Meister des Waldes

Liebe Leser,

wenn die Tage länger werden und die ersten Frühlingsboten wie Tulpen und Narzissen sich schon wieder verabschiedet haben, beginnt die verhältnismäßig kurze Zeit eines meiner Lieblingskräuter: Dem Waldmeister.

Waldmeister

Als ich mein erstes Waldmeister-Pflänzchen vor ein paar Jahren in einem Gartencenter ergatterte, war ich total enttäuscht: Es duftete überhaupt kein bisschen nach Waldmeister! Dafür fanden ein paar Blattläuse den „Salat“ offensichtlich recht lecker, ich hatte nicht sehr lange etwas von dieser ersten Pflanze…

Heute weiß ich: Den Waldmeister muss man erst trocknen, denn er entfaltet seinen Duft erst dann richtig. Und: Er sollte auch noch nicht blühen.

Mit diesem „neuen“ Wissen, ging es ein Jahr später wieder auf Waldmeister-Suche. Ich habe alle Supermärkte und Gartencenter abgeklappert, bis ich Ende Mai endlich auf die ersehnten Pflänzchen stieß.

Kennt Ihr eine Stelle im Bergischen Land, in dem Waldmeister wild wächst? Ich kannte zu dem Zeitpunkt keine. Als ich die Pflänzchen stolz zu Hause stehen hatte, dauerte es keine zwei Tage – ich war mit unserem Hund unterwegs – und jetzt dürft ihr mal raten, was ich am Wegesrand entdeckt habe…?

Richtig. Waldmeister in Hülle und Fülle. Kann man übrigens prima als „Duftbeutel“ in den Kleiderschrank legen, wenn man plötzlich zu viel davon hat. 🙂

Waldmeister

 

Natürlich war meine eigentliche Intention, eine Maibowle zu basteln, aber so viel Bowle, wie ich plötzlich Waldmeister hatte, kann man gar nicht herstellen – geschweige denn, trinken…

Und Vorsicht: Man darf den Waldmeister auch auf keinen Fall überdosieren, ansonsten kann das in der Pflanze enthaltene Cumarin ziemliche Kopfschmerzen auslösen – und die kommen dann mal ausnahmsweise NICHT vom Sekt 😉

Und damit Ihr die Maibowle schon mal üben könnt, und das im Mai auch sicher klappt, findet Ihr mein Lieblings-Rezept hier.

Ich wünsche Euch viel Spaß beim Ausprobieren und wenig Kopfschmerzen danach 🙂

 

Beste Grüße,

Sonja Tewes

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3 Kommentare zu “Meister des Waldes

  1. stadtbibliotheksalzgitter 16. April 2016 um 11:18 Reply

    Waldmeister zu hause? Ich werde demnächst auch mal meine Augen auf halten. Denn ich liebe ihn ebenfalls: ob riechen, schmekcne und er ist ja auch nett anzusehen 🙂 Bin auf jeden Fall sehr Dankbar für die Idee 🙂 – Grüße Sü

  2. Birgit Weber 16. April 2016 um 17:44 Reply

    Gute Tipps, danke!

  3. Sonja Tewes 19. April 2016 um 08:31 Reply

    Sehr gern geschehen – ich finde, er duftet einfach nur wunderbar 🙂

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