Entrümpeln mit „Magic Cleaning“

Liebe Leser,

ich muss zugeben: Ich bin chaotisch. Und: ich bin keine leidenschaftliche Hausfrau. Diese beiden Umstände führen immer wieder dazu, dass in meiner Wohnung das Chaos ausbricht. Ich habe einfach zu viele Dinge.

Seit Jahren beschäftige ich mich deshalb immer wieder mal mit Büchern zum Thema Haushaltsführung und Entrümpeln.

Vor drei Jahren bin ich umgezogen, in eine viel kleinere Wohnung. Das war für mich ein Anlass, mich von sehr vielen Dingen zu trennen und jeden Gegenstand in meinem Besitz zu hinterfragen. Damals machte ich mich zum ersten Mal sogar an mein Allerheiligstes: Meine persönliche Bibliothek. Ich hatte bis dahin noch nie ein Buch weggeschmissen. Das erschien mir grausam und unvorstellbar. So verfügte ich am Ende über eine große Bibliothek. Ein kompletter Raum voller Bücher, Regale vom Boden bis zur Decke und das an allen vier Wänden. Der pure Luxus! Aber – brauche ich diese Bücher wirklich alle? Im Grunde nicht. Kaum werde ich ein Buch zwei Mal lesen. Und manche spontan gekauften, noch ungelesenen Bücher werde ich vermutlich nie lesen. Andere sind einfach veraltet. Und last but not least: Ich arbeite in einer Bibliothek! Ich kann mir jedes Buch ausleihen, wann immer ich will. Also reduzierte ich vor dem Umzug meinen Bestand auf zwei Regale. Etwa 10% der Gesamtmenge. Und das Beste: Es fühlte sich gut an! Ich mistete auch in allen anderen Bereichen aus. Am Ende war der Umzug ein Kinderspiel und ich genoss die neue, kleinere und leere Wohnung. Ich staunte, wie schnell mir nun Aufräumen und Putzen von der Hand ging, wie viel Zeit ich auf einmal sparte.

Aber natürlich bin ich auch eine Frau, die gerne einkauft. Und inzwischen sind viele neue Dinge in mein Leben gekommen. Schöne Dinge hauptsächlich, aber auch einiges aus der Kategorie: „Wo zum Teufel kommt das nun wieder her?“ Entrümpeln ist eben ein Prozess.

Buchcover "Magic Cleaning"

Buchcover „Magic Cleaning“

Nun bin ich wieder auf ein Buch gestoßen: „Magic Cleaning – Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert“ von Marie Kondo. In diesem Buch erläutert die japanische Aufräumexpertin ihre „Konmari-Methode“. Wie in vielen anderen Ratgebern auch, empfiehlt sie, erstmal kräftig auszumisten. Und zwar in einer ganz speziellen Reihenfolge:

  1. Kleidung
  2. Bücher
  3. Dokumente
  4. Kleinkram
  5. Erinnerungsgegenstände

Die Reihenfolge ist unbedingt einzuhalten, da sich auf diese Weise von Schritt zu Schritt der Schwierigkeitsgrad steigert. Denn es ist natürlich viel leichter sich von einem Strumpf zu trennen als von einem alten Schmuckstück oder einem Fotoalbum.

Dabei zählt allein ein Kriterium: „Macht mich dieser Gegenstand glücklich?“ Es dürfen nur die Dinge bleiben, auf die diese Aussage zutrifft. Auf diese Weise bleiben am Ende nur wirkliche Lieblingsstücke übrig. Und ist das nicht eine fantastische Vorstellung: Nur noch von Lieblingsstücken umgeben zu sein?

Diese Dinge bekommen dann ein festes Zuhause in unserer Wohnung. Also eine bestimmte Schublade, ein Platz im Regal etc. und werden immer direkt wieder dahin zurückgelegt, wenn wir sie nicht benötigen. Und weil wir diese Dinge so sehr mögen und sie gern um uns haben, gehen wir auch liebevoller mit ihnen um und pflegen sie gern. Marie Kondo verspricht, dass wir niemals wieder aufräumen müssen, wenn wir uns genau an Ihre Methode halten.

Mich hat dieses Buch sehr nachdenklich gestimmt. Haben all die Dinge in meiner Wohnung eine Seele? Was brauche ich zum Glücklichsein? Ist weniger mehr? Und wenn ja: Wie viel ist genug? Wann ist es zu wenig? Ich werde es mal mit dieser Methode versuchen und sicher auch hier berichten, was das neue Entrümpeln mit mir macht.

Wie sieht es bei Euch zuhause aus? Könnt Ihr leicht los lassen? Ich freue mich auf Eure Kommentare.

Beste Grüße,

Karin Lachmann

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