Meine Lieblingsassistentin Katrin Bauerfeind

Liebe Leser,

ich kann mich noch sehr gut an Katrin Bauerfeinds ersten Auftritt in der Harald Schmidt Show erinnern, das war im März 2007. Da war sie 24 Jahre alt und moderierte die Sendung „Ehrensenf“, eine täglich im Internet ausgestrahlte Netznachrichtensendung, die sich ironisch-satirisch mit Fundstücken aus der virtuellen und realen Welt auseinandersetzte. Der Grund, warum ich mich so gut daran erinnern kann ist die Begeisterung von Herrn Schmidt für Frau Bauerfeind. Selten ist er bei einem Talkgast so ins Schwärmen geraten, wie bei ihr. Auf die Frage, ob sie denn schon Angebote von Fersehsendern habe, antwortete Bauerfeind, dass es schon einige Angebote gäbe, unter anderem für Anmoderationen bei Comedyformaten. „Da können Sie doch mehr“ und „da werden Sie doch unter Wert verkauft“ entgegnet Harald Schmidt. Am Ende des Interviews meint er: „Ich wette, dass Sie innerhalb von einem Jahr steil nach oben gehen im Fernsehen.“ Und er hatte recht und war nicht ganz unbeteiligt an dem Erfolg von Bauerfeind, denn von 2009 bis 2011 holte er sie ins Team der Harald Schmidt Show. Und zwar nicht als Anmoderatorin. Bauerfeind war außerdem in vielen Formaten auf 3sat zu sehen. Seit 2014 läuft dort ihre Sendung „Bauerfeind assistiert“, in der sie Prominente einen Tag lang als persönliche Assistentin begleitet. So kauft sie zum Beispiel für Roger Willemsen einen Schlafanzug, sucht mit dem Musiker Dieter Meier (Yello) Gin-Gläser aus oder mixt zusammen mit Attila Hildman in einem Biomarkt Shakes. Ich bin großer Fan der Sendung.

bauerfeind

Neben all dem Fernsehkram hat sie gerade ihr zweites Buch veröffentlicht: „Hinten sind Rezepte drin“ (Fischer Verlag). Darin erzählt sie „Geschichten, die Männern nie passieren würden“. Fein beobachtet, lustig und klug beschreibt Bauerfeind in einzelnen Episoden, was in ihrer Lebenswelt passiert und welche Gedanken sie sich dazu macht. Es geht zum Beispiel darum, was als romantisch gilt und was tatsächlich romantisch ist, wie sich Altersvernunft anfühlt und äußert (im Kaufen eines Messersets) oder darum, dass Frauen zu risikovermeidendem Verhalten neigen, als Reaktion auf Sätze, die sie in ihrer Kindheit gelernt haben:

„Mit nassen Haaren raus führte zu Lungenentzündung und Tod. Ohne Strümpfe zum Spielen war gleichbedeutend mit Blasenentzündung und baldigem Ableben, (…). Das Leben an sich war in den Augen meiner weiblichen Erziehungsberechtigten mordsgefährlich.“

Das Besondere beim Lesen fand ich: ich hatte das Gefühl, Katrin Bauerfeind sitzt mir gegenüber, erzählt ein bisschen und lacht dabei viel. Morgen gehe ich zu ihrer Lesung im Gloria Theater in Köln, da freue ich mich sehr drauf. Ob ich mir mein Buch signieren lasse?

Beste Grüße
Nina Krüger

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