Qualmende Reifen, dröhnende Motoren und viele Weltmeister – Ein Tag beim Race of Champions

Race of champions 026 Auto rot cut

Liebe Leser,

stellt Euch vor, Ihr sitzt in einem Stadion und wenige Meter vor Euch dreht die Elite des Motorsports ihre Runden. Die Motoren dröhnen und ein donnernder Lärm macht sich breit. Ein beißender Geruch von Benzin und verbrauchten Autoreifen liegt in der Luft. Auf den Tribünen sitzen die Zuschauer wie gebannt und fiebern enthusiastisch mit, wenn ihre Idole gegeneinander antreten.

So eine Atmosphäre gibt es nur beim „Race of Champions“. Hier treffen die besten Fahrer aus den verschiedensten Serien des Motorsports zusammen und liefern sich packende Duelle auf einer als „8“ angelegten Mini-Strecke. Für jeden Fahrer gelten die gleichen Bedingungen. So müssen bei einem Duell beide Piloten dieselben Autos benutzen und jeweils einmal den Innen- und Außenbereich des Parcours während einer Runde bewältigen. Im Rahmen eines Turniermodus, bestehend aus einer Gruppenphase und einem anschließenden KO-System, wird am Ende der „Champion of Champions“ ermittelt.

Gewöhnlich findet das Race of Champions am Ende des Jahres als Krönung der Motorsportsaison statt. Ich selber hatte das Glück, einmal beim Race of Champions dabei sein zu dürfen. Der sich jedes Jahr wechselnde Austragungsort war vor einigen Jahren Düsseldorf, sodass ich mir nicht die Chance nehmen ließ, selber mal vorbeizuschauen.

Race of champions 035 Start Cut

Schon die Fahrerparade zu Beginn der Veranstaltung ließ die Herzen eines jeden Motorsportfans höher schlagen. Dabei gaben sich gestandene Top-Piloten die Ehre. Zu sehen waren u.a. der mehrfache „24-Stunden von Le Mans“-Sieger Tom Kristensen, der damalige DTM-Champion Martin Tomczyk oder der heutige Rally-Champion Sébastien Ogier.  Aber im Mittelpunkt und eindeutig in der Gunst der Fans standen nur zwei Fahrer:  Sebastian Vettel, vierfacher Formel 1-Weltmeister und natürlich die Legende, der siebenmalige Formel 1-Rekordchampion Michael Schumacher!

Nachdem Schumacher und Vettel die Gruppenphase jeweils als Erster und Zweiter souverän überstanden hatten, ging es mit der KO-Phase und dem Viertelfinale weiter. Dort kam es leider schon zum Duell der beiden Publikumslieblinge. In einem spannenden Zweikampf setzte sich Schumacher am Ende mit anderthalb Sekunden Vorsprung gegenüber seinem Konkurrenten durch. Entsprechend groß war der Jubel bei den Zuschauern, wobei den meisten von ihnen ohnehin anzumerken war, dass sie eingefleischte Schumi-Fans sind 😉 Die roten Schumi-Kappen aus der guten alten Ferrari-Zeit und die hin und wieder aufblitzenden silbernen Mercedes-Kappen prägten schon deutlich das Bild des Zuschauerranges.

Race of champions 011 Vettel cut                          Race of champions 010 Schumi cut

Die Stimmung war zu diesem Zeitpunkt echt super. Voller Euphorie ging es nun ins Halbfinale. Dort traf Schumi auf den mehrfachen Le Mans-Sieger Tom Kristensen. Das Duell der beiden war äußerst nervenaufreibend und spannend bis zur letzten Sekunde. Kurz nach der letzten Kurve sah es so aus, als hätte Schumacher noch einen kleinen Vorsprung und würde als Sieger hervorgehen. Aber dann überquerte Kristensen doch noch um Haaresbreite denkbar knapp als Erster die Ziellinie.

Zwar war die Enttäuschung den Fans in diesem Moment deutlich anzusehen, doch überwog die Freude über die guten Leistungen Schumachers, mit denen er schon den ganzen Tag begeisterte. Deswegen bekam er auch bis zum Ende der Veranstaltung von den Zuschauern tosenden Applaus.

Letztlich war die ganze Veranstaltung eine tolle Möglichkeit, die Stars des Motorsports und besonders der Formel 1 einmal ganz nah live zu erleben. Eine solche Chance werde ich in Zukunft wohl nicht mehr so schnell wieder haben, schließlich findet das Race of Champions dieses Jahr auf der Karibikinsel Barbados statt. Mit anderen Schumi- und Vettel-Fans zusammenzukommen und gemeinsam mitzufiebern, ist nicht jeden Tag möglich. Alles in allem war es ein prägendes Ereignis, welches ich so schnell nicht vergessen werde.

 

Beste Grüße,

Andreas Umbrich

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4 Kommentare zu “Qualmende Reifen, dröhnende Motoren und viele Weltmeister – Ein Tag beim Race of Champions

  1. Birgit Weber 25. November 2014 um 11:51 Reply

    Hier würde ich gerne einmal ein Bild des Rennens aus der Vogelperspektive sehen!

    • Andreas Umbrich 25. November 2014 um 14:20 Reply

      Gerne, ich schau mal nach was sich noch finden lässt;)

    • Andreas Umbrich 28. November 2014 um 16:06 Reply

      Leider kann ich kein Foto posten, dafür aber ein Video auf YouTube empfehlen 😉

      • Birgit Weber 28. November 2014 um 18:16

        Danke für das Video, da habe ich ja richtig Arbeit gemacht! Ich sehe jetzt jedenfalls klarer und weiß, dass ich mit meinen Vermutungen zu den Bildern völlig auf dem falschen Dampfer war!

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