Blumen, Gemüse und Obst in der Stadtbücherei

Liebe Leser,
Ihr wundert Euch? – Zu Recht! Wir haben aber nicht den Hildener Wochenmarkt in die Bibliothek geholt, sondern die Hildener Gartenfreunde zeigen in einer Ausstellung anlässlich ihres 35jährigen Jubiläums, was sich in den Hildener Schrebergärten tut und wer dort dafür sorgt, dass alles wächst und gedeiht.
Dazu habe ich dem Vorsitzenden der Hildener Gartenfreunde, Herrn Werner Siggelkow, einige Fragen gestellt:

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B. Halfkann: Herr Siggelkow, wie entstand die Idee, eine Ausstellung in der Stadtbücherei zu machen?
W. Siggelkow: Ich hatte bereits öfter gesehen, dass die Stadtbücherei Ausstellungen mit Hildener Organisationen durchgeführt hat. Deshalb hatte ich die Idee, zum 35. Jubiläum des Verbandes nachzufragen, ob wir gemeinsam eine Ausstellung durchführen können.

B. Halfkann: Was ist der „Stadtverband der Hildener Gartenfreunde“ und welche Funktion haben Sie dort?
W. Siggelkow: Der Stadtverband ist der Zusammenschluss aller Hildener Kleingartenvereine, um dadurch einen Ansprechpartner für Politik und Verwaltung zu haben. Ich bin Vorsitzender des Verbandes.

Mai 2014 (7)

B. Halfkann: Wie viel Gartenanlagen und wie viele Gartenvereine gibt es in Hilden? Hat jeder Verein eine eigene Gartenanlage?
W. Siggelkow: Es gibt in Hilden acht Gartenanlagen in sechs Gartenvereinen. Jeder Verein hat eine eigene Gartenanlage. Der Kleingartenverein Unterstädter Gartenfreunde verfügt über drei Gartenanlagen innerhalb des Vereins.

B. Halfkann: Interessieren sich viele Leute für Kleingärten oder gibt es „Nachwuchssorgen“?
W. Siggelkow: Wir haben z.Zt. 60 Bewerberinnen und Bewerber für frei werdende Gärten. Über Nachwuchssorgen bei der Verpachtung von Gärten können wir z.Zt. nicht klagen.

B. Halfkann: An wen muss man sich wenden, wenn man sich für einen Kleingarten interessiert?
W. Siggelkow: Man kann sich an alle Vorsitzenden der Kleingartenvereine wenden, um nachzufragen, ob man einen Garten pachten kann. Schriftliche Bewerbungen sind entweder an  meine Anschrift oder über die Homepage des Verbandes – http://www.gartenfreunde-hilden.de – an uns richten.

B. Halfkann: Halten sich alle Kleingärtner an die Gartenordnung?
W. Siggelkow: Die Gartenordnung ist Teil des Pachtvertrages für den jeweiligen Garten. Wenn Verstöße gegen die Gartenordnung durch Gartenbegehungen und Beschwerden anderer Pächter festgestellt werden, handelt es sich immer um einen Verstoß gegen den Pachtvertrag.
Die große Mehrheit aller Pächterinnen und Pächter verhalten sich absolut vertragstreu. In Einzelfällen festgestellte Verstöße können dazu führen, den Pachtvertrag zu kündigen, wenn keine Änderung im Verhalten des jeweiligen Pächters erfolgen sollte.

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B. Halfkann: Gibt es Wettbewerbe, bei denen der größte Kürbis, die höchste Sonnenblume o.ä. gekürt wird bzw. zu welchen Anlässen feiern die Kleingärtner?
W. Siggelkow: Es gibt in den Hildener Kleingärten keinen Wettbewerb z. B. für die größte Tomate oder die längste Zucchini. Es gibt aber alle zwei Jahre einen Wettbewerb, bei dem ermittelt wird, welcher Garten bestimmten vorher festgelegten Kriterien für die Gestaltung eines Gartens am besten entspricht.
Und es werden verschiedene Feiern in den einzelnen Vereinen durchgeführt, z. B. Sommerfeste, Grillabende, Vatertagsfest und Tanz in den Mai.

B. Halfkann: Herr Siggelkow, vielleicht wollen unsere Leser auch noch etwas über Ihre persönliche Beziehung zum Garten und gärtnern erfahren. Wie lange gärtnern Sie bereits?
W. Siggelkow: Wir haben seit 40 Jahren einen Kleingärten im Gelände des KGV Reisholzstr.

B. Halfkann: Haben Sie Lieblingspflanzen und welche sind es?
W. Siggelkow: Meine Lieblingspflanzen sind Erdbeeren, Kartoffeln, Flieder und Duftrosen.

B. Halfkann: Gibt es ein Ereignis / eine Situation, die Sie in Ihrem Garten erlebt haben und an die Sie besonders gerne zurückdenken?
W. Siggelkow: Es gab viele Ereignisse, die immer wieder überraschend und schön waren, z. B. zuerst kommt überhaupt nichts, dann schießen die Pflanzen aus den Boden.
Ich erinnere mich gerne daran zurück, dass ich einem Apfelbaum gedroht hatte, wenn er nach vielen Jahren im kommenden Jahr wieder nichts tragen sollte, dann sei sein Ende nahe. Im nächsten Jahr hatten wir eine Apfelschwemme. Der Baum wird, solange er selber will, stehen bleiben, egal ob er etwas bringt oder nicht.

B. Halfkann: Danke für das Interview.

Die Fotos zu diesem Beitrag hat Herr Piepenbrink von den Hildener Gartenfreunden zur Verfügung gestellt.

Doro Daumen: Das muss ich mir unbedingt ansehen!

Doro Daumen: Das muss ich mir unbedingt ansehen!

Ich wünsche Euch viel Freude mit der Ausstellung, die Ihr zwischen dem 18.08. und 19.09.2015 in der Stadtbücherei sehen könnt,

Birgit Halfkann

 

 

 

 

 

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