Wir nehmen es persönlich

Liebe Leser,

 

oft wurden – und werden wir im Zuge der Modernisierungen unserer Bücherei darauf angesprochen, dass ja mit Einzug der Technik alles viel unpersönlicher geworden wäre.

 

Die erste Anlaufstelle, wenn man unser Gebäude betritt, ist die Informationstheke im Erdgeschoss. Darum herum „gruppiert“ sich unsere Technik: Drei Selbstverbucher im hinteren Bereich unserer Theke und ein Kassenautomat seitlich. Und mittendrin wir, Eure Ansprechpartner.

 

Unsere Selbstverbucher haben vier Funktionen. Man kann dort:

  • Ausleihen
  • Zurück geben
  • Verlängern
  • Eine Kontoübersicht aufrufen.

 

Unser Kassenautomat hat zwei Funktionen:

  • Gebühren kassieren
  • Geld wechseln

 

Und wir sind noch genau wie vorher für Euch da. Lasst mich dazu einige wenige Beispiele nennen:

 

  • Wir geben Euch eine ausführliche Übersicht über Euer Konto.
  • Wir klären mit Euch, ob der Titel, den Ihr gerade nicht mehr finden könnt, ein Buch, eine CD, ein Spiel oder was-auch-immer ist. Wir helfen Euch, wenn Ihr es evtl. sogar schon abgegeben habt und aus irgendeinem Grund das Medium trotzdem noch auf Eurem Konto verbucht ist.
  • Wir verlängern gerne die Leihfrist Eurer entliehenen Medien, im Ausnahmefall auch schon mal mit Sonderfrist, wenn Ihr in den Urlaub fahrt.
  • Wir erklären Euch ausführlich, wie Eure Gebühren zustande gekommen sind.
  • Wir ändern Eure Daten, wenn Ihr z.B. umgezogen seid oder der Ausweis verlängert werden muss, die Mailadresse ergänzt wird oder sich vielleicht sogar Euer Name geändert hat.
  • Wir helfen Euch jederzeit bei der Bedienung der Selbstverbucher – auch gerne, wenn Ihr bei jedem Besuch wieder nachfragt.
  • Wir helfen Euch bei der Bedienung des Kassenautomats, egal ob Ihr zahlen oder Geld wechseln möchtet.
  • Wir bestellen für Euch Medien, die ausgeliehen sind, auf Euer Kundenkonto vor (= Vormerkung oder Vorbestellung), und geben sie an Euch aus, sobald sie abholbereit sind. Sobald das Buch (o. Ä.) zurückkommt, werdet Ihr benachrichtigt. Und wenn Ihr die Benachrichtigung per Mail bekommt, liegen oft sogar nur ein paar Minuten zwischen der Rückgabe und der Benachrichtigung.
  • Wenn wir Medien nicht in unserem Bestand haben, gibt es bei uns „Wunschzettel“, die Ihr ausfüllen könnt und wir prüfen, ob das Buch, die CD oder DVD von uns gekauft wird. Ist das nicht möglich, können viele Medien aus einer anderen Bücherei bestellt werden. Wir legen die Medien dann an der Theke für Euch zurück.
  • Wir verleihen E-Book-Reader über unsere Infotheke an Euch aus und passen auf, dass bei der Rückgabe auch noch alle Dateien vorhanden sind, damit der oder die Nächste die vollständige Anzahl an Titeln auf dem Reader vorfindet.
  • Wir geben Euch Informationen zu unserem Medienbestand: Wenn Ihr einen bestimmten Titel ausleihen wollt, sehen wir nach, ob er vorrätig ist.
  • Wir nehmen fast ununterbrochen telefonische Verlängerungen entgegen. Manchmal benötigen bestimmte Fragen auch eine gewisse Zeit, bis sie zufriedenstellend beantwortet sind.
  • Wir beantworten täglich Fragen zur Ausleihe von digitalen Medien auf Ebook-Reader, Tablets oder Smartphones.
  • Wenn Ihr Medien in unserem kleinen Buchverkauf gefunden habt, werden die Titel bei uns an der Theke berechnet und kassiert.
  • Wir nehmen Kontakt zu Euch auf, wenn zum Beispiel bei der Abgabe eines Spiels ein Teil fehlt, oder eine CD noch zu Hause bei Euch im Gerät geblieben ist.
  • Wir besprechen mit Euch, was zu tun ist, wenn Ihr etwas verloren habt oder ein Buch aus Versehen in die Badewanne gefallen ist.
  • Wir beaufsichtigen unsere „Q-Thek“, der Bereich, in dem wir Tablets, Ebook-Reader und Smartphones für Euch präsentiert haben, damit Ihr sie ausprobieren könnt.
  • … und wir hören geduldig zu, wenn jemand zu uns sagt „ach, es ist ja alles so unpersönlich geworden, seitdem Sie diese Geräte haben…“

 

Dann lächle ich freundlich und sage „Wir sind doch immer für Sie da, Sie werden nie erleben, dass hier nur noch Geräte herumstehen und keiner mehr da, den Sie ansprechen können!“. Danach gehe ich zum Kopierer und lege Papier nach, weil wieder viel kopiert wurde. Der kleine Junge, der schon einige Zeit neben mir her läuft, sagt: „Es gibt keine Trinkbecher mehr“. Die fülle ich natürlich auch sofort nach.

 

Dazwischen überprüfe ich noch Spiele, die in der Zwischenzeit zurückgekommen sind, damit sie vollständig weiter entliehen werden können. In unseren Rücksortierboxen hat sich inzwischen auch Einiges an CDs und DVDs angesammelt, die ich ebenfalls auf Vollständigkeit überprüfe.

Sind noch Fragen offen? Wir versuchen gerne, sie zu beantworten – ganz persönlich 🙂

 

Allerbeste Grüße,

Sonja Tewes

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2 Kommentare zu “Wir nehmen es persönlich

  1. kuechenzettelblock 16. April 2015 um 16:45 Reply

    Ich kann mich an die Umstellung auf Lochkarten erinnern, damals war das schon eine Katastrophe für die Kunden 🙂 Davor gab es ein Stempelkartensystem, endlose Verlängerungen ohne Probleme möglich… Nach den Lochkarten kam es zur rechnergestützen Verbuchung, was es vor den Stempelkarten gab weiß ich nicht mehr 😉

  2. Sonja Tewes 17. April 2015 um 11:13 Reply

    Oh, Loch- und Stempelkarten kenne ich nur noch aus Erzählungen 🙂 Als ich 1997 mit meiner Ausbildung anfing, hatte die Bibliothek gerade auf EDV umgestellt. Aber es ist ja mit vielen Neuerungen so – manche finden es toll, andere haben echt ein Problem damit. Manche lassen sich aber dann doch überzeugen, dass alles gar nicht so schlimm ist 😉

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