Das Problem mit dem Coffee to go

Liebe Leser,

die Meldung „Jede Stunde landen in Deutschland 320.000 Kaffeebecher im Müll“, die die dpa Ende August veröffentlichte, hat mich kalt erwischt. Bisher habe ich versucht, mein ökologisches Gewissen damit zu beruhigen, dass ich einen „Coffee to go“ immer ohne Plastikdeckel bestelle. Immerhin. Mir war schon klar, dass der Verbrauch an Einweg-Kaffeebechern in den letzten Jahren zugenommen hat, aber dass er derart hoch ist, habe ich nicht gedacht. Ich bekam den Gedanken „dreihundertzwanzigtausend Becher pro Stunde“ nicht mehr aus dem Kopf. Sensibilisierung des Verbrauchers nennt man sowas. Und im besten Fall folgt daraus eine Verhaltensänderung…

Ich habe erstmal ein bisschen im Netz recherchiert und landete auf der Internetseite der Deutschen Umwelthilfe (DUH), auf der ich folgendes Zitat des DUH-Geschäftsführers Jürgen Resch las:

 © Sascha Krautz / DUH

© Sascha Krautz / DUH

 

„Coffee to go-Becher sind ein wahrer Fluch für die Umwelt. In Deutschland werden pro Jahr 2,8 Milliarden von ihnen verbraucht. Für ihre Herstellung sind 64.000 Tonnen Holz, 1,5 Milliarden Liter Wasser, 11.000 Tonnen Kunststoff und eine Energiemenge notwendig, mit der sich eine Kleinstadt ein Jahr lang versorgen ließe. Diese Probleme dürfen wir nicht länger ignorieren“.

 

 

Um auf das Müllproblem aufmerksam zu machen, startete der Verein zusammen mit der Stiftung Naturschutz in Berlin unter anderem eine Kampagne mit dem Titel „Becherheld – Mehrweg to go“. Darin wird dafür geworben, sich seinen Kaffee in Mehrweg- statt Einwegbechern abfüllen zu lassen.

Bei mir hat‘s funktioniert: Ich möchte dazu beitragen, dass jährlich nicht mehr fast drei Milliarden Kaffeebecher im Müll landen und habe mir deshalb einen schicken Becher gekauft. Für mich heißt es ab jetzt „Tasse statt Masse“.

Beste Grüße
Nina Krüger

 

 

 

 

 

 

Advertisements

Mit Tag(s) versehen: , , ,

4 Kommentare zu “Das Problem mit dem Coffee to go

  1. Magazin für Restkultur 3. Januar 2016 um 14:18 Reply

    Vielleicht ist dieses Interview interessant? http://www.magazin-restkultur.de/kampagne-gegen-einwegbecher_/

    • Nina Krüger 8. Januar 2016 um 12:09 Reply

      Super, danke für den Link!
      Bestes Wort: „Müllhierarchie“. 🙂 Interessant, dass es in Deutschland eine gesetzlich festgelegte Müllhierarchie gibt, deren erste Stufe die Abfallvermeidung ist…

  2. Bye Bye, Blog! | Leseoase 22. Dezember 2016 um 08:33 Reply

    […] Overnight Oats“). Teilhaben konntet Ihr auch an Gedanken (unter anderem zum Aufzugfahren und zum Wegwerfen von Coffee to go-Bechern) oder tollen Erlebnissen von mir – da sind wir nämlich bei meinem allerliebsten Blogbeitrag: […]

  3. Viele Arten zu Fasten | Leseoase 16. März 2017 um 08:36 Reply

    […] Ihr wollt nicht nur dem eigenem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt einen großen Gefallen tun? Dann könntet Ihr einfach auf den morgendlichen „Coffee to go“ verzichten. Hierzu gab es auch schon einmal einen sehr interessanten Blogbeitrag. […]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: