De Zoch kütt – aber diesmal etwas später!

Liebe Leser,

wer kann sich noch daran erinnern, als dieses Jahr wenige Tage vor Rosenmontag  Sturmwarnungen ausgegeben wurden und damit die allseits beliebten Rosenmontagszüge auszufallen drohten. Bei vielen Karneval-Fans saß der Schock tief, als am Vormittag des 8. Februars  tatsächlich klar wurde, dass der Rosenmontagszug in vielen Städten und Karnevalshochburgen, darunter auch in Hilden, abgesagt ist.

Schließlich ist für mich und für viele Jecken Karneval ohne Rosenmontagszug gefühlt wie ein Sankt-Martinsfest ohne Sankt-Martins-Umzug, oder für manche vielleicht auch wie Weihnachten ohne Bescherung. 😉 Genauer gesagt einfach unvorstellbar.

Wer es nicht schaffte, in nahegelegene Städte zu fahren, in denen der Karnevalsumzug nicht abgesagt wurde, ging am Ende leer aus. Wenigstens konnte man sich mancherorts darüber freuen, dass die Umzüge nicht komplett abgesagt worden sind, sondern an einem anderen Termin einfach nachgeholt werden sollten, so auch in Hilden.

In Hilden war dieser Termin Sonntag, der 3. April, also eine Woche nach Ostern. Für mich war dabei zunächst die Vorstellung schwierig, fernab der ursprünglichen Karnevalszeit wieder in Karnevalsstimmung zu kommen. Die Tatsache, dass Altweiber längst Schnee von gestern und selbst Ostern schon vorbei war, machte es nicht leicht in überschwängliche Karnevalsstimmung zu verfallen. Auch das Wetter war im Verhältnis zur normalen Karnevalszeit doch eher untypisch. Bei 20° C und viel Sonnenschein gab es ja auch viele andere mögliche Unternehmungen abseits des Karnevals.

Mich, als großer Fan des Rosenmontagszuges, konnte es jedenfalls nicht davon abbringen, dabei zu sein. Auffällig war, dass es am Zugweg weniger Zuschauer gab und weiniger Menschen verkleidet waren. Entschied man sich dazu in einem Kostüm aufzutauchen, hatte man unter Umständen das Gefühl, doch irgendwie aus der Reihe zu tanzen.  Auch der Umzug an sich ging gefühlt schneller vorbei als üblich.

Dennoch stieg spürbar mit Verlauf des Zuges die Karnevalsstimmung. Spätestens als die Musikgruppen vorbeimarschierten, die typischen Karnevalsklänge ertönten, die vielen bunt dekorierten Mottowagen sich in Bewegung setzten und dabei die mitreißende Partymusik aus den Musikboxen dröhnte, ließ ich mich, wie viele andere auch, von dieser guten Atmosphäre überzeugen mitzuschunkeln und das Tanzbein zu schwingen. 🙂

Auch wenn es sich letztlich an diesem Tag nur um einen improvisatorischen Ersatztermin handelte, eins wurde dennoch sehr deutlich: So ein Karnevalsumzug bietet jedem die Gelegenheit, mit anderen Menschen zusammenzukommen, gemeinsam zu feiern und somit ganz nebenbei die Sorgen und Gedanken des Alltags beiseite zu legen. Im Grunde ist dies meiner Meinung nach das, was Karneval besonders auszeichnet.

In diesem Sinne, ein dreifaches „Itter, Itter, Helau!!“

Beste Grüße,

Andreas Umbrich

 

 

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