Das Städel Museum

Liebe Leser,

es ist zwar schon eine Weile her, seit ich dem Städel Museum in Frankfurt am Main einen Besuch abgestattet habe, aber es ist mir in sehr guter Erinnerung geblieben.

1815 gründete Johann Friedrich Städel das Museum, welches einen Überblick über die letzten 700 Jahre europäischer Kunstgeschichte liefert. Seine Sammlung umfasst 3.000 Gemälde, über 100.000 Zeichnungen und Grafiken, mehr als 4.000 Fotografien und gut 600 Skulpturen. Das Städel Museum gilt damit als die älteste und renommierteste Museumsstiftung in Deutschland. 

In den letzten Wochen bin ich durch Recherchen zu meiner Bachelorarbeit auf die Internetseite des Städel Museums gestoßen und hab dabei eine Entdeckung gemacht. Das Städel Museum bietet eine „Digitale Sammlung“ an, in der bislang 600 Werke der Sammlung verzeichnet und durchsuchbar sind. Sie bietet dem Nutzer die Möglichkeit, Lieblingswerke zu favorisieren und eigene Sammlungen anzulegen. Zu jedem Werk gibt es zusätzliche Informationen, wie Texte, wenn vorhanden auch Video- und Audiomaterial oder auch die Ausstellungsgeschichte. Die Werke sind mit einer Abbildung in sehr hoher Auflösung repräsentiert, wodurch die Möglichkeit besteht, an jedes Detail eines Werkes heranzuzoomen und dieses genau zu betrachten. Untereinander sind die Gemälde durch bestimmte Merkmale wie Technik, Stilrichtung, Material, Stimmung, Assoziationen u.v.m. miteinander verknüpft.

So verweist beispielsweise das Werk „Tanz der Ratten“ von Ferdinand Van Kessel (1690) auf das Gemälde „Fantasia Arabe“ von Eugène Delacroix (1833). Beide wurden mit ähnlicher Technik oder Material hergestellt. 

"Tanz der Ratten" (Städel Museum)

„Tanz der Ratten“ (Städel Museum)

"Fantasia Arabe" (Städel Museum)

„Fantasia Arabe“ (Städel Museum)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Über die Hintergrundinformationen der „Digitale Sammlung“ habe ich erfahren, dass „Tanz der Ratten“ ursprünglich ein Teil eines größeren Gemäldes war und aus diesem herausgeschnitten wurde. Die Ratten symbolisieren in flämischen Gemälden häufig Trunksucht und Gefräßigkeit.

Über die „Digitale Sammlung“ können Werke über Facebook, Twitter und andere Kanäle geteilt und somit besprochen werden. Guckt doch selbst einfach mal vorbei und findet beim Stöbern euer neues Lieblingsgemälde: https://digitalesammlung.staedelmuseum.de/index.html#/ 

Das Städel Museum bietet seinen Besuchern im digitalen Bereich aber noch viel mehr. Ein besonders schönes Werkzeug für die Vorbereitung auf einen Besuch oder auch während des Besuches selbst ist die Städel App. In dieser sind die 100 Highlights der Dauerausstellung aufbereitet und mit Video-, Audio- und Textmaterial angereichert. Über einen integrierten Scanner lässt sich ein Gemälde vor Ort direkt erfassen und die zusätzlichen Informationen abrufen. Auch ein Lageplan vom Museum ist Teil der App. Sie ist im App-Store frei verfügbar und nach dem Download lassen sich alle Informationen auch ohne Internetzugang abrufen. Um sie während eines Besuches optimal nutzen zu können, bietet das Städel Museum in seinen Räumlichkeiten ein freies Wlan-Netz an.

Ich plane bereits meinen nächsten Besuch im Städel Museum, diesmal optimal vorbereitet und mit allen notwendigen Infos ausgestattet.

Liebe Grüße
Stefanie Krüger

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