Gamingfieber: Godus – Ein bißchen Gott darf sein!

Liebe Leser und Gamer,

da schaut man nichtsahnend in den App Store und entdeckt als Tipp „Godus“. Eine neue Göttermimulation von Peter Molyneux, dem Entwickler von „Populous“ und „Dungeon Keeper“. Auch „Black & White“ ist von ihm und das kenne selbst ich, die so gut wie nie spielt. Angespielt auf dem PC meines Schwagers vor 13 Jahren konnte ich mich noch daran erinnern. So war meine Neugierde geweckt.

Spielpraxis: quasi Null

Was ich bisher gespiel habe? Also, da wäre zum einen „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“. Das habe ich gespielt, weil eine Freundin damals bei EA arbeitete und mir ein Exemplar schenkte. Dann habe ich viel Zeit in „Die Gilde“ investiert. Wirtschaftssimulationen mag ich generell sehr gerne. Dazu noch ein wenig Mittelalter und ich saß Stunden vor dem PC 🙂 Und ich liebe „Angry Birds“ bei langen Autofahren. Wobei mein sechsjähriger Sohn meist einen besseren Highscore erspielt, was auf Dauer frustriert.

Urlaub und Lust darauf Gott zu spielen

Nun hatte ich Urlaub, Godus kostet nichts (dazu später mehr) und so war die App schnell auf mein iPad 3 geladen. Man spielt quasi Gott, muss zwei Menschen vor dem Ertrinken retten und schon ist man mitten in der Geschichte. Die Landschaften sind schön anzuschauen, schon bald kann man Häuser bauen, die kleinen Gestalten vermehren sich und geben „Glauben“ zurück. Je mehr Glauben, desto besser. Mit Schreinen, die man für Glauben kaufen kann und in der Nähe von Bäumen gibt es noch mehr Glauben. Das Besondere: da man Gott ist, kann man die Landschaft formen. Das ist zu Beginn toll, macht Spaß und so kann man sich individuell die Landschaft nach seinen eigenen Vorlieben zusammenstellen. Aber je nachdem, wo man Schichten abträgt oder hinzufügt (denn nicht auf allen Schichten kann man bauen) ist auch direkt eine Menge Glauben weg. Bei diesem Video kann man zum einen die unterschiedlichen Schichten gut erkennen und direkt zu Beginn wird auch eine Menge Land verschoben. (Allerdings auf dem PC und nicht auf dem iPad)

Weizen, Erz und Schatztruhen

Je mehr man baut, desto mehr Weizen benötigt man nun. Die ersten Weizenfelder sind einfach da und können geerntet werden – um den Rest muss man sich selber kümmern. Ganz wichtig sind auch Schatztruhen, die überall in der Landschaft versteckt sind. Die muss man Schicht für Schicht freilegen, was wieder Glauben ohne Ende kostet. Sobald geöffnet, bekommt man „Sticker“, die Karten freischalten. Diese Karten findet man in seiner Chronik. Bis man allerdings so eine Karte freischalten kann, muss man viele viele Sticker bzw. Schatztruhen finden. Man kann z.B. direkt drei Landschaftsschichten bewegen und nicht nur eine. Oder größere Häuser bauen, größere Siedlungen anlegen, seine Anhänger stärker machen. Irgendwann muss man auch Erz anbauen, seine Siedlungen vergrößern und vor allem auch Leuchtfeuer reparieren. Dazu schickt man seine kleinen Bauarbeiter mittels „Lassofunktion“ zu dem Gebäude oder Leuchtfeuer und schon legen die kleinen Gesellen los. Ist ein Leuchtfeuer fertig erbaut, freigelegt oder repariert gibt es meist neue freie Landschaften. Weiteres Land zum bebauen also.

Die einzige Abwechslung

Das mag sich recht begeistert Lesen und auch Spielen … bis Tag drei oder vier. Dann wird es etwas langweilig. Allein mit Glauben einsammeln (ein pinkes Bällchen über jedem Haus oder Siedlung), Weizen und Erz einsammeln kann man sich schon 10 Minuten beschäftigen, bei 5000 Anhängern und dementsprechend vielen Feldern und Mienen. Gähn. Auch, wenn man nach einer gewissen Spielzeit versteckte Tempel entdeckt hat, passiert lange nichts mehr. Außer, die Astaris kommen vorbei. Die Astaris leben als Naturvolk auch auf der Insel und können einen mächtig auf die Nerven gehen, weil die immer vorbei kommen und ärgern. Zunge rausstrecken und so. Wenn man es aber schafft, dass seine Anhänger glücklicher sind als die Astris laufen die über und machen zumindest die Wohnlandschaften ein wenig bunter. In manchen Foren oder Spiele-Testseiten im Internet wie TouchPortal.de werden die besten Tipps verbreitet, wie man die Astaris ausrotten kann (ich sage nur Meteor oder Sumpf), aber dass kann ich einfach nicht. Hier kann man sich auch weitere Tipps holen, sich im Forum austauschen und sich Let’s Play-Videos anschauen. Auch wie man am besten die Enteckungsreisen mit dem Schiff meistert, wird hier gut erklärt. Eine Insel hat vielen vielen Gamern wirklich Kopfzerbrechen bereitet, aber auch das Rätsel ist geknackt 😉

Richtig erfahrene Gamer finden es auch gar nicht gut, dass dieses Spiel / die App zwar kostenlos angeboten wird, dass man aber In-App-Käufe im „Godus-Shop“ tätigen muss, um vielleicht schneller voran zu kommen. Ich musste keine In-App-Käufe tätigen, habe nun auch über 5000 Einwohner (die mein iPad 3 nicht gerade schneller laufen lassen) – aber ich hatte auch Zeit im Urlaub. Wer gerne ein Spiel schnell durchspielen möchte, der sollte erst gar nicht mit Godus beginnen.

Auch noch Bugs

Und nun hänge ich auch noch fest… Ein Bug, der auch mit dem letzten Update nicht behoben wurde. Mein noch nicht bebautes Leuchtfeuer steht im Wasser. Und meine Bauarbeiter wollen sich nicht die Füße nass machen 😦

Ich denke, ich höre bald auf mit dem Gott spielen. Ein bißchen Größenwahn im Urlaub hat gereicht.

Leicht frustrierte Grüße 😉

Nadine Reinhold

 

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