Tage wie dieser

Liebe Leser,

es gibt so Tage, an denen man beim Aufstehen schon weiß, dass sie anstrengend werden. Kennt Ihr das auch? Kürzlich hatte ich wieder so einen Tag und davon möchte ich Euch heute berichten.

7.00 Uhr: Meistens versuche ich sehr früh im Büro zu sein, wenn mir vorher schon bewusst ist, dass der Tag anstrengend und hektisch wird. In Ruhe kann ich dann das Wichtigste erledigen, bevor alle anderen kommen und der Alltag Einzug hält. Das klappt auch heute ganz gut.

8.30 Uhr: Der Mitarbeiter der Firma unseres Kassenautomaten kommt, um sich um den Einbau des EC-Terminals zu kümmern. Das ist schon sein zweiter Versuch, das EC-Terminal einzubauen, nachdem der erste Versuch nicht erfolgreich war. Die kommenden Stunden verbringe ich in der Nähe des Kassenautomaten, um auf dem Laufenden zu bleiben. Eine gute Gelegenheit, Bestandskontrolle und Inventur bei den Spielfilmen für Erwachsene durchzuführen, für die ich zuständig bin.
Ich sitze also im Erdgeschoss, öffne gefühlte 25 Mal die Tür, um die Teilnehmenden der ABC-Wichtel, Gedächtnistraining oder sonstige Lieferanten einzulassen und prüfe die Spielfilme. Dabei bekomme ich mit, was sich beim Kassenautomaten tut oder auch nicht.

11.00 Uhr: Ganz ehrlich, wir sind zwar ein wirkliches innovatives und motiviertes und engagiertes Team, aber hier läuft auch nicht immer alles rund, d.h. #läuftnichtbeiuns. Die Inbetriebnahme des neuen EC-Terminals scheint in diese Kategorie zu gehören, denn bis jetzt können die Fehler nicht behoben werden. Ich werde langsam unruhig, denn ich weiß, ein Wochenende steht vor der Tür und samstags muss das Gerät in Betrieb sein.
Jetzt muss ich hier leider meinen Platz verlassen (A-L der DVDs sind inzwischen geschafft), weil noch eine wichtige Abstimmung mit einer Kollegin ansteht. Wie soll es anders sein, ab genau jetzt wird es beim Kassenautomaten spannend: Die Chancen steigen, dass wir das Gerät heute doch wieder in kompletter Funktionalität in Betrieb nehmen können. Doch besser nicht zu früh freuen!

12.15 Uhr: Der Mitarbeiter der Kassenautomatfirma muss wegen eines anderen Termins los, doch im Hintergrund wird über Fernwartung weiter am Problem gearbeitet. Das Bibbern geht weiter. Ich muss jetzt dringend was Essen, weil ich ab 13.00 Uhr im Infodienst eingesetzt bin.

13.00 Uhr: Alle DVDs (M-Z) an der Information deponiert, um sie dort weiter zu bearbeiten. Der Kassenautomat soll laufen, wir testen im Echtbetrieb. Schaut gut aus, noch ein kleiner Fehler, doch ansonsten klappt alles! Ich bin erleichtert und kümmere mich um die Aufgaben im Infodienst und meine DVDs. Gut, ein Internet-PC für die Kunden macht Mucken und auch der Fernseher an der Spielekonsole verhält sich zickig, doch das verbuche ich mal unter „Alltag“.

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14.00 Uhr: Es könnte alles so schön sein, wenn hier nicht irgendwo was piepen würde. Beim besten Willen kann ich nicht erkennen, woher das Geräusch kommt. 30 Minuten später meldet sich eine Kollegin mit der Mitteilung, dass die Notstromanlage in der Tiefgarage piept und zwar so laut, dass das noch drei Etagen höher zu hören ist. Die Techniker sind informiert.

15.00 Uhr: Noch eine Stunde Infodienst, mit den DVDs komme ich gut voran. Ich könnte damit bis zur Ablösung um 16.00 Uhr fertig werden. Der Kundenandrang hält sich heute in Grenzen, denn das Wetter ist grausig und es kommen nur unsere „Hardcorefans“. Naja, oder eben die Personen, die sich vor dem schlechten Wetter zu uns geflüchtet haben. So auch ein deutlich alkoholisierter Mensch, der im Sonic-Chair lautstark die Musik aufgedreht hat. Er beschallt damit das gesamte Haus und andere Kunden beschweren sich bereits. Die Kollegin hat ihn schon zwei Mal ermahnt, die Musik leiser zu stellen, doch er reagiert nicht. Ok, jetzt bin ich an der Reihe. Auch bei mir zuerst keine Reaktion, doch dann kommt Bewegung in die Sache. Ich darf mir die übelsten Beschimpfungen anhören, wir rufen die Polizei, weil die Person die Bibliothek nicht verlassen will. Innerhalb von fünf Minuten ist der Einsatzwagen da und wir das sind Problem erstmal los, denn die Polizisten sprechen ein Platzverbot aus.

16.00 Uhr: Das hat mich Zeit gekostet, die DVDs habe ich bis zur Ablösung nicht fertig bekommen. Den Rest der Inventur setze ich im Büro fort. Oh, hier liegt ein Glückskeks. Eine Kollegin hat es gut mit uns allen gemeint. „Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet“.

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17:20 Uhr: Ich bin raus hier. Erstmal eine Runde laufen. Es klappt tatsächlich: Danach ist der Kopf wieder frei! Man könnte auch sagen: #läuftbeiuns

Beste Grüße
Claudia Büchel

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