100 Jahre Stadtbücherei Hilden – Teil 13

Was kam wann?

1947: Das Leseheft

Das Leseheft, eines der Grundelemente der Ausleihtechnik der deutschen Volksbücherei, wurde in Hilden im Jahr 1929 eingeführt. Die Umstellung der Ausleihe auf den Buchkartenapparat sollte eigentlich bald darauf erfolgen, allerdings kam der Krieg dazwischen. Am 1. August 1942 wurde der Buchkartenapparat eingeführt.
Am 1. April 1947 wurde ein neues Leseheft eingeführt. Den Lesern, die sich neu anmeldeten, wurde nahegelegt, der Bücherei ein Buch zu stiften. Da es sich bei Neuanmeldungen aber meist um neu nach Hilden zugezogene Vertriebene oder Bombengeschädigte handelte, war nur etwa jeder zweite oder dritte Leser in der Lage, ein Buch zu beschaffen. Bei den Kinder wurden vorhandene Lesekarten noch aufgebraucht, ab dem 1. Juli 1948 bekamen sie dann aber auch ein Leseheft.

Teil 13 - Leseheft

1973: Neue Verbuchung

Am 20. August 1973 wurde die fotomechanische Ausleihverbuchung in Betrieb genommen. Im Jahresbericht heißt es: „Das neue Verfahren hat sich inzwischen gut bewährt. Es gewährleistet bei den steigenden Ausleihzahlen eine sichere Verbuchung und erspart den Benutzern längere Wartezeiten.”

1975: Der Fotokopierer

Seit dem 1. März 1975 steht den Benutzern der Bücherei ein Fotokopiergerät zur Verfügung. In den ersten zehn Monaten wurden 6.213 Kopien angefertigt. Im Jahr 1978 wurden 26.448 Kopien gemacht. Auch heute gibt es noch einen Kopierer – sogar einen ganz neuen. Er steht im Erdgeschoss neben der Kaffeetheke.  2011 wurden 44.706 Kopien gemacht.

Teil 13 - Kopierer

1982: Sprachlehrbücher

Im Jahr 1982 konnten erstmals Sprachlehrbücher mit Kassetten zum Erlernen von Fremdsprachen kostenlos entliehen werden. Arabisch, Chinesisch, Deutsch für Ausländer, Englisch, Französisch, Italienisch, Neugriechisch, Rumänisch, Serbokroatisch, Spanisch, Schwedisch und Türkisch konnten auf diesem Weg erlernt werden.
Seit 2003 gibt es keine Kassetten mehr auszuleihen.

1985: Videokassetten

Videokassetten zum Ausleihen hielten im Jahr 1985 Einzug in die Stadtbücherei. 2009 wurde die letzte Videokassette aus dem Bestand genommen.

1997: Internet

April 1997: Das Internet hielt Einzug in die Stadtbücherei. Interessierte ab 14 Jahren konnten während der Öffnungszeiten nach dem Erwerb eines Passwortes maximal 30 Minuten surfen. Die Kosten dafür waren aus heutiger Sicht happig: 6 Mark kostete der kurze Ausflug ins World Wide Web. Die Zeit war auf mehrere Besuche verteilbar. Die 12.000 Mark, die für die Einrichtung der Plätze nötig waren, wurden zur Hälfte aus Landesmitteln finanziert. Das Angebot wurde im Laufe der Jahre ausgebaut, etwa im März 2001, als der Download von Handy Klingeltönen ermöglicht wurde. Zusätzliche Computer wurden angeschafft. Fünf hatten Internet-Zugang. Nach und nach sanken auch die Gebühren: Statt drei Mark für 30 Minuten waren fünf Mark für eine Stunde fällig. Heute gibt es zwölf Internetplätze, drei davon im Jugendbereich. Büchereikunden können mit  Zugangscode eine Stunde kostenlos surfen. Für Nichtkunden fällt eine Gebühr von einem Euro für eine Stunde an. Für Kinder ist das Surfen umsonst – an drei extra eingerichteten Plätzen mit eingeschränkten Nutzungsbedingungen.

1997: CD-ROM

Teil 13 - CD-ROM Am 1. August 1997 lieh die Stadtbücherei erstmals CD-ROMs aus. 150 Stück gab es anfangs. Das Angebot richtete sich an alle Kunden ab zwölf Jahre, eine Gebühr von 30 Mark im Jahr wurde erhoben.

2002: DVD-Spielfilme

Anfang 2002 nahm die Stadtbücherei 150 DVD-Spielfilme in ihren Medienbestand mit auf.

2002: BibNet, Gesamtverzeichnis aller Medien im Kreis Mettmann

Unter dem Namen BIBNET haben sich alle zehn Stadtbibliotheken im Kreis Mettmann zu einem Verbund zusammengeschlossen und bieten in einem Gesamtkatalog ihre Bestände an. Der Katalog verzeichnet über 600.000 Medien. Über die Funktion „Onleihe” können Sie dort auch digitale Medien wie e-Books, e-Paper,
e-Videos und e-Musik ausleihen

Teil 13 - BibNetStart

2004: Selbstverbuchungstheke

Teil 13 - SelbstverbucherIm Januar 2004 wurde die Selbstverbuchungstheke eingeführt. Seitdem ist es möglich, ohne Hilfe des Personals Medien zu entleihen. Später wurde das Angebot mit einem Self-Service-Point erweitert: Die Medien können seitdem nicht nur selbst ausgeliehen, sondern auch an einem Automaten zurückgegeben werden. Es gibt drei so genannte Selbstverbucher, die die Kunden selbstständig bzw. mit Hilfe der Mitarbeiter benutzen können. Die Kunden kommen nur noch zur Theke, wenn sie Fragen haben, es Probleme gibt, Gebühren zu zahlen oder vorgemerkte Medien abholbereit sind.

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2010: Facebook und Co.

Sehr aktiv ist die Bücherei, wenn es um die Nutzung der neuen Medien geht. Ein eigener Facebook-Auftritt wie ein Blog unter https://leseoase.wordpress.com/ wird von den Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei täglich gepflegt.
Teil 13 - Web-Twitter         Teil 13 - Web-Facebook

2011: Konsolenspiele

Seit Herbst 2011 können Spiele für Konsolen ausgeliehen werden, im Angebot: Nintendo DS, Wii und Playstation. Das Angebot soll noch weiter ausgebaut werden.

Und dann ist da noch …

… die Ticketzentrale: Seit 1994 gehört die Ticketzentrale als eine Dependance von ticketonline.de zum Haus. In Hilden ist es die erste Anlaufstelle, um Tickets für Veranstaltungen zu bekommen. Natürlich gibt es dort auch alle Karten von Veranstaltungen, die das Kulturamt Hilden durchführt.

… der Bibliotheksindex: Seit 2000 beteiligt sich dieStadtbücherei am Bibliotheksindex, ein freiwilliges Ranking auf Bundesebene. „Wir sind von Anfang an dabei”, sagt Büchereileiterin Claudia Büchel. Die Platzierungen haben sich stetig verbessert. 2011 fand sich die Stadtbücherei in der Kategorie Büchereien in Städten zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern, auf Platz 5. Seit 2012 gibt es kein Ranking mehr, dafür werden die Büchereien in vier Kategorien verglichen. Bei dreien von vier Kategorien, die verglichen werden, war Hilden mit an der Spitze.

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Die Broschüre wurde von Christina Görtz erstellt und ist seit März auch in der Stadtbücherei erhältlich. Die Fotos wurden freundlicher Weise vom Stadtarchiv zur Verfügung gestellt.

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