „Kollegin E ist krank geworden, wir müssen den Dienstplan ändern …“

Waaaaah! Spätestens jetzt habe das Bedürfnis, laut loszuschreien.

Kann man denn hier nicht mal fünf Minuten in Ruhe arbeiten?

Okay, also erstmal durchatmen, den Plan erstellen, die Firma nach dem aktuellen Stand der Dinge befragen und dann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich mein Lieblings-Schild an die Tür hänge:

Stille Stunde

Diese „Notbremse“ haben wir im Team eingerichtet, wenn man wirklich, wirklich mal eine Stunde ungestört sein möchte. In dieser Zeit hängt man ein entsprechendes Schild an die Tür und niemand betritt das Büro so lange es hängt, außerdem sollte man nach Möglichkeit sein Telefon auf einen anderen Apparat umstellen. In den folgenden 60 Minuten hat man dann ausschließlich Zeit für die Aufgabe, die man sich vorgenommen hat.

Das klappt übrigens super bei uns!

Manchmal kann es dann auch mal passieren, dass zwei Büros gleichzeitig „Stille Stunde“ haben.

Hat dann natürlich den Vorteil, dass die entsprechenden Personen gerade auch keine Fragen an einen selbst stellen können 😉

Stille Stunden

Wie ist es bei Euch? Kennt Ihr auch so etwas wie die „Stille Stunde“?

 

Beste Grüße,

Sonja Tewes

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2 Kommentare zu “Stille Stunde

  1. Zeilenende 21. Mai 2016 um 10:05 Reply

    Das ist eine tolle Idee. Bei uns funktioniert das leider nicht, weil wir Gruppenbüros haben und nicht jeder „sein“ Regalfach auch in „seinem“ Büro hat. Ich löse das für mich, indem ich mich, wenn ich eine Denkaufgabe habe, für die ich kein Internet brauche, mit Block und Stift aus dem Haus verziehe und an der frischen Luft oder in einem Café arbeite. Nachdem ich mich bei irgendjemandem abgemeldet habe mit dem Hinweis: In akuten Notfällen bitte übers Mobiltelefon kontaktieren. Damit ist man mir sehr entgegen gekommen, das ist ein Privileg. Aber es lohnt sich auch. 🙂

  2. Sonja Tewes 24. Mai 2016 um 12:13 Reply

    Ja, bei Gruppenbüros stelle ich mir das auch sehr schwierig vor. Man kann sich das Schild ja schlecht an die Stirn kleben 🙂
    Da haben wir es schon sehr gut hier, mit zwei bis drei Personen pro Büro.
    Aber die Alternative mit dem Café finde ich auch äußerst reizvoll … klasse, wenn das funktioniert!

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