Unser Team stellt sich vor: Roxana Wall

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Liebe Leser,

es gibt ein neues Gesicht in der Stadtbücherei Hilden. Einige von Euch haben es vielleicht schon gesehen und die dazugehörige Person schon kennen gelernt. Auf diesem Wege möchte ich mich Euch ganz ausführlich vorstellen.

Wenn ich so darüber nachdenke, was ich Euch zu meiner Person erzählen kann, fällt mir auf Anhieb nicht viel ein. Ich bin 22 Jahre alt, komme aus Rheda-Wiedenbrück, bin ein Familienmensch und liebe das Tanzen und die Musik. Das war schon immer so und ist auch heut nicht anders. Und doch hat sich in den letzten drei Jahren so einiges verändert.

Nach dem Abitur führte mein beruflicher Weg in die Stadtbibliothek Rheda-Wiedenbrück. Eigentlich nur rein zufällig, da ich nie den konkreten Wunsch hatte, in einer Bibliothek zu arbeiten. Als ich dann am 02.08.2010 schüchtern und zurückhaltend, so wie ich eben damals war, an der Verwaltung der Bibliothek klingelte, war ich noch sehr skeptisch. Ich hatte Angst, das Team würde mit mir nicht klar kommen und Angst davor, ich könnte etwas falsch machen oder die Ansprüche, die an mich gestellt wurden, nicht erfüllen. Selbstzweifel, die ich bis heute nicht ganz abgelegt habe, die aber viel kleiner geworden sind. Während ich enorm gewachsen bin, wenn auch nicht körperlich 😉

Gerade durch den sofortigen Einsatz an der Ausleihtheke erlernte ich ein sicheres Auftreten und legte meine Zurückhaltung immer mehr ab. Es war kein Problem mehr für mich, auf Menschen zuzugehen oder die Kunden zu beraten. Im Gegenteil, heute bereitet mir der Kontakt zu den Nutzern viel Freude, besonders zu den kleinsten Leseratten. Natürlich lernte ich während meiner Ausbildung aber nicht nur die Ausleihe kennen, sondern auch alles, was sich in der „hinter den Kulissen“ abspielt. Medien bestellen, katalogisieren, einsortieren und reparieren. Und kann jetzt jeden, der in dem Glauben ist, in einer Bibliothek lesen die Mitarbeiter den ganzen Tag, vom Gegenteil überzeugen 😉

Auch der Bereich des Social Media, dem ich zu Anfang sehr skeptisch gegenüber stand, gehörte schlussendlich zu meinen Lieblingstätigkeiten. Als Teil eines Kernteams, war ich ganz nah dran als die Stadtbibliothek Rheda-Wiedenbrück ihre ersten tapsigen Schritte ins Web 2.0 wagte. Natürlich sind wir zu Beginn einige Male über Stolpersteine gestürzt, waren aber nach diesen ersten Anlaufschwierigkeiten auf einem guten Weg. Ich konnte mir nie vorstellen, dass ich an der Arbeit mit Facebook & Co so viel Spaß haben könnte und dass es für Bibliotheken von so großer Wichtigkeit ist, diesen Umbruch in der Bibliotheksarbeit mitzuerleben.  Es ist eine tolle Möglichkeit, virtuell mit Nutzern und anderen Bibliotheken zu kommunizieren und sich stetig über alles informieren zu können. Es gehört von nun an genauso selbstverständlich dazu wie Bücher. Deshalb weiß ich sehr zu schätzen, während meiner Ausbildung die Chance bekommen zu haben, einen völlig neuen Bereich aufzubauen und so meine eigenen Spuren auf dem Weg durch das Web 2.0 zu hinterlassen.

Eine Erfahrung der ganz anderen Art konnte ich während meinem Auslandspraktikum auf Kreta sammeln, das ich von Februar bis April 2012 absolvierte. Die Organisation Leonardo Da Vinci bietet seit einiger Zeit Stipendien für Auszubildende für Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste an und schickt diese dann in ausgewählte Orte und ihre Bibliotheken. Weil ich sehr gerne in die Cardiff Bibliothek in Wales gegangen wäre, war ich zunächst sehr enttäuscht, als ich ein Angebot für das Praktikum auf Kreta erhielt. Denn zu dieser Zeit herrschte in Griechenland bereits die Finanzkrise, dessen Umstände ich eigentlich nicht hautnah miterleben wollte. Aber nachdem ich mich informiert habe, entschied ich mich doch für das Praktikum. Zum Glück, kann ich im Nachhinein sagen. Ich lernte nicht nur die Arbeit in der örtlichen Universitätsbibliothek kennen, sondern auch ein wenig griechisch sowie viel über die Kultur und Traditionen. Diese Erfahrung hat mich also nicht nur beruflich, sondern auch persönlich sehr geprägt.

Durch die letzten drei Jahre ist von der schüchternen Person von damals nicht mehr viel übrig geblieben. Ich habe gelernt, Veränderungen anzunehmen und mich in einem neuen Umfeld zurecht zu finden. Ich kann jetzt offen auf Leute zu gehen und mich gut vor diesen präsentieren. Ein für mich neues Selbstwertgefühl, das mich auch privat viel weiter gebracht hat. Denn ich bin aus dem weit entfernten Rheda-Wiedenbrück, das bei übrigens Bielefeld liegt, Hals über Kopf nach Köln gezogen. Von zu Hause weg, andere Leute, ein komplett neues Umfeld. Das wäre damals für mich unvorstellbar gewesen. Was nicht heißt, dass es heute keine Herausforderung für mich ist. Denn bisher wohnte ich noch bei meinen Eltern in einer kleinen Stadt, in der ich die Bushaltestelle und den Tante-Emma laden quasi vor der Haustür hatte, während ich hier aufpassen muss, nicht in die falsche Bahn zu steigen…was mir bereits passiert ist 😉 Aber das sind Dinge, die eben dazu gehören. Deshalb nehme ich diese große Herausforderung sehr gerne an. Denn nur so kann ich stärker werden und weiter wachsen.

Und die neue Stelle in der Stadtbücherei Hilden hilft mir dabei. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinen neuen Kolleginnen und darauf, Euch alle kennen zu lernen, liebe Leser 🙂

Beste Grüße

Roxana Wall

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5 Kommentare zu “Unser Team stellt sich vor: Roxana Wall

  1. Anonymous 8. August 2013 um 15:54 Reply

    Hi Roxana,
    schön geschrieben!
    Ich wünsche dir und dein neues Team eine gute Zusammenarbeit!
    Für mich kann ich nur sagen, dass ich sehr gerne mit dir gearbeitet habe 🙂
    Mach weiter so!!!

    • Wa 9. August 2013 um 13:06 Reply

      Dankeschön 🙂 Ich habe auch sehr gerne mit euch gearbeitet! Bis bald!

  2. Itha Heitjohann 8. August 2013 um 17:05 Reply

    Liebe Roxana, ich wünsche Dir auf Deinem weiteren Weg alles nur erdenklich Gute und komme mal in der Bibliothek vorbei, wenn ich auch Dienst habe.
    Liebe Grüße aus dem fernen Wiedenbrück nach Hilden bzw. Köln
    Itha Heitjohann

    • Wa 9. August 2013 um 13:07 Reply

      Dankeschön!! Vorbei kommen werde ich noch oft, vielleicht erwische ich dich ja dann mal 😉 Liebe Grüße

  3. […] mit Lichtsäule, Sonic Chair und verschiedenen mobilen Endgeräten passt. Wir haben eine neue Kollegin in unser Team aufgenommen und wir haben erstmalig einen Adventskalender für Euch […]

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