Exlibris

Liebe Leser,

seid Ihr oft auf Flohmärkten oder in Buchantiquariaten unterwegs? Dann kennt ihr sie: Exlibris. Früher waren Bücher bekanntlich viel wertvoller als heute, sie wurden daher gerne mit einem Exlibris versehen.

Laut Wikipedia ist „ein Exlibris (von lat. ex „aus“ und libris „den Büchern“; wörtlich „aus den Büchern [von …]“) … ein in Bücher eingeklebter Zettel, der zur Kennzeichnung des Eigentümers dient. Weitere Bezeichnungen sind Bücherzeichen oder Buchmarke.“

Eine einfache Erklärung für eine wahre Kunstform, die wir im Grunde Johannes Gutenberg zu verdanken haben. Mit der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern konnten sich immer mehr Menschen Bücher leisten, Privatbibliotheken wuchsen, die dort enthaltenen Bücher mussten mit einem Eigentumsvermerk ausgestattet werden. Die ersten Exlibris entstanden somit im 15. Jahrhundert, meist als kleine Grafik.

Auch bekannte Maler wie Albrecht Dürer schufen Exlibris. Interessant ist, welche Exlibris in welcher Epoche vorherrschten. Da gab es wahre Trends: in der Renaissance waren es eher Wappen und Portraits, oftmals mit Ornamenten versehen.

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Auf Barock-Exlibris wurden eher biblische Motive dargestellt. Im 18. Jahrhundert wurden dagegen gerne Bibliotheksinnenräume dargestellt! Auch Bibliotheken verwendeten Exlibris.

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Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Exlibris eher zu einem Sammelobjekt, auch getauscht wurde gerne. Ich stelle mir vor, dass damals ähnlich damit umgegangen wurde, wie in meiner Kindheit mit Glanzbildern. Meine absolut liebste Zeit in der Exlibriskunst begann zu Beginn des 20. Jahrhundert in der Zeit des Jugendstils. Wunderbar, dass es noch so viele Beispiele dieser Kunstform aus dieser Epoche gibt. Eines schöner als das andere und heute beliebter denn je, wenn man sich mal bei Dawanda & etsy oder in großen Stempelshops umschaut. Auf den ersten Blick ist oftmals kaum zu erkennen, ob es sich um ein neues Exlibris oder ein Original handelt. Heutzutage werden Exlibris gerne einfach in das Buch gestempelt.

In Deutschland finden sich Exlibris-Sammlungen im Gutenberg-Museum Mainz, in der Bayerischen Staatsbibliothek München und im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg. Ein Sammler, der jahrelang Vorsitzender der Deutschen Exlibris Gesellschaft war, hat im letzten Jahr der Stadt Mönchengladbach 170.000 Exlibris geschenkt, die nun in der Stadtbibliothek Mönchengladbach katalogisiert und aufbewahrt werden.

Habt Ihr ein eigenes Exlibris? Habt Ihr es selbst gestaltet, für Euch extra anfertigen lassen oder verwendet Ihr einen Stempel? Lasst mal sehen! Schickt uns Eure Fotos, wir freuen uns!

Beste Grüße
Nadine Reinhold

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