Lesen: Nur ein Hobby?!

Liebe Leser,

in meiner Funktion als Leitung erhalte ich regelmäßig Bewerbungen. Unter Hobbys wird in geschätzten 100% aller Lebensläufe „lesen“ angegeben. Eine Selbstverständlichkeit in unserem Beruf? Früher hätte ich gesagt: „Ganz klar!“, doch unser Berufsbild hat sich über die Jahre stark verändert und heute sind so viele andere Neigungen, Anforderungen und Qualifikationen gewünscht und auch gefordert.

Aber auf jeden Fall „schadet“ es nicht, wenn man in unserem Berufsstand auch heute noch gerne liest 🙂

Für mich ist Lesen immer mehr als ein Hobby gewesen. Sobald ich in der Schule „Feuer gefangen“ hatte, war Lesen aus meinem Leben nicht mehr weg zu denken. Wobei mich Bücher anscheinend auch schon vor Schulbeginn begeisterten:

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Richtig um mich geschehen war es, als ich Enid Blytons „Tina & Tini“-Bücher entdeckte und mich mit Begeisterung durch alle Teile der Serie las. Für den Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels wählte ich in der sechsten Klasse auch einen „Tina & Tini“-Band aus:

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Heute empfehlen wir diese Bücher nicht mehr, aber in den 1980er Jahren waren sie sehr beliebt, ebenso wie „Der Trotzkopf“ oder „Nesthäkchen und ihre Enkel“, die es heute nicht mehr in unseren Regalen zu finden gibt.

Mit 12 Jahren war ich dann bei Heinz Konsalik angelangt, was meine Eltern nicht so toll fanden und mir die Bücher verboten. Glücklicher Weise gab es damals aber den Bücherbus der StadtBibliothek Köln und die gut sortierte Schülerbücherei 😉

Zu dieser Zeit war meine Leseleidenschaft so stark ausgeprägt, dass ich morgens den Wecker 30 Minuten früher stellte, um vor dem Aufstehen noch lesen zu können. Das hat sich irgendwann aber wieder gelegt, obwohl es noch nicht so lange her ist, dass ich auch mal eine ganze Nacht durchgelesen habe.

In der Oberstufe habe ich die Zeiten zwischen den Schulstunden lesend verbracht, was mir von meinem Deutschlehrer eine Bemerkung in der Abizeitung einbrachte:

Zitat

Mein Berufswunsch Bibliothekarin stand ab der 7. Klasse fest und auch, wenn sich das Berufsbild sehr verändert hat, so habe ich die Wahl doch nie bereut.

Über die vergangenen Jahrzehnte sind andere Hobbys gekommen und auch wieder gegangen, doch das Lesen hat mich immer begleitet. Als Abendritual vor dem Einschlafen gehört es einfach dazu: Eintauchen in eine Geschichte, Abschalten vom hier & jetzt und traurig sein, wenn eine spannende Story zu Ende geht – das ist mehr als ein Hobby, das ist für mich Leidenschaft!

Und Ihr so?

Beste Grüße
Claudia Büchel

 

 

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2 Kommentare zu “Lesen: Nur ein Hobby?!

  1. Rebecca Jansen 10. November 2015 um 13:58 Reply

    Oh ja, der Kölner Bücherbus. Jeden Donnerstag stand ich an der Haltestelle 😉

  2. Claudia Büchel 10. November 2015 um 14:12 Reply

    Ja, bei mir war es in Zündorf 🙂

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