„Next game, please!“ – Ein Tag auf der Gamescom

Liebe Leser,

wie vielleicht einige von Euch über Facebook mitbekommen haben, hatte ich die Möglichkeit, die diesjährige Gamescom in Köln zu besuchen.

Die Gamescom in Köln gehört zu den größten und wichtigsten internationalen Spielemessen. Hier kommen die bedeutendsten Spieleentwickler zusammen und gewähren Einblicke in ihre neuesten Schaffenswerke. Sie lassen uns daran teilhaben und präsentieren zukünftige Spielehighlights. An sich also eine gute Gelegenheit, aktuelle Games zu testen und einen Ausblick auf kommende Spieltrends zu werfen.

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Auf mehrere, riesige Hallen verteilten sich die Spielhersteller und warben mit breit angelegten Kulissen, die einem schon von Weitem direkt ins Auge fallen und dazu verleiten sollen, das dort befindliche Spiel möglichst schnell anzuspielen. Nachdem ich mich brav und geduldig in die Warteschlange stellen und die meistens doch recht lange Wartezeit überbrücken musste, gelangte ich oft in eine speziell aufgebaute Box, die mit vielen Konsolen und entsprechenden Fernsehgeräten ausgestattet war. Hier konnte ich das präsentierte Spiel dann ergiebig austesten und herausfinden, ob es mir persönlich auch gefällt. Alternativ gab es auch Boxen, die als Kino aufgebaut und in denen die aktuellen Spiele sogar live, in der Regel von einem der jeweiligen Entwickler höchstpersönlich, vorgespielt wurden. Die einzigartige, filmreife Inszenierung der neuen Videospiele kam gerade hier besonders zur Geltung und wusste deutlich zu überzeugen.

Auch Simulationsspiele waren dieses Jahr in größerer Anzahl vertreten. Erstaunlicherweise handelt es bei sich diesen Simulationsspielen meist um alltägliche, nahezu stupide oder manchmal eben doch außergewöhnliche Handlungen, die in ein Computerspiel gepackt und simuliert werden sollen. So wird man schnell selbst zum Busfahrer, darf seinen eigenen Acker betreiben oder seine PKW-Fahrerlaubnis virtuell neu erwerben. Nebenbei entdeckte ich einen „Toastbrot-Simulator“, bei dem man sich den Weg durch die Küche suchen muss, um später einmal ein gut gebräuntes Toastbrot zu werden. Letzteres dürfte dann wohl eher zu den außergewöhnlichen Simulationsspielen zählen. 😉

Ein weiterer großer Schwerpunkt bei vielen Ständen war „Virtual Reality“. Einige stellten z.B. ein nachgebautes F1-Cockpit auf, das mit einem Lenkrad sowie mit Gas- und Bremspedal ausgestattet war. Auf einem direkt vor dem Cockpit aufgestellten Bildschirm wurde das aktuelle Spielegeschehen dargestellt, welches sich durch das Benutzen der Ausstattung direkt beeinflussen ließ. Dank der eingebauten Lautsprecher und dem Feedback des Sitzes bei Streckenunebenheiten hatte ich durchaus das Gefühl in einem echten F1-Boliden zu sitzen.

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Ein ähnlich authentisches Gefühl vermittelten die neu entwickelten „Virtual-Reality-Brillen“. Diese simulieren eine 360°-Panorama-Perspektive und sobald man sich die Brille aufsetzt, kann man mittels Kopfbewegung das Bild in die jeweilige Richtung bewegen. Von außen war es mitunter lustig  anzusehen, wie andere Personen mit den Brillen ihre Köpfe hektisch hin- und herbewegten. Zudem zeugt das nahezu futuristisch-monströse Aussehen dieser Brillen eher davon, dass diese wohl noch ein bisschen unserer Zeit voraus sind.

Für all diejenigen, die sich für die  längst ausgediente Spieletechnik von gestern interessierten, gab es sogar einen speziell eingerichteten Retro-Bereich. Vor Ort standen meist Spieleautomaten zur Verfügung, die einem wohl eher aus irgendwelchen alten Spielfilmen bekannt sein dürften, als dass man sie heutzutage noch irgendwo zu Gesicht bekommt. Dank der zusätzlich vorhandenen alten Spielekonsolen konnte ich so eine Art persönliche Nostalgie-Tour erleben und viele Spieleklassiker aus meiner eigenen Kindheit wiederentdecken.

Viele Spielehersteller boten auch ein buntes Rahmenprogramm an. Auf großen Bühnen kündigten sie Neuheiten und Neuerscheinungen an und werteten ihr Programm mit diversen Aktionen auf, bei denen es mitunter drunter und drüber ging. Beliebt war es, vor allem Merchandise-Produkte wie T-Shirts oder Schlüsselanhänger in eine teils übermotiviert wirkende Masse zu werfen, die auch alles erdenkliche dafür tat, um an die Produkte heranzukommen. Wenn man nicht gerade so um die 1,90 Meter groß war und man nichts dagegen unternahm, dass andere einem das T-Shirt mit voller Gewalt aus den Händen zerten, hatte man eigentlich so oder so keine Chance, etwas zu ergattern. Nichtsdestotrotz war es interessant, sich die Show und das Geschehen aus halbswegs sicherer Entfernung anzusehen. 😉

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Insgesamt war es ein sehr erkenntnisreicher Besuch, bei dem sich bestimmt auch die ein oder andere Idee für unsere Bibliothek mitnehmen ließ. Die dort präsentierten Spielehighlights, wie „Lego Dimensions“, „Uncharted 4“, „Halo 5“ oder „Mario Tennis“  dürften sicherlich früher oder später auch den Weg zu uns in den Bestand finden.

Ein Besuch auf der Gamescom ist absult empfehlenswert!

 

Beste Grüße,

Andreas Umbrich

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