Besinnliche Weihnachten

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh’ ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus in’s freie Feld,
Hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schneees Einsamkeit
Steigt’s wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

Joseph Freiherr von Eichendorff

 

Liebe Leser,

dieses 1838 erschienene Gedicht von Joseph von Eichendorff mag ich sehr. Ich mag die Stimmung, die es erzeugt. Leise, besinnlich. Nach all dem Vorbereitungstrubel zu Hause und dem Dinge zu Ende bringen auf der Arbeit, versuche ich in den letzten Tagen des Jahres zu entschleunigen und mir bewusst Zeit alleine und zum Nachdenken zu nehmen. Das geht für mich am besten in der Einsamkeit der freien Natur: bei frischer Luft den weiten Blick suchen, die Stille – wie der Wanderer im Gedicht so schön sagt: „Wie so weit und still die Welt!“. Schnee wird es dieses Jahr nicht geben, hat auch sein Gutes: dann friere ich nicht beim Spazierengehen.

Schöne Weihnachten, schöne freie Tage wünscht Euch

Nina Krüger

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