Mein Lebens „Lauf“

Liebe Leser,

in diesem Blogbeitrag schreibe ich nicht meinen Lebenslauf, denn das macht man wohl eher in einer Bewerbung. Trotzdem heißt dieser Artikel „Lebens „Lauf“. Ich möchte gerne über 10 Jahre Lauferlebnisse mit Euch teilen.

Am Anfang stand der Zwang

Alles fing 2003 eigentlich damit an, dass ich abnehmen wollte. Ich wurde nach und nach dicker. Also fing ich an zu Joggen, weil ich wusste, dass ich dadurch besonders viele Kalorien verbrennen konnte. Wenn ich hier schreibe, dass meine erste Laufeinheit gerade mal 1 km lang war klingt es erst einmal lächerlich. Aber es war der Anfang von einer großen Sache. Das wusste ich aber zu der Zeit nicht und es war auch nicht so geplant. Ich wollte einfach abnehmen und zunächst war das Laufen ein Zwang. Das war damals schon im Sportunterricht so und ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen, dass Laufen eines Tages einen ganz hohen Stellenwert in meiner Freizeit haben könnte. Meine Distanz steigerte sich auf 2 km (immerhin) usw.. Allmählich nahm ich etwas ab, aber noch besser war folgendes:

Laufen als Balsam für die Seele

Eines Tages merkte ich, dass ich durch das Laufen gut „abschalten“ konnte. Es wurde für mich zum Balsam für die Seele. Egal was ich am Tag erlebt hatte, beim Laufen kam ich zur Ruhe und musste an nichts denken. Hinzu kam der Ehrgeiz sich mit anderen zu messen. Ich meldete mich 2003 für die 5 km Distanz beim Bocholter Citylauf an. Und dabei blieb es nicht. Nach mehreren 5 km Läufen nahm ich an 10 km Läufen teil, dann kam der  Halbmarathon und es war unglaublich: Aus den lächerlichen 1 km am Anfang wurde die Marathondistanz. Das war 3 Jahre später.

„Es wird Tage geben, an denen Du nicht glaubst, einen Marathon laufen zu können. Und es wird ein ganzes Leben vor dir liegen, in dem du weißt, dass du es getan hast“ (unbekannt) 

Im Oktober 2006 startete ich beim Köln Marathon und es war ein unglaubliches Erlebnis.

Von „Wow, das ist unglaublich“ bis „Was mach ich hier eigentlich?“ über „Schaff ich es wohl?“ ging mir während des Laufens alles durch den Kopf. Die Atmosphäre war noch besser als sonst bei den Wettkämpfen. Kinder standen am Straßenrand und klatschten ab, es gab Sambatrommeln, ganz Köln war eine Partymeile, ganz viele Leute schauten zu, es gab Plakate mit lustigen Sprüchen…

Letztendlich kam ich so gut ins Ziel, dass meine beste Freundin sagte „Iris, bist Du überhaupt gelaufen? Du siehst noch so fit aus.“ Ja,  die magischen 42,195 km hatte ich hinter mir gelassen und war so überglücklich. In dem Moment spürte ich keine Erschöpfung. 

Der zerplatzte Traum nach 10 Jahren Lauferlebnissen

Seit 2013 bin ich bereits 30 Wettkämpfe verschiedener Distanzen mitgelaufen und habe 24 Finishermedaillen bekommen. Nach 10 Jahren Lauferfahrung wollte ich deshalb eigentlich nach Berlin zum Halbmarathon fahren und mir einen großen Traum erfüllen, aber eine Verletzung setzte mich leider 1 Jahr außer Gefecht und ich konnte nur zuschauen :(. Da die Verletzung mit hoher Wahrscheinlichkeit auch vom „falschen“ Training kam musste ich vieles überdenken und in Zukunft anders machen. Ich fand zum Glück nach und nach die richtigen Leute, die mir helfen konnten und das war auch gut so.

Kraft- und Ausdauertraining kombinieren

Seit ca. einem Jahr mache ich zusätzlich Krafttraining im Fitnessstudio, dehne mich und achte auch darauf mich mehr zu regenerieren. Aus heutiger Sicht hätte ich es eher bedenken müssen, weil die Muskeln schon stark belastet werden, wenn man auf ambitionierte Weise trainiert. Damals habe ich es nicht so gesehen, weil es einfach Spaß gemacht hat. Pausen wurden auch so gut wie gar nicht eingelegt und irgendwann machten es die Muskeln nicht mehr mit. Daher kann ich nur jedem raten Kraft-und Ausdauertraining zu kombinieren, sobald man auf Wettkampfniveau trainiert und dies womöglich noch über mehrere Jahre. Das senkt das Verletzungsrisiko. Außerdem sind Erholungsphasen wichtig.

Zum guten Schluss

Hier ist ein Foto von meinen ganzen Laufsachen: Der Frosch ist mein Glücksbringer, meine ersten Joggingschuhe und meine Lauftrikots.

Laufklamotten

 

Mein nächster Wettkampf wird übrigens der Herzlauf Hilden sein. Ich finde es besonders schön hieran teilzunehmen, weil dabei für einen guten Zweck gelaufen wird.

Na, konnte ich Euch überzeugen auch mit dem Laufen zu beginnen? Wenn nicht, dann schaut doch einfach mal bei einem Lauf zu und feuert die Läufer an. Die Atmosphäre ist wirklich toll. Und vielleicht kommt Ihr dann doch noch auf den Geschmack ;).

Sportliche Grüße und bis zum nächsten Mal

I. Bollwerk

 

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