Geschenke, Geschenke

Liebe Leser,

 

wenn man etwas geschenkt bekommt, gibt es eigentlich grundsätzlich drei Möglichkeiten:

 

Entweder, man freut sich über das Geschenk.

Oder man freut sich über die Geste des Schenkenden, aber nicht über das Geschenk.

Oder man freut sich gar nicht.

 

Auch wir als Bücherei bekommen hin und wieder Geschenke – und zwar Buchgeschenke.

Eventuell sind das dann Titel, die man selbst geschenkt bekommen hat, und sich aber nicht so sehr darüber gefreut hat.

Oder Titel, die man gelesen hat, aber kein zweites Mal lesen würde – die nur zu schade zum Wegwerfen sind.

Oder ältere Bücher, die monate- oder jahrelang im Regal verstauben. Weil man sie aber nicht ausmustern kann oder möchte (man wirft doch keine Bücher weg!), stellt sich dann die nahe liegende Frage, wer sie noch gebrauchen könnte – vielleicht die Stadtbücherei?

Oder ganz alte Schätze, die vielleicht noch in altdeutscher Schrift geschrieben und von Oma und Opa geerbt worden sind – ob die Bücherei da vielleicht…?

 

Also, bei uns ist das so:

Wenn wir Bücher geschenkt bekommen, die nicht älter sind als 5 Jahre ab Erscheinungsdatum sind und super aussehen und, freuen wir uns darüber. Wir prüfen dann, ob wir die Bücher für unseren Bestand brauchen können. Wenn ja, freuen sich auch die nächsten Kunden. Wenn nein, kommen sie in unseren Bücherflohmarkt und werden zum kleinen Preis weiterverkauft. Dann freut sich der nächste Käufer.

Best Practise

Wenn wir Bücher geschenkt bekommen, die nicht älter als fünf Jahre sind, aber nicht super aussehen, freuen wir uns über die Geste – aber nicht über das Buch.

Bei Büchern, die älter als fünf Jahre sind oder sogar schon antiquariatsverdächtig aussehen, freuen wir uns gar nicht.

Fail bearb (Medium)

In den beiden zuletzt genannten Fällen bitten wir freundlich um Verständnis, aber für diese Bücher haben wir gar keine Verwendung, die müssen dann sogar im Zweifel wieder mitgenommen werden.

Wie sieht es in Eurem Bücherschrank aus? Habt Ihr da auch Titel stehen, die Ihr öfter lest, oder verstauben sie da? Und wo bringt Ihr Eure „Schätze“ hin, wenn Ihr Euch davon trennt?

Im Übrigen gibt es in vielen Städten kleine Mini-Bibliotheken in Krankenhäusern, Kurkliniken oder Altenheimen, die sich bestimmt auch über Bücher freuen, die zwar schon älter als fünf Jahre sind, aber noch gut aussehen. Lasst mich sagen, dass es ist immer besser ist, vorher mal kurz in den Institutionen anzurufen und nachzufragen. Denn das Tragen von Büchern kostet Kraft. Und das „Wieder-mit-zurücknehmen“ kostet Kraft UND Zeit.

Auch bei uns könnt Ihr im Zweifel natürlich gerne erst einmal anrufen und nachfragen.

In Hilden gibt es übrigens zwei offene Bücherschränke:

Einer steht am Ellen-Wiederhold-Platz hinter dem Rathaus. Er kann mit gut erhaltenen Büchern aller Art bestückt werden. Und der andere steht am Warrington-Platz in der Nähe des Spielplatzes. Er ist eigentlich eher für Kinderbücher vorgesehen.

Dort kann man 24 Stunden am Tag Nachschub hinbringen und sich auch gleich im Austausch dafür etwas Anderes mitnehmen. 🙂

 

Beste Grüße,

Sonja Tewes

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6 Kommentare zu “Geschenke, Geschenke

  1. Rebecca Jansen 17. Februar 2015 um 09:43 Reply

    Ich sehe schon, ihr „freut“ euch genauso über einen Karton Reader’s Digest von Großtante Charlotte. Am besten des Nachts vor dem Eingang abgestellt. 😉

  2. Sonja Tewes 17. Februar 2015 um 09:55 Reply

    Ganz genau so ist es – das sind sowieso die allertollsten Geschenke 😉

    • Rebecca Jansen 17. Februar 2015 um 12:52 Reply

      Nein dass beste Geschenk war ein Karton aus einem Kettenraucher und Tierhaushalt mit langen Hundehaaren samt kleinen lebenden Mitbewohnern der nur noch den Weg durch den Flur bis zum Container auf dem Hof geschafft hat. 😉 :p

  3. Sonja Tewes 17. Februar 2015 um 13:49 Reply

    Okay … da gebe ich mich definitiv geschlagen!! Brrrr…

  4. kuechenzettelblock 17. Februar 2015 um 17:35 Reply

    Und es gibt sogar 3 Bücherschränke in Hilden, von denen sich auch keiner über alten&stinkenden Kram freut! Diese sind nämlich schon randvoll, und das Entsorgen alter „Schätze“ kann mit dem (oft sicherlich gut gemeinten) reinstellen gar nicht nachkommen. Im Altpapier entsorgen ist wenigstens eine Möglichkeit dem ganzen Müll noch ein weiteres Leben zu ermöglichen. Als Toilettenpapier oder Ersatzbrennstoff…

  5. Sonja Tewes 17. Februar 2015 um 18:22 Reply

    Ja, wir haben auch schon häufiger festgestellt, dass “gut erhalten” ein absolut relativer Begriff ist. Deshalb haben wir uns für die “Fünf-Jahres-Alternative” entschieden – das geht bei den Bücherschränken ja leider nicht – denn wer will sich daneben stellen und das kontrollieren…

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