Etenya-Saga – eine andere Welt

Liebe Leser,

heute möchte ich Euch von einer Fantasy-Trilogie berichten, die es mir angetan hat. Es handelt sich um die Etenya-Saga von Susanne Leuders, einer Hildener Autorin.

Etenya Saga5 (Mobile)

Es geht um Olivia, 17 Jahre alt, die ein ganz normales Leben führt. Sie ist Mitglied in einer Band, trifft sich jeden Tag mit ihrer besten Freundin und kommt grade so mit dem neuen Freund ihrer Mutter zurecht. Von Vorsehung oder gar Schicksal hält sie nichts, sie ist pragmatisch und nimmt die Dinge gerne selbst in die Hand. Doch ihr Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie ihren neuen Nachbarn, Lenno, kennen lernt. Es sind nicht nur sein Aussehen, seine Art oder sein Intellekt, die sie magisch anziehen, es ist vor Allem der goldene Schimmer in seinen Augen, der sich manifestiert, sobald Olivia den Mund aufmacht und etwas sagt. Olivia ist sich sicher, sie und Lenno verbindet etwas ganz besonderes, eine Anziehungskraft, gegen die sie nichts auszurichten vermag, etwas, dass sie sich nicht erklären kann. Lenno hat eine Erklärung. Er stammt aus Etenya, einer alten Welt, die in unserer schon lange in Vergessenheit geraten ist. Er ist gekommen, um die Onida Kanti zu finden und mit nach Etenya zu nehmen. Diese soll, so eine alte Prophezeiung, die vier zerstrittenen Völker Etenyas mit ihrer Stimme wieder vereinen. Lenno glaubt, in Olivia die Onida Kanti gefunden zu haben. Doch Lenno wird von bösen Gestallten aus seiner Welt verfolgt, die auch vor Olivia und ihrer Freundin nicht halt machen. Langsam fängt Olivia an, an ihren Überzeugungen zu zweifeln und so etwas wie Schicksal in Betracht zu ziehen. Sie lässt sich auf Lenno ein, folgt ihm in seine Welt und muss dort feststellen, dass ihr viele nach dem Leben trachten, um ihre eigene Macht zu stärken.

Die Bewohner Etenyas können sich in Tiere verwandeln und sind der Natur sehr verbunden. Lenno gehört zum Volk der Tocho und kann die Gestalt eines Berglöwen annehmen. Neben den Tocho existieren noch die Völker der Honon, welche sich in Bären verwandeln können, die Paco, deren Tiere die Adler sind und die Tala, welche die Gestalt von Wölfen annehmen können. Auch Olivia hat in Etenya die Fähigkeit, sich in eine Berglöwin zu verwandeln, jedoch fällt es ihr nicht leicht, mit dem Tier in ihr zurechtzukommen und es unter Kontrolle zu halten. Dennoch sieht sich Olivia im Laufe des zweiten Bandes endlich selbst in der Rolle der Ersehnten und beginnt Verantwortung zu übernehmen. Sie liebt Etenya und möchte mit Lenno dort leben.

Susanne Leuders hat mit Etenya eine Parallelwelt geschaffen, die ihres Gleichen sucht. Es ist ein phantastischer Ort, in dem alles möglich zu sein scheint. Die größten Gefahren und Abenteuer werden vor einer wunderbaren Landschaft geschildert, in die man sich als Leser selbst hineinwünscht. Normalerweise bin ich kein großer Freund von Geschichten, in denen sich die Protagonisten in Tiere verwandeln können, doch Frau Leuders setzt diese Fähigkeit – bzw. das Unvermögen Olives mit dieser Fähigkeit umzugehen – so geschickt ein, dass immer wieder Situationen entstehen, die den Leser die Luft anhalten lassen; ob nun vor Schreck, vor Freude oder einfach aus Mitgefühl. Es gab einige Stellen, bei denen ich dachte „Das können Sie doch nicht tun, Frau Leuders! Warum?“ und auf den nächsten Seiten fand ich die Antwort und war zufrieden. Zum dritten Buch gibt es einen großen Bruch in der Geschichte, der alles was vorher gewesen war, alles, woran man sich als Leser festhalten, woran man glauben konnte, auf den Kopf stellt. Doch genau dieser Bruch ist es, der die Geschichte auf ein ganz neues Level hebt und den Leser so ratlos und verdutzt zurücklässt, dass man einfach weiterlesen muss. Man will wissen, was aus Olivia und Lenno, aus ihren Familien und aus Etenya geworden ist und wie es dazu kommen konnte. Ich gestehe an dieser Stelle gerne, dass ich eine Pause zwischen dem zweiten und dritten Band einlegen musste, weil mir der Bruch zu massiv vorkam, als dass ich einfach so meine gewohnt Etenya-Vorstellung aufgeben konnte. Doch die Neugierde und die Liebe zu den Figuren führte auch bei mir zwangsläufig dazu, mich der neuen, ungewohnten Situation zu stellen. Und ich wurde nicht enttäuscht. 

Wer die Autorin selbst hören möchte, wer in Etenya eintauchen möchte, der hat am Freitag den 20.11.2015 um 19.30 Uhr Gelegenheit dazu. Susanne Leuders wird dann bei uns in der Stadtbücherei sein und aus ihrer Fantasy-Trilogie lesen.

Viele Grüße

Stefanie Krüger

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Ein Kommentar zu “Etenya-Saga – eine andere Welt

  1. […] Woche habe ich euch ja bereits über die Etenya-Saga von Susanne Leuders berichtet. Heute möchte ich euch die Autorin etwas genauer Vorstellen und sie […]

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