Koklo ku ato / Der Hahn kräht – Das Kulturzentrum in Lomé, Togo

Liebe Leser,

am Dienstag haben wir Euch unseren Praktikanten Komi Kokouda aus Togo vorgestellt. Wie versprochen folgt hier die Fortsetzung mit einem Bericht über das Kulturzentrum in Lomé, dessen Bibliothek Komi leitet.

Kannst Du uns mehr über die Einrichtung und deren Aktivitäten berichten?

Das Zentrum befindet sich im Stadtviertel Attiégou  Adidomé in Lomé (Togo). Es ist ein Treffpunkt für alle Menschen jeden Alters und existiert seit 2002. Im Jahre 2011 wurde das Zentrum komplett neu gebaut und eingeweiht mit Anwesenheit von Vertretern der deutschen Botschaft, dem Verein Dekawowo und Togoer Regierungsvertretung  sowie einer Delegation aus Deutschland mit dem Initiator Joe Kiki. Das Kulturzentrum beinhaltet eine Bibliothek, die viel von den studierenden Jugendlichen genutzt wird, die aber auch von anderen Besuchern genutzt werden kann. In vielen anderen Kulturzentren wird das nicht so gehandhabt.

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Wir bieten auch viele andere Aktivitäten an, die gerne genutzt werden. Es gibt die Möglichkeit  an Fußballspielen, Tanz- oder Sketchabenden, Theateraufführungen, Buchreferaten, Erzählungen im Mondschein oder Stammtischen (Salon-Debatte) teilzunehmen.

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Die Sensibilisierungen und der Förderunterricht für Deutschlernende sind noch weitere Aktivitäten des Zentrums. Es gibt sogar eine Gruppe von Trommlern, die „les six Tambours de Lomé“, die im Zentrum tätig ist. Diese Aktivitäten und Angebote sind für alle Besucher kostenfrei.

Welchen Hintergrund hat der Name „Koklo ku ato / Der Hahn kräht“ und warum gibt es nur eine deutsche Übersetzung?

„Koklo ku ato“ ist ein Satz aus der Ewe-Sprache und hat als erste Botschaft „Es ist Zeit wach zu werden…“ Dieser Name hat eine vielfältige Bedeutung z.B. bei dem Ewe-Volk in Südtogo ist er eine Höflichkeitsfloskel, um damit seinen Dank auszusprechen. Wenn du jemandem geholfen hast, dankt er dir meist mit dem folgenden Satz: „Ne Koklo ku ato, me le akpe dom na wo“, das heißt: „Jedes Mal wenn der Hahn kräht, danke ich dir“. Es gibt nur diese deutsche Übersetzung, da bisher nur Deutsche die Partner des Zentrums sind und überdies waren die Deutschen die ersten, die die Grammatik und das Wörterbuch der Ewe-Sprache verfasst haben.

Welche neuen Aktivitäten sind geplant?

Im Moment bauen wir eine Schulküche mit richtigen Gastronomiegeräten. So können die Jugendlichen wertvolle Erfahrungen im Bereich Gastronomie und Kochen sammeln.

Die Bücher können im Moment nur in der Bibliothek genutzt werden. Sie sollen nun systematisiert und katalogisiert werden, damit wir die Bücher auch ausleihen können. Jeder soll einen Bibliotheksausweis erhalten können.

Wir wünschen Dir viel Erfolg und Ausdauer bei  der Umsetzung dieser Pläne, lieber Komi!

Beste Grüße

Karin Neugebauer

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