Ein LOB für Kinder

Liebe Leser,

 

kürzlich hatte ich eine Kundin vor mir stehen, die Versäumnisgebühren für ihr Kind bezahlte. Als ich sie fragte, ob das denn wohl vom Taschengeld abgezogen werden würde, meinte sie: „Nein, mein Kind bekommt gar kein Taschengeld. Alles, was es braucht, bekommt es von mir…“

Wie seht Ihr das? Sollten Kinder grundsätzlich Taschengeld bekommen? Das Jugendamt Nürnberg hat einen Flyer zum Thema „Taschengeld“ herausgegeben. Einen weiteren interessanten Beitrag zum Thema findet Ihr hier.

Als ich in die Schule kam, bekam ich auch Taschengeld. Anfangs war es 1,00 DM pro Woche. Mit jedem Schuljahr wurde auch mein Taschengeld ein wenig aufgestockt.

Vielleicht kennt Ihr aus manchen Betrieben LOB – die leistungsorientierte Bezahlung. Auch als Kind bekam ich schon LOB – nämlich, dann, wenn ich eine gute Note geschrieben hatte. Außerdem hat meine Mutter mir für die eine oder andere Hilfe im Haushalt auch eine Kleinigkeit zugesteckt. Wenn ich zum Beispiel Altglas in den Container brachte (und der war wirklich nicht gerade nebenan!), bekam ich für jedes Glas bzw. jede Flasche 10 Pfennig, für jede volle Papiertüte 1,00 DM. Fürs Flur putzen gab es sogar 5,00 DM 🙂

Habt Ihr auch „LOB“ bekommen?

 

Taschengeld

 

Die Art, wie mir meine Eltern beigebracht haben, mit Geld umzugehen, hat  mir jedenfalls ausgesprochen viel in meinem Leben genützt. Ich habe dadurch wirklich gelernt zu sparen, denn die beiden kauften mir nichts „nebenbei“. Entweder musste ich bis zum Geburtstag oder bis Weihnachten abwarten, oder ich musste mir meine Herzenswünsche zusammensparen, was ich auch eisern tat … also auch in der als Kind furchtbar schweren Disziplin „Geduld“ wurde ich ordentlich geschult 😉

Noch eine Kleinigkeit zum Schluss aus dem „Nähkästchen“:

Wenn die Weihnachtszeit anfing, habe ich schon ganz früh angefangen, so viel wie möglich zu sparen, damit ich meinen Eltern, Geschwistern, Großeltern und Freunden auch eine Kleinigkeit zu Weihnachten schenken konnte. Das hat mich immer besonders glücklich gemacht. Hier waren meine Eltern übrigens sehr großzügig: Einmal bekam ich 20,00 DM „Weihnachtsgeld extra“, damit ich allen Geschenke kaufen konnte 🙂

In diesem Sinne eine schöne Vorweihnachtszeit!

Beste Grüße,

Sonja Tewes

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2 Kommentare zu “Ein LOB für Kinder

  1. Rebecca Jansen 18. November 2014 um 16:48 Reply

    Oh. Treppenhaus putzen war immer lohnenswert 😉 und Kohleneimer für Oma aus dem Keller in den 2. Stock schleppen. Aber der Lohn fürs ganze sparen: ein Commodore 64 mit Floppy. Heute hat ein Taschenrechner mehr Speicher 🙂 Oh ich merke gerade, wie alt ich bin.

  2. Sonja Tewes 18. November 2014 um 17:30 Reply

    Oh, das mit dem Kohleneimer finde ich auch nett 🙂
    Es ist schon toll, wenn man sich als Kind dann so was „erarbeiten“ kann und – hach – eine Erinnerung für’s Leben ist es auch 🙂

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