Höhenflug

Liebe Leser,

manchmal muss man sich im Leben ein Herz fassen und seine Ängste überwinden. Denn danach ist man um eine Erfahrung reicher und über sich hinaus gewachsen.

Letzteres bin ich sogar wörtlich, als ich vor ein paar Wochen einen Kletterpark besucht habe. Großen Respekt hatte ich schon, aber trotzdem wollte ich es unbedingt ausprobieren. Bis ich den Park tatsächlich vor Augen hatte. Da wurde mir schon etwas mulmig und ich wär am liebsten gleich wieder gegangen. Aber direkt aufgeben wollte ich dann doch nicht und mich der Herausforderung stellen. Vor allem weil über mir hauptsächlich Kinder in den Seilen hingen. Die Blöße konnte ich mir nicht geben 😉 Viel beruhigter war ich aber auch nicht, als ich die Einweisung bekam. Der Mitarbeiter hat mir geduldig gezeigt, wie man den Gurt richtig anlegt, wo und wie man sich einhängen muss und was man immer beachten sollte. Ich habe natürlich gleich gefragt, wo sich der Notrufknopf befindet, wohl wissend, dass es den natürlich nicht gibt. Trotzdem bin ich dann langsam aber sicher auf Parcour Nr. 1 geklettert. Anfangs waren meine Beine noch sehr wackelig als ich über die einzelnen Bretter und Seile geklettert bin. Vor allem, sich einfach fallen zu lassen, um über die Seilbahn zu rutschen war eine Überwindung. Aber unter Druck setzen lassen habe ich mich nicht, auch nicht von der Schlange, die sich langsam hinter mir bildete.

Bei dem zweiten und dritten Parcour, die alle in ungefähr gleicher Höhe lagen (ca. 1 – 2m), wurde ich dann immer sicherer und hatte auch immer mehr Spaß. Stolz prahlte ich: „Na das war ja einfach.“ 😉

Und dann kam der Turm. Dieser besteht aus drei Ebenen, die natürlich auch unterschiedlich hoch waren. Die erste Ebene habe ich noch gemeistert und war ganz froh dass ich bei der Konzentration und Kraft, die ich aufwenden musste, keine Zeit hatte, um mich von der Höhe von 5m einschüchtern zu lassen, geschweige denn runter zu schauen. Wieder auf der Plattform angekommen, habe ich dann erstmal gemerkt, wie meine Kräfte nachlassen und bei dem Blick nach oben, war mir auch klar: bis hierhin und nicht weiter. Trotzdem stolz wie Oscar bin ich wieder runter geklettert und habe den anderen dabei zu geschaut, wie sie auch noch die anderen Ebenen erklommen haben, die höchste lag in 13m Höhe. Und da wir die letzten waren, wurden auch die Seile zum Runterklettern, schon eingerollt. Es blieb für anderen also nur der Weg des freien Falls, um wieder festen Boden unter den Füßen zu haben. Der Mitarbeiter teilte und stolz mit, dass das ja eigentlich extra kostet, nicht aber für uns, wir hatten ja keine andere Wahl mehr. Da war ich aber froh, dass ich schon unten war. Mir hätte man Geld dafür geben müssen, dass ich da runter springe 😉 Auch wenn man natürlich gesichert war, aber trotzdem ist es von da oben eine riesen Überwindung, einfach ins Nichts zu springen, habe ich mir sagen lassen. Aber wenn man erst man unten angekommen ist, ist man umso glücklicher und stellt fest: So schlimm war das ja gar nicht.

Und auch wenn ich nicht ganz oben und war und nicht gesprungen bin, war ich voller Stolz und voller Adrenalin wollte ich eigentlich direkt wieder los klettern. Ein bisschen geärgert habe ich mich später schon, nicht noch höher geklettert zu haben, aber ich wollte mir ja auch noch die Chance geben, mich zu steigern. Fürs nächste Mal 🙂

Überfliegerische Grüße

Roxana Wall

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